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psychologische diagnostik (Subject) / Testverfahren (ausgewählte) (Lesson)
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- Subskalen verbale Intelligenz IST Satzergänzungen Analogien Gemeinsamkeiten (je 20 Items)
- Subskalen numerische Intelligenz IST Rechenzeichen Zahleneinheiten Rechenaufgaben
- Subskalen figurale Intelligenz IST Matrizen Würfelaufgaben Figurenauswahl
- Durchführung IST • Gruppen‐ und Einzeltestung• echte Paralleltestform (C) in der 2. Auflage• ab etwa 15 Jahren• Instruktion, Übungsaufgabe, zeitbegrenzt jeweils 20Aufgaben• Dauer– GM (inklusive Pause vor MF) ca. 2h– EM weitere 40 Minuten
- Reliabilität IST • Reliabilität der Skalen zwischen α = .87 und α = .97– nur interne Konsistenz– keine Retestreliabilitäten, keine Reliabilitäten für einzelneNormgruppen (Kritik in der Testrezension) keine Untertestergebnisse einzeln interpretieren, da geringere Rel
- Validität IST – Inhaltsvalidität?– Konstrukt• Konfirmatorische Faktormodelle passen belegen die Strukturder gemessenen Fähigkeiten explorative FA für gf und gc • gute divergente (Konzentrationstest, Wortschatztest) undkonvergente Validität (CFT, Raven, FRT)
- Normierung IST N = 3484 für A und B N = 2363 für Form C Erhebung in 7 Bundesländern Aufteilung des Alters am differenziertesten in 8 Altergruppen für Gymnasiasten Merkfähigkeit unterscheidet 3 breite Altersgruppen Normtabellen für Gymnasiasten, Nicht-Gym, und Gesamtgruppe Umfang der SP bei den Normgruppen zwischen N = 69 und N = 578
- Bewertung IST insgesamt gute Bewertung von Testkuratorium Rel und Val nur "weitgehend erfüllt" und nicht voll -->keine Rel für einzelne Normgruppen --> für Wissenstest keine Val-Belege keine Rel für einzelne NormgruppenKonfidenzintelvall für Wissenstest keine Validitäts-Belege (Korr mit anderes Test/Kriterien) Mit N < 100 einige Normierungs-SP zu klein genauere Angaben zu Anwendungszwecke und Zielgruppen
- Normierung Vorgehen • Überprüfung der Skalenrohwerte (mithilfe einesHistogramms) auf Normalverteilung– Wenn ja: Umrechnung der Rohwerte in z‐Werte, C‐Werte, SW, Stanine‐Werte• Zusammenhang zwischen Rohwert und Normwertbeachten!• Prozentwerte vermeiden– keine Möglichkeit zur Bildung eines Konfidenzintervalls– für diagnostische Entscheidungen daher vollkommen ungeeignet• Normstichprobe– repräsentativ bezüglich der untersuchten Merkmale und demographischerDaten, Teilstichproben werden betrachtet
- Kernannahmen BIS 4 an jeder Intelligenzleistung sind (neben anderenBedingungen) alle intellektuellen Fähigkeiten beteiligt,allerdings mit deutlich unterschiedlichen Wichtungen Intelligenzleistungen und Fähigkeitskonstrukte lassen sichunter verschiedenen Aspekten klassifizieren – hier bimodaleKlassifikation: Operationen und Inhalte Fähigkeitskonstrukte sind hierarchisch strukturiert, d. h. sielassen sich auf verschiedene Generalitätsebenen zuordnen
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- BIS K (Verarbeitungskapazität): Verarbeitung komplexer Informationen bei schwierigerenAufgaben, die nicht auf Anhieb zu lösen sind; die Aufgabenerfordern Zusammenhangsfindung, formallogisch exaktes Denkenund sachgerechtes Beurteilen bzw. Heranziehen von Informationen
- BIS E (Einfallsreichtum): flexible Ideenproduktion, die die Verfügbarkeit vielfältigerInformationen, Reichtum an Vorstellungen und Sehen vielerverschiedener Seiten, Gründe und Möglichkeiten von Gegenständenund Problemen voraussetzt; es geht um problemorientierteLösungen, nicht um ein ungesteuertes Luxurieren der Phantasie
- BIS M (Merkfähigkeit): aktives Einprägen und kurzfristiges Wiedererkennen oder Reproduzieren von verschiedenartigem Material frühere Bezeichnung Gedächtnis (G) wurde geändert, da im Verlauf der Modellentwicklung nur noch kurzfristige Behaltensleistungen betrachtet wurden
- BIS B (Bearbeitungsgeschwindigkeit): Arbeitstempo, Auffassungsleichtigkeit und Konzentrationskraftbeim Lösen einfach strukturierter Aufgaben von geringemSchwierigkeitsniveau
- Operationen BIS Merkfähigkeit Einfallsreichtum Verarbeitungskapazität Bearbeitungsgeschwindigkeit
- BIS V (Sprachgebundenes Denken): Grad der Aneignung und der Verfügbarkeit des BeziehungssystemsSprache
- N (Zahlengebundenes Denken): BIS Grad der Aneignung und der Verfügbarkeit des BeziehungssystemsZahlen
- F (Figural‐bildhaftes Denken): anschauungsgebundenes Denken, Bearbeitung der Aufgabenerfordert figural‐bildhaftes Denken bzw. räumliches Vorstellen
- Inhaltsgebundene Fähigkeiten BIS figural numerisch verbal
- Sicherstellung der breiten Gültigkeit:BIS • ca. 2.000 verschiedene Aufgabenarten wurden gesammeltund auf 100 Aufgabentypen reduziert• Struktur von diesen 100 Aufgabentypen wurde empirischüberprüft• mit Parceltechnik werden im BIS die Modalitätengegeneinander ausbalanciert, so dass inhaltsunabhängigdie Operationsmodalität untersucht werden kann undoperationsunabhängig die Inhaltsmodalität
- Reliabilität BIS • Reliabilität:– Interne Konsistenz: aufgrund der Konstruktion von BIS ungeeignet Modellannahme erwartet gewisses Maß an Heterogenität der Skalen daher Chronbach‘s α von .75 für M und .89 für AI beachtlich– Retest‐Reliabilität: nicht im Manual– Paralleltest liegt nicht vor
- Konstruktvalidität BIS in Faktorenanalysen und multidimensionalen Ähnlichkeitsstrukturanalysen konnte die Modellstruktur mehrfach gezeigt werden starke korrelative Zusammenhänge zw. elementaren kognitiven Aufgaben und allen BIS‐Fähigkeiten (engster Zusammenhang zw. G‐ECT und B) Korrelationen zw. BIS‐K und Arbeitsgedächtnis r = .81
- Kriteriumsvalidität BIS Zusammenhang mit Schulnoten K und N beste Prädiktoren für Naturwissenschaften V – bester Prädiktor für sprachliche Fächer Prüfungsleistungen von Beamtenanwärtern für gehobenen Verwaltungsdienst: Korrelation r = .4 zw. K und Einzelnote aus dem Zwischenzeugnis (aber sehr kleine Stichprobe)
- Normierung BIS – vorläufig– 478 Schweizer Oberschüler zwischen 16 und 19 Jahren– Stichprobe nicht bevölkerungsrepräsentativ– es liegen verschiedene Altersnormen vor– es liegen keine bildungsspezifischen bzw. geschlechtsspezifischenNormen vor
- Kritik BIS – Parceltechnik problematisch und weitere konfirmatorische Modellenotwendig– Wissen wird nicht gemessen– Beziehungen zu hierarchische Strukturmodelle nicht etabliert– Normierungsbasis muss verbessert werden, sodass BIS‐4 auch fürdiagnostische Fragestellungen eingesetzt werden kann
- Stärken BIS – theoretisch fundiert entwickeltes Instrument– Einfallsreichtum wird berücksichtigt– abwechslungsreich– nicht auf spezifische Aufgabentypen beschränkt oder fokussiert
- HAWIK 4 kognitive Fähigkeiten Arbeitsgedächtnis Sprachverständnis Verarbeitungsgeschwindigkeit Wahrnehmungsgebundenes Denken
- HAWIK Subtest für Arbeitsgedächtnis Zahlennachsprechen: 3-4-1-7 (nachsprechen) Rechnerisches Denken: In begrenzer Zeit mündlich vorgetragene Rechenaufgaben im Kopf lösen
- HAWIK Subtest für Sprachverständnis Wortschatztest: Was ist eine Uhr? Allgemeines Wissen: Welcher Tag kommt vor Donnerstag?
- HAWIK Subtest für Verarbeitungsgeschwindigkeit Symbolsuche: In begrenzer Zeit Symbole einer Zeile daraufhin überprüfen, ob ein Zielsymbol enthalten ist. Durchstreichtest: In einer Menge an Bildern ausschließlich Tierbilder durchstreichen
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- Subtest HAWIK Wahrnehmungsgebundenes Denken Matrizentest: Unvollständiges Muster wird vorgelegt, Pbn wählt unter 5 Vorlagen den fehlenden Teil des Musters aus Bilder ergänzen: Zeigen oder benennen, welcher Teil eines Bilder fehlt, z.B. Ärmel einer Jacke
- Reliabilität HAWIK Gesamt IQ interne Reliabilität von .97 Indexwerte haben etwas geringere Werte einzelne Subtest schwanken sehr zwischen .76 und .91
- Validität HAWIK es fehlen Korrelationen zu anderen Intelligenztests Hochbegabte bekommen bei dem Test auch hohe Werte Intelligenzgeminderte zeigen niedrige Testergebnisse
- HAWIK Durchführung Subtests in fester Reihenfolge in Form eines standardisierten Diaglogs hohe Anforderungen an den Testleiter: Stoppuhr messen, Antworten gleich bewerten Dauer: 65-90 Minuten (+ Zusatztest 15-20min.)
- Vorteile und Nachteile HAWIK Vorteile brauchbares und nützliches Intelligenztestverfahren national und international intensiv beforscht praktische Handhabung durch ausführliche Richtlinien zur Testdurchführung Protokollbogen mit 16 Seiten sehr ausführlich Nachteile keine Itemkennwerte werden berichtet Normstichprobe ist zu klein Konstruktion als auch Testanalysen sollten transparenter dargelegt werden
- HAWIK Normierung Alter von 6;0-16;11 Jahren feine Altersunterteilung: alle 4 Monate SP-Umfang pro Jahr 75 Jungen und 75 Mädchen deutsche Teil SP repräsentativ (N=1440)
- Einteilung nach Brickenkamp Persönlichkeitsfragebögen • Persönlichkeitsstrukturtests (41)• Einstellungs‐ und Interessentests (23)• Klinische Tests– Fragebogen (110)– Interviews (23)– Sonstige klinische Verfahren (32)
- Welche Rolle spielt Faking? Gesamtfazit • Konstruktvalidität in jobhomogenen Samples sind ansteigendeKorrelationen zwischen gefakten Skalen anzunehmen• Kriteriumsvalidität auf Facettenebene sind verzerrende Einflüsseanzunehmen• Selektion Effekte bei top down Selektion (diejenigen auswählen,die passen) am Schlimmsten
- Empirische und konzeptuelle Probleme von Lie oder SD Scales • SD Skalen korrelieren mit Persönlichkeitsmerkmalen– mit emotionale Stabilität, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit– Ausschluss von Personen mit hohen SD‐Werten führt zum Ausschlussvon Personen mit hohen Werten auf gewünschten Traits• SD kein Suppressor– nach statistischer Kontrolle von SD bei der Ermittlung von Test – KriteriumKorrelationen, steigen die Korrelationen nicht an (eher sinken)• SD Items werden nicht wie gewünscht interpretiert– „Sagen Sie immer die Wahrheit?“ – wird nicht wort‐wörtlich interpretiert,sondern als Index für Ausmaß eines solchen Verhaltens
- Ansätze um Faking zu verhindern • Beobachterauskünfte• Biodaten, verifizierbare Auskünfte• Evaluative Neutralisierung• Situational Judgement Tests (siehe Lehrbuch Nichtsprachliche Tests)• Forced‐Choice Itemformate (siehe Lehrbuch S. 245‐247)• Warnungen
- Sedimentationshypothese Diejenigen Persönlichkeitseigenschaften, die besonderswichtig für den Alltag sind, finden Eingang in die naivePersönlichkeitstheorie. Je wichtiger sie sind, desto eherwerden sie in einem einzigen Wort – einem Adjektiv oderSubstantiv, seltener einem Verb – abgebildet (Klages,1926).
- 5 Persönlichkeitsbereiche NEP-PI-R Neurotizismus Extraversion Offenheit für Erfahrungen Gewissenhaftigkeit Verträglichkeit
- Facetten für Neurotizismus Ängstlichkeit Reizbarkeit Depression Soziale Befangenheit Impulsivität Verletzlichkeit
- Facetten für Extraversion Herzlichkeit Geselligkeit Durchsetzungsfähigkeit Aktivität Erlebnissuche positive Emotionen
- Facetten von Offenheit Offenheit für: Fantasie/ Ästhetik Gefühle Handlungen Ideen Werte und Normensysteme
- Verträglichkeit Facetten Vetrauen Freimütigkeit Altruismus Entgegenkommen Bescheidenheit Gutherzigkeit
- Facetten Gewissenhaftigkeit Kompetenz Ordnungsliebe Pflichtbewusstsein Leistungsstreben Selbstdisziplin Besonnenheit
- Beispielitems Neurotizismus: Depression Ich empfinde manchmal ein tiefes Gefühl von Schuld oder Sünde
- Beispielitems Neurotizismus: Änglichkeit Ich bin leicht zu erschrecken.
- NEO-PI-R Reliabilität Alphas der fünf Hauptskalen .87 ‐ .92 Alphas der Facetten .53 ‐ .85 Retestreliabilität nach einem Monat für die fünf Hauptskalen im Bereich von .88 ‐ .91; für die 30 Facetten .48 ‐ .91 (Median: .83), nach fünf Jahren .74 ‐ .78 (Hauptskalen) bzw. .53 ‐ .78 (Facetten)