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Gesundes Altern (Subject) / respiratorisches System (Lesson)
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- Was ist Compliance? Maß der Dehnbarkeit der Lunge, beschreibt Druck- und Volumenveränderung.
- Was sind Alveolen? Lungenbläßchen: -> Hier findet der Gasaustausch statt: 300 Mio. Durchmesser: 0,2mm --> Gasaustauschfläche: 100m2 ,
- Aus welchen Zellen setzt sich das Alveolarepithel zusammen? --> Pneumozyten Typ1: Deckzellen --> Pneumozyten Typ2: produzieren Surfactant, verhindert Herabsetzung der Oberflächenspannung und Kollabieren der Alveolen.
- Was sind IRZ und ERZ? Inspiratorisches Reservevolumen: bei normaler Einatmung könen noch ca. 2,5l eingeatmet werde zusätzlich zum Atemzugvolumen (0,5l) Expiratorisches Reservevolumen: +1,5l
- Was sind RV, VK ,TK und FRK? Residualvolumen (RV) --> Volumen, das nach max. Ausatmung in der Lunge verbleibt (ca. 1-2 l) Vitalkapazität (VK) --> Volumen, das max. ein- und ausgeatmet werden kann (etwa 3-6 l – durchschnittlich 5 l) Totalkapazität (TK) --> Gesamtvolumen der Lunge (5-7 l) Funktionelle Residualkapazität (FRK) Volumen, das nach einer normalen Einatmung in der Lunge verbleibt (ungefähr 1 l)
- Was ist das Atemzeitvolumen? pro Zeiteinheit ein- und ausgeatmetes Gasvolumen (etwa 7,5 l pro Minute in Ruhe)
- Totraumvolumen die in den luftleitenden Wegen verbleibende Luft nimmt nicht am Gasaustausch teil (ca. 0,15 l)
- Ein-Sekunden-Kapazität (FEV1) Volumen, das in einer Sekunde max. ausgeatmet werden kann
- Was ist FVK? Forcierte Vitalkapazität--> Atemausstoß
- Sind die Atmungsorgane in der Lage einen angemessenen Gasaustausch während der gesamten Lebensdauer aufrecht zu erhalten? Ja (Ausnahme: Krankheit)
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- Anatomische /Physiologische Veränderungen des respiratiorischen Systems. Compliance der Brustwand ↓ : Vermingerung des elastischten Rückstoßes, da Gehalt n elastischen Muskelfastern sinkt, Verkalkungen des chondralen Knorpels, und Krümmung der Wirbelsäule Comliance der Lunge ↓: elastisches Gewebe der Alveolen und kleine Atemwege ↓ respiratorische Muskelkraft ↓ korreliert mit Ernährungsstatus Hustenkraft ↓ Infektionsrisiko Kollargenverhärtung Verschulss kleiner Atemwege: Druchmesser (ab 40) ↓ Mukoziliäre Clearance nimmt ab --> Flimmerhärchen ↓ Schleimhautrückbildung
- Veränderungen in der Lungenfunktion im Alter. Alveolen vergrößern sich, Erweiterung der Lufträume, Abnahme der Austauschfläche und Verlust der Stützgewebe und Kapillaren für periphere Atemwege („seniles Emphysem“) --> Gasaustausch nimmt ab, da weniger Gasaustauschfläche --> kollabierte Alveolen (Airtrapping) Anzahl der Alveolen geht zurück --> weniger Sauerstoff wird transportiert Veränderte Lungenvolumina Veränderungen der Immunität
- Physiologschie Veränderungen der Lunge im Alter - Veränderte Lungenvolumina FEV (ein Sekunden-Kapazität) ↓ FVK (Forcierte Vitalkapazität) : ↓ TK (Totalkappazität): → VK (Vitalkapazität) ↓ FRK (Funktionelle Resudulakapazität): ↑ (Volumen, das nach der Ausatmung in der Lungebleibt) RV (Resudualvolumen): ↑ (Volumen, das nach maximaler Ausatmung in der Lunge bleibt) ERV (expiratorisches Reservevolumen) ↓ IRV ↑
- Def. Pneumonie Akute Entzündung des Lungengewebes und/oder der Alveolen durch Infektionen von Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten Am häufigsten treten bakterielle Pneumonien auf Mortalitätsrate liegt bei 30%, in Alten- und Pflegeheimen sogar bei 45%
- Wie kann man Pneumoniern einteilen? -Ambulant erworben (CAP): häufiger Ausläser Pneumokokken, Inzient steigt mit Alter und Komorbiditäten - Nosokomiale Pneumonie: (HAP) Im Krankenhaus (Nach 48h) Beatmungsassozieerte Pneumonie (VAP) Risiko für Infektionen mit multiresistenen Erregern
- Wie kann man eine Pneumonie diagnostizieren? Thorax-Röntgenaufnahme stellt bestmögliche Diagnosemethode darSpiegel der Biomarker CRP (C-reaktives Protein) und PCT (Procalcitonin) sind erhöht
- Pathogenese der Pneumonie. Besiedlung der oberen Atemwege durch pathogene Bakterien und Invasion in Lunge Bakterielle Superinfektion nach einer viralen Bronchitis häufig bei älteren Menschen o Viren verursachen Strukturmodifikationen des respiratorischen Epithels und reduzieren die nasale und tracheale epitheliale Zilienfunktion --> verringerte Clearance von Bakterien o Induktion des epithelialen Zelltodes durch Viren fördert Adhärenz von Bakterie Aspirationspneumonie durch Aspiration von Sekreten und Nahrungsbestandteilen in die unteren Atemwege --> Entzündung begünstigt bakterielle Superinfektion
- Einfussfaktoren Pneumonie. Alter (≥70 Jahre) Geschwächtes Immunsystem Schluckstörungen, die zu einer Aspiration führen können Erniedrigte orale und mukoziliäre Clearance Komorbiditäten (obstruktive Lungenerkrankung, Diabetes, Malignome) Langzeitaufenthalt im Krankenhaus oder Pflegeheim Immobilität/ Bettlägerigkeit --> Lunge wird nicht ausreichend belüftet Rauchen
- Therapie der Pneumonie: Antibiotika zur Behandlung bakterieller Pneumonien oder antivirale TherapieTherapiedauer beträgt zwischen 5 und 10 TagenDysphagie-Therapie zur Wiederherstellung des Schluckaktes
- Prävention von Pneumonie: Jährliche Impfungen gegen Pneumokokken und Grippe (Influenza-Viren) Optimaler Ernährungsstatus --> verbessert Immunstatus -->Verhinderung von Mangelernährung und Dehydratation -->Erhöhter Proteinstatus --> Serumalbuminkonzentration nimmt zu -->Antioxidantien Angemessene Therapie der Komorbiditäten Geringfügige Kopfhochlage senkt gastroösophageale Reflux-assoziierte Aspiration Einstellung des Rauchens Atemübungen --> optimale Belüftung der Lungen Mundgesundheit
- Definition COPD Chronisch obsduktive Lungenerkankung Zusammenfassung spezieller Erkrankungen der Atemwege (s.u.) Progressive Verschlechterung der Lungenfunktion durch Atemwegsobstruktionen Erkrankung manifestiert sich in der 5. und 6. Lebensdekade Prävalenz steigt mit dem Alter an (genaue Schätzung schwer) Weltweit die dritthäufigste Todesursache
- 3 pathologische Säulen der COPD Chronische Bronchitis: Husten und Auswurf über mindestens 3 Monate/Jahr in mindestens 2 aufeinanderfolgenden Jahren --> dauerhafte Atemwegsentzündung Obstruktive Bronchiolitis: Entzündung und Fibrosierung der kleinen Atemwege, Wandverdickung der Bronchiolen --> Verengung der Atemwege (Remodeling) Lungenemphysem: Verlust von Alveolarwänden und abnorme Vergrößerung der luftgefüllten Einheiten der Lunge irreversible Überblähung der Alveolen --> eingeschränkter Gasaustausch (Airtrapping)
- Symptomatik COPD „AHA“-Symptome = Auswurf, Husten, Atemnot (Dyspnoe) Atemnot ist ein Zeichen der fortgeschrittenen COPD respiratorische Insuffizienz Akute Exazerbationen: Zustandsverschlechterung durch bakterielle/virale Infektionen
- Diagnose COPD Spirometrie zur Messung von FEV1 und FVC : FEV/FVC < 0,7 Blutgasanalyse Inflammatorische Marker (IL-6, CRP) sind erhöht 6-Minuten-Gehtest (Belastungstest)
- Pathogenese COPD Altersbedingter Rückgang der Lungenfunktion (FEV/FVC) ist bei COPD beschleunigt DNA-Schäden durch oxidativen Stress und Telomerverkürzungen können nicht repariert werden Exogene Schadstoffeinwirkung führt zu direkter Schädigung des respiratorischen Epithels und zur Aktivierung von Makrophagen -->vermehrte Freisetzung inflammatorischer Zytokine (TNF-α, IL-8, LTB4) und ROS Entzündung --> Hypersekretion, Fibrose, Proteolyse
- Einflussfaktren COPD Endogene Risikofaktoren: Genpolymorphismen (z.B. α-Antitrypsinmangel <1% aller COPD-Fälle) Geschlecht (Männer > Frauen) Exogene Risikofaktoren: Zigarettenrauchen (90% der COPD-Fälle durch Inhalationsnoxen Verbrennung von Biomasse in geschlossenen Räumen zum Heizen oder Kochen (3. Welt) Exposition mit Kohle-, Silikat-, Cadmium- und Quarzstaub (Arbeitsplatzrisiko) Ernährung arm an Antioxidanzien (Vitamine A, C, E, Fischöl, Flavonoide, Catechin aus Obst und Gemüse)
- Ernährunsstatus bei COPD Patienten mit COPD leiden häufig an Mangelernährung durch krankheitsbedingt erhöhten Energieverbrauch und zu geringer Energieaufnahme Inzidenz einer Mangelernährung bei COPD beträgt 20%, bei schwerer COPD 50% Kachektische Patienten mit Energie-, Eiweiß- und Mikronährstoffmangel (Pink Puffer), normalgewichtige und adipöse Patienten mit Mikronährstoffmangel (Blue Bloater) Schlechter Ernährungszustand --> Eiweiß- und Energiemangel, Muskelabbau
- Therapie COPD Einstellen des Rauchens und jährliche Grippeimpfung --> Exazerbationen vorbeugen Bronchodilatatoren --> Reduktion der Belastungsdyspnoe Fortgeschrittenes Stadium -->Langzeitsauerstofftherapie oder Lungentransplantation Ernährungs- und Bewegungstherapie o Über- und Untergewicht vermeideno Muskelaufbau: 1,6 - 2,5 g Protein/kg GK, Erhalt der Muskelmasse: 1,2 - 1,9 g Protein/kg KGo n3-Fettsäuren --> antiinflammatorischer Effekt