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Grundbegriffe Bildungswissenschaft (Subject) / Heinrich Roth- (Lesson)
Die Pädagogische Anthropologie Heinrich Roths
- deutscher Pädagoge.
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- Heinrich Roth - Roths Hauptwerk seine "Pädagogische Antropologie" umfasst zwei Bände. - im ersten Band untersucht er das Verhältnis von Bildsamkeit und Bestimmung, d.h. die Frage nach den Fähigkeiten des Menschen, nach seinem Können und damit verbunden nach der Richtung, in welche diese Fähigkeiten beeinflusst oder gelenkt werden dürfen oder -stärker- sollen. -im zweite Band diskutiert Roth die Konzepte Entwicklung und Erziehung sowie deren Verflechtung.
- Entwicklung als Interaktionsprozess -Entwicklung ist ein eher ein Lern- als ein Reifungsprozess, neben den nachweisbaren Fähigkeiten (stehen, laufen ect.) gibt es einen umfangreicheren Bereich von Fähigkeiten, Fertigkeiten die vom Subjekt eigentätig erworben werden. -Diese werden in Sozialisations,- lern- und Eriehungsprozessen erworben. - Dies bedeutet: es kann erst von Fortschritten in der Entwicklung gesprochen werden, wenn den Subjekten eine sinnvolle Teilhabe an diesen Prozessen ermöglicht wird. -Sinnvoll ist dieser Interaktionsprozess dann, wenn das Kind nicht sich selbst überlassen bleibt, aber auch keine Dressur stattfindet, sondern solche Lern- und Erfahrungsprozesse pdagogisch initiiert werden. - Kinder "freimachen und der Selbstbestimmung entgegenführen"
- Mehrperspektive Zugangsweise Pädagogischer Aspekt Biologischer Aspekt Psychologischer Aspekt Soziologischer Aspekt
- Faktoren menschlicher Entwicklung Fragestellung die im Zentrum einer Entwicklungspädagogik stehen muss: - welches sind die naturbedingten Faktoren der menschlichen Entwicklung -welches sind die kulturbedingten Faktoren der menschlichen Entwicklung - und darüber hinausgehend wieviel Raum bleibt für freie und befreiende Lernrozesse, die den Menschen und die Gesellschaft frei machen und frei halten ? -> Pädagogische Entwicklungsforschung ist sowohl an den Kräften und Prozessen interessiert, die die menschliche Entwicklung festlegen, determinieren, als auch an denen, die Veränderungen in der menschlichen Entwicklung zulassen oder ermöglichen.
- Entwicklungspädagogik widmet sich vor allem drei umfangreichen Fragekomplexen, die ihr Aufgabenfeld umreißen und abstecken.... - Wie verläuft die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in unserere Zeit und unserer Kultur faktisch. - Was sind die Bedingungsfaktoren für "abweichendes Verhalten"....Was sind die Ursachen für retadierte (infantil, zurückgeblieben) Entwicklungsverläufe....welches die für akzelerierte (beschleunigte) Entwicklungsverläufe. - Wenn der Mensch entwickelt werden muss, dann können weder der Pädagoge noch die Erziehungswissenschaft der Frage ausweichen, wohin, in welche Richtung die Entwicklung gefördert werden soll. Gibt es empirisch abzusichernde Aussagemöglichkeiten über ds Entwicklungssol, das - vielleicht noch gestuft nach Altersnormen - jeweils erreicht werden kann?
- Aufgabenvielfalt der Bildungswissenschaft ( Philosophie und Wissenschaft müssen Hand in Hand gehen d.h. in einem Komplementärverhältnis arbeiten) - Entwicklung im Rahmen einer umfassenden Persönlichkeits- und Handlungstheorie zu sehen - den Grad der Plastizität der menschlichen Natur zu bestimmen und zu belegen. - den Menschen als "offene Aufgabe mit einer unergründlich offenen Zukunft" zu verstehen.
- Entwicklung vollzieht sich in einem Spannungsbogen von - Natur und Kultur einerseits. - Individualität und Gesellschaft andererseits.
- Zum Verhältnis von Natur und Kultur - Der Mensch wird "als leibliches Wesen nach dem Modell seiner Gattung zum Erwachsenen. Die biogenetischen Wachstumsbedingungen schaffen die Ähnlichkeit der Gattung, die alle Menschen gemeinsam haben" - Als Kulturmensch ist der Mensch in seiner soziokulturellen Grundausstattung nach dem Modell seiner Kultur entfaltet und geprägt. (Kulturelle Entwicklungseinflüsse verändern die Entwicklung der Menschen).
- Verhältnis von Individualität und Gesellschaft - Für die Entziehung entstehen unausweichliche Konflikte, denen sie sich stellen muß. - Erziehung muss zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft vermitteln suchen - Für die Erziehung bleiben auf alle Fälle unvermeidliche Dissonanzen zwischen dem einzelnen und der Gesellschaft bestehen, die der einzelne nicht zu lösen vermag, denen aber sich zu stellen ihm auch die Erziehung nicht abnehmen kann.
- " widersprüchliche Einheit " Spannungsverhältnisse zwischen Individualität und Gesellschaft finden ihren Niederschlag im täglichen Leben der Menschen, so auch in der pädagogischen Praxis, die erfordert, dass der pädagoge die jeweiligen Pole nicht als getrennt, sondern "als widersprüchliche Einheit" ansieht, die es nicht zu eliminieren gilt, sonder die in ihrer Dialektik anzunehmen ist.
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- Verhältnis von Individualität und Gesellschaft ....Kategorie der Mündigkeit... ....die sich auf verschiedenen Ebenen einstellen und bewähren muss, nämlich a) als Selbstkompetenz d.h. als Fähigkeit, für sich selbst verantwortlich handeln zu können b) als Sachkompetenz d.h. als Fähigkeit, für Sachbereiche urteils- und handlungsfähig und damit zuständig sen zu können c) als Sozialkompetenz d.h. als Fähigkeit für sozial, gesellschaftlich und politisch relevante Sach- oder Sozialbereiche urteils- und handlungsfähig und also ebenfalls zuständig sein zu können
- Lerntypen/ Lernstufen. Unterrichtspraktische schritte die eine Erziehung zur Mündigkeit fördern Lerntypen-soweit unterschiedliche Formen des Lernens angesprochen sind Lernstufen-soweit die Schritte aufeinander aufbauen
- Lernstufen Die Stufe des bloßen Einverleibthabens von gelerntem, so daß es auf Abruf durch Stichworte zur Verfügung steht die Stufe der selbständigen aktiven Reproduktion des Gelernten auf Grund eigener Initiative und eigener Anordung des Materials. die Stufe der Übertragungsfähigkeit der Grundprinipien des Gelernten auf ähnliche oder neue Aufgaben und Sachverhalte (Transferleistungen) die Stufe der produktiven Neuleistungen (von einfachen bis zu komplexeren Neuleistungen) in Form von weiterführenden Fragen, Ansätzen zu neuen Lösungen von Aufgabenin Form von neuen Vorschlägen, veuen Kriterien
- Leistung einer Erziehung zur Mündigkeit -Inwieweit die Vermittlung gelungen ist kann sich nur im Handeln der Menschen zeigen, vorallem im Handeln das über die Schule hinausgeht. -die Art und Weise, wie Menschen mit sich, mit ihren Mitmenschen und mit ihrer Umwelt umgehen, als ds entsprechende Kriterium an; dies ist die entwicklungsbezogene Leistung der Erziehung zur Mündigkeit.