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Grundbegriffe Bildungswissenschaft (Subject) / Piaget, Jean (Lesson)
Schweizer Biologe und Pionier der kognitiven Entwicklungspsychologie.
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- Stufentheorie nach Jean Piaget. Eine Stufentheorie impliziert nach seinen Vorstellungen 1. Deutlich voneinander unterscheidbare Entwicklungsfolgen, welche immer in einer unveränderlichen Anordnung auftreten. 2. Die jeweils niedrigere Folge wird in die höhere(n) integriert. 3. Jede Folge stellt ein bestimmtes (kognitives) Potential bereit und fungiert als Vorbereiterin zur Erreichung der nächsten Folge. 4. Jede Folge repräsentiert eine von den anderen separierte strukturierte Ganzheit. 5. Jede neue Folge weist im Vergleich zu ihrer Vorgängerin eine subjektadäquatere Äquilibrationsebene auf.
- "Entwicklung vollzieht sich in der Zeit" Entwicklung vollzieht sich in der Zeit.mWenn wir von menschllicher Entwicklung sprechen, können wir alle bereits intuitiv ein bestimmtes Stadium der jeweiligen Kompetenz mit einem bestimmten Alter in Verbindung bringen.
- Analyse der relativ einfachen Regelspiele kommt es Piaget besonders darauf an zwei Faktoren getrennt untersuchen zu können....Nämlich: 1. Das Praktizieren der Regeln, d.h. die Art, wie Kinder verschiedenen Alters die Regeln tatsächlich anwenden. 2. Das Bewußtsein der Regeln, d.h. die Art und Weise, wie die Kinder verschiedenen Alter sich den verpflichtenden (heiligen oder der eigenen Entscheidung unterworfenen) Charakter, die Heteronomie oder die Autonomie, der Spielregeln vorstellen.
- Was Piaget zeigte: Sowohl bei der Praxis als auch beim Bewusstsein der Regeln kann Piaget zeigen, dass sich eine Entwicklung im jeweiligen Verständnis feststellen lässt, wobei sich ein Trend von einem motorischen, über ein auf einseitige Achtung gegründetes zu einem auf gegenseitige Achtung gegründeten moralischen Regelverständnis ergibt.
- Piagets Stadien Das erste Stadium: Einfache individuelle Regelmäßigkeiten Das zweite Stadium: Nachahmung der Großen und Egozentrismus (zw. 2 und 5 Jahren) Das dritte Stadium: Zusammenarbeit (zw. 7 und 8 Jahren) Das vierte Stadium: Interesse für die Regel als soche ( zw. 11 und 12 Jahren)
- Das erste Stadium: Einfache individuelle Regelmäßigkeiten -für die Feststellung der moralischen Regelpraxis nur von geringem Interesse. -Kind spielt im strengen Sinne noch kein regelgeleitetes Spiel -ALLERDINGS: es zeigen sich bestimmte Regelmäßigkeiten die das Kind gewissermaßen rituell befolgt und einhält, Unterschied zur moralischen Regel: die Regelmäßigkeit hat keinen verpflichtenden Charakter. -Gemeinsame Spielpraxis: "Jeder folgt seinen Lieblingsvorstellungen, ohne sich um die anderen zu kümmern".
- Das zweite Stadium: Nachahmung der Großen und Egozentrismus - Zwischenstufe zwischen dem vergesellschafteten und dem rein individuellen Verhalten -Kind orientiert sich beim Spiel und Spielverständnis an den älteren Kindern, aber bleibt auch ganz auf sich selbst (auf die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse) fixiert. -in Wirklichkeit will keiner gegen den anderen gewinnen. Jeder sucht einfach sich selbst zu amüsierend.h. nach seinem eigenen standpunkt zu "gewinnen". - Interesse des Spiels wird durch die Ausbildung der motorischen Fähigkeiten und nicht durch die Auseinandersetzung mit einem Partner gewährleistet.
- Das dritte Stadium: Zusammenarbeit - Zentrales Merkmal dieses Stadiums ist das soziale Interesse des Kindes. - Nicht nur motorische Geschicklichkeit bestimmt das Spiel, auch gemeinsame Festlegung und Einhaltung von Regeln treten hinzu. - Indem das Kind gewinnen will nimmt es den anderen als Kooperationspartner allererst ernst. Paradox formuliert: Es kämpft gegen den anderen, indem es die gemeinsamen Regeln beachtet. - Regelverständniss allerdings noch sehr allgemein und Einzelheiten werden unterschiedlich ausgelegt. Kinder folgen dem Bestinformierten oder einigen sich auf die einfachste Spielvariante. - Versuch der gemeinsamen regelfestlegung scheitert in diesem Sttadium daran, dass das Kind nicht in der Lage ist, "formal" zu denken.
- Das vierte Stadium: Interesse für die Regel als solche - Fähigkeit formal ( hypothetisch) zu denken -> neue Wege der morlischen Regelpraxis. - Diese Fähigkeit lässt das Kind das Spiel in seinem ganzen Umfang beherrschen. -Regelinteresse lässt sich bei fast allen Kindern ab dem 12. Lebensjahr feststellen. Murmelspieler sind regelpartner, Regelschöpfer, und Einhalter der Regel. - Regeln leiten den sozialen Umgang.
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