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Psychologie (Subject) / AMDP (Lesson)
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- Welche sind die formale Denkstörungen? Formale Denkstörungen zeigen sich in sprachlichen Äußerungen. Gehemmt (S): das Denken wird vom Patienten subjektiv als gebremst, verlangsamt oder blockiert empfunden. Verlangsamt (F): Das denken erscheint dem Beobachter verlangsamt und schleppend. Umständlich (F): Als umständlich bezeichnet man ein Denken, das bezogen auf den Gesprächsinhalt das Nebensächliche nicht vom Wesentlichen trennt. Der inhaltliche Zusammenhang bleibt dabei aber stets gewährt. Eingeengt (SF): Einschränkung des inhaltlichen Denkumfangs, Verhaftetsein an ein Thema oder an wenige Themen, Fixierung auf wenige Zielvorstellungen. Perseverierend (F): Haftenbleiben an zuvor gebrauchten Worten oder Angaben, die im aktuellen Zusammenhang nicht mehr sinnvoll sind. Grübeln (S): Unablässiges gedankliches Beschäftigtsein mit meist unangenehmen Themen. Gedankendrängen (S): Der Patient fühlt sich dem Druck vieler verschiedener Einfälle oder Gedanken ausgeliefert. Ideenflucht (F): Vermehrung von Einfällen, die aber nicht mehr von einer Zielvorstellung straff geführt werden. Das Ziel des Denkens kann auf Grund von Assoziationen ständig wechseln oder verloren gehen. Vorbeireden (F): Der Patient verfehlt mit seiner Antwort das Thema der Frage, obwohl er die Frage verstanden hat. Gesperrt / Gedankenabreißen (SF): Plötzlicher Abbruch eines sonst flüssigen Gedankenganges oder des Sprechens ohne erkennbaren Grund. Inkoharent / Zerfahren (F): Denken und Sprechen des Patienten verlieren für den Untersucher ihren verständlichen Zusammenhang. Neologismen (F): Wortneubildung
- Welche sind die Ich-Störungen? Unter Ich-Störungen werden Erlebensweisen abgebildet, bei denen es zu Störungen der Ich-Umwelt-Grenze oder zu Störungen des personalen Einheitserlebens kommt. Derealisation (S): Die Umgebung oder das Zeiterleben werden unwirklich verändert erfahren; die Vertrautheit geht verloren. Depersonalisation (S): Der Patient kommt sich selbst fremd, unwirklich, verändert oder wie ein anderer vor. Gedankenausbreitung (S): Die Gedanken gehören nicht mehr den Patienten alleine, anderen haben daran Anteil und wissen, was er denkt (Gedankenlesen). Gedankenentzug (S): Dem Patienten werden die Gedanken weggenommen oder "abgezogen". Gedankeneingebung (S): Die Patienten erleben ihre Gedanken und Vorstellungen als beeinflusst, gemacht, gesteuert, eingegebenen oder aufgedrängt. Andere Fremdbeeinflussungserlebnisse (S): Gefühle, Intentionen, Verhalten oder Körperfunktionen werden als gemacht erlebt.
- Beschreibe: Ich-Störung: Derealisation Derealisation (S): Die Umgebung oder das Zeiterleben werden unwirklich verändert erfahren; die Vertrautheit geht verloren.
- Beschreibe: Ich-Störung: Depersonalisation Depersonalisation (S): Der Patient kommt sich selbst fremd, unwirklich, verändert oder wie ein anderer vor.
- Beschreibe: Ich-Störung: Gedankenausbreitung Gedankenausbreitung (S): Die Gedanken gehören nicht mehr den Patienten alleine, anderen haben daran Anteil und wissen, was er denkt (Gedankenlesen).
- Beschreibe: Ich-Störung: Gedankenentzug Gedankenentzug (S): Dem Patienten werden die Gedanken weggenommen oder "abgezogen".
- Beschreibe: Ich-Störung: Gedankeneingebung Gedankeneingebung (S): Die Patienten erleben ihre Gedanken und Vorstellungen als beeinflusst, gemacht, gesteuert, eingegebenen oder aufgedrängt.
- Beschreibe: Ich-Störung: andere Fremdbeeinflussungserlebnisse Andere Fremdbeeinflussungserlebnisse (S): Gefühle, Intentionen, Verhalten oder Körperfunktionen werden als gemacht erlebt.
- Welche sind die (4) Bewusstseinsstörungen? Bewusstseinsverminderung: Störung der Wachheit. Bewusstseinsstübung: Qualitative Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit. Die Fähigkeit ist gestört, verschiedene Aspekte der eigenen Person und der Umwelt zu verstehen, sie sinnvoll mit einander zu verbinden, sich entsprechend mitzuteilen und sinnvoll zu handeln. Bewusstseinseinengung: Einengung des gesamten Erlebsn und Verhaltens auf wenige Themen. Bewusstseinsverschiebung: Es handelt sich um eine fast völlig im Subjektiven bleibende qualitative Form der Bewusstseinsstörung, bei der die Patienten berichten, ihr gesamtes Erleben sei erweitert.
- Welche sind die (4) Orientierungsstörungen? Orientierung meint das Bescheidwissen über Zeit, Ort, Situation und Person. Zeitliche Orientierungsstörung: Datum, Wochentag und/oder Jahreszeit werden nicht oder nur teilweise gewusst. Örtliche Orientierung: Der gegenwärtige Aufenthaltsort wird nicht gewusst oder der Patient macht darüber sehr ungenaue Angaben. Situative Orientierungsstörung: Die gegenwärtige Situation wird in ihrem Bedeutungs- und Sinnzusammenhang nur teilweise oder gar nicht erfasst. Orientierung über die eigene Person: Die persönliche lebensgeschichtliche Situation wird nicht oder nur teilweise gewusst.
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- Welche sind die (6) Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen? Auffassungsstörungen (SF): Störung der Fähigkeit, Äußerungen und Texte in ihrer Bedeutung zu begreifen und sinnvoll mit einander zu verbinden. Gemeint ist die kognitive Verarbeitung erhaltener Informationen. Konzentrationsstörungen (SF): Verminderte Fähigkeit, die Aufmerksamkeit einer Tätigkeit oder einem Thema ausdauernd zuzuwenden. Merkfähigkeitsstörung (SF): Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, sich neue Informationen über einen Zeitraum con ca. 10 Minuten zu merken. Gedächtnisstörungen (SF): Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, Informationen länger als circa 10 Minuten zu speichern bzw. Erlerntes aus dem Gedächtnis abzurufen. Konfabulationen (F): Erinnerungslücken werden mit spontan wechselnden Einfällen ausgefüllt. Paramnesien (S):Erinnerungsverfälschungen oder Erinnerungstäuschungen.
- Beschreibe: Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen: Paramnesien (S) Paramnesien (S):Erinnerungsverfälschungen oder Erinnerungstäuschungen.
- Welche sind die (6) Kategorien bei "Befürchtungen und Zwänge"? Misstrauen (SF): Das Verhalten anderer Menschen wird ängstlich, unsicher oder feindselig auf die eigene Person bezogen. Hypochondrie (S): Ängstlich getönte Beziehungen zum eigenen Körper, an dem z.B. MIssempfindungen wahrgenommen werden, mit offensichlich unangemessener Befürchtung, körperlich krank, bzw. verunstaltet zu sein, oder zu werden. Normale Körpervorgänge bekommen oft eine übermäßige Bedeutung. Phobien (S): Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten, die meist Vermeidungsreaktionen zur Folge haben. Zwangsgedanken (S): Immer wieder sich aufdrängende Gedanken oder Vorstellungen, die als unsinnig oder übertrieben erlebt werden. Zwangsimpuls (S): Immer wieder sich aufdrängende Impulse, bestimmte Handlungen auszuführen, die als unsinnig oder übertrieben erlebt werden. Zwangshandlungen (S): Immer wieder ausgeführte Handlungen, die meist als unsinnig oder übertrieben erlebt werden.
- Welche sind die (14) Kategorien bei "Wahn"? Wahnstimmung (S): Wahnstimmung meint eine besondere, häufig diffuse emotionale Gespannenheit im Vorfeld des Wahns. Diese Stimmung besteht in einem Bedeutungszumessen und Inbeziehungsetzen, Meinen, Vermuten und Erwarten, das von Gesunden so nicht nachvollzogen werden kann. Gemeint ist eine Atmospäre des Betroffenseins, eine Erwartungsspannung in einer verändert erlebten Welt oder durch ein verändert erlebtes Ich. Dabei gibt es die verschiedenen Grundtönungen der Stimmung: am häufigsten ist die Stimmung der Unheimlichkeit, des Misstrauens, des Verändertseins, der Bedrohung, der Angst, des Argwohns, der Ratlosigkeit, manchmal aber auch der Gehobenheit, Euphorie und Zuversicht => In der Wahnstimmung ist der Wahninhalt noch nicht defniert, deshalb kann der Patient meistens keine Gründe für sein Erleben angeben. Wahnwahrnehmung (S): Reale Sinneswahrnehmungen erhalten ein abnorme Bedeutung, meist im Sinne der Eigenbeziehung, ohne dass hierfür ein rational oder emotional verständlicher Anlass besteht. Die Wahnwahrnehmung ist eine wahnhafte Fehlinterpretation einer an sich richtigen Wahrnehmung. Wahneinfall (S): Rein gedankliche, neu auftretende wahnhafte Vorstellungen und Überzeugungen. Wahngedanken (S): Aus Wahnwahrnehmungen oder Wahneinfällen hervorgegangene und festgehaltene wahnhafte Überzeugungen. Systematisierter Wahn (S): Beschreibt den Grad der Verknüpfung (logisch oder auch paralogisch) einzelner Wahnsymptome mit anderen Wahnphänomenen, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen oder auch nicht krankhafte veränderten Beobachtungen und Erlebnissen. Wahndynamik (SF): Das Ausmaß der Affekte, die im Zusammenhang mit dem Wahn auftreten. Beziehungswahn (S): Wahnhaftes Beziehen von Ereignissen auf die eigene Person. Beeinträchtigungs- und Verfolgungswahn (S): Der Patient erlebt sich als Ziel von Feindseligkeiten. Er wähnt sich bedroht, gekränkt, beleidigt, verspottet oder verhöhnt; Er weiss, dass man nach seinem Hab und Gut, nach seiner Gesundheit oder gar nach seinem Leben trachtet. Eifersuchtswahn (S): Wahnhafte Überzeugung, vom Lebenspartner betrogen und hintergangen zu werden. Schuldwahn (S): Wahnhafte Überzeugung, etwas falsch gemacht zu haben und Schuld auf sich geladen zu haben. Verarmungswahn (S): Wahnhafte Überzeugung, nicht genug Mittel zum Lebensunterhalt zu haben. Hypochondrischer Wahn (S): Wahnhafte Überzeugung, schwer körperlich Krank zu sein. Größenwahn (S): Wahnhafte Selbstüberschätzung und Selsbtüberhöhung. Andere Wahninhalte (S): Wahnwahrnehmen, die nicht in die oben genannte Kategorien passen.
- Beschreibe: Wahnstimmung Wahnstimmung (S): Wahnstimmung meint eine besondere, häufig diffuse emotionale Gespannenheit im Vorfeld des Wahns. Diese Stimmung besteht in einem Bedeutungszumessen und Inbeziehungsetzen, Meinen, Vermuten und Erwarten, das von Gesunden so nicht nachvollzogen werden kann. Gemeint ist eine Atmospäre des Betroffenseins, eine Erwartungsspannung in einer verändert erlebten Welt oder durch ein verändert erlebtes Ich. Dabei gibt es die verschiedenen Grundtönungen der Stimmung: am häufigsten ist die Stimmung der Unheimlichkeit, des Misstrauens, des Verändertseins, der Bedrohung, der Angst, des Argwohns, der Ratlosigkeit, manchmal aber auch der Gehobenheit, Euphorie und Zuversicht => In der Wahnstimmung ist der Wahninhalt noch nicht defniert, deshalb kann der Patient meistens keine Gründe für sein Erleben angeben.
- Beschreibe: Wahnwahrnehmung Wahnwahrnehmung (S): Reale Sinneswahrnehmungen erhalten ein abnorme Bedeutung, meist im Sinne der Eigenbeziehung, ohne dass hierfür ein rational oder emotional verständlicher Anlass besteht. Die Wahnwahrnehmung ist eine wahnhafte Fehlinterpretation einer an sich richtigen Wahrnehmung.
- Beschreibe: Wahneinfall Wahneinfall (S): Rein gedankliche, neu auftretende wahnhafte Vorstellungen und Überzeugungen.
- Beschreibe: Wahneinfall Wahneinfall (S): Rein gedankliche, neu auftretende wahnhafte Vorstellungen und Überzeugungen.
- Beschreibe: Wahngedanken Wahngedanken (S): Aus Wahnwahrnehmungen oder Wahneinfällen hervorgegangene und festgehaltene wahnhafte Überzeugungen.
- Beschreibe: Systematisierter Wahn Systematisierter Wahn (S): Beschreibt den Grad der Verknüpfung (logisch oder auch paralogisch) einzelner Wahnsymptome mit anderen Wahnphänomenen, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen oder auch nicht krankhafte veränderten Beobachtungen und Erlebnissen.
- Beschreibe: Wahndynamik Wahndynamik (SF): Das Ausmaß der Affekte, die im Zusammenhang mit dem Wahn auftreten.