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Sopsy (Subject) / Positive Psychologie II (Lesson)
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- Zivilcourage Definition · Ein von Ablehnung begleitetes mutiges Verhalten, das dazu beiträgt, gesellschaftlich-ethische Normen ohne Rücksicht auf eigene Kosten durchzusetzen · Gehört zu prosozialen Verhaltensweisen
- Situationen, die Zivilcourage erfordern · Zeichnen sich durch Ungerechtigkeit aus · Menschenrechte werden verletzt · Personen werden unfair und herabwürdigend behandelt · Ein oder mehrere Opfer und ein oder mehrere Täter, mit denen sich die zivilcouragierte Person auseinandersetzen muss
- Unterschiede zwischen Zivilcourage und Hilfeverhalten · Anwesenheit eines/mehrerer Täter bei Zivilcourage · Vom Täter gehen negative Konsequenzen aus (Beschimpfung, Ausgrenzung, körperliche Verletzung) · Bei Hilfeleistung eher positive Konsequenzen wie Lob oder Anerkennung · Hemmende/Förderliche Faktoren für Hilfeleistung (z.B. Bystander, Stimmung) haben geringen Einfluss auf Zivilcourage
- Determinanten von Zivilcourage · Selbstsicherheit (beeinflusst Schwierigkeitseinschätzung der Situation) · Empathie, innerethischen Kontakten und Dominanzorientierung o Je mehr Empathie und innerethische Kontakte und je weniger Dominanzorientierung, desto eher Zivilcourage · Moralische Vorstellungen · Übernahme von Verantwortung · Nähe zum Problem · Soziale Kompetenz · Merkmale der Situation
- Zivilcourage Trainings · Lern- und trainierbar · Verhaltensroutinen erlernen, um ein adäquates Reagieren wahrscheinlicher zu machen · „Kleine Schritte statt Heldentaten“ à in Rollenspielen lernen, andere Bystander zum Helfen zu aktivieren · Diskussionen, Rollenspiele, Gruppenübungen · Praktisches Wissen (z.B. Funktionieren von Notrufsystemen in U-Bahnhöfen) · Verhaltenskompetenzen
- Vertrauen Definition · Erwartung einer Person, dass eine Situation auch ohne vollständige Kontrolle negativer oder oppertutionistischer Verhaltensweisen zu einem gewünschten positiven Ausgang kommt · Unterscheidung zwischen Vertrauen in Motive vs. Kompetenzen einer Person o Ich kann einer Person vertrauen keine böse Intention zu haben, kann aber in ihre fliegerische Fähigkeiten kein Vertrauen haben
- Vertrauen Definition nach Oswald · Allgemeine Erwartung des Bestehens und der Erfüllung der natürlichen und moralischen Regeln (generelles Vertrauen) · Erwartung von guten Absichten bei einer individuellen Person (spezifisches Vertrauen)
- Stufen der Entstehung von Vertrauen - Lewicki und Bunker 1. Kalkulationsbasiertes Vertrauen (Reziprozität wird durch Kosten-Nutzen-Kalkulation abgesichert) 2. Wissensbasiertes Vertrauen (man kennt die positiven Eigenschaften der Person) 3. Identitätsbasiertes Vertrauen (Ziele und Werte des Partners decken sich mit den eigenen)
- Psychologische Grundlage von Vertrauen · Kognitive und affektive Komponente · Kognitive = Informationen, die man über die Vertrauenswürdigkeit des Gegenübers hat · Affektive = positive Einstellung im Hinblick auf den Gegenüber und die emotionale Verbindung
- Vertrauen vs. Misstrauen · Vertrauen soll Komplexität und Unsicherheit reduzieren, indem negative Erwartungen ausgeschlossen werden · Misstrauen hat den selben Zweck (Ausschluss von positiven Erwartungen) · Unwillen verletzlich zu werden · Negative Konsequenzen, vor allem wenn chronisch/längerfristig · Erhöhte kognitive Belastung
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- Vertrauen und Fairness · Komplementäres Verhältnis · Keine Infos über Vertrauenswürdigkeit = Informationen zu prozeduraler Fairness haben starken Einfluss auf die Wahrnehmung · Infos zu Vertrauenswürdigkeit gegeben = Ausmaß an Fairness hatte keinen Einfluss · Vertrauen und wahrgenommene prozedurale/interaktionale Fairness sind assoziiert
- Vertrauen im Organisationskontext · Vertrauen als Kunde = extraorganisationales Vertrauen · Vertrauen als Mitglied = intraorganisationales Vertrauen · Nachteil von extraorganisationalem Vertrauen à groupthink