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Sopsy (Fach) / Positive Psychologie II (Lektion)

Kapitel 5

Diese Lektion wurde von Amalaswinthaa erstellt.

Lektion lernen

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  • Zivilcourage Definition ·      Ein von Ablehnung begleitetes mutiges Verhalten, das dazu beiträgt, gesellschaftlich-ethische Normen ohne Rücksicht auf eigene Kosten durchzusetzen ·      Gehört zu prosozialen Verhaltensweisen
  • Situationen, die Zivilcourage erfordern ·      Zeichnen sich durch Ungerechtigkeit aus ·      Menschenrechte werden verletzt ·      Personen werden unfair und herabwürdigend behandelt ·      Ein oder mehrere Opfer und ein oder mehrere Täter, mit denen sich die zivilcouragierte Person auseinandersetzen muss
  • Unterschiede zwischen Zivilcourage und Hilfeverhalten ·      Anwesenheit eines/mehrerer Täter bei Zivilcourage ·      Vom Täter gehen negative Konsequenzen aus (Beschimpfung, Ausgrenzung, körperliche Verletzung) ·      Bei Hilfeleistung eher positive Konsequenzen wie Lob oder Anerkennung ·      Hemmende/Förderliche Faktoren für Hilfeleistung (z.B. Bystander, Stimmung) haben geringen Einfluss auf Zivilcourage
  • Determinanten von Zivilcourage ·      Selbstsicherheit (beeinflusst Schwierigkeitseinschätzung der Situation) ·      Empathie, innerethischen Kontakten und Dominanzorientierung o   Je mehr Empathie und innerethische Kontakte und je weniger Dominanzorientierung, desto eher Zivilcourage ·      Moralische Vorstellungen ·      Übernahme von Verantwortung ·      Nähe zum Problem ·      Soziale Kompetenz ·      Merkmale der Situation
  • Zivilcourage Trainings ·      Lern- und trainierbar ·      Verhaltensroutinen erlernen, um ein adäquates Reagieren wahrscheinlicher zu machen ·      „Kleine Schritte statt Heldentaten“ à in Rollenspielen lernen, andere Bystander zum Helfen zu aktivieren ·      Diskussionen, Rollenspiele, Gruppenübungen ·      Praktisches Wissen (z.B. Funktionieren von Notrufsystemen in U-Bahnhöfen) ·      Verhaltenskompetenzen  
  • Vertrauen Definition ·      Erwartung einer Person, dass eine Situation auch ohne vollständige Kontrolle negativer oder oppertutionistischer Verhaltensweisen zu einem gewünschten positiven Ausgang kommt ·      Unterscheidung zwischen Vertrauen in Motive vs. Kompetenzen einer Person o   Ich kann einer Person vertrauen keine böse Intention zu haben, kann aber in ihre fliegerische Fähigkeiten kein Vertrauen haben  
  • Vertrauen Definition nach Oswald ·      Allgemeine Erwartung des Bestehens und der Erfüllung der natürlichen und moralischen Regeln (generelles Vertrauen) ·      Erwartung von guten Absichten bei einer individuellen Person (spezifisches Vertrauen)
  • Stufen der Entstehung von Vertrauen - Lewicki und Bunker 1.     Kalkulationsbasiertes Vertrauen (Reziprozität wird durch Kosten-Nutzen-Kalkulation abgesichert) 2.     Wissensbasiertes Vertrauen (man kennt die positiven Eigenschaften der Person) 3.     Identitätsbasiertes Vertrauen (Ziele und Werte des Partners decken sich mit den eigenen)
  • Psychologische Grundlage von Vertrauen ·      Kognitive und affektive Komponente ·      Kognitive = Informationen, die man über die Vertrauenswürdigkeit des Gegenübers hat ·      Affektive = positive Einstellung im Hinblick auf den Gegenüber und die emotionale Verbindung
  • Vertrauen vs. Misstrauen ·      Vertrauen soll Komplexität und Unsicherheit reduzieren, indem negative Erwartungen ausgeschlossen werden ·      Misstrauen hat den selben Zweck (Ausschluss von positiven Erwartungen) ·      Unwillen verletzlich zu werden ·      Negative Konsequenzen, vor allem wenn chronisch/längerfristig ·      Erhöhte kognitive Belastung
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  • Vertrauen und Fairness ·      Komplementäres Verhältnis ·      Keine Infos über Vertrauenswürdigkeit  = Informationen zu prozeduraler Fairness haben starken Einfluss auf die Wahrnehmung ·      Infos zu Vertrauenswürdigkeit gegeben = Ausmaß an Fairness hatte keinen Einfluss ·      Vertrauen und wahrgenommene prozedurale/interaktionale Fairness sind assoziiert
  • Vertrauen im Organisationskontext ·       Vertrauen als Kunde = extraorganisationales Vertrauen ·       Vertrauen als Mitglied = intraorganisationales Vertrauen ·       Nachteil von extraorganisationalem Vertrauen à groupthink