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Toxikologie (Subject) / Fragenkatalog (Lesson)

vorbereitung toxikologie klausur

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  • Rodentizide (chem. Mittel zur Bekämpfung von Nagetieren) Thallium, Fluoracetat, Strychnin
  • Chronische Vergiftung regelmäßige Gabe geringer Dosen lange Latenz sich über lange Zeiträume erstreckende Leiden (Kopfschmerzen, Gewichtsabnahme...) peripheres Nervensystem
  • Akute Vergiftung hohe Dosis geringe Latenz plötzlich eintretende Sympotme (Übelkeit, Tod) Magen-Darm
  • Lectine Komplexe Proteine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden und dadurch in der Lage sind, sich spezifisch an Zellen bzw. Zellmembranen zu binden und von dort aus biochemische Reaktionen auszuösen Wechselwirkungen mit Zellmembran Ähnlich Antibiotika Bsp.: Ricin
  • Arzneistoffe die als Drogen Verwendung finden Opium, Morphin, Codein, Epinephrin, Valium
  • Toxikologie Opiate Bindung an Opioidrezeptor - Beeinflussung des NS
  • Toxikologie Amphetamine Beeinflussung der Psyche - Halluzination
  • Toxikologie Cannabinoide dämpfen und erhöhen die Aktivität von Nervenzellen - Wirkung auf das NS
  • Eigenschaften Atemgift Gase, hydro/lipophile Stoffe, feine Pulver
  • Eigenschaften Hautgift kleine geladene Moleküle, lipophile, organische Stoffe
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  • Eigenschaften perorales Gift gut lösliche, lipophile Substanzen, pH-Wert entscheidet oft über Toxizität
  • Organische Lösungsmittel als Toxine Methanol halogenierte Kohlenwasserstoffe n-Hexan Pyridin Ether
  • Methanol-Vergiftung Behandlung Gabe von Antidote: Fomepizol oder Ethanol
  • Teratogenität Schädigung von ungeborenen Kindern durch Gift-/arzneistoffe (=fruchtschädigend) Bsp.: Contergan
  • Carcinogenität Entartung von Zellen, Bildung von Krebszellen und Wucherungen (=krebserregend) Bsp.: Benzol
  • Tierische Gifte Schlangengift (komplexes Gemisch aus Proteinen, Polypeptiden) Stachel mit Giftdrüsen (Skorpion) : Gemisch verschiedener Toxine aus Polypeptiden und Enzymen Toxine spezifisch für nervöse Strukturen Neurotoxine, die Ionenkanäle beeinflussen Schleimsekret auf der Haut (Pfeilgiftfrosch, Salamander) Steroidalkaloide: Samandarin zentral wirksam und krampfauslösend
  • Hepatoxische (=Lebertoxisch) Arzneistoffe Chlorpramazin Streptomycin Halothan
  • Kardiotoxische Arzneistoffe Anthracycline Herzglycoside
  • Risiken bei Arzneimittelgabe währrend der Schwangerschaft In den ersten Wochen: "Alles oder nichts" Organe werden erst ausgebildet (Reifung oder Abtreibung) Ab Mitte der Organogenese bis zur Geburt nimmt Enpfindlichkeit ab Währrend der Histogenese und funktionalen Reifung bis zur Geburt weniger Empfindlich Gefahr von Folgeschäden Toxischer Einfluss nimmt mit zunehmender Schwangerschaft ab
  • Was ist Contergan? Thalidomid Schlafmittel Zytostakium (hemmt Zellwachstum) teratogen (Rufen Fehlbildungen beim Embryo hervor)
  • Arzneimitteltoxische Wirkung Beispiele Organotoxizität: Hepatotoxizität (Leber) Nephrotoxizität (Nieren) Hämatatoxizität (Blutzellen) Kardiotoxizität (Herzmuskelgewebe) Schädigung von Ungeborenen (Teratogenität) Entartung von Zellen (Carcinogenität)
  • Toxikologie Paracetamol Analgetikum (schmerzstillend) Metabolisierung -> bei überdosierung entstehen toxische Metaboliten Reaktionen mit Zellstrukturen (Leberversagen durch Hepatotoxizität) kleine Dosen kann Körper problemlos abbauen
  • Cyanogene Glycoside Organische Pflanzeninhaltsstoffe Nitrilgruppe wird abgespalten -> Blausäure entsteht Bsp.: bittere Mandeln, Aprikosenkerne
  • Sarin Nervenkampfstoff
  • Wirkung Tabun Nervenkampfstoff Hemmung der Acetylcholinesterase -> Aktives Zentrum wird blockiert -> Acetylcholin kann nicht abgebaut werden, verbleibt in großer Menge im synaptischen Spalt und reizt Rezeptoren -> Ionenkanäle zu lange offen -> Unterbrechung der Impulsweiterleitung
  • Atropin als Antidote Bei Vergiftungen, bei denen Acetylcholinesterase gehemmt wird, (E605)
  • Natriumthiosulfat als Antidote Cyanide (CN-) CN- + S2O3 2- -> SCN- + SO32-
  • Einfluss von Löslichkeit, Komplexbildung und Oxidationsstufe auf Giftwirkung Löslichkeit: nur gut lösliche Substanzen führen zu Vergiftungen z.B. Cyanid im sauren giftig, da gelöst -> Blausäure Komplexbildung: verminderte Toxizität Oxidationsstufe: As(III) giftiger als As(V)
  • Wirkung Schlangengift Fehlinjektion Lähmung Blutungen im Gewebe durch erhöhte Porosität Blutdruckabfall Schwellung an Bissstelle Ausbreitung von Ödemen Schmerzen Beeinträchtigungen der Blutgerinnung
  • Paravasate Lokale Intoxikationen durch Cytostatika (Zellwachstumshemmer) am Ort der Infusion (Bruch der Vene, Auslaufen der Wirkstoffe ins Gewebe, Nicrose
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  • Agent Orange Herbizid, chemischer Kampfstoff Toxisch durch Verunreinigung mit Dioxin
  • Dioxin (2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin) Verunreinigung bei der Synthese von Agent Orange Einlagerung ins Blut und Gewebe als tiefes Kompartiment (Anreicherung giftig)
  • Toxizität Benzol, Hexan Toxische Metaboliten (Phenol)
  • Warum ist Toluol weniger giftig als Benzol? Nur zu 5% entsteht giftiger Metabolit zu 95% ein ungiftiger
  • Relevanz der Plasmaeiweißbindung für Toxizität Plasmaeiweißbildung dient zum Transport von lipophilen Molekülen, die sich im Blut nicht lösen lassen Als proteingebundener Wirkstoff keine Toxizität Nur als ungebundener Wirkstoff toxisch Mehrere Gifte -> Konkurrenz um Plasmaeiweißbildungsstellen -> herabgesetzte Giftwirkung
  • CYP 3A4 Subtyp der Cytochrom-p450-Familie, für die Verstoffwechselung einiger besonders lipophiler Substanzen zuständig
  • CYP 3A4 in der Arzneimitteltoxizität Bei gleichzeitiger Anwendung von CYP 3A4-Hemmstoffen und und Arzneistoffen, die über dieses Enzymsystem abgebaut werden und somit um die gleiche Bindungsstelle am Enzym konkurrieren, kann deren Abbau verlangsamt und damit Wirkungen und Nebenwirkungen verstärkt werden Cyp 3A4- Induktoren beschleunigen hingegen den Abbau dieser Substrate. Hierdurch kann es zu einer Verminderung bis zum Verlust der Arzneimittelwirkung kommen
  • Hauptinhaltsstoffe und toxische Wirkung von Fingerhut, Tabak, Tollkirsche Fingerhut: Digitalisglycoside, Hemmung der Na/K ATPase Tabak: Nicotin, Wechselwirkung mit dem NS, Bindung an Acetylcholinrezeptoren Tollkirsche: Atropin, Hemmung Acetylcholinrezeptoren
  • Antiseren und deren Wirkungsweise Künstlich hergestellte Antikörper, die mit bestimmten Antigenen (Molekülstrukturen auf roten Blutzellen) in Wechselwirkung treten; Schlüssel-Schloss-Prinzip -> Agglutination,Präzipitation (Verklumpung von Zellen) - Abbau durch Makrophagen (Fresszellen) Herstellung: Injektion einer kleinen unbedenklichen Menge von Krankheitserregern ins tiereische Blut (Pferd)-> Antikörperbildung durch Immunantwort -> Blutabnahme und Isolierung des Serums und der Antikörper
  • Biologische Kampfstoffe Krankheitserreger (Pocken, Milzbrand, SARS,...)
  • Krankheitserreger für biologische Kriegsführung kurze Latenz und leichte Übertragbarkeit Viren, Bakterien, Schimmerpilze, Protozoen
  • Tod Sokrates' Toxizität der Pflanze Schierling "Schierlingsbecher", Hinrichtung von Sokrates im Jahre 399v.Chr. Intoxikation mit dieser Pflanze -Y Lähmung des NS
  • Toxizität Cadmium, Blei, Quecksilber Blei: Enzymgift, Hemmung der Hb-Synthese, Reduzierung der Bildung roter Blutzellen im Knochenmark, Schädigung von glatter Muskulatur und des NS Cadmium: Enzymgift, Schädigung der Blutkapilaren Quecksilber(elementar): peroral nicht toxisch, intravenös toxisch -> Lungenembolien pulmonal (durch die Lunge): Husten,Lungenödem, Kopfschmerzen, Schwindel, Koma Affinität von Hg zu Schwefel in Proteinen
  • Hydroxocobalamin als Antidot Vorstufe des Vitamin B12 Reagiert mit CN- zu Cyanocobalamin (B12) Entgiftung von Cyaniden
  • Entstehung von CO, HCl, HCN als Giftgas HCN: Industrie/ Entwanzen von Läusen, Wanzen/ chem. Kampfstoff CO: unvollständige Verbrennung HCl: NaCl und Wasserstoff
  • Inhalation von HCl, NH3 etc. Lokale Reizungen und Verätzungen bis hin zum Lungenödem, Lungengift