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Psychologie (Subject) / Theorie zur Prüfung (Lesson)
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- Salutogenese-Modell (Antonovsky) => benennt als wesentliche Determinante von Gesundheit und Reslienz: Sense of Coherence (= Kohärenzsinn). Kohärenzsinn beinhaltet drei (3) Komponente... Welche? Verstehbarkeit = Vertrauen darin, dass die Stimuli die sich im Laufe des Lebens aus den Umwelt und Innenwelt ergeben, erklärbar sind. Handhabbarkeit = Vertrauen darin, dass Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen erfolgreich begegnen zu können, die diese Stimuli stellen. Bedeutsamkeit = Vertrauen darin, dass diese Anforderungen Herausforderungen sind, die letztenendlich Anstrengung und Engagement lohnen.
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: - Efficacy - Effektiveness - Efficiency Efficacy: Wirksamheit einer Therapiemethode unter standardisierten Idealbedingungen (= unter dem Gesichtspunkt interner Validität) Effektiveness: Wirksamkeit einer Therapiemethode unter naturalistischen Realbedingungen = klinischer Praxis (unter dem Gesichtpunkt der externer Validität) Efficiency: Wirksamkeit unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit (Kosten-Nutzen-Relation).
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: - Effektstarke Effektstarke: statistisches Maß, das die (relative) Größe eines Effektes angibt. Das gebrauchlichste Maß ist Cohens d (berechnet sich aus dem Mittelwertsunterschied eines Merkmals vor und nach der Therapie, dividiert durch die Sd des Merkmals vor der Behandlung) INFO: weitere Effektstärkmaßen sind: Brevais-Pearson-Korrelationsqoefficient, Glan's Delta, Hedges F & Cramers V
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: - Evidenzbasierte Medizin => die Evidenzklassen 1a wenigstens ein systematischer Review auf der Basis methodisch hochwertiger kontrollierter, randomisierter Studien. 1b wenigstens ein ausreichend großer RCT 2a wenigstens eine hochwertige Studie ohne Randomisierung 2b wenigstens eine hochwertige Studie eines anderen Typs quasiexperimenteller Studie 3 mehr als eine methodisch hochwertige nicht experimentelle Studie 4 Meinungen und Überzeugungen von angesehen Autoritäten, Expertenkommision
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: - Äquivalenzparadox Äquivalenzparadox: Obgleich sich verschiedene Therapieformen hinsichtlich ihrer Prozessmerkmale grundlegend unterscheiden, scheinen sie paradoxerweise in vergleichenden Outcome-Studien oft zu äquivalenten Effektstärken zu führen.
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: - Allegience Allegience: beschreibt die persönlichen Präferenz einer Therapeuten für eine von ihm praktizierte und zu untersuchende Therapiemethode, und stellt sowohl eine mögliche Verzerrung der Objektivität von Wirksamkeitsstudien als auch eine möglich wichtige Zutat einer effizienten therapeutischen Vorgehens da.
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: Adherence oder Treatment Integrity Adherence oder Treatment Integrity: beschreibt den Grad der Übereinstimmung der in einer Untersuchung geplanten mit dem tatsächlich durchgeführten Treatment.
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. Beschreibe: - Intent-to-treat-Analyse Intent-to-treat-Analyse: Auswertungsprinzip von kontrollierten Studien, bei dem nicht nur die Daten, der sich dam Studienplan entsprechend verhaltenden Patienten, sondern auch die jenen Patient, die während der läufenden Studie ausscheiden, in die letzendliche statistische Auswertung einbezogen werden.
- Methodik der Psychotherapieforschung: PROZESSFORSCHUNG: in Prozessanalysen werden Abläufe zwischen Therapeut und Patient untersucht: - Makroprozesse: gesamten Therapieverlauf. - Mikroprozesse: einzelne Sequenzen innerhalb einer Sitzung. => Beschreibe die Wirkfaktoren (spezifisch/unspezifisch) Spezifische Wirkfaktoren: sind jene Wirkfaktoren, welche von den Therapietheorien der einzelnen Schulen als eigenartig und diese Schulen von anderern Therapierichtungen unterscheidenende Mechanismen angesehen werden. Unspezifische Wirkfaktoren: sind jene wirksamen Komponenten des therapeutischen Prozesses, die alle Formen von Psychotherapie immanent sind, wie z.B. Akspekte der zwischenmenschlichen Beziehung oder die Induktion eines positiven Wirksamkeitserwartung.
- Methodik der Psychotherapieforschung: OUTCOME FORSCHUNG: Wirksamkeit => wird anhand verschiedene Faktoren beurteilt. => Beschreibe: die vier (4) allgemeine Wirkfaktoren nach Klaus Grawe 1) Problemaktualisierung:die therapeutisch zu veränderen Probleme müssen in Hier & Jetzt erlebbar werden. 2) Ressourcenaktivierung: vorhandene Ressourcen werden im therapeutischen Vorgehen genutzt. 3) Bewältigung: aktive Unterstutzung des Patienten dabei, positive Bewältigungserfahrungen im Umgang mit seiner Problemen zu machen. 4) Motivationale Klärung: alle Vorgehensweisen um den Patienten sich über die Bedeutung seines Erlebens und Verhalten im Hinblick auf seine bewussten und unbewussten Ziele, Bedürfnisse und Ängste klarer zu werden.
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- Kognitionspsychologische Grundlagen: => beschreibe: 1) implizites Wissen 2) explizites Wissen 1) implizites Wissen = => procdurales Wissen ist z.B. wie man ein Fahrrad fährt 2) explizites Wissen => semantisches Wissen ist erlerntes Wissen + episodiesches Wissen ist erlebtes Wissen
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Gedächtnis: ist die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen, Erfahrungen und Bewusstseinsinhalte zu registrieren, zu speichern und wieder zu produzieren. Beschreibe: - Prozudurales Gedächtnis - Episodisches Gedächtnis - Semantisches Gedächtnis - Prozudurales Gedächtnis: für erlernte Bewegungsabläufe - Episodisches Gedächtnis: für persönliche Erlebnisse - Semantisches Gedächtnis: für Fakten, die bewusst erlernt werden
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Elaboration Elaboration: tiefe Verarbeitung der Informationen ... bewirkt eine langfristige Speicherung
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Attribution: Attribution: durch Attributionen versucht man eigenen und fremdes Verhalten zu erklären, zu kontrollieren und vorherzusagen.
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Selbstwirksamkeit Selsbtwirksamkeit: beschreibt die Überzeugung einer Person in einer definierten Situation die nötigen Fähigkeiten und Kompetenze zu besitzen. Sie nimmt auf das Verhalten Einfluss, indem sie sich auf Motivation und Wahrnehmung auswirkt.
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Informationsverarbeitung gliedert sich in vier Bereiche, welche? Informationsverarbeitung: - Informationsaufnahme. - Informationstransformation. - Informationsspeicherung. - Informationswiedergabe.
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Schemata (unterverteilt: Skript, Frame, Pläne) Schemata sind kognitive Strukturen die duch Abstraktion von den besonderkeiten eines Einzelfalls entstehen: - Ereignisschemata: oder Skripte => z.B. gewohnte Abläufe. - Situtationsschemata: oder Frame => z.B. alles was mit einer bestimmten Situation zusammenhängt. - Handlungsschema: oder Pläne => z.B. Aktivitäten zwischen Arbeit und Wohnung
- Kognitionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Coping Coping: ist ein koordinierter Ich-prozess, um eine Stresssituation zu bewältigen. Die Bandbreidte der Coping-Mechanismen ist breit: Informationssuche, direktes Handeln, unterlassen einer Handlung, intrapsychische Coping...
- Ergebnisse der Therapieforschung: Beschreibe: Äquivalenzparadox: oder Dodoverdikt. Äquivalenzparadox: jeder psychotherapie ruft eine Veränderung hervor und es werden auf unterschiedliche Weise gleiche Prozesse in Gang gesetzt... => Grawe: scheint nicht zu gelten: Man kanne vielmehr von differenziellen Wirkungen der einzelnen Therapieverfahren ausgehen. INFO: Äquivalenzparadoxon, im therapeutischen Bereich Bezeichnung für das Ergebnis von früheren Psychotherapiestudien, die nur wenige Unterschiede in der Effektivität verschiedener psychotherapeutischer Orientierungen finden konnte ("everyone has won and all must have prizes"). Dieses Ergebnis stimulierte integrative/eklektische Vorgehensweisen (Integrative Therapie, Psychotherapie).
- Motivations- und emotionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Triebtheoretische Ansatz (McDougall, Freud, Hull) Triebtheoretische Ansatz: Triebtheorien als Erklärungsansätze des motivationalen Geschehens ... Disposition, Triebe, Antrieb und Motiv werden als Synonim verwendet. 1) McDougall: Instinkttheorie --> 12 Instinkte, die direkt oder indirekt die Antriebsquellen jeglicher Tätigkeiten sind. 2) Freud: zuerst: Dualisme zwischen Selbsterhaltung / Artenerhalten, später Eros / Thanatos => Triebziel: die Aufhebung des Spannungszustandes. 3) Hull: Triebe oder Drives 0> sind die motivationale Komponenten physiologischen Bedürfnisse, die durch Störung der Homöostose entstehen.
- Motivations- und emotionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: Lerntheoretische Antriebstheorie Lerntheoretische Antriebstheorie: erklärt die Aktivität von Individuen durch die Konsequenzen des Verhaltens, wobei die Verstärker auf angeborenen Trieben (z.B: Hunger) basieren.
- Motivations- und emotionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: spezielle Motivationsformen: Leistungsmotivation (Heckhausen / Atkinson = Risiko-Wahl-Modell) Leistungsmotivation: => nach Heckhausen: Leistungsmotivation ist das Bestreben, die eigene Tüchtigkeit in den Bereichen zu steigern und hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält. => nach Atkinson: RISIKO-WAHL-MODELL: leistungsmotiviertes Handeln ist von den Erfolgserwartungen (S) den Erfolgsmotiven (Person) und der wahrgenommenen Schwierigkeiten der Aufgabe (Anreize) abhängig. ! Motiven: spielen eine zentrale Rolle : Erfolgsmotivierten wählen Aufgaben mit mittlere Schwierigkeit / Misserfolgmotivierten wählen extreme Aufgabe (und nach Misserfolg empfinden sie scham)
- Motivations- und emotionspsychologische Grundlagen: Beschreibe: spezielle Motivationsformen: Änderungsmotivation Änderungsmotivation: ist die Bereitschaft, aktiv an den eigenen Symptomen und Problemen zu arbeiten und hierfür auch kerzfristig unangenehme emotionale Zusände in Kauf zu nehmen. Zur Forderung müssen selbstabwertende und resignierende Gefühle (Demoralisierung) reduziert werden. => nach Kanfer: Steigerung der Änderungsmotivation durch: Transparenz und Freiwilligkeit der Therapie => bei Motivationsprobleme: Motivationsanalyse durch: Refraiming, Beseitigung von Hindernissen und Schaffen von Anreizen.
- Beschreibe: Refraiming. Das Refraiming (Umdeutung) ist als eine Methode der Systemischen Psychotherapie und des Neurolinguistischen Programmierens bekannt. Menschliche Denkmuster, Zuschreibungen, Erwartungen weisen in der Regel einen Rahmen (frame) auf, eine Ordnung, nach der Ereignisse interpretiert und dann wahrgenommen werden. Entweder ist das Glas halb voll oder halb leer. Obwohl scheinbar das Gleiche bezeichnet wird, ist der Akzent und die Bedeutung jeweils unterschiedlich, weil einmal ein eher positiver und das andere Mal ein eher negativer Rahmen gesetzt wird. Gelangt man aus der Sicht des halb leeren zur Sicht des halb vollen Glases, so hat ein Reframing, eine Umdeutung, stattgefunden. Es ist schwer zu sagen, wer diese Methode als erster angewandt hat, da das Prinzip schon existierte, bevor man es als solches explizit benannt hat. Ein Beispiel dafür stellt das positive Denken dar, bei dem die Ereignisse des Lebens aus einem positiven Blickwinkel betrachtet werden. Eine andere sehr bekannte Form des Reframings begegnet uns beim Witz: Dort wird ein gewöhnliches, alltägliches Ereignis in einen neuen, untypischen Rahmen gestellt, wodurch eine missverständliche und unterhaltsame Wirkung erzielt wird, da der Zuhörer in seiner Deutung der Situation zunächst von einem anderen (typischen) Rahmen ausgegangen ist.
- Komponente und Funktionen von Emotionen Beschreibe: Emotionen (und deren Kontinuum) Emotionen: sind vorrationale Steuerungs- und Bewältigungsmechanismen. Sie haben motivierende Eigenschaften, dienen zur Bewertung von Situationen und enthalten einen Handlungsentwurf. Sie liegen auf den Kontinuum: - Lust / Unlust - Spannung / Lösung - Errerung / Beruhigung
- Kommunikations- und sozialpsychologische Grundlagen: Beschreibe: Kommunikationsmodi: (verbal, nonverbal, paralingual) Verbale Kommunikation: sprachlich fixierten inhaltlichen Aspekte einer Botschaft. Nonverbale Kommunikation: Ausdrucksverhalten des Sprechers in Mimik, Gestik, Körperhaltung. Paralinguale Phänomene: wie Stimmqualität, Pausen, Geräusche, Sprechtempo
- Kommunikations- und sozialpsychologische Grundlagen: Beschreibe: von Thun: vier Ebene der Kommunikation Vier Ebene der Kommunikation: Sachebene: worüber spricht der Sender Selbstoffenbarungsebene: was offenbart der Sender über sich selbst Beziehungsebene: wie steht der Sender zum Empfanger Appellebene: was will der Sender vom Empfanger
- Kommunikations- und sozialpsychologische Grundlagen: Beschreibe: Watzlawik (Man kann nicht nicht kommunizieren) In jeder zwischenmenschlichen Situation hat jedes Verhalten Mitteilungscharakter => der Austausch von Mitteilungen erfolgt zirkulär.
- Kommunikations- und sozialpsychologische Grundlagen: Beschreibe: Reziprozität / Appellation Reziprozität: der gegenseiterige Wechsel in der Kommunikation. INFO: Reziprozität bezeichnet die Gegenseitigkeit im sozialen Austausch und ist Teilaspekt einiger psychologischer Theorien, die sich mit der Einflussnahme auf menschliche Entscheidungen beschäftigen. Die Reziprozitätsregel besagt ganz allgemein, dass Menschen, wenn sie etwas erhalten, motiviert sind, dafür eine Gegenleistung zu erbringen. Ein Beschenkter fühlt sich z.B. aufgefordert bzw. genötigt, ein Gegengeschenk zu erbringen. Sich reziprok zu verhalten bedeutet, auf einen Gefallen hin mit einer Handlung zu reagieren, die den Gefallen danach irgendwie ausgleicht. Dadurch wird das Gefühl der Verpflichtung, der anderen Person etwas zurückgeben zu müssen oder ihr etwas schuldig zu sein, reduziert. Die Erwartung der Person, die sich zunächst großzügig, hilfsbereit etc. zeigt, ist, dass in der Folge der Hilfe oder des Gefallens die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass sich das Gegenüber in Zukunft ebenso verhalten wird. Dabei kann man sich auf normative Vorstellungen verlassen, die Reziprozitätsnorm. Appellation: ist Ausdruck dessen, was von anderen erwartet wird.
- Kommunikationsstörungen: Beschreibe: Double Bind Double Bind: of Doppelbindungen => sind in sich widersprüchliche kommunikative Botschaften, die eine paradoxe Handlungsaufforderung enthalten.
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- Kommunikationsstörungen: Beschreibe: Kollusion Kollusion: Verstrickung: Zusammenspiel von zwei oder mehr Personen in einem sozialen System. => In der Familientherapie: wird der Ausdruck genutzt für eingespielte Schema, welche die Ehepartner nicht durchschauen und daher auch nicht durchbrechen können.
- Kommunikationsstörungen: Beschreibe: Elaborierte und restringierter Sprachkode Elaborierte Sprachkode: ein grammatikalisch Komplex, effizienter Vokabular (Oberschicht) Restingierte Sprachkode: kurze, einfach, unfertige Sätze, dürftiger Satzbau, mangelhafte Unterscheidung von Begrundungen und Folgerungen (Unterschicht)
- Beschreibe: Labelingsansatz Labelingansatz: wie beeinflusst z.B. eine psychiatrische Diagnose das soziale Verhalten eines Patienten, weil er in eine bestimmte Rolle gedrängt wird. => Die Zuschreibung der Person als psychisch krank, kann auf den Verlauf der Störung einfluss nehmen.
- Beschreibe: Einfluss von Soziogenese (primär, sekundär, tertiär) Primäre Soziogenese: die Ursach der Erkrankung liegt direckt in den sozialen Bedingungen, wie z.B: bei Berufserkrankungen. Sekundäre Soziogenese: soziale Bedingungen wirken neben andere pathogenetische Faktoren, wie z.B. AIDS, TB... Tertiäre Soziogenese: bezieht sich auf den Vergleichsweise geringeren Einfluss sozialer Faktoren wie z.B: Rückfallprophylaxe nach Nikotinentwöhnung.
- Was sind die vier Gesprächsdimensionen nach Rogers? Empathie. Positive Wertschätzung. Echtheit. Transparenz.
- Was sind die Interaktionsniveaus nach Jones & Gerad? (Pseudokontingente Interaktion, asymmetrische Kontingenz, reaktive Kontingenz und wechselseitige Kontingenz) Pseudokontingente Interaktion: Verhaltensweisen werden nur durch eigene Verhaltenspläne bestimmt. => Man redet an einander vorbei. Asymmetrische Kontingenz: ein Interaktionspartner agiert anch vorher festgelegten Zielen, der Zweite reagiert lediglich auf den ersten. => Arztvisite Reaktive Kontingenz: Es gibt eine wechselseitige Orientierung auf die Aussage des Partners, jedoch ohne eigene Ziele. => Sprunghaft Interaktion, häufig in Zusammenhang mit starken Emotionen. Wechselseitige Kontingenz: Interaktionspartner verfolgen eigene Vorstelllungen, sind jedoch bemüht, diese anhand der Interaktion zu verändern. => Eigene Bedürfnisse mitteilen, dabei aber die Bedürfnisse der anderen beachten.
- Persönlichkeitspsychologische Grundlagen: Beschreibe die BIG FIVE Neurotizismus: Nervösität, Emotionalität, Angstlichkeit, Erregbarkeit, Anspannung => Bereich: AFFEKT. Extraversion: Geselligkeit, Impulsivität, Begeisterungsfähigkeit, Selbstbewusstsein => Bereich: MACHT. Offenheit: Bildung, Kreativität, Gefühl für Kunst und Kultur, Fantasie, Experimentierfreudig => Bereich: INTELLEKT. Gewissenhaftigkeit: Ordentlichkeit, Beharrbarkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortlichkeit, Organisiertheit => Bereich: ARBEIT. Verträglichkeit: Liebenswurdigkeit, Wärme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Altruisme => Bereich: LIEBE.
- Beschreibe: Hardiness (Kobara) Hardiness: bezeichnet einen Persönlichkeitsfaktor, der dafür verantwortlich ist, dass Personen mit Stressoren sachlich und problemorientiert umgehen. => Ist ein Schutzfaktor.
- Beschreibe: 1) Fluide Intelligenz 2) Kristaline Intelligenz 1) Fluide Intelligenz: meist die Fähigkiet, unbekannte Probleme zu lösen, welche nicht verlangen, dass zu ihren Lösung auf besondere wissensbestände zurückzuführen werden muss. 2) Kristaline Intelligenz: bezeichnet die Fähigkeit, erworbene Wissensbestände bei den Lösung eines Problem einzusetzen.
- Was sind die 7 Primärfaktoren der Intelligenz (nach Thurnstone) Sprachverständnis. Wortflüssigkeit. Rechnerische Fähigkeit. Gedächtnisleistung. Auffassungsvermögen. Räumlich-visuelles Vorstellungsvermögen. Logisches Schlussfolgern.
- Beschreibe: Mediatortheorie (kogn. Psychologie). Mediatortheorie (kogn. Psychologie): ein umweltreiz löst automatisch eine vermittelnde innere Reaktion (wie z.B. denkprozess) aus, die denselben Verstärkerprinzipien unterworfen ist, wie die offene Reaktion
- Psychodynamische Sicht: Beschreibe: Zusammenhang zwischen Körperbau und Charakter (Kretchman). Leptosomer Typ: schmalaufgeschossen, emotional kühl, zurückhaltend, ungesellig, introvertiert. Athletischer Typ: kräftig-berberwusch, betonter Muskelrelief, schwerfällig, breites Gesicht, pflegmatisch, explosiv, zuverlässig. Pyknischer Typ: gedrungene runde Figur, weicher, breites Gesicht, gesllig, extrovertiert. Dysplastischer Typ: Mischtyp mit negativmerkmale
- Beschreibe die Grundkonflikte nach der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD) Grundkonflikte nach der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD)Die psychodynamische Betrachtungsweise sieht die Grundkonflikte als Bestandteil der menschlichen Entwicklung unter dem Blickwinkel der Konfliktverarbeitung. Dabei unterscheidet die OPD acht Grundkonflikte, nach denen acht Konflikttypen bestimmt werden können. Um eine Behandlungs-Diagnose zu stellen, wird der Patient gemäß dem Stand seiner Entwicklung und Reifung in die vorgegebenen und umschriebenen / operationalisierten Konflikttypen eingeordnet. Eine eindeutige Zuordnung eines Menschen zu einem einzigen Konflikttypus ist oft nicht möglich, weil häufig mehrere Grundkonflikte gleichzeitig noch unzureichend bewältigt wurden. 1. Abhängigkeit vs. Individuation: In einem Extrem würde ein Mensch mit diesem Grundkonflikt eine Abhängigkeit erzeugende Beziehung suchen als „willkommene Abhängigkeit“. Im anderen Extrem eine emotionale Unabhängigkeit aufbauen und die Bindungswünsche unterdrücken. 2. Unterwerfung vs. Kontrolle: In einem Extrem nimmt der Mensch die Gegebenheiten hin als Schicksal, dem er sich fügt, dabei sind Erleben und Verhalten geprägt von Gehorsam und Unterwerfung. Im anderen Extrem bestimmen Kontrolle und Auflehnung („Bekämpfen“) das Erleben und Verhalten. 3. Versorgung vs. Autarkie: In einem Extrem führen Versorgungs- und Geborgenheitswünsche zu starker Abhängigkeit und der Mensch wirkt passiv und anklammernd. Im anderen Extrem nimmt der Mensch keine Hilfe an und wehrt die Wünsche nach Hilfe ab, indem er sich als anspruchslos darstellt. In einer altruistischen Konfliktverarbeitung bekommen Andere die Versorgung, nach der er sich selbst unbewusst sehnt. 4. Selbstwert vs. Objektwert: Es bestehen Selbstwertkonflikte, die im einen Extrem als Minderwertigkeit erlebt werden, während Andere aufgewertet oder idealisiert werden. Im anderen Extrem werden kompensatorische Anstrengungen erbracht, die das Selbstbild bis hin zum Größenwahn stützen, während Andere abgewertet werden. 5. Über-Ich- und Schuldkonflikte: Im einen Extrem führt die Schuldübernahme bis zur masochistischen Unterwerfung. Im anderen Extrem sieht der Mensch die Schuld nur beim anderen, wobei ihm jegliche Form eines eigenen Schuldgefühls fehlt. 6. Ödipal-sexuelle Konflikte: Im einen Extrem nimmt der Mensch seine Erotik und Sexualität nicht wahr, im anderen Extrem bestimmt sie alle Lebensbereiche, ohne dass eine Befriedigung gelingt. Dies meint nicht sexuelle Funktionsstörungen anderer Herkunft. 7. Identitätskonflikte: Bei sonst hinreichenden Ich-Funktionen übernimmt der Mensch die Geschlechts-, Rollen oder Gruppenidentität anderer oder überspielt die Identitätsambivalenz kompensatorisch. 8. Fehlende Konflikt- und Gefühls- Wahrnehmung: Bei diesem Grundkonflikt werden Konflikte, Gefühle und Bedürfnisse bei sich und anderen nicht wahrgenommen oder sie werden durch sachlich-technische oder philosophische Beschreibungen ersetzt.
- Beschreibe: Abstinenzgebot Verstoß gegen das Abstinenzgebot Für alle Psychotherapeuten gilt unabhängig von der praktizierten Therapieform ein striktes Abstinenzgebot. Nach diesem Gebot hat sich der Therapeut aller persönlicher, geschäftlicher, familiärer und über die Therapie hinausgehender Kontakte zu seinem Patienten zu enthalten. Der Bruch dieses Gebotes ist eine Standardverletzung und besonders grober Behandlungsfehler. Insbesondere jede Art von sexuellen Beziehungen ist während der Therapie strikt untersagt. Die Abstinenzregel wird auch verletzt, wenn während der Therapie private Kontakte aufgebaut werden und damit das Therapeuten-Patientenverhältnis nachhaltig verändert wird. Das Abstinenzgebot gilt wenigstens bis zur Beendigung der psychotherapeutischen Behandlung. Ob und wie lange es auch nach Therapieende gilt, ist nicht einheitlich geregelt.
- OPD-2 Übersicht der fünf Achsen ... was sind die Bezeichnungen Achse 1 = Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen Achse 2 = Beziehung Achse 3 = Konflikt Achse 4 = Struktur Achse 5 = Psychische und psychosomatische Störungen (nach ICD-10)
- OPD-2 Beschreibe Achse 1 = Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen Achse 1 = Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen Objektivierende Bewertung der Erkrankung (GAF, Dauer etc.), Krankheitserleben, Krankheitsdarstellung und Krankheitskonzept des Patienten, Veränderungsressourcen und Veränderungshemnisse.
- OPD-2 Beschreibe Achse 2: Beziehung (bestehend aus 4 Schritte) Achse 2: Beziehung (bestehend aus 4 Schritte) Bei Beziehungen geht es um die Erfassung zyklisch maladaptiver Beziehungsmuster in vier Schritten: Erlebter Angriffe (Subjekt/Objekt): Der Patient (Subjekt) erlebt andere (Objekt) immer wieder so, dass diese ... Defensive Reaktion (Subjekt/Subjekt): In seinem Erleben reagiert der Patient dann darauf, indem er ... Anderen mit dieser Reaktion gemachtes Beziehungs- bzw. Übertragungsangebote (Objekt/Subjekt): Wobei dem Patienten unbewusst ist ... Anerern unbewusst nahegelegte Antwort bzw. Gegenübertragung uaf dieses Angebot (Objekt/ObjektSubjekt): Bei anderern führt dies wiederum dazu, dass diese... Was der Patient wiederum erlebt als....
- OPD-2 Beschreibe Achse 3: Konflikt (7 abgrenzbare repetitiv-dysfunktionale Konfliktmuster) Achse 3: Konflikt (7 abgrenzbare repetitiv-dysfunktionale Konfliktmuster) Individuation versus Abhängigkeit: Allein-sein-müssen versus Zusammen-sein-müssen. Unterwerfung versus Kontrolle: oben sein versus unten sein. Versorgung versus Autarkie: etwas bekommen versus nichts dürfen (Im gegensatz zu Individzatuib/Abhängigkeit geht es hier um Abhängigkeiten in und nicht von der Beziehung) Selbstwertkonflikt: Minderwertig versus Großartig. Schuldkonflikt: Täter versus Opfer sein. Ödipaler Konflikt: anerkannt werden als Mann/Frau versus nicht anerkannt werden. Identiätskonflikt: wissen, wer man ist, versus sich unsicher darüber zu sein.
- OPD-2 Beschreibe Achse 4: Struktur (4 Strukturniveaus) Achse 4: Struktur (4 Strukturniveaus) Gut integriert: strukturierter psychischer Binnenraum, in welchem sich Konflikte abspielen können, Regulationsfähigkeiten auch in Belastungssituationen verfügbar, Selbstreflexion, und realitätsgerechte Wahrnehmung von anderen, ausreichend gute innere Objekte, zentraler Angst ist Verlust der Zuneigung des Objekts. Mäßig integriert: Übersteuerung und eingschränkte Selbstwertregulation, ausgeprägte innere Konflikte (gierige Bedürftigkeit versus rigide Verbote), situative Einschränkung intrapsychischer und interpersoneller Regulationsmechanismen, Objektbilder und Beziehungsentwürfe auf wenige Muster eingeschränkt, zentrale Angts ist: Verlust oder Zerstörung des wichtigen (stützenden oder steuernden) Objektes. Gering integriert: Wenig entwickelter psychischer Binnenraum, interpersonelle statt intrapsychische Konflikte, dauerhafte Einschränkung regulierende Funktionen, Identitätsdiffusion, Intoleranz gegenüber negative Affekten, Spaltung, verfolgende ubnd bestrafende innere Objekte, zentrale Angst ist: Zerstörung des Selbst durch das böse Objekt oder durch den Verlust des guten Objekts. Desintegriert: keine kohärente Selbststruktur, in Belastungssituationen Fragmentierung und psychotisches Erleben, zentrale Angst ist: Verschmelzung von Selbst- und Objektrepräsentanzen mit Folge des Selbstverlustes.
- OPD-2 Beschreibe: Dimensionen der OPD-Strukturachse Dimensionen der OPD-Strukturachse Strukturelle Fähigkeit => Wahrnehmung (kognitive) => Selbst (Selbstwahrnehmung = Selbstreflexion, Affektdifferenzierung, Identität) => Objekt (Objektwahrnehmung = Selbst-Objekt-Differenzierung, ganzheitliche Objektwahrnehmung, realistische Objektwahrnehmung) Strukturelle Fähigkeit => Steuerung => Selbst (Selbstregulation = Impulssteuerung, Affekttoleranz, Selbstwertregulierung) => Objekt (Beziehungen schützen, Interessenausgleich, Antizipation) Strukruelle Fähigkeit => Kommunikation => Selbst (emotional ... Kommunikation nach innen: Affekte erleben, Fantasien nutzen, Körperselbst) => Objekt (Kommunikation nach außen: Kontaktaufnahme, Affektmitteilung, Empathie) Strukturelle Fähigkeit: Bindung => Selbst (Innere Objekte: Internalisierung, Introjekte nutzen, variable Bindungen) => Objekt (äußere Objekte: Bindungsfähigkeit, Hilfe annehmen, Bindung lösen).