Allgemeine Psychologie (Subject) / Aufmerksamkeit (Lesson)

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Aufmerksamkeit und Wahrnehmung

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  • "Flaschenhalsmodell" der Wahrnehmung Wahrnehmung verläuft immer selektiv, da der Mensch nur über eine begrenzte Kapazität der Informationsaufnahme und -verarbeitung verfügt.
  • Aufmerksamkeit Bewusstes Erleben; psychischer Zustand konzentrierter Bewusstheit, der mit der wachen Bereitschaft einhergeht, auf äußere oder innere Reize zu reagieren.
  • Aufmerksamkeitsspanne Die maximale Anzahl von Objekten, die unmittelbar innerhalb eines so kurzen Zeitraumes richtig wahrgenommen werden kann, dass Abzählen oder Augenbewegungen nicht stattfinden können.
  • Die Miller'sche Zahl "Magical Number 7" 7 +/-  zwei Informationseinheiten (= Chunks) können im Arbeitsgedächtnis präsent gehalten werden.
  • Werbepsychologie: welchen Reizen wird Aufmerksamkeit geschenkt? 1. Physikalische Charakteristika (Farbe, Form, Größe) = Auffälligkeit 2. Interne persönliche Faktoren (Motive, Bedürfnisse, Interessen, Emotionen) = Valenz Messmethode: Eyetracking
  • Vigilanz Grad der Bereitschaft, neue Reize oder kleine Veränderungen in der Umwelt zu erkennen und darauf zu reagieren - vom physiologischen Aktivationsgrad abhängig! Konzentrierte Vigilanzleistung nur ca. 30 Minuten gut und fehlerfrei möglich, danach psychische Ermüdung. Erfassung z.B. mit dem Mackworth-Clock-Test
  • Orientierungsreaktion Erfolgt auf jeden neuen, unerwarteten Reiz und besteht in einer Reihe psychischer und physiologischer Veränderungen des ganzen Organismus, die insgesamt dazu dienen, die Sensibilität des Organismus für ankommende Reize zu erhöhen. Teilprozesse:Erhöhung der Sensibilität, Erhöhung der Hirnaktivität, Veränderter Blutkreislauf, viszerale Veränderungen
  • Wahrnehmung -ein aktiver Prozess -Aufmerksamkeit ist selektiv -Informationsaufnahme wird gefiltert, um einen sinnvollen Gesamteindruck zu erhalten
  • Sensorischer Speicher Einkommende Informationen werden hier kurzzeitig originalgetreu für den Bruchteil einer Sekunde gespeichert.
  • Geteilte Aufmerksamkeit Die Fähigkeit, ohne Probleme mehrere Handlungen gleichzeitig auszuführen, während sich die Aufmerksamkeit auf zwei oder mehrere Umweltreize oder Aufgaben richtet. Dabei kann die Leistung geschwächt werden.
  • Transduktion Transformation einer Energieform in eine andere. Bsp. das Abbild der Person (Lichtmuster) auf der Retina wird durch die Rezeptoren in elektrische Signale umgewandelt➔im Nervensystem werden Licht, mechanischer Druck oder chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt
  • Empfindung Allgemeiner Sinneseindruck, ausgelöst durch die Rezeptoren erregende Reize
  • Perzept Endprodukt der Wahrnehmung, "Wahrnehmungserlebnis", enthält Informationen aus Gehirn und Gedächtnis
  • Wahrnehmung Bewusste sensorische Erfahrung, während derer das Gehirn el. Signale in eine Erfahrung des Sehens umwandelt
  • Erkennen Zusammenfügen von Komponenten, Identifikation
  • Handlung Zielgerichtete bzw. motorische Aktivität
  • Bottom-up-Verarbeitung =reizgesteuerte Verarbeitung -basiert auf eingehenden Daten -grundlegend für die Wahrnehmung
  • Top-down-Verarbeitung =wissensbasierte Verarbeitung -basiert auf Wissen, das nicht unbedingt bewusst sein muss -und auf Erfahrungen, Erinnerungen, Erwartungen
  • Psychophysik Verhalten kann nicht deterministisch, sondern nur probabilistisch beschrieben werden. Es sollen gesetzmäßige Beziehungen zw. physikalischen Reizen und der Wahrnehmung erforscht werden.
  • Psychophysische Methoden 1. Beschreiben 2. Wiedererkennen 3. Entdecken 4. Wahrnehmen von Ausprägungen 5. Suchen
  • Absolute Schwelle Geringstes Ausmaß an Reizenergie, die nötig ist, um einen Reiz zu entdecken
  • Grenzmethode Methode der "merklichen Unterschiede":1.Präsentation einzelner Reize in ENTWEDER auf- oder absteigender RF (nur eine Richtung) 2. Antwort der Vpn (Ja oder Nein)3. Bestimmung der absoluten Schwelle als Mittelwert der beiden Werte, zw. denen die Antwort von Ja nach Nein wechselt (bzw. umgekehrt)
  • Herstellungsmethode Methode der "mittleren Fehler":-kontinuierliche, auf- und absteigende Veränderung der Reizintensität bis zur absoluten Schwelle -Stopp, sobald Schwelle erreicht (Notieren des Grenzwertes) -Mehrmalige Wiederholung -ungenaueste, aber schnellste Methode
  • Konstanzmethode Methode der "richtigen und falschen Fälle": •verschiedene Reizintensitäten werden in zufälliger Reihenfolge dargeboten•Intensität, die in 50% der Durchgänge zur Entdeckungführt = absolute Schwelle•die zeitaufwändigste, aber genaueste Methode
  • Unterschiedsschwelle Kleinster, ebenmerklicher Unterschied zwischen zwei Stimuli, der von einer Person entdeckt werden kann. Die Größe des merklichen Reizunterschieds hängt von der Größe des Reizes ab; mit steigender Ausprägung des Reizes steigt die Unterschiedsschwelle!
  • Weber'sches Gesetz Der Weber-Bruch zeigt die Empfindlichkeit des sensorischen Systemsfür die Wahrnehmung von VeränderungenBei jeder Sinnesmodalität bleibt der Weber-Bruch relativ konstant, allerdings hat jede Art von sensorischem Urteil ihren eigenen Weber-Bruch δS/S = K
  • Fechner'sches Gesetz Die erlebte Intensität (E) eines Reizes wächst proportional zum Logarithmus der physischen Intensität (S) des Reizes bzw. die Empfindungsstärke ist eine logarithmische Funktion der Reizstärke. E = K*log S
  • Verdichtung der Antwortdimension Bei zunehmender Intensität steigt die wahrgenommene Intensität nicht so schnell wie die Intensität selbstBsp. Helligkeit
  • Spreizung der Antwortdimension Bei zunehmender Intensität steigt die wahrgenommene Intensität schneller als die Intensität selbstBsp. Schmerz
  • Signalentdeckungstheorie Kritik am Konzept der absoluten Schwelle/Wahrnehmungsschwelle•Berücksichtigt sowohl die Eigenschaften des sensorischen Systems als auch die des Beobachters•Berücksichtigt den Einfluss motivationaler Komponenten (z.B. Wunsch, Erwartung, Gewohnheit)•2-stufiger Prozess: Sensorische Aktivität & kognitiver Entscheidungs-prozess (individuelles Antwortkriterium)