297

Soziologie (Subject) / - (Lesson)

-

This lesson was created by lisaae.

Learn lesson

Advertisement
  • Charisma Von Max Weber eingeführte Bezeichnung einer Herrschaftsform, die auf dem Glauben der Herrschaftsunterworfenen über besondere, außeralltägliche Qualitäten des Führers beruht.
  • Entfremdung Das Gefühl, dass unsere eigenen menschlichen Fähigkeiten von anderen Wesen übernommen werden.
  • Evangelikalismus Eine Form des Protestantismus, die auf der Vorstellung einerspirituellen Wiedergeburt beruht (daher auch „Born-again-Christen“). Der enorme Zuwachs an evangelikalen Konfessionen in den USA wird darauf zurückgeführt, dass eine unmittelbarere, persönlichere und emotionalere religiöse Erfahrung als attraktiv gilt.
  • etnische Religionen Religionen, die auf der ethischen Überzeugungskraft eines „großen Lehrers“ (wie Buddha oder Konfuzius) beruhen, statt auf dem Glauben an übernatürliche Wesen
  • Fundamentalismus Der Glaube an die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf den buchstäblichen Sinn überlieferter heiliger Texte. Der Fundamentalismus entsteht zumeist als Reaktion auf Modernisierung und Rationalisierung, die beide abgelehnt werden, und betont die Überlegenheit traditioneller Glaubensvorstellungen, die gegen die Zumutungen der Moderne verteidigt werden.
  • Heilige Etwas, das unter den Anhängern einer bestimmten Religion Gefühle der Ehrfurcht und der Ehrerbietung auslöst
  • Kirche Eine große Zahl von Personen, die einer etablierten religiösen Organisation angehören. weisen üblicherweise eine formale Struktur mit einer Hierarchie religiöser Würdenträger auf. Der Ausdruck wird auch auf den Ort angewendet, an dem religiöse Zeremonien abgehalten werden.
  • Konfession Eine religiöse Sekte, die ihre reformatorische Dynamik eingebüßt hat, zu einer institutionalisierten Körperschaft geworden ist und sich auf die Gefolgschaft einer beträchtlichen Anzahl von Personen stützen kann
  • Kult Eine religiöse Splittergruppe, mit der Personen in loser Verbindung stehen, der es jedoch an einer dauerhaften Struktur fehlt. Kulte bilden sich sehr oft rund um einen charismatischen Führer.
  • Monotheismus Der Glaube an einen einzigen Gott.
  • Advertisement
  • New Age Bewegungen Eine Sammelbezeichnung für jene Formen von Glauben und Praktiken, die auf innere Spiritualität gerichtet sind, wie z.B.neopaganistische Lehren (keltische, Druiden, amerikanische Ureinwohner und andere), Schamanismus, Formen asiatischen Mystizismus, Wicca-Rituale (das sind Bewegungen, deren Anhänger sich für Hexen halten) und Zen-Meditation
  • Polytheismus Glaube an zwei oder mehrere Götter.
  • Neue Religiöse Bewegungen Eine große Zahl von religiösen und spirituellen Gruppen, Kulte oder Sekten, die sich neben den herkömmlichen Religionen entwickeln. Sie reichen von spirituellen und Selbsthilfegruppen innerhalb der New Age Bewegung bis zu exklusiven Sekten wie Hare Krishna
  • Profane Das, was zur alltäglichen Welt gehört.
  • Propheten Religiöse Anführer, die aufgrund ihrer Interpretation heiliger Texte eine Gefolgschaft gewinnen
  • Reinkarnation Wiedergeburt der Seele in einem anderen Körper oder in anderer Form. Diesen Glauben findet man vor allem im Hinduismus und bei Buddhisten
  • Religion Glaubensvorstellungen der Mitglieder einer Gemeinschaft, die mit der Verwendung von Symbolen, denen mit Ehrfurcht und Staunen begegnet wird, verknüpft sind, sowie mit Ritualen, die von den Mitgliedern der Gemeinschaft praktiziert werden. Religionen sind nicht unweigerlich mit dem Glauben an übernatürliche Wesen verknüpft.
  • Säkularisierung Ein Prozess des Niedergangs der Bedeutung der Religion. Obwohl die modernen Gesellschaften in zunehmendem Ausmaß säkularisiert wurden, ist es nicht ganz einfach, das Ausmaß dieser Entwicklung zu bestimmen. Mit Säkularisierung kann ein Wandel der Teilnahme an den Aktivitäten religiöser Organisationen (wie etwa des Kirchenbesuchs) gemeint sein, aber auch der politische, soziale und materielle Einfluss religiöser Organisationen sowie das Ausmaß, in dem religiöse Überzeugungen verbreitet sind.
  • Schamane Ein Individuum, dem spezielle, magische Kräfte zugeschrieben werden; ein Zauberer oder Hexer.
  • Sekte Eine religiöse Bewegung, die sich von der Hauptströmung einer Religion abspaltet
  • Theismus Glaube an einen oder mehrerer Götter
  • Totemismus Ein System religiöser Überzeugungen, das bestimmten Tieren oder Pflanzen göttliche Eigenschaften zuschreibt.
  • weltabgewandte Bewegung Eine exklusive religiöse Bewegung, die der umgebenden Welt ablehnend oder feindlich gegenübersteht und das innere religiösen Leben und die spirituelle Reinheit betont.
  • weltzugewandte Bewegung Eine religiöse Bewegung, die bemüht die menschlichen Potentiale ihrer Mitglieder zu stärken, damit diese in der äußeren Welt zu Recht kommen und erfolgreich sin
  • mit der welt versönende Bewegung Eine religiöse Bewegung, die dazu neigt, die Bedeutung des inneren religiösen Lebens gegenüber den äußeren weltlichen Angelegenheiten hervorzuheben
  • Cyberspace Elektronische Netzwerke der Interaktion zwischen Individuen, die verschiedene Computerterminals bedienen, wobei weder der Ort und noch die körperliche Präsenz eine Rolle spielen.
  • globale Dorf Vor allem als Ergebnis der Ausbreitung elektronischer Kommunikation, so McLuhan, wird die Welt einer kleinen Gemeinschaft immer ähnlicher. Zum Beispiel verfolgen Menschen in vielen verschiedenen Teilen der Welt dieselben Neuigkeiten im Fernsehen.
  • HYperrealität Eine Idee, die mit dem französischen Autor Jean Baudrillard verbunden wird. Als Ergebnis der Ausbreitung elektronischer Kommunikationsmittel gibt es nach Baudrillard keine eigenständige „Wirklichkeit“ mehr, auf welche sich Fernsehprogramme und andere kulturelle Produkte beziehen. Das, was wir für „Realität“ halten, wird stattdessen durch eben diese Kommunikationsmittel strukturiert. So beziehen sich etwa die einzelnen Nachrichten nicht auf eine isolierbare Serie von Ereignissen, sondern sie selbst definieren und konstruieren das, was diese Ereignisse sind.
  • Ideologie Gemeinsame Ideen oder Überzeugungen, die die Interessen herrschender Gruppen rechtfertigen. Ideologien finden sich in allen Gesellschaften, in denen systematische und tief verwurzelte Ungleichheiten zwischen verschiedenen Gruppen bestehen. Der Begriff der Ideologie steht in engem Zusammenhang mit jenem der Macht, da ideologische Systeme dazu dienen, die unterschiedliche Macht verschiedener Gruppen zu legitimieren
  • Medienregulierung Der Einsatz von rechtlichen Beschränkungen, um das Eigentum an Medien und den Inhalt von Medien zu kontrollieren
  • Advertisement
  • öffentliche Sphäre bezieht sich auf eine Arena der öffentlichen Debatte und Diskussion in modernen Gesellschaften
  • Simulacrum ist die Nachbildung eines Gegenstandes, für den es kein Original gibt. Ein Haus im „imitierten Tudor“-Stil sieht überhaupt nicht aus wie die ursprünglichen Gebäude im Tudorstil.
  • Sozialkapital Das soziale Wissen und die Verbindungen, die Menschen in die Lage versetzen, ihre Ziele zu erreichen und ihren Einfluss zu vergrößern
  • Telekommunikation Die Übermittlung von Informationen, Tönen oder Bildern über größere Entfernung hinweg mittels technologischer Medien
  • Bürokratie Eine Organisation vom hierarchischen Typ, die die Form einer Autoritätspyramide annimmt. effizienteste Typus der menschlichen Organisation in größerem Maßstab. Wenn Organisationen größer werden, so Weber, dann tendieren sie unvermeidlicherweise dazu, in immer stärkerem Ausmaß bürokratisiert zu werden.
  • Familienkapitalismus Phase der kapitalistischen Entwicklung, die durch Unternehmen charakterisiert ist, die sich im Familienbesitz befinden und von Mitgliedern dieser Familien geleitet werden.
  • Finanzmarktkapitalismus Phase der kapitalistischen Entwicklung, die durch die Dominanz von Aktienbesitz, kurzfristigen Beteiligungen an Unternehmungen, Firmenübernahmen mit dem Ziel der kurzfristigen Erzielung von Gewinnen aus dem eingesetzten Kapital charakterisiert ist. Das Kapital wird vor allem in Finanzprodukte (Derivate, Hedge Fonds u.a.) und viel weniger in die Realwirtschaft gelenkt. Kritiker bezeichnen das auch als Kasinokapitalismus, um deutlich zu machen, dass die Gewinnerwartungen sehr stark von Schwankungen der Aktienbörsen abhängen.
  • Human Resource Management Eine Richtung der Managementtheorie, die die Begeisterung und die Einsatzfreude der Mitarbeiter für den Erfolg der Unternehmen für zentral erachtet. --- Zugänge trachten danach, bei den Beschäftigten das Gefühl zu fördern, sie hätten in das sie beschäftigende Unternehmen und dessen Produkte investiert.
  • Idealtyp Ein „reiner Typ“, der gewonnen wird, indem man bestimmte Merkmale eines sozialen Sachverhaltes isoliert, die nicht unbedingt in der Wirklichkeit realisiert sind. Die Merkmale sind Definitionsmerkmale und nicht unbedingt wünschenswerte Eigenschaften.
  • Institutioneller Kapitalismus Phase der kapitalistischen Entwicklung, in welcher die großen Unternehmen eng miteinander verflochten sind: Manager der einen Firma sitzen in den Aufsichtsräten anderer Firmen, Banken halten Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen und sind ebenso in den Aufsichtsräten vertreten.
  • Internationale Nicht-Regierungsorganisationen (INGO)  Organisationen, die durch Initiative von Einzelpersonen und privaten Organisationen entstanden sind und oft mit sozialen Bewegungen verbunden sind. Beispiele: amnesty international, Greenpeace, ATTAC.
  • Internationale Regierungsorganisationen Organisationen, die aus Verträgen zwischen Nationalstaaten entstanden sind. Beispiele: Weltpostverein, UNO, WTO, NATO.
  • Managerkapitalismus Phase der kapitalistischen Entwicklung, in der Manager (leitende Angestellte) eine entscheidende Rolle bei der Führung der Unternehmen haben und oftmals mehr Einfluss besitzen als die formellen Eigentümer, wie beispielsweise bei jenen Firmen, deren Aktienbesitz breit gestreut ist.
  • Monopol Eine Situation, in der ein Markt von einem einzigen Unternehmen beherrscht wird.
  • Multinationale Konzerne Wirtschaftsunternehmen, deren Aktivitäten sich auf zwei oder mehr Länder erstrecken.
  • Netzwerke Ein System von formellen oder informellen Beziehungen, das eine große Zahl von Individuen (oder Organisationen) miteinander verknüpft
  • Oligopol Eine Situation, in der ein Markt von einigen wenigen Unternehmen beherrscht wird
  • Organisationen Eine große Gruppe von Individuen, die in festgelegten Autoritätsbeziehungen zueinander stehen. In Industriegesellschaften gibt es viele verschiedene Typen der Organisation, die sich auf die meisten Lebensbereiche auswirken. Zwar sind nicht alle Organisationen Bürokratien im technischen Sinn, doch gibt es enge Verbindungen zwischen der Herausbildung von Organisationen und bürokratischen Tendenzen.
  • Rationalisierung Ein von Weber verwendeter Begriff, um den Prozess zu bezeichnen, durch den Formen der präzisen Kalkulation und Organisation, die auf abstrakten Regeln und Verfahren beruhen, in zunehmendem Ausmaß die soziale Welt dominieren.
  • Totale Institution Ein Begriff, der von Erving Goffman eingeführt wurde, und jene sozialen Einrichtungen bezeichnet, wo Insassen gezwungenermaßen (oder auch freiwillig) ihr gesamtes Leben abgeschottet von der sozialen Umwelt und zumeist unter Aufsicht von Personal verbringen. Beispiele: Psychiatrische Klinik, Gefängnis, Kloster, Konzentrationslager, Krankenhaus, Pflegeheim