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IB (Subject) / AP (Lesson)
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- Funktionsweise organisatorischer Routinen 1.Zerlegung einer außenpolitischen Handlungsanforderung in Teilprobleme2.Satisficing-Prinzip3.Inkrementale Lernmethode
- Satisficing-Prinzip, Organisationstheorie Suche nach zufriedenstellenden Handlungsoptionen (satisficing):•Das Kriterium „zufriedenstellend“ orientiert sich an früheren Handlungen der Organisation.
- Inkrementale Lernmethode, Organisationstheorie Inkrementales Lernen der Organisation:•Aus Erfahrung (Feedback-Prozesse aus der Umwelt der Organisation);•Lernen unter Vermeidung radikaler und weitreichender Änderungen (also punktuell und in geringer Abweichung vom bisherigen Handeln).
- Stabilität von Routinen Stabilität von Routinen wird gestützt durch:•Reduktion externer Komplexität und Pfadabhängigkeit•Satisficing-Prinzip, das erlaubt, Routinen längerfristig beizubehalten•Sunk costs (schon getätigte Investitionen in Handlungsfähigkeit)•Organisationskultur (gemeinsame Normen und Wertvorstellungen innerhalb der Organisation)
- Bürokratietheorie, Allison „Die Entscheidungen und Handlungen von Regierungen sind im wesentlichen intra-nationale politische Ergebnisse: Ergebnisse in dem Sinne, daß das, was geschieht, nicht als Lösung für ein Problem gewählt wurde, sondern sich vielmehr aus Kompromiß, Koalition, Wettbewerb und Verwirrung unter den Regierungsbeamten ergibt, welche unterschiedliche Seiten einer Fragestellungen sehen; politisch deshalb, weil die Tätigkeit, aus welcher die Ergebnisse entstehen, am besten als Aushandeln charakterisiert werden kann“ (Allison 1975, 264-265)
- Theoretische Einordnung der Bürokratietheorie Die Analyse von Außenpolitik kann nicht auf der Abstraktion des Staates als einheitlichem und monolithischem Akteur im internationalen System beruhen. Sie muss vielmehr den außenpolitischen Entscheidungsprozess innerhalb eines Staates zum Ausgangspunkt nehmen.
- Pluralistisches Politikverständnis, Bürokratiethorie •Prozessorientierter Ansatz: Die Ausgestaltung des (außenpolitischen) Entscheidungsprozesses hat Auswirkungen auf die Inhalte von (außenpolitischen) Entscheidungen.•Die innerstaatliche Entscheidungsfindung erfolgt als Aushandlungsprozess zwischen einer Vielzahl von Akteuren mit jeweils eigenen Interessen.•A priori ist keine Hierarchie zwischen unterschiedlichen Politikfeldern anzunehmen.
- Ökonomische Bürokratietheorie •Konzeption rationaler, Nutzen maximierender Repräsentanten bürokratischer Organisationen•Bürokratie ist nicht bloß passiver und neutraler „Agent“ politischer „Prinzipale“
- Methodologischer Individualismus:, Bürokatietheorie Individuelle Inhaber bürokratischer Positionen innerhalb einer Exekutive, die ihrer bürokratischen Kompetenzen und Ressourcen wegen an den Verhandlungen teilnehmen.
- Konzept der action channels: Die bürokratische Zuordnung von Positionen, Zuständigkeiten und Kompetenzen im außenpolitischen Entscheidungsprozess ist entscheidend dafür, welche Individuen als Teilnehmer im intragouvernementalen Aushandlungsprozess zu berücksichtigen sind.
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- „Where you stand depends on where you sit“! Die Kenntnis der bürokratischen Position eines Akteurs erlaubt Rückschlüsse auf dessen inhaltliche Standpunkte. Wie wird das theoretisch begründet?1. Homo Bureaucratius2. Primäre Organisationsinteressen
- Homo Bureaucraticus: Inhaber bürokratischer Positionen richten ihre außenpolitischen Entscheidungen auf die Maximierung des Interesses ihrer Organisation aus. Dieser Zu-sammenhang vermittelt sich über drei Kausal-mechanismen:•Eigeninteresse an beruflichem Aufstieg und Einkommen•Sozialisationsprozesse•Selektive Rekrutierungspraxis
- Primäres Organisationsiinteresse, Bürokratietheorie Primäres Organisationsinteresse: Sicherung ihrer Existenz und Stärkung ihrer relativen Stellung innerhalb der Exekutive.•Fähigkeit der effektiven Funktionserfüllung und Verteidigung eigener Zuständigkeiten, besonders im Bereich der sog. Organisationsessenz•Autonome Verfügungsgewalt über ein großes Budget
- Bedingungsfaktoren für Erklärungskraft des bürokratietheoretischen Ansatzes Ansatzes: a) bread-and-butter Themenb) Organisationen mit klar spezifiziertem Aufgabenbereich
- Bürokratische Position u. relativer Einfluss •Die politische Macht innerhalb der Exekutive ist nicht auf einen Akteur konzentriert, sondern über mehrere Akteure verteilt. Außenpolitik entsteht nicht qua Befehl und Gefolgschaft, sondern als Resultat regierungs-interner Verhandlungen.•Die Ergebnisse dieser Verhandlungsprozesse sind durch die Verteilung von Verhandlungsmacht bedingt. Quellen von Verhandlungsmacht:•Institutionelle Regeln der Entscheidungsfindung: agenda setting-Macht, Zuteilung von Stimmrechten, formale Zuständigkeit für Implementierung•Bürokratischer Zugriff auf Verwaltungsapparat: fachliche Expertise, Informationsvorsprung, materielle Ressourcen
- Principal-Agent-Argumentation, Bürokratietheorie : Trotz der formalen Hierarchien in Exekutiven besteht nur eine begrenzte Möglichkeit der hierarchischen Kontrolle und Steuerung:•Informationsvorsprung des Agenten•Kontroll- und Sanktionskosten für den Prinzipal
- Kritik Bürokatietheorie Kritik: Der Ansatz unterschätzt die Bedeutung formaler Hierarchien. Insbesondere dem formalen Letztentscheider wird zu geringe Aufmerksamkeit gewidmet.