102

Literaturwissenschaft (Subject) / Einführung in die Liwi (Lesson)

Germanistik Erstes Fachsemester, Wiegandt

This lesson was created by Vonni.

Learn lesson

  • Morph realisiertes, konkretes Morphem, z.B. gesprochenes "ein" auf der Ebene der Parole kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache
  • Morphem Grundeinheit der Morphologie; kleinste bedeutungstragende Einheit; im Unterschied zum Morph klassifiziert lexikalisches Morphem (auch: Grund-, Wurzel-, Basis-, Stamm-, Kernmorphem): Träger des begrifflichen Kerns der Wortbedeutung, i. d. R. frei, wortfähig ( z. B. haus) grammatisches Morphem: Träger grammatischer Bedeutungen/Beziehungen, i. d. R. gebunden; auch Oberbegriff für Flexions- und Wortbildungsmorphem Flexionsmorphem: dient der Bildung von Wortformen und zeigt grammatische Kategorien an (z. B. -er in Kinder, Nom., Gen., Akk. Plur.) Wortbildungsmorphem: dient in Verbindung mit lexikalischen Morphemen durch Hinzufügung abstrakter, verallgemeinerter Bedeutung der Bildung neuer Wörter (z. B. un-, -lich, -ung) unikales Morphem: ein lexikalisches Morphem, das nur in Kombination mit einem anderen Morphem auftritt und allein keine Bedeutung mehr hat (z. B. Him in Himbeere, gess in vergessen) diskontinuierliches Morphem: Zusammenwirken mehrerer, von anderen Morphemen unterbrochener Morpheme bei der Bildung von Flexionsformen oder in der Wortbildung (z. B. ge-/-t bei gefragt, be-/-t bei bebrillt, Ge-/-e bei Gebirge) zusammengezogenes Morphem (auch: Schachtel-, Portmanteaumorphem, Amalgam): Verschmelzen von Morphemen zweier verschiedener Wörter zu einer neuen Wortform (z. B. in + das zu ins) Nullmorphem: ein "stummes" Morphem, das phonetisch nicht realisiert wird (z. B. in der Pluralform die Lehrer-Ø, in der Imperativform frag-Ø [mich nicht])