8
20. VT-Modelle zur Symptomentstehung (Subject) / 20.1 Respondentes Lernen- KLASSISCHE KONDITIONIERUNG (Lesson)
- Klassische Konditionierung (Pawlow, 1927) Ursprüngliche neutrale Reize werden zum Auslöser von Reaktionen vorausgehende Reizmerkmale => problematische Verhalten (= S-Variable bei SORKC) (respondentem = von einem Reiz augelöstes Verhalten)
- Schematischer Ablauf einer klassischen Konditionierung NS: Neutraler Stimulus (Glockenton) OR: Orientierungsreaktion (Ohren aufstellen, Herfrequenz) UCS: Unkonditionierter Stimulus (Futterpulver) UCR: Unkonditionierte Reaktion (Speichelfluss) NS > CS: Konditionierter Stimulus (Glockenton) UCR > CR: Konditionierte Rektion (Speichelfluss) Löschphase: CS (Glocke) wird ohne dem UCS (Futter) dargeboten => ein unerwünschtes Verhalten kann demnach unterbunden werden, wenn die Bekräftigung für dieses Verhalten gelöscht wird. Das CS büßt dabei den Signalcharakter ein, es ist aber kein Vergessensprozess. Spontanerholung meint, dass bei nochmaliger Darbietung des CS die zuvor gelöschte Reaktion wieder auftritt, nur geringer.
- Kontiguität es muss eine räumliche und zeitliche Nähe zwischen NS und UCS geben (300 bis 700 Millisekunden)
- Kontingenz = Informationsgehalt, den ein neutraler Stimulus über das Auftreten eines unkonditionierten Stimulus liefert. Die Zuverlässigkeit ist entscheidend über die Stabilität des Lerneffektes
- Preparedness-Konzept nach Seligmann (1970) es gibt biologische Prädispositionen: auf bestimmte Reize lässt sich besonders leicht eine konditionierte Reaktion entwickeln (eher Angst vor Spinne als vor Steckdose), wegen phylogenetischer Bedeutsamkeit. => Nicht alle situativen Stimuli sind gleichermaßen als Konditionierter Stimulus geeignet.
- Reizgeneralisation und Reizdiskrimination Reize, die dem CS ähnlich sind, können durch G. auch zu Auslösern der CR werden Reizgeneralisation: Angst vor Ratten lässt sich auch auf Kaninchen ausweiten Komplementär: Eine bedingte Reaktion darf nur duch einen genau definierten Reiz ausgelöst werden, nicht aber von einem ihm ähnlichen. => Diskriminationslernen: Anbieten von 2 ählichen Reizen (Futter bei Quadrat und nicht bei Rechteck) => Lernen das eine vom anderen zu unterscheiden. => Soziales Kompetenztraining: "Rechte durchsetzen" unterscheiden von "um einen Gefallen bitten" und unterschiedlich vorzugehen.
- Gegenkonditionierung (Konditionieren höherer Ordnung) systematisches Desensibilisieren. klassisches Konditionieren + weitere Kondition mit einem anderen, unvereinbaren Reiz => verlernen der klassischen Kondition: CR 1 wird durch gegenteiliges CR 2 ersetzt. Entspannt statt panisch auf Spinne zu reagieren. Metronom + Futter = Speichel Metronom => Speichel (Kond. 1.Ordnung) Schwarzes Quadrat + Metronom => Speichel Schwarzes Quadrat => Speichel (Kond. 2. Ordnung) =>> Verhaltensweisen werden durch alle möglichen Reize kontrollierbar, sobals sie mit einem anderen bereits wirksamen Reiz gekoppelt werden.
- "Der kleine Albert" (Watson und Rainer, 1920) Menschenversuch, der zeigte, dass Reize auch an emotional-motivationalen Reizen koppeln lassen können. Ratte + Lärm => Schock =>>aversives Erleben wurde auf Ratte übertragen.
Advertisement