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Psychologie (Subject) / Klinische 2 7 (Lesson)

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  • Was kennzeichnet bipolare Störungen? Erstmanifestation in jungen Erwachsenenalter treten oft lebenslang auf in fast der Hälfte der Lebenszeit treten Symptome auf:- 53 % asymptomatisch- 32 % depressive Episoden- 9 % manische/hypomanische Episoden- 6 % gemischte Episoden Episoden in Abfolge nicht wirklich vorhersehbar depressive Zustände am häufigsten nur 30 % der Erkrankten sind in Behandlung:- korrekt diagnostiziert: 20 %- als unipolar depressive fehldiagnostiziert: 31 %- nicht diagnostiziert: 49 % Suizid bei 4-5 unbehandelten Erkrankten eine der am stärksten durch genetische Faktoren mitbestimmte psych. Störung (Erblichkeitsfaktor = 70%)
  • Wie lauten Diagnosekriterien der Manie? gesteigerte Gesprächigkeit vermindertes Schlafbedürfnis erhöhte Ablenkbarkeit überhöhte Selbsteinschätzung o. Größenideen übermäßige Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten, die unangenehme Konsequenzen haben Ideenflucht o. subjektives Gefühl von Gedankenrasen Veränderung der Lebensführung deutliche Beeinträchtigung im psychosozialen Funktionsniveau
  • Wie lauten Diagnosekriterien der Hypomanie? gesteigerte Aktivität o. motorische Ruhelosigkeit gesteigerte Gesprächigkeit vermindertes Schlafbedürfnis erhöhte Ablenkbarkeit überhöhte Selbsteinschätzung o. Größenideen übermäßige Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten, die unangenehme Konsequenzen haben Ideenflucht o. subjektives Gefühl von Gedankenrasen Veränderung der Lebensführung
  • Wie unterscheiden sich Hypomanie + Manie? Hypomanie·       leicht ausgeprägte Symptome ·       geringfügige bis leichte Beeinträchtigungen ·       geringfügig bis leicht beeinträchtigte Urteilsfähigkeit ·       spricht gewöhnlich auf ambulante Behandlung an ·       Schlafregulierung u./o. Benzodiazepine können Episode manchmal beenden Manie·       schwer ausgeprägte Symptome ·       schwere Beeinträchtigungen ·       schwer beeinträchtigte Urteilsfähigkeit ·       psychotische Symptome ·       häufig stationäre Behandlung erforderlich ·       Akuttherapie mit Stimmungsstabilisierern u./o. Antipsychotikum erforderlich
  • Welche Gehirnsysteme sind an bipolaren Störungen beteiligt? Neuroanatomie: präfrontaler Kortex → exekutive Funktionen Basalganglien (Nucleus caudatus, Putamen, Pallidum) → Belohnungssystem Amygdala: vergrössertes Volumen Neurotransmittersystem: dopaminerges System→ Dopaminagonisten & L-Dopa lösen bei bipolaren Patienten manische Episoden aus
  • Wie lauten Faktoren für einen ungünstigen Verlauf bipolarer Störungen? ·       junges Ersterkrankungsalter ·       weibliches Geschlecht ·       gemischte Episoden ·       schneller Phasenwechsel (rapid cycling) ·       psychotische Symptome ·       schwerwiegende Lebensereignisse ·       unzureichendes Ansprechen auf Therapie
  • Wie lauten Faktoren für einen chronischen Verlauf bipolarer Störungen? ·       häufige Episoden ·       prämorbide Persönlichkeitsmerkmale mit inadäquaten Coping-Strategien ·       unzureichendes Ansprechen auf Therapie ·       schlechte Umsetzung v. Therapiemaßnahmen (Compliance) ·       komorbider Substanzmissbrauch ·       Komorbidität mit anderen psych. + somatischen Erkrankungen
  • Welchen Einfluss haben Lebensereignisse auf bipolare Störungen? negative Ereignisse haben keinen Erklärwert für manische Episode, aber für depressive positive Ereignisse haben Erklärwert für manische Episoden → Fazit: wenige neg. + pos. Lebensereignisse = gesund
  • Was besagt die soz. Zeitgeberhypothese? ·       Lebensereignisse verändern soz. Zeitgeber (Mahlzeiten, Bettgehzeiten, Freizeit, etc.) ·       Unterbrechung dieser soz. Rhythmen beeinflusst biologische Rhythmen → verantwortlich für Auslösen v. affektiven Episoden ·       Studie: je weniger Termine eingehalten werden, desto wahrscheinlicher tritt neue affektive Episode ein
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