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Vertiefung Klinische Psychologie (Subject) / Klinische (Lesson)

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  • Schema lernen zur Etablierung von Zwangsgedanken und Co. S. Folien
  • Sinn von Psychopharmakotherapie bei Zwängen * Durchbrechen des "Teufelskreislaufs" * Hilfe bei (schwerer zugänglichen) "Zwangsgedanken" * Hilfen bei Neulernen und Speicherung neuer Erfahrungen * entsprechende neurobiologische Effekte sollten nachweisbar sein und mit Outcome korrelieren
  • 5 Phasen der kognitive Verhaltenstherapie bei Zwängen 1. Vorbereitungsphase (1-5 Stunde) - Aufbau der therapeutischen Beziehung - Ziel- und Motivationsanalyse - Verhaltensanalyse - kognitive Vorbereitung der Expositionstherapie 2. Expositiojnsphase (6-13 Stunde) - Expositionsübungen mit Reaktionsmanagement 3. kognitive Umstrukturierung (14-17 Stunde) - Selbstmanagement - Bearbeitung dysfunktionaler Annahmen 4. Bearbeitung aufrechterhaltender Bedingungen (18-22 Stunde) 5. Beendigung der Therapie (23-24 Stunde)
  • Nach welchem Prinzip funktioniert die Aufrechterhaltung der Zwangssymptomatik * Stimulus - Reaktion - Konsequenz - Direkt      Emotional         kurzfristig - Indirekt   Physiologisch    langfristig                 Kognitiv                  Motorisch
  • Zwangsstörungen: Was ist eine Situationshierarchie * Situationshierarchie der Zwänge kann aufgestellt werden * Skala von 0 bis 100 (ganz schlimm), wie schlimm ist was
  • Schema für Zwangsgedanken (Folie 17) S. Folie
  • Zwangstypische dysfunktionale Kognitionen * Übersteigerte Wahrnehmung eigener Verantwortung * Überschätzung von Gefahr * Überbewertung der eigenen Gedanken * Notwendigkeit von Gedankenkontrolle * Hohe Unsicherheitsintoleranz * Perfektionismus
  • Therapie von Zwangsgedanken nach Schwartz 1. Neu benennen - Identifikation von Zwangsgedanken - Zwangsgedanken als Störung anerkennen/bennen. Attribution 2. Neu zuordnen - Psychologisches Erklärungsmodell - Ich kann Gedanken nicht abstellen, aber Reaktion darauf verändern - Brain vs. Mind 3. Neu einstellen - Verhaltensmodifikation - Emotionale Neubewertung (Gedanke != Handlung) - Expositionsübungen 4. Neu bewerten - Zwangsgedanken = "falsche Botschaften des Gehirns" - Bearbeitung aufrechterhaltender Problembereiche (Funktionalität)
  • Expositionstraining bei Zwangsgedanken * Vermittlung des Expositionstrainings mit Reaktionsverhinderung * Willkürliches Hervorrufen von Zwangsgedanken (Imagination) * Wiederholtes Aufschreiben der Zwangsgedanken * Abhören eines Endlosbandes, das Patient selbst mit Gedanken besprochen hat
  • Differential-Therapie bei Zwängen * Zwangshandlungen --> Multimodale Verhaltenstherapie * zwangsgedanken > Zwangshandlungen --> Multimodale Verhaltenstherapie + SSRI * Zwangsstörung + Depression --> SSRI + Multimodale Verhaltenstherapie * Zwangsstörung + Tic/Tourette-Störung --> Neuroleptika + MMVT + SSRI
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  • Welche neurobiologischen Veränderungen bei Zwangsstörungen treten unter Psychotherapie auf? * Primär im Anterioren Cingulum über allgemeine Entscheidungsfunktionen * Orbitofrontaler Cortex durch Antizipation und Bewertung von Handlungs- Konsequenzen * neuronale Aktivität in der fronto-striato-thalamischen Regelschleife * Glutamat im ACC --> korreliert mit Abnahme der Zwangssymptomatik * Glutamatkonzentration im OFC hat prädiktiven Wert für Behandlungserfg.
  • Schema der fronto-striato-thalamischen Regelschleife von KVT Respondern lernen S. Folien
  • Symptomatik manischer Episoden: * Dauer >= 1 Woche * Euphorie / Reizbarkeit * Energieüberschuss * geringes Schlafbedürfnis * Selbstwert erhöht * Psychomotorik gesteigert * Ablenkbarkeit * Verhaltensexzesse
  • Symptomatik depressiver Episoden * Dauer >= 2 Wochen * Niedergeschlagenheit * Anhedonie * Schlaf- und Appetitprobleme * Interesseverlust * Antriebsmangel, Motorik reduziert * Geringer Selbstwert * Schuldgefühle * Suizidalität, Pessimismus
  • Schwellenmodell für manische depressive Episoden * Normalzustand in der Mitte * Aktuelle Bedingungen/Lebensereignisse interagieren mit * Hintergrundsfaktoren (Veranlagung, Jahreszeitlichen Schwankungen) * führen zu Ausschlägen, ab bestimmter Grenze kommt es zu Episoden * Depression meist nach Manie
  • Unterschied Bipolar I vs II * Bipolar 1 mehr gesunde Zeit, ausgeprägtere manische Episoden * Bipolar 2 wenig manisch/gemixte Zeit, viel depressive Stimmung
  • Bedingungen für negative Prognose bei Bipolarer Störung? * Hohe Episodenfrequenz * Schizoaffektive o. psychotische Episoden * polyphasische Episoden * gemischte Episoden * Alkohol- oder Drogenmissbrauch * kritische Lebensereignisse, Stress * instabiler Lebensrhythmus * wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus * Unzureichende Psycho- und Pharmakotherapie (Non-Compliance) --> Psychotherapie kann Einfluss auf die letzten 5 Faktoren haben
  • Worauf liegt das Hauptaugenmerk von Psychotherapie bei Bipolaren Störungen? * Erhaltungstherapie * Prophylaxe
  • Welche vier Psychotherapien werden bei bipolaren affektiven Störungen durchgeführt? * Interpersonal Social Rhythm Therapy (IPSRT) * Family Focused Behavior Therapy (FFT) * Cognitive Behavioural Therapy (CbT) * Psychoeducational Therapy (PET)
  • Auf welche Aspekte konzentrieren sich die Therapien von Bipolarer Störung? * Krankheitskonzept * Behandlungscompliance * Erleben von Stress * Copingressourcen * Lifestyle
  • Phasen kognitiver Verhaltenstherapie bei Bipolarer Störung 1. Motivation und Information (Psychoedukation) --> Symptome kennen 2. Verhaltensanalyse und Aufbau eines "Frühwarnsystem" 3. Verhalten und Denken in der Depression und in der Manie 4. Problemlöseverhalten, Soziale- und Kommunikationsfertigkeiten
  • Effektivität von Psychotherapie bei bipolaren Störungen Meta-Analysen in großen Studien: * Größter Effekt für KVT und FVT (.41-.46), mittel insgesamt: .37 * 9 Studien: Effekt für Rückfälle: .54, 40% Reduktion des Rückfallrisikos 5 Year outcome * PET 20% ohne Rückfall/Episode * vor allem Reduktion von Manie und Hypomanien
  • Generelles Fazit von Psychotherapie bei bipolaren Störungen * erzielt mittlere, doch deutliche Effekte * reduziert Hospitalisierungsrate * reduziert Rückfallraten * führt zu besserer sozialen Anpassung * verbessert Medikamenten Compliance * reduziert Varianz der Symptomatik über Zeit * lässt Patienten in akuter Depression diese Episode schneller überwinden * verändert in Manie-Werten wenig, doch scheint die Entwicklung einer Manie zu verzögern (verhindern?)