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Psychologie (Subject) / 03400 - Einführung in die Psychologie und Ihre Geschichte (Lesson)

FUH Modul 1

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  • Skizzieren Sie bitte den Grundgedanken der Attributionsforschung. Fritz Heider entwickelte die Attributionsforschung. Der Grundgedanke der Attributionsforschung ist, dass Personen Ereignisse in ihrer Umwelt als verursacht erleben (Bei Beobachtung der Handlungen einer anderen Person sucht der Beobachter nach Erklärungen wie Handlungsabsichten, aber auch nach Faktoren wie Begabung, Anstrengung, Fleiß usw). Attributionen sind zudem handlungsrelevant.
  • Das kognitionswissenschaftliche Paradigma Was ist mit "Computer-Metapher" gemeint? In der Computer-Metapher entspricht das Gehirn der Hardware und der Geist der Software eines Computers.Wo im Computer Algorithmen auf Datenstrukturen angewendet werden, verarbeiten im menschlichen Gehirn computationale (verarbeitende oder Berechnungs-) Prozesse die mentalen Repräsentationen. Das Denken entspricht somit einem aktiven Computerprogramm.Frühere Metaphern:der Mensch als Maschine, "Räderwerk der Seele" (Descartes)Vergleiche mit Telefon und Radio (Ende des 19., Anfang des 20. Jhdts.)das kybernetische Modell (Miller, Galanter, Pribram)
  • Was wird als "Kognitive Wende" in der Psychologie bezeichnet? In den 50ziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts wurde eine kognitive Wende in der Psychologie eingeleitet, die teilweise als Gegenbewegung zum radikal-behavioristischen S-R-Ansatz entstand, der interne, mentale Prozesse als Untersuchungsgegenstand der wissenschaftlichen vollkommen ausblendete. Damit verbunden waren jedoch einige Erklärungsprobleme (z.B. das Erlernen von Sprache). Im kognitionswissenschaftlichen Paradigma wird das Interne, Mentale berücksichtigt und der Mensch als informationsverarbeitendes System konzipiert. D.h. neben Input und Output wird nun auch der Throughput berücksichtigt (S-O-R-Ansatz.)
  • "Kognition" ist ein Sammelbegriff wofür? Kognition bezeichnet die Gesamtheit der informationsverarbeitenden Prozesse und Strukturen eines intelligenten Systems, unabhängig vom materiellen Substrat. ...für alle Prozesse, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen, quasi für alle "geistigen" Aktivitäten
  • Worum geht's im Turing-Test und was besagt das Turing-Kriterium? Im Turing-Test geht es um die Entscheidung der Frage, wann ein Computer als intelligent gelten kann. Das Turing-Kriterium besagt, dass ein Computer dann als intelligent bezeichnet werden kann, wenn ein Mensch, der vor dem Computer sitzt und über die Tastatur mit dem Computer spricht, nicht mehr entscheiden kann, ob jetzt derjenige, der im Dialog antwortet, ein Computerprogramm oder ein realer Mensch ist.
  • Welche Disziplinen sind an der "Interdisziplin" Kognitionswissenschaft beteiligt? Nach dem "kognitiven Sechseck" (Bara, 1995) sind folgende Disziplinen beteiligt: PhilosphiePsychologieInformatik (Künstliche Intelligenz)LinguistikKognitive AntropologieNeurowissenschaften
  • Was hat es mit dem "Chinesisches-Zimmer-Argument" auf sich? Das "Chinesische-Zimmer Argument" stammt von John R. Searle und ist die Kritik am Turing Test. Man soll sich vorstellen, eine Person sitzt allein in einem Zimmer in dem chinesische Textzeilen/Geschichten liegen. Die Person kann chinesisch weder schreiben noch sprechen. Durch einen Schlitz bekommt die Person nun Fragen zu der Geschichte und ein "Handbuch" in seiner Muttersprache in dem Regeln zum chinesischen verstehen und schreiben enthalten sind.Die Person kann nun zu den Fragen eine Antwort auf Chinesisch verfassen indem sie den Anweisungen im Handbuch folgt. Verstehen kann die Person die Antwortzeilen die sie durch den Schlitz zurück schiebt nicht.Searle argumentiert anhand dieses Gedankenexperiments, dass ein Programm, das den Turing-Test besteht dadurch nicht zwangsläufig auch intelligent ist, es erscheint nur intelligent. Der Mensch/der Computer kann allein aufgrund von Zuordungsregeln richtig antworten bzw. erkennen worum es eigentlich geht.Der Turing Test sagt demnach nichts über die Intelligenz aus.
  • Welche Erkenntnisziele hat die Kognitive Psychologie? Die Kognitive Psychologie beschäftigt sich mit der Frage Wie der Geist funktioniert. Weitere wichtige Fragestellungen sind: - "Warum zeigen Menschen intelligentes Verhalten?“. --> es geht dabei nicht unbedingt um akademische Intelligenz bzw. Intelligenz im Sinne eines IQ-Test, sondern um Fragen wie:- Warum gelingt es Menschen, Treppenstufen auch im Dunkeln wahrzunehmen? - Das Verstehen von alltäglichen Ereignissen (z.B. Diebstahl, Autounfall)- Das Erinnern von Ereignissen des Vortages- Aufmerksamkeit aufrechterhalten in Gesprächen usw. ⇒ Haben kognitive Psychologen/innen ein neurokognitives Interesse, interessieren sie sich auch dafür, wie unser Gehirn die o.g. Leistungen zustande bringt.
  • Wer oder was ist "CRUM"? CRUM (Computational-Representational Understandig of Mind), Thagard,1999- bezeichnet die allgemeinste und grundlegendste Hypothese der Kognitionswissenschaft- mentale Prozesse (insbes. Denken) werden analog zu aktiven Computerprogrammen konzipiert ->Computer-Metapher: Datenstrukturen + Algorithmen = aktive Programme, dem entspricht im Geist/Gehirn:mentale Repräsentationen + computationale Prozesse = DenkenStrick-Metapher" überlegt: Wolle + Strickmuster = Pullover)CRUM will die Frage, warum Menschen ein bestimmtes intelligentes Verhalten zeigen, mit folgendem Erklärungsmuster beantworten:- Menschen haben mentale Repräsentationen- Menschen wenden algorithmische Verfahren an, die mit diesen Repräsentationen arbeiten- Das Verfahren, angewendet auf die Repräsentationen, produziert das Verhalten (Repräsentationen + Verfahren = Verhalten)
  • Was ist ein zentrales theoretisches Konstrukt der kognitiven Psychologie zur Repräsentation von Wissen? Schema Konzept ( Neisser, 1976) Schemata sind abstrahierte Wissensstrukturen (werden erlernt) (vgl Kino Schema, Restaurant Schema, Uni Schema... man ,weiss‘ wie der ,Ablauf‘ ist...) Schemata werden durch passende Umweltreize aktiviert (bottom up), nachfolgende Informationen werden dann vor dem Hintergrund der gerade aktiven Schemata interpretiert und ergänzt (top down)
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  • Aus welchen zwei Prozessen setzt sich Informationsverarbeitung zusammen? Die aktuelle Verarbeitung von Informationen kann als Ineinandergreifen von Top-Down- und Bottom-up-Prozessen beschrieben werden.Bei der Top-Down-Verarbeitung beeinflussen höhere mentale Prozesse, wie wir Objekte und Ereignisse verstehen, sie beteiligt unsere Erfahrungen, unser Wissen, unsere Motive und den kulturellen Hintergrund an der Wahrnehmung der Welt. Außerdem beeinflussen unsere Erwartungen die Wahrnehmung.Top-Down Prozesse interpretieren einströmende Informationen und versehen sie mit Sinn.Bottom-up-Prozesse laufen bei einer reiz-bzw. datengestützten Informationsverarbeitung ab. Sie sind in der empirischen Realität verankert und beschäftigen sich mit Informationsbestandteilen und der Transformation konkreter, physikalischer Reizmerkmale in abstrakte Repräsentationen. Diese Art der Verarbeitung wird auch als datengestützte Verarbeitung bezeichnet, da der Ausgangspunkt der Identifikation in der sensorischen Evidenz, die wir aus der Umwelt erhalten - den Daten - liegt (vgl. Beispiel:Top-Down: an einem Sommertag ziehen mittags dunkle Wolken auf: die Erfahrung sagt uns, dass ein Gewitter bevorsteht und wir die Wäsche reinholen sollten, die draußen trocknet, bevor es regnet - vgl. Deduktives Schließen- vom Abstrakten zum BesonderenBottom-up:wir sitzen an diesem Sommertag draußen, es beginnt zu regnen, die Wäsche wird nass, wir räumen sie schnell rein (da geht es dann wohl wieder in eine Top-Down-Verarbeitung über: das Wissen, dass die Wäsche nass wird, wenn sie im Regen hängt) - vgl. induktives Schließen vom Besonderen zum Abstrakten (nunja, dafür ist das Beispiel wohl nicht ganz so passend)
  • Grenzen Sie symbolorientierte und konnektionistische Modelle voneinander ab. Wenn ich ein Phänomen, klein, braun auf Waldboden erlebe symbolorientierte Repräsentation der Schwerpunkt liegt darauf, die Information auf den abrufbaren Schemata im (Langzeit)Gedächtnis entsprechenden Symbole in der entsprechender Situation schnell abzurufen. Das klappt gut durch Kategorien und Hierarchien sowie und durch "logisches lineares denken = "matching", um zur Erkenntnis zu kommen. Informationsverarbeitung über das Modell der symbolische Repräsentation - nacheinander aufeinander bezogen sozusagen: klein, braun, Maus Ratte...Die Schemata werden ergänzt und erweitert, das Gedächtnis wird größer. konnektionistischen Repräsentation; da entsteht die mentale Repräsentation zunächst erst einmal durch - die gleichzeitige Aktivierung der Knoten (Neuronenfeuer, was ist das denn hier???...) Die Informationsverarbeitung/Erregung läuft sofort auf Hochtouren über das neuronale Netzwerk und alles wird gleichzeitig im Hirn "abgesucht nach Bekanntem, was sich hier mit dem Input verbinden lässt und gefunden werden die Puzzlesteine in allen Ecken des Gehirns eher gleichzeitig. Das Wissen steckt sozusagen in den neuronalen Verbindungen selber und wird bei entsprechendem Input blitzartig zur mentaler Repräsentation "zusammengesetzt" und Verknüpfungen/neuronalen Verbindungen können auch dabei modifiziert werden. Dabei wird dann unser Gedächtnis dann auch größer.
  • Welchem Modell ist die schemagesteuerte Informationsverarbeitung zuzuordnen? Dem symbolorientierten Modell > mentale Repräsentationen durch Symbolstrukturen, Wörter , Sachverhalte
  • Worauf verweist der Begriff "Konstruktivismus"? Menschen bilden mit ihren Wahrnehmungen die Welt nicht nur einfach ab, sie "konstruieren" sich ihre Welt.
  • Was bedeutet die Metapher vom Mensch als Wissenschaftler in Kellys Ansatz? Gewöhnliche Menschen sind wie Wissenschaftler zu verstehen, sie nutzen das gleiche "Tool" um die Welt und was um sie herum passiert zu erklären . Sie haben Konstrukte ihrer Realität erschaffen so  wie Wissenschaftler ihre Theorien/Hypothesen aufstellen. Sie haben Hoffnungen und Erwartungen, die den Hypothesen der Wissenschaftler entsprechen. Sie ändern auch ihr Verhalten, um diese Erwartungen zu testen, wie bei den Experimenten der Wissenschaftler. Auf der Basis ihrer eigenen Erfahrungen verbessern sie ihr Verständnis der Realität und lernen so die Welt und sich kennen
  • Wie bezeichnet Kelly seine erkenntnis- bzw. wissenschaftstheoretische Position? Kellys erkenntnistheoretische Position wird als konstruktiver Alternativismus bezeichnet und steht damit im Gegensatz zum (naiven) Realismus.Das bedeutet, dass die Realität nur durch unsere menschliche "Brille" erkannt und interpretiert werden kann und damit eine absolute Wahrheit (s. Realismus) nicht möglich ist; wir haben nur alternative Interpretationen für Phänomene, zwischen denen wir wählen müssen.
  • Wichtige Vertreter des Radikalen Konstruktivismus? Ernst von Glasersfeld (1917 - 2010) - gilt als einer der Begründer des Radikalen Konstruktivismus Heinz von Förster - Mitbegründer des radikalen Konstrukitvismus Hermann Haken (Begründer des interdisziplinären Forschungsgebiets der Synergetik) Niklas Luhmann ( Soziologie) Ilya Prigogine (1917-2003), Chemiker und Nobelpreisträger, entwickelte eine Theorie der dissipativen Strukturen
  • Skizzieren Sie die erkenntnistheoretische Position des Radikalen Konstruktivismus. Der rad. Konstuktivismus ist eine Gegenposition zu naiven Realismus.Unsere Wirklichkeit wird von uns konstruiert und nicht etwa der Natur "abgelauscht" oder sonstwie direkt von ermittelten Daten erschlossen.„Wirklichkeit wird nicht GEfunden sondern ERfunden“ (v. Glaserfeld, 1997)
  • Zentrale Begriffe im radikalen Konstruktivismus! Wirklichkeit wird nicht gefunden, sondern erfunden Wir Menschen als selbstorganisierende Systeme werden von innen und nicht von außen determiniert = selbstreferentiell (durch das Netzwerk unserer eigenen, inneren Komponenten) Wir besitzen eine eigene Ordnungsbildung = Selbstorganisation Wir besitzen eine weitgehende Autonomie gegenüber der Umwelt. Viabilität: Die Wirklichkeitskonstruktion muss passen (brauchbar sein) Selbstreferenz (Systeme nehmen auf sich selbst Bezug) Operationale Geschlossenheit
  • Nennen Sie einige Vertreter des Sozialen Konstruktivismus. Kenneth Gergen > Social psychology as history 1973 Berger und Luckmann > The social construction or reality 1966 Rom Harré Hubertus Herrmann Hans Westmeyer Bochumer Arbeitsgruppe für sozialen Konstruktivismus Kurt Danziger > Inquiries in Social Construction
  • Wie könnte ein grundlegendes Axiom des Sozialen Konstruktivismus lauten? Wissen über uns Selbst und die Welt ist Resultat sozialer Austausch- und Aushandlungsprozesse.
  • Was bedeuten "Anti-Realismus" und "Relativismus" im Zusammenhang mit dem Sozialen Konstruktivismus? Antirealismus:Unser Wissen von der Welt wird nicht durch unsere objektiv ermittelten Kenntnisse von dieser Welt legitimiert. Alles, was wir wissen können, wird im Austausch mit anderen Menschen konstruiert.Es gibt zwar eine Welt außer uns, das wird nicht bestritten, aber ein ungefilterten Zugang zu ihr ist nicht möglich.Relativismus:Das Wissen, das wir erwerben können, ist von vielen externen Faktoren abhängig, z.B. die Kultur, der geschichtliche und soziale Kontext.Es gibt also kein absolutes Wissen von etwas, sondern immer nur ein Wissen, das seine Gültigkeit in einem bestimmten Kontext besitzt.
  • Wie fasst Gergen die Rolle der Sprache im Sozialen Konstruktivismus zusammen? Begriffe werden nicht von den Objekten selbst diktiert; sie sind soziale Artefakte; Beschreibungen von Welt und Selbst werden nicht wegen objektiver Gültigkeit sondern durch soziale Prozesse aufrecht erhalten; die Bedeutung von Sprache wird durch soziale Gemeinschaften festgelegt (Sprachspiele)
  • Diskutieren Sie die Aussage: "Der Soziale Konstruktivismus ist methodenfeindlich". stimmt so nicht, er ist eher methodenkritisch. Er zeichnet sich aus durch eine relativistische Haltung gegenüber eingesetzten Methoden. Akzeptiert werden viele Methoden, die allerdings berücksichtigen müssen, dass ihre Ergebnisse keinen Wirklichkeitsanspruch formulieren dürfen. Damit soll der Weg geebnet werden für alternative Sichtweisen und Interpretationen, alle generalisierenden Prinzipien ziehen den kritischen Blick der soz. Konstruktivisten auf sich.
  • Geben Sie ein Beispiel für die sozialkonstruktivistische Sicht, dass auch wissenschaftliches Wissen von sozialen Konventionen abhängig ist. Ein Beispiel könnte hier sein, dass im Allgemeinen wissenschaftliche Forschung immer nur dem jeweiligen Zeitgeist und den jeweils vorherrschenden sozialen Konventionen gemäß weitergeführt wird. Eine soziale Konvention, also Beispielsweise die Einstellung einer Gesellschaft zum Thema Klonen von Menschen aus moralischer/ethischer/ religiöser Sicht hat unmittelbaren Einfluss auf die empirische Bewertung der zu prüfenden Hypothese dass es möglich ist, einen Menschen zu klonen. Dies hat den jeweiligen Wissensstand/ Grad des wissenschaftlichen Fortschrittes im jeweiligen Themengebiet zur Folge.
  • Was bedeutet "Anti-Individualismus" im Zusammenhang mit dem Sozialen Konstruktivismus? Anti-Individualismus bedeutet, dass im Gegensatz zum Mainstream der westlichen Kultur, das soziale Miteinander der Menschen betont wird. Es wird sich von umhinterfragten individualistischen Überzeugungen abgewendet und sich Phänomenen wie der Individualität, Denken, Erinnern und den Emotionen zugewendet, welche erst durch sozialen Austausch entstehen.
  • Psychologie und Religion (Metaphysik im ersten Sinne) Es gibt kaum eine Kultur ohne Glauben an übernatürliche Wesen, dazu gehört Furcht vor ihrer Macht und Hoffnung auf Hilfe und leistet somit Seelsorge. Dabei weist die kirchliche Seelsorge beträchtliche Übereinstimmung mit fachpsychologischer Therapie auf (z.B. Beichte, Befreiung von Schuldgefühlen) Bei Unglücken übernehmen Priester und Psychologen die Betreuung von Angehörigen und Opfern. 
  • Pastoralpsychologie Die Existenz von Metaphysischem ist nicht nachweisbar, die Nichtexistenz ist es aber genauso wenig. So wir ein moderner Psychologe – so Schönpflug – keinen Anstoß ab der Gläubigkeit eines Kollegen nehmen, sondern er wird vielmehr die Bedeutung von Jenseitslehren im menschlichem Denken anerkennen. Allerdings grenzt sich die Psychologie deutlich von Religionslehren ab, da sich als Lehre vom naturgegebenen Leben versteht.
  • a) Was ist Transzendentalphilosophie? (Kant) Transzendentalphilosophie ist ein Nachdenken über das, was vor der Erfahrung ist. Wir alle haben Strukturen im Kopf, mit diesen Strukturen nehmen wir wahr, und erkennen damit die Wirklichkeit. Die Vernunft ist also auf sich alleine gestellt, wir transzendieren (überschreiten die Grenzen des Erfahrbaren). Oder kurz: Transzendentalphilosphie ist die Lehre von den Voraussetzungen der Erkenntnis und der Sittlichkeit, die Jenseits der Erfahrung liegt. Nach Kant ist die Transzendentalphilosophie revolutionär, ähnlich dem neuen Weltbild des Kopernikus, da bis Kant angenommen wurde, wir schaffen uns unser Weltbild so, wie wir es wahrnehmen.
  • Was ist die Verbindung der Transzendentphilosopie zur Psychologie ? Psychologische Forscher erklärten das Nachdenken über ein Vorab und Jenseits der Erfahrung zu einer unergiebigen Spekulation.
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  • c) Was ist Nativismus? wissenschaftliche Ansicht, das bestimmte Fähigkeiten und Begabungen angeboren sind oder von Geburt an fest im Gehirn verankert sind. Beispiel 1: Anblick von Schlangen löst bei Menschen Angst und Fluchtreaktion aus, ohne negative Erfahrungen gemacht zu haben. Beispiel 2: die (nachweislich existierenden) Sprachzentren im Hirn .
  • Parapsychologie a) Esoterik / Okkultismus befasst sich unter anderem mit den Geistern der Verstorbenen, Gespenstern und ihren Handlungen, Astrologie und geistige Kräfte, die den Körper durch den Raum bewegen. b)Mystik = Lehre, die einen Gegensatz von einer Licht- und Dunkel Welt annimmt, Ziel ist ins Licht zu gelangen Im Christlichen geheimnisvolle Vereinigung von Gott und Mensch, allerdings sind die Aussagen dieser Traditionen umstritten. In Esoterik/Okkultismus und Mystik findet sich noch viel wissenschaftlich ungenutztes Potential. Psychologen haben sich der Erwartung nicht durchweg entzogen, sich damit auseinanderzusetzen.
  • Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften (Geistes- und Sozialwissenschaften) Ursprünglich war nur die Natur da. Nachdem die Natur den Menschen hervorgebracht hat, ist dieser zu ihrem Agenten für Fortentwicklung geworden. So ist Kultur entstanden, entsprechend im Laufe der Zeit auch die Wissenschaften. Heute unterteilt man in: Naturwissenschaften Kulturwissenschaften Geisteswissenschaften Sozialwissenschaften
  • Warum ist Psychologie transdisziplinär? Das heutige Wissen ist so umfangreich, dass sich viele Spezialgebiete entwickelt haben. Und hier spielt die Psychologie eine wichtige Rolle: auch wenn die Psychologie im Spezialwissen unterlegen ist, und auf Unterstützung anderer Disziplinen angewiesen ist, verkörpert die Psychologie die Idee des Zusammenhangs und trägt zum Austausch unter den Wissenschaften bei. Wie wichtig dieser Austausch ist, zeigt, die neu geschaffene Lebenswissenschaft (Ziel: Erforschung von genetisch bedingter Krankheiten und Individualisierung von Behandlungsmethoden, Ernährungssicherstellung der wachsenden Weltbevölkerung, Erforschung von nachwachsenden Rohstoffen für die Industrie , die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts !
  • Psychologie und Naturwissenschaften (1) Natur nennt man den von Menschen unbeeinflusst gebliebenen Teil der Welt. Die leblose und lebende Natur ist Gegenstand der Naturwissenschaften. Naturwissenschaftlich orientierte Psychologie untersucht grundlegende Funktionen (wie Sinnesempfindungen), die im sozialen Leben vergleichsweise wenig überformt wurden. (2) Wichtige Partner der Psychologie unter den Naturwissenschaften sind: Anthropologie, Zoologie, Ethologie (jede Tierart passt sich im Körperbau und Verhalten seiner Umwelt an wegen Bedürfnisbefriedigung und Fortpflanzung), Anatomie, Physiologie, Hirnforschung, Biochemie, Endokrinologie, Genetik. Zoologie befasst sich insbesondere mit Gattungen von Lebewesen, Ethologie mit dem arteigenen Verhalten, Anatomie mit dem Aufbau des Körpers und seinen Organen Physiologie mit deren Arbeit. Endokrinologie, ein Gebiet der Biochemie, beschäftigt sich mit dem Hormonsystem. (3) Zweige der Psychologie, welche ausdrücklich Brücken zu den Naturwissenschaften schlagen, sind: Tierpsychologie, biologische Psychologie, Psychoendokrinologie, Verhaltensgenetik. Eng verflochten sind Neuropsychologie und Hirnforschung.
  • Philosophie – Wiege der Psychologie Philosophie war ursprünglich die Bezeichnung für Wissenschaft schlechthin. Natürlich beschäftigte sich der Mensch auch mit dem Menschen, seiner Entstehung, seiner Ausbreitung (Anthropologie) und eben seinem Bewusstsein und Willen. Und letzteres gehört zur Psychologie. Auch Logik und Erkenntnistheorie wird der Philosophie zugeordnet. Und hierzu hat die Psychologie eine doppelte Beziehung: zum einen beschäftigen sich die Psychologen mit Wahrnehmungs- und Denkleistungen des Menschen, zum anderen hinterfragt die Psychologie ständig ihre Untersuchungsmethoden und Theoriebildung.
  • Philologisch-historische Wissenschaften – Kern der Geisteswissenschaften Sprachwissenschaften Mehrere Verbindungen zwischen Sprachwissenschaften und Psychologie bestehen: das innere Erleben des anderen lässt sich nur mittels Sprache erforschengenauso geistige Leistungen, z.B. das Erkennen eines Bildes oder die Beschreibung von Erinnerungenwir kommunizieren mittels Sprache (überwiegend)das Verstehen und das Erzeugen von Sprache selbst ist ein psychischer Vorgang Geschichtswissenschaft Wenn Historiker Biographien oder den Wandel sozialer Verhältnisse deuten, ist das Psychologie pur. Geschichtspsychologie Fachpsychologen äußern sich selten rückblickend auf Personen und Ereignisse der Geschichte. Literatur- und Kunstgeschichte Künstler sind oft gute Psychologen, charakterisieren hervorragend Personen, Situationen und Handlungen. Literatur – und Kunstwissenschaftler, die diese Werke analysieren, stehen den Künstlern in dieser Hinsicht in nichts nach. Sozialwissenschaften Soziologie Soziologen als auch Psychologen beschäftigen sich beide mit Gruppen, zwischenmenschlichen Prozessen und dem Einfluss des sozialen Umfeldes auf Individuen. Der Unterschied liegt darin, dass sich Soziologen mit formellen, öffentlichen Organisationen beschäftigten, (Sozial-)Psychologen hingegen mit privaten, informellen Gruppen (wie Familie). Pädagogik und Erziehungspsychologie Der Mensch entwickelt sich weiter, lernt tagtäglich dazu. Damit befassen sich (Entwicklungs-)- Psychologie und Pädagogik. Ethnologie und kulturvergleichende Psychologie Psychologen waren oft begierig mehr über menschliches Denken und Verhalten außerhalb der eigenen Kultur zu erfahren, Ethnol
  • Bedeutung der Naturwissenschaften für die Psychologie Grundlegende Theorien der Naturwissenschaften sind traditionell sehr bedeutsam für die Psychologie, wie zB die Evolutionstheorie, Verhaltensgenetik etc
  • Grundüberzeugung der Naturwissenschaften Veränderungen aller Organismen können durch Selektion, Adaption und Mutation erklärt werden
  • Mem-Theorie nicht nur die Änderungen in der belebten Natur, sondern auch die Genese und die Änderungen der Humankultur lassen sich durch die Evolutionstheorie erklären
  • Theoretische Leitbegriffe in den Naturwissenschaften und auch Psychologie Anpassung, Regulation, Fleißgleichgewicht, offenes System, Koordination
  • Jean Piaget bedeutender Entwicklungspsychologe verstand sich als genetischer Epistemologe war der Überzeugung, dass sich menschliche Erkenntnisse- und Handlungsleistungen nur im Rahmen der Biologie erklären lassen
  • Verknüpfung von Soziologie und Politologie mit der psychologischen Forschung Die Soziologie trägt zum Verständnis des sozialen Handelns bei, indem sie die überindividuellen sozialen Strukturen betont, vor allem soziale Institutionen, Regeln und Gesetze sowie soziale Normen.drei analytische Ebenen:1. Makroebene: Gesellschaft, Kultur, Zivisilation2. Mesoebene: intermediäre Gebilde, wie Organisationen, Institutionen, soziale Netzwerke3. Mikroebende: soziales Handeln von Individuen in Interaktion mit anderenÜberschneidung mit der Psychologie hauptsächlich auf der Mikroebene. Strukturen und Prozesse auf der ersten und zweiten Ebene stehen deutlicher im Mittelpunkt der Soziologie.
  • Makro-Mikro-Link hier wird in der Soziologie wie sich zum Beispiel gesellschaftliche Strukturen oder kulturelle Werte und Normen auf das Handeln von Individuen auswirken untersucht.
  • Rolle der Sprachwissenschaften und Philologie für die Psychologie Sprechen können ist eine zentrale psychische Fähigkeit, deren Erforschung daher verständlicherweise sowohl für die Sprachwissenschaften, insbesondere die Linguistik, aber auch die Psychologie von größter Bedeutung ist. sprachpsychologie und psycholinguistik sprechen= zentrale psychische Fähigkeit Syntax,Semantic und Pragmatik spielen wichtige Rolle Frage nach dem Wesen der Seele ist philosophische Frage
  • analytische Philosophie des Geistes (philosophy of mind) Themen aus der theoretischen Philosophie, der Erkenntnistheorie,der Philosophie des Geistes, praktischen Philosophie
  • Was sind wichtige Themenbereiche der Allgemeinen Psychologie? Die Allgemeine Psychologie beschäftigt sich generell mit den psych. Funktionen und psych. Eigenschaften von Menschen. In der Regel werden diese nach Erleben, Verhalten und Handeln unterteilt. Eine weitere Auffächerung findet in die Themenbereiche: Wahrnehmung, Bewusstsein, Denken/Urteilen, Kognition, Emotion, Informationsverarbeitung, Motivation, Gedächtnis, Lernen, Sprache, Handeln, Sensomotorik und Wissen statt.
  • Was ist der Gegenstandsbereich der Allgemeinen Psychologie? Gegenstandsbereich der Allgemeinen Psychologie ist das Erforschen psychischer Funktionen, die dem Erleben, Verhalten und Handeln zugrunde liegen unter möglichst allgemeinen Gesichtspunkten. Dazu gehört Mensch und prinzipiell auch Tier.
  • In welcher Art und Weise befasst sich die Allgemeine Psychologie mit der Seele des Menschen? Die allgemeine Psychologie befasst sich unter dem allgemeinmöglichsten Aspekt mit der Seele des menschen, wenn unter „ Seele“ ein Sammelbegriff für seelische Eigenschaften, Prozesse und Funktionen des Menschen verstanden wird.
  • Inwiefern lassen sich auch Einzeller durch seelische Funktionen charakterisieren? Einzeller weisen eine elementare seelische Funktion der Spontanbewegung auf, sind ein dynamisches, offenes System im Fließgleichgewicht, das über eine semipermeable Grenzfläche Energie mit seiner Umgebung austauscht, eine relativ komplexe innere Organisation aufweist und zu elementarer Informationsverarbeitung in der ist.