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Ökologie & Ressourcenschutz (Subject) / Zoologie (Lesson)

Hamm

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  • Nenne die red queen hyphothese in Bezug auf Wehrhafte Bakterien/Nicht wehrhafte Bakterien. 1. WehrhafteBakterien: - Viren entwickeln sich schneller – Viren entwickeln einen größeren Artenreichtum 2. NichtwehrhafteBakterien: - Viren entwickeln sich deutlich langsamer – Viren entwickeln einen deutlich geringeren Artenreichtum >> Die Folge ist ein endloser Kreislauf koevolutiver Entwicklungen/Prozesse
  • Nenne die 3 verschiedenen Typen der natürlichen Selektions 1. Transformierende Selektion (directional selection): vom Durchschnitt abweichende Population, die sich besser an die geänderte Umgebung angepasst hat. 2. Stabilisierende Selektion (stabilizing selection): Durchschnittsform kann sich besser durchsetzten--> wirkt stabilisierend 3. Aufspaltende (spaltende) Selektion (disruptive selection): zwei oder mehrere entgegengesetzte Phänotypen werden begünstigt gebildet. Die beiden Teilpopulationen entwickeln sich unterschiedlich weiter - die ursprünglich homogene ("gleichartige") Population zerfällt in zwei Gruppen. 
  • Was ist ein Genotyp? Alle genetischen Merkmale, welche die mögliche Struktur und Funktion eines Organismus bestimmen.
  • Was bedeutet Stenök? Enger Toleranzbereich im bezug auf unterschiedliche Umweltbedingungen
  • Was bedeutet Euryök? breiter Toleranzbereich im bezug auf unterschiedliche Umweltbedingungen
  • Was ist ein Phänotyp? Der Phänotyp ist als individuelles Erscheinungsbild die Summe der Merkmale eines Organismus. Die Vielfalt seiner Erscheinungsformen wird durch das Erbgut, die individuelle Entwicklung (Ontogenese) und durch die Umweltfaktoren bestimmt.
  • Was zeigt der Phänotyp? Der Phänotyp zeigt sichtbare oder auf andere Art messbare physikalische oder biochemische Merkmale
  • Von was hängt der Phänotyp eines Individums ab? Genotyp, Ontogenese und Umwelt
  • Was bedeutet Ökotyp? Der Ökotyp repräsentiert eine Population einer Art, die im Vergleich zu anderen Populationen der gleichen Art eigene genetisch fixierte Anpassungen an Umweltbedingungen hat
  • Wie wird aus einer Population eine neuer Art? durch Mutation oder Rekombination entsteht neues Merkmal. das Merkmal erweist sich als günstig--> wird selektiert. Individuen mit dieser neuen Eigenschaft vermehren sich besser oder öfter. Die Eigenschaft (das Merkmal) verbreitet sich -->verändert die gesamte Population  Aber es entsteht keine neue Art !
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  • Wie funktioniert Allopatrische Artbildung? Zwei Populationen werden isoliert. Sie sind also „reproduktiv isoliert“. geographische Barriere längere Isolation führt zu einer genetischen Unterscheidung der beiden Populationen
  • Was ist Sympatrische Speziation? Bildung von Tochterarten innerhalb des Verbreitungsgebietes der Stammart.
  • Wie funktioniert Sympatrische Speziation? (Bsp. Fruchtfliege) 1. Mutation (Weißdorn)--> 2. Wirtswechsel--> 3. Verstärkung der reproduktiven Isolation durch: - Unterschiedliche Larvenentwicklungsdauer an den Früchten (Apfel)
  • Was ist Parapatrische Artbildung? Parapatrische Speziation beschreibt den Prozess der Artbildung infolge von Veränderungen der Umweltbedingungen.
  • Nenne 3 evolotive wirksame Kräfte. Mutation Selektion Rekombination
  • Was ist Adaptive Radiation? Die unterschiedliche Anpassung und Einnischung verschiedener Vertreter einer Organismengruppe innerhalb eines geologisch kurzen Zeitraumes.
  • Was bedeutet der Prozess der Artenvielfalt. Der Prozess der Artentstehung ist das Schlüsselereignis, das zur Erhöhung der biologischen Diversität führt !! Dabei ist der wesentliche Schritt zur Entstehung einer Art die reproduktive Isolation
  • lat. Name des Rapsglanzkäfers Brassicogethes aeneus, Nitidulidae
  • Nenne die unterschiedlichen räumlichen Ebenen in Agrarökosystemen. Landschaftsskala (landsacpe scale) Feld-Mosaik-Ebene (between-field scale) Feld-Ebene (within-field scale)
  • Nenne die Klassiefizierung der Artenvielfalt • Alpha Diversität: Aufnahme der Artendiversität an einem Standort. • Beta Diversität: Unterschiede im Arteninventar zwischen zwei Lebensgemeinschaften. • Gamma Diversität: Artendiversität aller Standorte einer Landschaft.
  • Wie viele Arten sterben pro Tag aus? Aussterberate pro Tag 50 – 300 Arten
  • Wie viel % der genetischen Ressourcen sind seit 1900 weltweit verloren gegangen? ca. 75%
  • Was sind Ökosystemingenieure (ecosystem engineers)? Nehmen Einfluss auf die physikalische Umwelt und beeinflussen damit indirekt Arten und Artengemeinschaften. Bsp. Megaherbivore, Biber
  • Was sind Biozönosen? Und wie können sie gegliedert werden? Biozönose sind sehr komplexe Einheiten. Wie kann man Biozönosen untergliedern?  Gruppen von Biozönosen (Beispiele) • Systematische Gruppen (Taxozönosen)                                                                                               • Gilden • Trophische Gruppen
  • Was sind Taxozönosen? Bestimmte systematische Gruppen einer Biozönose. z.B. die Libellenfauna in Mittelgebirgslagen oder die Vogelgemeinschaft eines Fichtenforstes.
  • Was sind Gilden? Gilden Eine Gruppe von Arten, die dieselbe Klasse von Ressourcen in ähnlicher Weise nutzt.
  • Wie gliedern sich Trophische Gruppen? Gliederung des Organismenbestandes nach der Ernährungsweise (Trophische Gruppen)
  • Nenne die verschiedenen Ernährungsweisen. Autotrophe Organismen, Organismen, die die Fähigkeit haben, aus CO2 und H2O organische Verbindungen zu synthetisieren. Fotoautotroph = Energie aus Sonnenlicht (Photosynthese) Bsp. Grüne Pflanzen, Algen, Cyanobakterien (Blaualgen); O2, H+, NADP+ Chemotroph = Energie aus chemishen Elementen/Verbindungen Heterotrophe Organismen
  • Nenne die Gliederung der Heterotrophen Organismen. Gliederung nach der Art der Nahrung Herbivore (phytophag): Pflanzenfresser Carnivore (zoophag): Fleischfresser Omnivor (pantophag): Allesfresser Detritivor (saprophag): fressen tote organische Substanz Gliederung nach dem Erwerb der Nahrung Episiten = Räuber = Prädatoren (=>Beute)                                                                   Parasiten = Schmarotzer (=>Wirt)                                                                          Parasitoide = „Parasiten“, die ihren Wirt töten
  • Was ist der Kurze/Lange Kreislauf eines Ökosystems? Kurz: Produzenten - Destruenten – Produzenten Langer Kreislauf: Produzenten - K 1 - K2 - K3 - K4 - Destruenten - Produzenten
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  • Wie wirkt Amensalisumus? Wechselbeziehung, bei der sich ein Organismus oder eine Art ungünstig (-) auf einen zweiten Organismus oder eine zweite Art auswirkt, letzterer aber keinerlei Einfluss auf den ersten hat (0).
  • Wie wirkt Kommensalisums? Wechselbeziehung, bei der sich ein Organismus oder eine Art günstig (+) auf einen zweiten Organismus oder eine zweite Art auswirkt, letzterer aber keinerlei Einfluss auf den ersten hat (0).
  • Wie wirkt Konkurrenz? Wechselbeziehung, zwischen zwei (oder mehreren) Organismen (oder Arten), bei der gegenseitig die Geburtenrate verringert oder die Sterberate erhöht werden (-/--) (--/-).
  • Was ist Intraspezifische Konkurrenzen? innnerartliche Konkurrenz Ausbeutungskonkurrenz (Verbrauch einer knappen Ressource wirkt sich negativ auf eine andere Art aus) Direkte Interaktionen (Territorialverhalten)
  • Was ist Interspezifische Konkurrenz? Zwischenartliche Konkurrenz um gemeinsam genutzte Ressourcen. Interspezifische Konkurrenz bei Blütenbesuchern • Konkurrenz um die Ressource Pollen
  • Kennzeichne die Wachstumsstrategien am Beispiel von Tagfaltern. Vermehrungsstrategie (r – Strategen) Oft in instabilen Lebensräumen hohe Vermehrungsrate Mehrere Generationen pro Jahr Schnelle Entwicklung vom Ei zum Falter großer Nahrungsbedarf Pop. kann durch intraspezifische Konkurrenz aussterben starke Schwankungen der Populationsdichte Bsp. Kleiner Kohlweißling Kapazitätsstrategie (k-Strategen) meist in dauerhaften Lebensräumen geringe Zahl an Nachkommen Meist nur 1-Gen. pro a langsame Entwicklung geringer Nahrungsbedarf meist Standorttreu Intraspezifische Konk. führt nie zum Aussterben Populationsdichte bleibt relativ stabil Bsp. Apollofalter
  • Was sind Einbiotopbewohner? Arten, die sich in allen Stadien in einem einzigen Biotop aufhalten. Biotop ist in sich einheitlich. Bsp. Apollofalter (Parnassius apollo) .
  • Was sind Biotopkomplexbewohner? Arten, die in verschiedenen Lebensstadien unterschiedliche Biotope benötigen. Bsp.Schwalbenschwanz (Papilio machaon)
  • Was sind Verschiedenbiotopbewohner? Arten, die mehrere unterschiedliche Biotope bewohnen und sich hier wie Einbiotopbewohner verhalten. Bsp.Mädesüß- Perlmutterfalter (Brenthis ino).
  • Bei wem ist das Phänomen Myrmecophile „Bläulinge“ weit verbreitet? Phänomen Myrmecophilie weit verbreitet bei Lycaenidae
  • Was sind Bewohner kurzlebiger (transitorischer) Lebensräume? Arten, die an temporäre Habitatstrukturen gebunden sind, z.B. Pflanzengesellschaften bestimmter Sukzessionsstadien. Bsp: Distelfalter (Vanessa cardui, Cynthia cardui). 
  • Wie viel % des Planetens sind von Meeren bedeckt? 71%
  • Was ist ein Tümpel? Ein Tümpel ist ein Perisodisches Gewässer • meist nur Wochen bis wenige Monate mit Wasserführung • geringe Tiefe (oft nur wenige dm)
  • Was ist ein Weiher? Stehendes Gewässer • Tiefe: max. 2 m • Ausdehnung: beliebig • Genese: natürlich, Verlandung von Seen („Restsee“) • Wasserkörper von geringer Mächtigkeit→ starker Einfluss von Lufttemp./Wind → täglich mindest Teilzirkulation→ Verteilung der Nährstoffe der Tiefe im gesamten Gewässer • Wasserblüte (massenhaftes Auftreten von Algen über Nacht)→ grünes Wasser
  • Was ist ein Teich? • der „künstliche“ Weiher mit Zu- und Abfluss • dem Weiher sehr ähnlich (Tiefe, Ausdehnung) • Genese: - künstlich, Stauung von Fließgewässern - Dämme - Zu- und Ablauf (Trockenlegung) • Teich und Weiher mit T max. im Sommer von 20°C
  • Was ist ein See? • Lichtverhältnisse → kein Pflanzenwuchs in der Tiefe • bis 4°C Wassertemperatur in der Tiefe, Winterquartier • Stoffumsatz, Mixis
  • Wie gliedert sich ein See? Pelagial (Freiwasserbereich)mit                                                                                     • Epilimnion = Trophogene Zone • Kompensationsschicht • Hypolimnion = Tropholythische Zone  Litoral • Uferzone: Eulitoral und Sublitoral: • pflanzenreich; Phyto- und Zoophaga im Boden, an Pflanzen Benthal • Bodengrund des Litorals • Bodengrund des Pelagials: Profundal (lichtloser Bereich mit zahlreichen Konsumenten und Destruenten: 
  • Nenne die ökologische Definition eines Waldes. Wald ist ein vernetztes Sozialgebilde und Wirkungsgefüge seiner sich gegenseitig beeinflussenden und oft voneinander abhängigen biologischen, physikalischen und chemischen Bestandteile, das praktisch von der obersten Krone bis hinunter zu den äußersten Wurzelspitzen reicht. Kennzeichnend ist die konkurrenzbedingte Vorherrschaft der Bäume. Dadurch entsteht auch ein Waldbinnenklima, das sich wesentlich von dem des Freilandes unterschiedet. Dieses kann sich nur bei einer Mindesthöhe, Mindestfläche und Mindestdichte der Bäume entwickeln.
  • Nenne die Schichtungen eines Regenwaldes. A-Schicht: Urwaldriesen 40-60m(schirmförmige Krone) B-Schicht: Baumschicht 20-40m (geschlossenes Kronendach) C-Schicht: Baum und Strauchschicht 0-20m (Bäume mit konischen Kronen)
  • Nenne die Straten eines Laubwaldes. Baumschicht I: (25-40m) hohe Waldbäume wie Rotbuche, Eiche, Ahorn, Fichte; meist windbestäubt  Baumschicht II: (5-25m) Hainbuche, Eberesche, Elsbeere, Vogelkirsche, meist insektenbestäubt Strauchschicht: (0-5m) Haselnuss, Hartriegel, Liguster, Heidelbeere Krautschicht: Kräuter und Gräser, Bärlauch, Maiglöckchen, Waldmeister, Lerchensporn, Farne, Efeu, Anemone; insg. viele Frühblüher