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Allgemeine Psychologie II (Subject) / Emotion (Lesson)

Emotionspsychologie

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  • Kennzeichnen Sie Probleme bei der behavioristischen Analyse von Emotionen. Watson schließt in seiner Definition den Erlebensaspekt und die Objektgerichtetheit von Emotionen aus. Es bleibt unklar, wie die Vielzahl der Emotionen aus den angeborenen Reaktionsmustern entsteht. In seiner Theorie wird das Konzept des Modelllernens nicht herangezogen und das Konzept der Preparedness kommt nicht vor
  • Kennzeichen Sie die James-Lange Theorie physiologisch orientierter Emotionen. "Wir sind traurig, weil wir weinen" -> körperliche Veränderungen folgen nicht den Emotionen, sondern gehen den Emotionen voraus; dabei gibt es eine große Vielfalt von körperlichen Veränderungen, die den verschiedenen Emotionen zugrunde liegen (zusätzlich muss die Person die Veränderungen auch wahrnehmen). Zentrale Annahmen von James: 1) Bloße Wahrnehmung einer erregenden Tatsache als hinreichende Bedingung für das Auftreten körperlicher Veränderungen 2) Körperliche Veränderungen sind emotionsspezifisch und wir sind fähig, sie in differenzierter Weise bewusst zu erleben 3) das bewusste Erlernen (die Empfindung) der körperlichen Veränderung ist mit der Emotion gleichzusetzen 4) Körper ist unabdingbare Voraussetzung für die Emotionsentstehung: bestimmte Instinktive Verhaltensweisen, die angesichts einer Bedrohung auftreten, sind mit viszeralen Erregungen verbunden, die im Gehirn die Empfindung einer bestimmten Emotion auslösen - Emotionen sind nach James eng mit Instinken verknüpft, aber während eine Emotion im Körper des Subjekts endet, tritt die instinktiv genannte Reaktion in praktische Beziehung zum erregenden Gegenstand - Gröbere Emotionen: Zorn, Furcht, Liebe, Hass, Kummer, Freude, Scham, Stolz- Feinere Emotionen: Moralische, intellektuelle, ästhetische Gefühle wie Genugtuung, Dankbarkeit, Wissbegierde, Erleichterung nach Problemlösung, Bewunderung
  • Wie unterscheiden sich die Theorien zur Emotionsentstehung von James und Lange? James: Emotionsentstehung durch viszerale Reaktionen Lange: Emotionsentstehung durch vasomotorische Reaktionen (Erweiterung und Verengung der Blutgefäße, damit einhergehende unterschiedliche Blutversorgung des Gehirns)
  • Erläutern Sie die Cannon-Bard-Theorie zur Emotionsentstehung und mit ihr einhergehende Kritikpunkte an James-Lange. Kritik an James-Lange:- VT zeigen auch emotionale Reaktionen, wenn die Eingeweide vom ZNS getrennt sind- dieselben viszeralen Veränderungen treten bei verschiedenen emotionalen und nicht emotionalen Zuständen auf- Eingeweide sind relativ unempfindliche Organe mit wenigen Rezeptoren und Nervenfasern und ihre Aktivierung durch Adrenalin löste keine Emotion aus- viszerale Veränderungen sind zu langsam um als Ursache des Gefühlserlebens in Frage zu kommen - Theorie: das Gehirn entscheidet, welche Emotion für einen Stimulus angemessen ist und löst simultan dazu die angemessene körperliche Reaktion aus. Körperliche Reaktion und emotionale Erfahrung ereignen sich also gleichzeitig. -Zentrum der Emotionsentstehung ist der Thalamus bzw. Hypothalamus, von dort gelangen eingehende Signale der Sinnesreize zum Cortex, der das emotionale Erleben auslöst, und zu den Viscera und der Skelettmuskulatur, die den körperlichen Ausdruck der Emotion hervorrufen
  • Unterstreichen Sie die Rolle kognitiver Bewertung in kognitiv-physiologischen Emotionstheorien. kognitive Bewertung = wesentliches Merkmal der Emotion; sensorische Wahrnehmung löst nur dann EMotionen aus, wenn wir die Reize als persönlich bedeutsam wahrnehmen - dabei sind im Gegensatz zu den Erregungsmustern die Bewertungen hinreichend variiert, um zwischen den vielfältigen Emotionen zu differenzieren
  • Kennzeichnen Sie die Emotionstheorie von Maranon. Untersuchung der Wirkung einer Adrenalin-Injektion -> Injektion unterschiedlicher Dosen von Adrenalin an 210 gesunde und kranke Personen; Beobachtung von Latenz, Dauer, Intensität und Form der Reaktion (AV); Identifikation zweier Verhaltensmuster: 1. 70% körperliche Empfindungen, die starke Emotionen begleiten können, aber kein Emotionserleben (affektiv neutraler oder kalter Erregungszustand); 2. 30 % körperliche Reaktionen und Erleben von Emotionen (Berichte über traurige Gedanken) Anschlussuntersuchung: gezielte Induktion von Emotionen ist möglich, wenn die Probanden nach der Adrenalin-Injektion aufgefordert werden, Vorstellungen zu entwickeln, die ihre kranken Kinder oder ihre verstorbenen Eltern beinhalten; Effekt des Emotionserlebens nach der Aufforderung tritt nicht auf, wenn kein Adrenalin induziert wurde -> 2-Komponenten Theorie: eine Emotion tritt nur auf, wenn eine körperliche und eine psychische Komponente vorhanden sind: körperliche Komponente: Erregung des sympathischen NS, die auch als subjektive Erregung wahrgenommen wird; psychische Komponente: Kognition über Ereignisse, die zu Emotionen führten
  • Kennzeichen Sie die Zwei-Faktoren- oder Bewertungstheorie nach Schachter (1964). Empfinden einer körperlichen Erregung ist zwar notwendig für die Emotionsentstehung, aber nicht hinreichend. 2 Faktoren notwendig: -physiologische Erregung, die allerdings ausschließlich die Intensität der Emotion bestimmt; - Kognition bzw. kognitive Bewertung, die bei Vorliegen einer physiologischen Erregung bestimmt, ob eine Emotion entsteht und von welcher Qualität sie ist -Kognition beinhaltet also eine emotionsrelevante Einschätzung oder Bewertung der Situation und die Überzeugung einer Person, dass ihre wahrgenommene Erregung (indirekt) durch die Situation oder unmittelbar durch die Situationseinschätzung verursacht wurde (Kausalattribution der Erregung) - Sonderfall: wenn sich ein Idividuum in einem Zustand physiologischer Erregung befindet, für den es keine unmittelbare Erklärung hat, zieht es zur Einordnung des Zustandes die Situation heran und beschreibt seine Gefühle entsprechend der verfügbaren Kognitionen, d.h. je nach verfügbarer Kognition kann der gleiche physiologische Zustand als Freude, Wut oder Eifersucht etc. gekennzeichnet werden - Normalfall: wenn sich ein Individuum in einem Zustand physiologischen Arousals befindet, für den es eine Erklärung hat, wenn also die Situation eine Erklärung bereithält, ergibt sich keine Notwendigkeit zur Bewertung der Erregung und es ist unwahrscheinlich, dass eine alternative Erklärung oder Kognition herangezogen wird -> ein Individuum wird unter gleichen kognitiven Randbedingungen nur dann emotional reagieren oder seine Gefühle in dem Ausmaß beschreiben, in dem es sich einem Zustand des Arousals befindet
  • Kennzeichen Sie das Experiment von Schachter und Singer (1962) zur Zwei-Faktoren-Theorie der Emotionsentstehung. UV1: physiologische Erregung: Operationalisiert über die Art der verabreichten Substanz, die PBn als Suprixon verkauft wird: Adrenalin vs. Placebo; UV2: Erklärungsbedürfnis bzw. Ausmaß,in dem eine angemessene Erklärung vorliegt: operationalisiert über die Richtigkeit der Information über die WIrkung der injizierten Substanz ( a) keine Information: nachweis, dass Injektion schwach, harmlos und ohne Nebenwirkungen ist; b) richtige Information: vorübergehende Nebenwirkungen wie Herzschlagen, warmes Gesicht; c) falsche Information: vorübergehende Nebenwirkungen wie taube Füße und Juckempfinden; UV3: emotionale Kognition bzw. Herstellung einer Situation, aus der Erklärungen abgeleitet werden können: operationalisert über das Verhalten eines weiteren Versuchsteilnehmers während einer 20-minütigen Wartephase ( a) ärgerlich: Äußerungen von Unmut bei Ausfüllen eines Fragebogens; b) euphorisch: Wurfspiele, Papierflieger, Hula-Hoop) -> Adrenalin-Gruppe wird zu 1/3 falsch, korrekt oder nicht informiert; Placebogruppe wird komplett nicht informiert AV: Herzfrequenz, Auftreten und Intensität körperlicher Symptome (Herzfrequenz, Tremor, Taubheit, Juckreiz, Kopfschmerz), Verhalten (ärgerlich? euphorisch?), erleben des emotionalen Zustandes auf einer 5-stufigen Skala - Ergebisse: wenn autonome Erregung vorleigt (Adrenalin injiziert) und ein Erklärungsbedürfnis vorliegt, sind emotionale Kognitionen Wirksam, d.h. nahegelegte Erklärung wurde dann gewählt, wenn keine oder falsche Information bzgl. Des Erregungszustandes vorlagen ; eupohiebedingung zeigte dabei z.T. stärkere Effekte als Ärgerbedingung, in der auch positive Emotionen selbstgerated wurden; Adrenalingruppe mit richtiger Information sowie in der Placebogruppe wurde die induzierte Situation bzw. die naheliegende Erklärung der Erregung nicht übernommen -> Fazit: Emotionen sind eine Kombination aus der physiologischen Erregung, die affektiv neutral war und der kognitiven Einschätzung und Interpretation der Situation
  • Nennen Sie Methodenkritik, die von Mezzacappa, Katkin uns Palmer zu dem Experiment von Schachter & Singer erläutert wurden. - inadäquater Manipulationscheck: Induzierte Erregung wird nur über den Puls gemessen - Effektqualität und Dauer: Pulsmessung erfolgt nur zu zwei Zeitpunkten, sodass die Wirkung des Adrenalins und die Dauer des Effekts nicht sichergestellt ist und der Einfluss aufs Verhalten in Frage gestellt wird - Unstandardisierte Messmethoden zur Erfassung des Verhaltens und der Selbstberichte - Keine Doppelblindstudie: Beobachter kennen die Bedingung der Probanden - keine Auswertungsobjektivität: kein Codierungssystem für die Verhaltensbeobachtung - Es gibt Unterschiede im Ausmaß der Aktivität in der Ärger und Euphoriebedingung, sodass die Reinheit der induzierten Emotionen in Frage gestellt werden muss
  • Können Emotionen durch Fehlattribution beeinflusst werden? - es hat Auswirkungen auf die wahrgenommenen Emotionen, wenn die Erregung einer falschen Ursache zugeschrieben wird - unter der Annahme, dass die wahre Ursache der Erregung emotional und nicht emotional sein kann und die zugeschriebene Erregungsursache ebenfalss emotional oder nicht emotional sein kann, ergeben sich 4 Möglichgkeiten der Fehlattribution:  1. Falsche Ursache: emotional / wahre Ursache: emotional: Veränderung einer sich sonst ergebenen Emotion 2. Falsche Ursache emotional / wahre Ursache nichtemotional: Herbeiführung einer sich sonst nicht ergebenen Emotion 3. Falsche Ursache nichtemotional / wahre Ursache emotional : Verhinderung einer sich sonst ergebenen Emotion 4. Falsche Ursache nichtemotional / wahre Ursache nichtemotional: Beibehaltung eines nichtemotionalen Zustands zu 3. : Ross, Rodin, Zimbardo (1969): Gruppe die der Erregung fälschlicherweise eine nicht-emotionale Ursache zuschrieben zeigt in der Testphase weniger Furcht und arbeitet nur kurz an Vermeidungsaufgabe 
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  • Erläutern Sie Modifikationen der 2-Faktoren Theorie nach Valins. - kognitive Repräsentationen innerer, körperlicher Vorgänge (Erregung) können unzutreffend sein (Veränderungen werden nicht wahrgenommen, zu stark wahrgenommen oder ausgedacht) - Annahme: Meinung einer Person über ihre körperlichen Zustände ist entscheidend für die Emotion, d.h. es reicht der bloße Glaube erregt zu sein und die tatsächliche physiologische Erregung / die dadurch verursachte Empfindung ist nicht notwendig für das Entstehen von Emotionen - Experiment Valins: Manipulation der Meinungen der Personen über ihren Erregungszustand (nicht tatsächliche Erregung) -Aufgabe: männliche VP sehen Dias halbentkleideter Frauen, sollen Attraktivität raten und Entscheiden, welche 5 Bilder sie mitnehmen würden (Indikator für eine Emotion) - EG: glauben ihre Herzrate zu hören-> EG1:  Rückmeldung einer Zunahme der HR bei 5 Dias, keine Veränderung bei anderen 5-> EG2: Rückmeldung einer Abnahme der HR bei 5 Dias, keine Veränderung bei anderen 2 KG glaubten bedeutungslose Töne zu hören -> Ergebnis: vermeintliche Veränderung der HR wurde auf die Attraktivität der Frauen zurückgeführt und die entsprechenden Bilder wurden attraktiver bewertet
  • Benennen Sie Forschungsergebnisse von Marshall & Zimbardo, die gegen die Hypothese Schachters & Singers sprechen. Injektion von Adrenalin ohne korrekte Information über die Wirkung löst negativen Emotionalen Zustand hervor
  • Erläutern Sie eine klinische Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie am Beispiel Panikanfälle. -akuter Zustand intensiver Angst, treten plötzlich auf ; gehen einher mit intensiver Wahrnehmung vegetativer Erregungssymptome (Herzklopfen, Schwindel, Benommenheit) aber objektive Anstiege nur gering - entstehen durch katastrophisierende Fehlinterpretation physiologischer Veränderungen, d.h. die wahrgenommene Physiologische Veränderung wird fälschlicherweise auf eine emotionale Ursache wie Angst oder Furcht zurückgeführt, was seinerseits physiologische Veränderungen hervorruft, die das Gefühl der Angst bestätigen - oft liegen allerdings nicht-emotionale Ursachen wie körperliche Anstrengung, plötzliches Aufstehen oder Kaffeegenuss hinter den physiologischen Veränderungen
  • Kennzeichen Sie Untersuchungsebenen des Emotionsausdrucks nach Darwin. - Intrakulturelle Beurteilung des Emotionsausdrucks: Beurteilung der bilder echter und elektrisch stimulierter Emotionen von Duchenne von verschiedenen Personen einer Kultur (Überraschung wird übereinstimmend verlässlich erkannt) - interkultureller Vergleich: Frage nach dem Gesichtsmuskeln, die den Emotionsausdruck in verschiedenen Kulturen hervorrufen, um so herauszufinden, inwiefern der Emotionsausdruck angeboren ist (Überraschung über viele Kulturen konstant) -Beobachtung des Emotionsausdrucks von Kindern: Emotionsausdrücke bei kleineren Kindern sind noch nicht durch kulturspezifische Lernerfahrungen beeinflusst - Vergleiche des Emotionsausdrucks von Menschen und Tieren: Möglichkeit einer phylogenetischen Herkunft des Emotionsausdrucks (Bei Affen: Menschenähnlicher Überraschungsausdruck) - Beobachtung des Emotionsausdrucks von Blindgeborenen: um zu überprüfen, welche Ausdrücke durch Nachahmung zustande gekommen sind (blind- und taub geborenes Mädchen zeigt gleichen Überraschungs-Ausdruck (Mimik/Gestik)) - Beobachtung des Emotionsausdrucks von "Geisteskranken": sie drücken Emotionen stark und unkontrolliert (u. damit ehrlich) aus
  • Welche Hauptformen des Emotionsausdrucks unterscheidet Darwin? Traurigkeit, Freude, Wut, Furcht, Überraschung, Schüchternheit, Schuld, Scham und Stolz
  • Welche Prinzipien zieht Darwin zur Erklärung der Entstehung des Emotionsausdruckes heran? 1) Prinzip der zweckmäßig assoziierten Gewohnheitena: ursprünglich wurden beim vorliegen bestimmter Zustände die Ausdrucksformen willkürlich und bewusst ausgeführt, um einen Zweck zu erreichen b: durch die häufige Ausführung haben sich die Ausdrucksformen zu Gewohnheiten entwickelt, die ohne Anstrengung und Bewusstsein ausgeführt werdenc: in den betroffenen Nervenzellen hat dementsprechend eine physikalische Veränderung stattgefunden, die an nachfolgende Generationen vererbt wurde und nun den mimischen Veränderungenzugrunde liegt 2) Prinzip der Antithese 3) Prinzip der direkten Tätigkeit des NS
  • Erläutern Sie die Facial-Feedback-Hypothese zur Entstehung von Emotionen. - Annahme, dass vor allem der Gesichtsausdruck unsere erlebte Emotionen beeinflusst und anregen kann;  - wir erhalten Rückmeldung von der Gesichtsmuskulatur sowie von der Erregung des autonomen NS -> intensiviert die im Ausdruck dargestellte Emotion Studie: Pen-Methode oder Versuche, in denen Probanden instruiert werden, ein fröhliches bzw. böses Gesicht zu machen
  • Beschreiben Sie psychoanalytische Konzepte der Angst (Freud) realistische Angst: Konfrontation mit echter Gefahr neurotische Angst: bei Verhinderung Es-Impulse auszudrücken Gewissensangst: bei Bestrafung des Ausdrucks der ES-Impulse
  • Was sind neuroanatomische Korrelate der Angst? Humanexperiment: präfrontale Lobotomie (mit gezielten Schnitten und unter Beibehaltung der weißen Substanz) reduziert Angstsymptome beim Menschen - involvierte Regionen: erhöhte Amygdalaaktivität, verminderte Aktivität im anterioren gyrus cinguli; insulärer Cortex, Präfrontaler Cortex (Gesunde: PC hemmt Aktivation der Amygdala; Angstpatienten: verminderte cerebrale Durchblutung im rechten PFC -> verminderte Kontrolle und höhere Aktivation der Amygdala)
  • Was sind neurochemische Korrelate der Angst? -GABA (inhibitorischer Transmitter) : Patienten mit Angststörungen weisen eine verminderte Aktivität des gabaergen Systems auf, d.h. die gemmende Wirkung durch GABA ist reduziert -> Gabe von Benzodiazepinen (GABA-Agonisten, setzen am GABAa-Rezeptor an und verstärken CI-Einstrom -> GABA-Aktivität wird erhöht) - Nebenwirkungen von Benzodiazepinen: Sedierung, Ataxie, Tremor, Übelkeit, Abhängigkeit, Entzugserscheinungen, Wiederauftreten der Angst (Herunterregulation der GABAa-Rezeptoren), Lern- und Gedächtnisdefizite (da das gabaerge System im Hippocampus mit dem glutametergen System interagiert) - weitere dämpfende Psychopharmaka, die als GABA-Agonisten wirken: Tranquillanten, Barbiturate, Alkohol ; GABA-Antagonisten (Flumazenil) erhöhen Angst bei Panikpatienten - Serotonin: da bei Angstpatienten eine verminderte Serotonin-Aktivität: Serotonin-Agonisten eingesetzt (reuptake-hemmer) - D-Cycloserine: Glutamat-Agonist, wirkt am NMDA-Rezeptor (auch wirksam bei Behandlung sozialer Phobien)
  • Was sind neurobiologische Korrelate von Panikstörungen? Strukturelle und funktionelle Veränderungen im Temporallappen: Läsionen in weißer Substanz, Dilatation lateraler Ventrikel, reduziertes Volumen des Temporallapens bei unverändertem Hippocampusvolumen im Ruhezustand: gesteigerte Aktivität von Gyrus parahippocampalis; verminderte Aktivität im anterioren Temporalcortex im Panikzustand: erhöhte Aktivität der Amygdala, verminderte Aktivität im rechten orbifrontalen Cortex und anterioren Gyrus cinguli (bei Gesunden kann die elektrische Stimulation des Gyrus parahippocampalis eine Panikattacke auslösen)
  • Was sind neurobiologische Ursachen einer Zwangsstörung? - hirntraumatische Ereignisse (Hirnhautentzündungen, Infektionen, Geburtstrauma), - Schädigung der Basalkerne: Vergrößerung durch Autoimmun-Geschehen (Entzündung), erhöhte neuronale Aktivität im orbitofrontalen Cortex und nucleus caudatus, Inbalance zwischen direktem und indirektem Pfad der Basalkerne, defekte im dopaminergen System
  • Was besagt die "Stress and the City"-Studie? Variablen: Ort des Aufwachsens (Großstadt, Kleinstadt, Dorf); Ort des aktuellen Wohnens (Großstadt, Kleinstadt, Dorf), Stresshaftigkeit einer zu bearbeitenden Aufgabe (Social evaluate threat: Durchführung eines Stress Tests unter Zeitdruck vs. Kontrollbedingung) - Ergebnis: Leben in der Stadt is t assoziiert mit selektiver Amygdala-Aktivierung, insbesondere, wenn die stressige Aufgabe behandelt wurde - Aufwachsen in der Stadt geht mit Aktivation im pregenualen anterioren cingulären Cortex einher
  • Beschreiben Sie für Ärger typische physiologische Prozesse. - Furcht und ärgerbezogene Catecholamine-Ausschüttung - Anstieg des diastolischen Blutdrucks - erhöhte Noradrenalinund Testosteronausschüttung bei schwachem Adrenalinanstieg
  • Was sind neurobiologische Korrelate von Aggression? - verminderte Aktivität serotonerger Neuronen; Zerstörung serotonerger Neurone im Vorderhirn (-> serotonerge Neuronen hemmen aggressives Verhalten) - Tierexperimentelle Studie: hoher Serotoninspiegel (5-HIAA in der Cerebrospinalflüssigkeit), geht mit höherer Aggression einher (operationalisert durch riskante Verhaltensweisen) - Humanstudie: Zusammenhang von Aggression und antisozialem Verhalten mit 5-HIAA-Spiegel; Aggressives Verhalten lässt sich nach der Gabe von Serotonin-Agonisten (Fluoxetin) reduzieren - Hirnfunktion: PFC: Aggresivität ergibt sich aus mangelnder emotionaler Regulation, bei Läsion des ventromedialen PFC kommt es zu verminderten Verhaltenskontrolle; d.h. wenn die Exekutivfunktionen im PFC vermindert aktiviert sind wird die Unterdrückung impulsiv-aggresiver Impulse verhindert - Hormonale Steuerung: Androgene (insb. Testosteron) haben pränatal und perinatal organisierende Effekte auf die Entwciklung neuronaler Netzwerke, die für aggressives Verhalten zuständig sind; in der Pubertät sind die Effekte der Androgene aktivierend (lösen Aggression aus) ; maternale Aggression wird durch Progrosteron und spezifische Reize wie der Duft eines Neugeborenen stimuliert ; Hinweise: Androgene erhöhen die Motivation zum Erreichen von Dominanz; Alkohol und Testosteron haben synergische Effekte, d.h. sie erhöhen sich gegenseitig in ihrer Wirkung
  • Gibt es kulturelle Unterschiede in der Assoziation von Neid und Eifersucht? - US-Amerikaner: bewerten Neid & Eifersucht zu 68% gleich - Deutsche: bewerten Neid & Eifersucht zu 28% gleich - Russen: bewerten Neid & Eifersucht zu 12% gleich
  • Nennen Sie Grundbestandteile der positiven Psychologie. Ziel: Verständnis und Stärkung der Faktoren, die Individuen und Gemeinschaften Wachstum erlauben; Indikatoren von Wachstum und optimalem Wohlbefinden sind positive Emotionen, die gleichzeitig an der Produktion von Wachstum teilhaben Positive Emotionen: Freude, Zufriedenheit, Stolz, Interesse, Liebe Broaden-and-build Theory: positive Emotionen erweitern persönliche Ressourcen wie Aufmerksamkeit, Kognition, Aktion und körperliche, intelektuelle und soziale Ressourcen Undoing-Annahme: positive Emotionen können negative rückwirkend abschwächen
  • Beschreiben Sie die Dreieckstheorie der Liebe nach Sternberg. 1) Intimität: Gefühl der Nähe, der Verbundenheit und des Zusammengehörens 2) Leidenschaft: Romantik, physische Anziehung, sexuelle Erfüllung 3) Entscheidung / Selbstverpflichtung ( commitment): kurzfristig die Entscheidung, dass man sich gegenseitig liebt und langfristig die Absicht, die exklusive Liebe zu einem Partner aufrechtzuerhalten, ndem man ihm treu ist und/oder sich formell an ihn bindet (Heirat)
  • Welche neurobiologischen Ansätze zu Liebe/ Intimität gibt es? Kortikale Areale: 1) Gyrus cinguli: bei sozialer Ausgrenzung erhöhte Aktivität (g.c. ist auch bei Schmerz aktiviert)2) Frontallappen: sozialer Stress geht mit geringerer Aktivität des Frontallappens einher Transmitter Dopamin: bei Erregung des Anschlussmotivs ist die Dopaminausschüttung erhöht; v.a. anschlussmotivierte Personen, die hohem Stress ausgesetzt sind, zeigt sich erhöhte dopaminerge Aktivität Transmitter Oxytocin: wird vom Hypophysenhinterlappen bzw. über die Neurohypophyse freigesetzt, die ihre Information vom Hypothalamus auf nervalem Weg erhält ; Rezeptoren für Oxytocin finden sich in der Amygdala, dem Hippocampus und dem Neocortex; Oxytocin triggert die Kontraktion der Milchdrüsen und Milchausschüttung bei Müttern, wenn die Brustwarzen durch das Baby stimuliert werden und wird außerdem während des Sexualkontakts ausgeschüttet (bei Orgasmus) Tierexperimente Oxytocin: fördert das Wiedererkennen bereits bekannter Sozialpartner (social recognition), welches sich in geringem explanantiven Verhalten beim erneuten Kontakt zeigt; Knock-out-Mäuse sind genetisch nicht in der Lage, Oxytocin zu bilden-> bekannte Artgenossen werden auch bei mehrfachen sozialen Kontakten nicht erkannt-> Oxytocin-Injektion in die mediale Amygdala vor dem ersten Sozialkontakt bewirken die Restauration der sozialen Wiedererkennung Humanexperimente Oxytocin: wird intranasal verabreicht und gelangt so über die regio olfactoria in die interstitielle Flüssligkeit, die den Bulbus Olfactorius umgibt und in das ZNS1) Heinrichs et al (2003): UV1: Art der vor dem Stressor verabreichten Substanz (Oxytocin vs. Placebo); UV2: soziale Unterstützung während der Vorbereitung der Rede (Unterstützung durch besten Freund / keine Unterstützung) -> Oxytocin wirkt stressreduzierend und verstärkt den stresspuffernden Effekt sozialer Unterstützung2) Rimmele et al. (2010): UV: Oxytocin vs. Placebo; Phase 1: Encodierung soialer Stimuli und nicht sozialer Stimuli, Phase 2: Abruf-> Oxytocin erhöht die selektive Wiedererkennung sozialer Stimuli, während keine Unterschiede bei der Wiedererkennung nicht-sozialer Stimuli auftreten(Valenz und Arousal des sozialen Stimulus unbedeutend)
  • Welche Formen der Liebe werden anhand der 3 Komponenten unterschieden (Intimität, Leidenschaft, Verpflichtung)? 1) Erfüllte Liebe: Kombination aller drei Komponenten 2) Mögen/ Zuneigung: Intimitätskomponente 3) Romantische Liebe: Intimität und Leidenschaft 4) kameradschaftliche Liebe: Intimität und Verpflichtung