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Psychologie (Subject) / Psychotherapie u Psychoanalyse (Lesson)
Kapitel 2
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- Was ist die Psychotherapie? (Sigmund Freud) Seelenbehandlung: = die Behandlung psychischer und psychosomatischer Störungen mit Mitteln, die auf das Seelische einwirken. (mithilfe des Gesprächs, im Rahmen einer besonders gestalteten Beziehung) Psychotherapie ist der Oberbegriff für einen Vorgang der die Störung feststellen u lindern soll.
- Wie lautet die Definition (1923) der Psychoanalyse? Psychoanalyse = Untersuchungsmethode (unbewusster) seelischer Vorgänge, die sonst kaum zugänglich sind und als Reihe von gewonnen Einsichten, zu einer neuen wissenschaftl. Disziplin zusammen wachsen. = kulturkritische Theorie, beeinflusst bis heute die gegenwärtige Gesellschaft und Wissenschaft in vielen Disziplinen. (z.B. Kunst, Religion, Politik u Gesellschaftstheorie).
- Wie lauten die 3 (virtuellen) seelischen Instanzen? Es: = Bereich triebhafter Wünsche u verdrängter Erfahrungen Über-Ich: = Gewissen, alle kulturellen Normen u Werte, die in der Familie vorherrschenden Gebote u Verbote. Ich: muss mehreren Herren dienen. repräsentiert die Denk- u Wahrnehmungsfunktionen, stellt Bezug zur äußeren Welt, zur Realität her muss Triebansprüche regulieren, d.h. es muss befriedigen, unter Einbeziehung kultureller Einschränkungen u vom persönlichen Gewissen bestimmter Vorgaben. -> Konflikth Aufgabe, die scheitert, wenn Wünsche, Ängste (unbewusst) verdrängt bleiben u zu Kompromissen führen.
- Von wem darf die durch Strotzka definierte psychotherapeutische Tätigkeit durchgeführt werden? nur von Personen, die im Sinne des Gesetzes in einer behördlich anerkannten therapeutischen Methode von einer behördlich befugten Ausbildungseinrichtung ausgebildet und von den Gesundheitsbehörden approbiert wurden.
- Wie lauten die 4 ergänzenden Definitionen von Broda und Senf zu Strotzka? Psychotherapie = Krankenbehandlug nach Regeln des öffentlichen Gesundheitswesens. Bezug Theorien, erfolgt mittels wissenschaftlich begründeter psychotherapeutischer Verfahren qualifizierter Diagnostik u Differentialindikation professionelle Psychotherapeuten -> Wahrung ethischer Grundsätze u Normen.
- Was sind Reminiszenzen? = undeutliche, diffuse Erinnerungen, die mit höchst intensiven Erregungszuständen verbunden waren, die psychisch nicht verarbeitet werden konnten.
- Was sind die therapeutischen Ziele im Allgemeinen? Aufhebung neurotischer Erlebens u Verhaltensweisen Abbau neurotischer Hemmungen Entwicklung der eigenen Person, dem "Selbst" Beziehungsfähigkeit zu anderen Menschen, zur Welt.
- Wie definierte Freud die Psychoanalyse? als eine Untersuchungsmethode (unbewusster) seelischer Vorgänge, welche sonst kaum zugänglich sind als Reihe von psychologischen, auf solchem Wege gewonnen Einsichten, die allmählich zu einer neuen wissenschaftlichen Disziplin zusammenwachsen. als Lehre vom unbewussten Seelenleben und der dynamischen Wirkung der verdängten, pathogen wirkenden Konflikte und Traumata.
- Wie lange wirken traumatische Erfahrungen und intrapsychische Konflikte pathologisch? (Psychoanalyse) So lange sie unbewusst bleiben sich der sprachlichen Erinnerung entziehen und zugleich mit einer hohen affektiven, körperlichen Erregung und Anspannung verbunden sind, welche psychische Symptome produzieren und/oder auf der Bühne des Körpers einen psychosomatischen Ausdruck finden.
- Wie hat die moderne Psychoanalyse das Freudsche Triebkonzept ergänzt? Heute wird neben sexueller, dem Lebenserhalt dienenden, und den korrespondierenden destruktiven Triebkräften ebenso auf die Entwicklung des Ich/Selbst und auf die Bedeutung von "Objektbeziehungen", den verinnerlichten Beziehungserfahrungen und den damit verknüpften Konflikten und Störungen fokussiert.
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- Kognitive - Behaviorale Psychotherapie? beobachtbare Verhalten = einzig wissenschaftlich legitime Weg zu den psychischen Phänomenen Treib, Seele, Introspektion werden abgelehnt Psychopathologische Erscheinungen sind angelernte, dysfunktionale Verhaltensmuster, die mit enstsprechenden Lernprogrammen "gelöscht" werden können, bzw. durch antrainierte neue, besser angepasste Bewältigungsstrategien ersetzt werden.
- Was ist die Übertragung? frühkindlich erwobene Erlebens- und Verhaltensmuster werden unbewusst auf neue Beziehungen projeziert. die neurotischen Muster und Konflikte der Vergangenheit werden auf Neue übertragen.
- Was ist die Gegenübertragung? umfasst alle Gedanken, Gefühle, innere Reaktionen und Impulse, die im Erleben von Therapeuten während der Arbeit entstehen. induziert durch die Übertragung der Klienten, eine spontane affektive "Antwort" auf deren Zuschreibungen. geht auf ungelöste chronischen oder aktuelle Konflikte, Probleme der Therapeuten zurück.
- Was zeichnet ein gut entwickeltes Selbst aus? stabiles Selbstwertgefühl (auch in Krisen) zwischen sich selbst und anderen klar zu unterscheiden eindeutige sexuelle Identität Widersprüche des Bildes vom eigenen Selbst ertragen.
- Was gehört zur Beziehungsfähigkeit? Kontakt- und Kommunikationsbedürfnisse und -fähigkeiten Regulierung von Nähe/Distanz Fähigkeit zu Empathie, Intimität Bereitschaft, sich mit seiner eigenen Lebensgeschichte abfinden zu können nicht von einer Partnerschaft Kompensation für früh Erlittenes zu verlangen.