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Psychologie (Subject) / Psycho Folie 6 (Lesson)

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  • Bandura - "Lernen"   Lernen erfolgt nach Bandura durch •direkte Beobachtung (klassische und operante Konditionierung) •symbolische Erfahrungen (Instruktion) •stellvertretende Erfahrungen (Beobachtung)
  • Das „bobo-doll“-Experiment (nach Bandura, 1965)   Kindern wurde jeweils eine Variante eines Films gezeigt, in dem ein erwachsener Täter eine Plastikpuppe schlägt und tritt: •Variante A: Das Verhalten hatte keine Konsequenzen. •Variante B: Der Täter wurde anschließend gelobt und belohnt. •Variante C: Der Täter wurde anschließend getadelt und ermahnt. Anschließend wurden die Kinder in einem Raum beobachtet, in dem sich neben anderem Spielzeug auch die Plastikpuppe befand.   •Kinder der A- und B-Gruppe zeigten deutlich häufiger aggressives Verhalten gegenüber der Puppe als Kinder der C-Gruppe. •Bei Aufforderung zur Modellnachahmung unter dem Angebot einer Belohnung zeigten die Kindern aller drei Gruppen aggressives Verhalten. Alle Kinder haben sich das beobachtete Verhalten unabhängig von den damit verbundenen Konsequenzen angeeignet. Die Bereitschaft zur Performanz hing von den eigenen und modellbezogenen Verstärkungsbedingungen ab.
  • Lernvorgang nach Bandura: das Vier-Komponenten-Modell   Aneignungsphase (Akquisition) Aufmerksamkeitsprozesse Gedächtnisprozesse Ausführungsphase (Performanz) motorische Reproduktionsprozesse Verstärkungs- und Motivationsphase
  • Lerneffekte nach Bandura (1969) und Walters (1963)   der Einfluss von Modellen: 1.modellierender Effekt: der Beobachter erlernt Verhaltenswei-sen, die vorher nicht im Verhaltensrepertoire existent waren 2.enthemmender Effekt: verfügbare Verhaltensweise wird durch Beobachtung enthemmt (wenn Verstärkung beobachtet wird) 3.hemmender Effekt: vorhandene Verhaltensweisen treten seltener auf (wenn das Modell bestraft wird) 4.auslösender Effekt: unmittelbar nach dem Beobachten eines Modells wird das Verhalten manifest (das Verhalten ist weder neu noch genau imitiert)
  • Banduras Theorie: drei Wirkungen von Imitationen + Beispiele  Modelleffekt Ein neues Verhalten wird als Ergebnis der Beobachtung eines Modells erworben. Nach einer Kampfsportsendung im Fernsehen probiert Robert ein paar neue Bewegungsfolgen an seiner kleinen Schwester Eva aus.  Hemmungs-/ Enthemmungs-Effekt Ein Verhalten wird gezeigt oder nicht mehr gezeigt, nachdem beobachtet wurde, dass ein Modell für ein ähnliches Verhalten belohnt oder bestraft wurde. Benjamin, der Roberts Bewegungsfolgen kennt, sie aber lange nicht selbst gezeigt hat, probiert - nachdem er Robert beobachtet hat - einige dieser Bewegungsfolgen an der Familienkatze aus (Enthemmungs-Effekt) Benjamin hört auf die Katze zu belästigen, als Evas Mutter auf deren Jammern reagiert und Robert bestraft (Hemmungs-Effekt).  Auslöseeffekt Es wird ein ähnliches Verhalten wie das des Modells gezeigt. Robin beginnt mit dem Klavierspielen, nachdem ihr Cousin auf einem Familientreffen stehende Ovationen für seinen Gesang bekommen hat.
  • Lernen am Modell   •Beobachtungslernen •Imitationslernen •Nachahmungslernen sozial-kognitive Lerntheorie als erweiterte Theorie
  • Adaption (Assimilation, Akkomodation)  Adaptation notwendige, immerwieder neu zu leistende Anpassung eines Organismus jeder Entwicklungshöhe an seine aktuelle Umwelt  Assimilation: Elemente der Umwelt werden Strukturen des Organismus angepasst und „einverleibt"  Akkomodation: Strukturen, Merkmale des Organismus werden so verändert, dass sie den Eigenschaften der Umwelt angepasst sind
  • Organisation   Organisation allgemeine Tendenz lebender Systeme, Strukturen zu systematisieren, hierarchisch zu koordinieren und in komplexe Systeme zu integrieren (kognitive Schemata)
  • Äquilibration   Äquilibration (Motor der Entwicklung) Allgemeine Tendenz lebender Systeme zwischen Assimilations- und Akkomodationsvorgängen ein Gleichgewicht herzustellen.
  • 4 Phasen der kognitiven Entwicklung (Piaget)   sensumotorisches Stadium ( ~ -2 Jahre): •Kinder begreifen die Welt über ihre manifesten physischen Einwirkungen auf sie. Ihr Verhalten entwickelt sich von einfachen Reflexen (Greifen, Saugen) über verschiedene Schritte hin zu einer durchstrukturierten Reihe von Schemata. •Hauptmerkmale: –Erfahren der Welt durch Schauen, Anfassen, Grei-fen, in den Mund nehmen (einfache motorische und sensorische Schemata) –Objektpermanenz, Nachahmung, Freude am Effekt 2. präoperatives Stadium ( ~ 2-7 Jahre): •Kinder passen sich nicht mehr nur perzeptionell und motorisch an Objekte an, sondern sie können nun auch Symbole verwenden, die an die Stelle dieser Objekte und Phänomene treten. Sie setzen diese Symbole zunehmend strukturiert und logisch ein. Sie können aber noch keine reversiblen / flexiblen geistigen Operationen ausführen (bspw. noch eine Invarianzkonzepte) •Hauptmerkmale: –Entwicklung symbolischer Repräsentationen, Egozentrismus, Zentrierung, anschauliches Denken 3. konkret-operatives Stadium (~ 7-11 Jahre): •Kinder erwerben bestimmte logische Strukturen, die es ihnen ermöglichen, verschiedene geistige Operationen auszuführen, die internalisierte und reversible Handlungen darstellen. Objekte werden klassifiziert, geordnet und umgekehrt. •Hauptmerkmale: –Mengenkonstanz, mathematische Transformationen, Klassifikationsbildung 4. formal-operatives Stadium (~ 11-15 Jahre): •Geistige Operationen sind nicht mehr auf konkrete Objekte beschränkt, sondern finden nun auch Anwendung auf rein verbale oder logische Aussagen. •Hauptmerkmale: –hypothetisches Denken, abstraktes Denken, logisches Schlussfolgern, Potential für reifes moralisches Denken
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