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Psychologie (Subject) / Psycho Folie 2 (Lesson)
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- Deskriptivstatistik •Deskriptivstatistik (beschreibende Statistik) –dient dazu, einen Überblick über die Daten zu gewinnen –Verfahren: Häufigkeitsauszählungen, Mittelwerte (Modalwert, Median, arithm. Mittel), Kreuztabellen, Balkendiagramme
- Inferenzstatistik •Inferenzstatistik (schließende Statistik) –Übertragung von Ergebnissen aus einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit; dabei werden Hypothesen getestet –Verfahren: •Signifikanztest, bspw. t-Test, 𝜒2-Test, Korrelationsanalysen
- Item Aufgabe in einem Test; Fragestellung in einem Fragebogen
- Skala mehrere Items, welche die gleiche Eigenschaft erfassen
- Kausalität ein Sachverhalt kann als Ursache und ein anderer als dessen Wirkung angesehen werden
- Variable bezeichnet ein Merkmal oder eine Eigenschaft eines Merkmalsträgers
- unabhängige Variable Variable in einem Experiment, die kontrolliert verändert wird, um den Effekt auf davon abhängige Variablen zu bestimmen
- abhängige Variable eine der Variablen, deren Änderungen bei einem Experiment gemessen werden
- Grundgesamtheit abgegrenzte (sachlich, örtlich, zeitlich) Menge von Merkmalsträgern (bspw. Einwohner von Vechta, Teilnehmer/innen an einer Veranstaltung)
- Stichprobe Teilmenge der Grundgesamtheit, die auf Basis eines Auswahl-verfahrens ausgewählt wurde und deren Merkmale erfasst wurden
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- Signifikanz ein statistisches Ergebnis, das gegenüber zufälligen Einflüssen genügend gesichert ist, wird als signifikant bezeichnet
- Experiment Experiment: –Methode zur Prüfung von Hypothesen unter kontrollierten Laborbedingungen –Zuweisung der Probanden zur Versuchs- oder Kontrollgruppe durch Randomi-sierung (Zufallsauswahl) Quasi-Experiment: –Experiment ohne Randomisierung
- Quer-/Längsschnittsstudie •Querschnittsstudie: –Untersuchung zu einem Zeitpunkt •Längsschnittstudie: –mehrere Querschnittsstudien zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit a)unterschiedlichen Befragten (Trenddesign; bspw. „Sonntagsfrage") oder b)gleichen Befragten (Paneldesign; bspw. Unter-suchung der Sprachentwicklung bei Kindern)
- Vergleich Quer- und Längsschnittstudie Nachteile Querschnittstudie 1.Überprüfung von Alters-, Kohorten- und Perioden-effekten nicht möglich 2.intraindividuelle Verän-derungen sind nicht messbar Längsschnittstudie 1.Drop-Out-Quote 2.hoher Aufwand (Zeit/Kosten) 3.oftmals selektierte Perso-nengruppen (freiwillige Teilnahme) 4.Übungseffekte
- Vergleich Quer- und Längsschnittstudie Vorteile Querschnittstudie 1.leichtere Rekrutierung von Probanden 2.niedrige Drop-Out-Quote 3.verhältnismäßig geringer Aufwand 4.Repräsentativität relativ leicht erreichbar Längsschnittstudie 1.Überprüfung von Alters-, Kohorten- und Periodeneffekten möglich 2.direkte Abbildung von Entwicklungsprozessen 3.Bestimmung von Kausal-richtungen 4.Identifizierung gemeinsa-mer Entwicklungsmuster
- Alters-, Kohorten- und Periodeneffekte •Alterseffekt –Analyse der Auswirkungen des Älterwerdens •Kohorteneffekt –Einflüsse, die eine Gruppe von Menschen zum gleichen Zeitpunkt erfahren hat •Periodeneffekt –ein Effekt, der nur oder verstärkt zu einem bestimmten Zeitpunkt auftritt •Beispiele für Unterscheidungsprobleme –Unterschiede in der Gedächtnisleistung zwischen Kindern und Erwachsenen –Einstellung zur Gleichberechtigung –Einstellung zu Atomenergie (nach Fukushima)
- Operationalisierung Finden / Festlegen von Indikatoren, die auf das zugrunde liegende Konstrukt schließen lassen; Festlegen von beobachtbaren Kriterien für theoretische Begriffe
- Messen Messen ist die systematische Zuordnung von Zahlen zu Objekten oder Personen." (Sedlmeier & Renkewitz, 2008) „essen" = systematische Zuordnung von Zahlen zu Ausprägungen einer Variable die Zuordnung von Zahlen zu Ausprägungen einer Variable bildet das Skalenniveau
- Skalenniveau - Nominalskala Nominalskala Ausprägungen von Variablen lassen sich dahingehend vergleichen, ob sie bei zwei Merkmalsträgern gleich oder unterschiedlich sind. Familienstand,Geschlecht
- Skalenniveau - Ordinalskala Ordinalskala Ausprägungen von Variablen lassen sich für Merkmalsträger in eine Rangfolge bringen. Hierachie-Ebenen, Schulabschluss
- Skalenniveau - Intervallskala Intervallskala Ausprägungen von Variablen lassen eine Aussage über die Differenzen zu. Temperatur in °C,Kalenderzeit
- Skalenniveau - Verhältnisskala Verhältnisskala Ausprägungen von Variablen lassen eine Aussage über Verhältnisse zu. Zeit (s, min, etc.),Körpergröße,Temperatur n. Kelvin
- Klassische Testheorie KTT •meist verbreitete psychometrische Testtheorie •versucht zu klären, wie (ausgehend von einem Testwert einer Versuchsperson) auf die wahre Ausprägung des zu messenden Merkmals geschlossen werden kann •Schwerpunkt: Genauigkeit einer Messung bzw. Größe des jeweiligen Messfehlers (Messfehlertheorie)
- KTT - 5Axiome •Existenzaxiom –der wahre Wert existiert als Erwartungswert der Messungen eines Probanden •Verknüpfungsaxiom –jede Messung ist aus einem wahren Wert und einem zufälligen Fehlerwert zusammengesetzt •Unabhängigkeitsaxiom –Korrelation zwischen den Messfehlern und den wahren Werten bei beliebigen Personen und beliebigen Items ist null •Unabhängigkeit der Messfehler zwischen Items –Fehlerwerte zweier Messungen mit beliebigen Items für dieselbe Person sind unkorreliert •Unabhängigkeit der Messfehler zwischen Personen –Fehlerwerte zweier Messungen mit beliebigen Personen mit demselben Item sind unkorreliert
- Gütekriterien psychologischer Messungen Objektivität: Unabhängigkeit der Testergebnisse von der Testleitung. •Durchführungsobjektivität •Auswertungsobjektivität •Interpretationsobjektivität Reliabilität: Zuverlässigkeit eines Tests: Wie genau misst der Test das, was er misst? •Retest-Reliabilität: wiederholte Testung •Paralleltest-Reliabilität: zwei parallele Tests werden erstellt •split-half-Reliabilität: Test wird in zwei Teile geteilt Validität: Gültigkeit eines Tests: Misst der Test auch das, was er zu messen vorgibt?
- Korrelation Korrelationen = Zusammenhangsmaße; keine Ursächlichkeiten
- Faktoren- und Clusteranalyse •Gemeinsamkeiten –Verfahren zur Aufdeckung von vorhandenen Strukturen -> Datenstrukturierend –Bezeichnungen stehen für Verfahrensgruppen und nicht für ein einzelnes Verfahren –gehen nicht von abhängigen und unabhängigen Variablen aus, sondern behandeln alle Variablen unabhängig von einem etwaigen kausalen Zusammenhang –Verfahren dienen primär der Wissenskonstruktion •Faktorenanalyse –„entdeckt" ggf. vorhandene lineare oder inhaltliche Gemeinsamkeiten zwischen Variablen –einander ähnliche Daten werden statistisch zu Faktoren zusammengefasst –Bspw. Persönlichkeitstest: NEO-FFI (5 Dimensionen der Persönlichkeit usw.) •Clusteranalyse –sucht möglichst homogene Gruppe durch Zusammenfassung von Fällen (Ausgangspunkt sind somit die Merkmale) –(re)konstruiert Assoziationen zwischen Fällen und ihrer Clusterzugehörigkeit –bspw. Typenbildung von Personen/Gruppen: SINUS-Milieus