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Sozialgeschichte Westeuropas (Subject) / Krise des Sozialstaats (Lesson)
- Epochenwechsel Ausbau der sozialen Sicherungssysteme in den 50ern/60ern, Epochenwechsel: in den 70ern zwar kein allgemeiner Sozialabbau, aber Wachstumsbegrenzung und Anstieg des Rechtfertigungsbedarfs für neue Ausgaben
- Finanzierungskrise nicht soziale Bewegung gegen Sozialstaat gerichtet (keine Akzeptanzkrise wie in den USA durch neoliberale Wende in der Wirtschaftspolitik) Sozialausgaben stiegen während des Booms stärker als Wirtschaftsleistung, während den Krisenerscheinungen der 70er konnte Wachstumstempo also nicht durchgehalten werden Belastung durch Massenarbeitslosigkeit Ausgaben für Rente und Gesundheit stiegen durch steigende Lebenserwartung, bessere medizinische Versorgung und demographischen Wandel
- Folge der Globalisierung? Sozialsysteme Europas geraten durch Wachstum der globalen Konkurrenz unter Druck kaum Angleichung durch EU
- Vergleich Sozialausgaben hohe Sozialausgaben: I, F, Ö, DM, Schw, Belgien, D niedriger: Griechenland, Schweiz, GB, Polen, Tsch, Spanien noch niedriger: USA, Australien, noch: Mexiko, Südkorea, Türkei, Chile
- Modelle deutsches Bismarck-Modell: Sozialversicherungen als Pflichtversicherung, Finanzierung aus eingezahlten Beiträgen, Leistungen an Höhe der Beiträge gekoppelt englisches Beveridge-Modell: Finanzierung aus Steuern, jeder (nicht nur Beitragszahler) ist anspruchsberechtigt, Auszahlung erfolgt nach einheitlichen Pauschalen Annäherung der Modelle, aber große nationale Unterschiede:- Nettorentenniveau zwischen 37% (GB) und 102%(Griechenland)- Arbeitslosengeldniveau zwischen 45%(Griechenland) und 90%(Dänemark)- Renteneintrittsalter zwischen 61 und 66 Jahren (Tendenz höher werdend)
- Arbeitslosigkeit Schübe Mitte 70er und Anfang/Mitte 80er z.T. schon in den 80ern 15% (Irland Spanien), in z.B. Schweden erst in den 90ern über 5% Konvergenztendenzen in den 90ern bis zur Finanzkrise, mittleres Niveau zwischen 5 und 10% seit 2007 geht Schere auseinander (Südeuropa steigt wieder stark)
- neue Armut „Prekariat“, „Underclass“, "Zwei-Drittel-Gesellschaft" relative Armut: weniger als 60% des mittleren Einkommens traditionelle Armut traf vor allem ältere Menschen höherer Anteil an Armen in südeuropäischen Ländern, Japan, USA als Westeuropa nahm in den 90ern und 00ern zu, besonders in Schweden Ungleichheit in den USA eher akzeptiert als in Europa obwohl viele junge, unausgebildete Menschen arm, kein reines Bildungsproblem Verfestigung in Unterklassen-Schicht? Altersarmut durch Rentenkürzung?
- Fazit trotz Bemühung um Kostensenkung sinkt Niveau der Sozialausgaben nicht, lediglich Umschichtung (Einführung Pflegeversicherung, Elterngeld)
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