Overwhelming Postsplenectomy Infection (OPSI)
Bei Asplenie: Pneumokokken-, Meningokokken- und Haemopophilus Influenzae-Infektionen -> OPSI; Gefahr der schweren Sepsis
Howell-Jolly-Körperchen
DNA-Reste in jungen unreifen Erythrozyten, die physiologischerweise in der Milz abgebaut werden.
Diathese
Neigung des Körpers zu einer bestimmten Krankheit oder einem bestimmten Symptom
M. Werlhof
idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP)
Lungensequester
Lungengewebe, das über keine Funktion verfügt und nicht an den Tracheobronchialbaum angeschlossen ist
Schilling-Test
dient zur Ermittlung von Störungen der Aufnahme von Vitamin B12.
Niedervoltage
verminderte Höhe des QRS-Komplexes im Elektrokardiogramm in den Extremitäten- und/oder Brustwandableitungen. z.B. bei Herzinsuff
Kerley-Linien
radiologisches Phänomen, welches im Röntgenbild des Thorax typischerweise bei einem intestitiellen Lungenödem, sowie auch bei diversen anderen Krankheitsbildern der Lunge vorkommt.
BNP oder NT-pro BNP
Brain Natriuretic Peptide bzw. N-terminales pro BNP: BNP wird durch die Dehnung bzw. Überlastung der Ventrikel freigesetzt NT-pro BNP besitzt eine höhere Probenstabilität als BNP und wird daher bevorzugt bestimmt (2-3 Tage statt 4-8 Stunden)
HI Diät
Kochsalzarm, kaliumreich, Gewichtsreduktion, Flüssigkeitsrestriktion (bei Ödemen)
Ivabradin
If-Kanalblocker. - chron stab AP + HI Die Wirkung von Ivabradin beruht auf der selektiven und spezifischen Hemmung der sogenannten funny channels (If-Kanäle) im Sinusknoten, die für die Regulierung der Herzfrequenz zuständig sind. Durch die Blockade sinkt die Herzfrequenz. Dies führt zur Reduktion des myokardialen Sauerstoffverbrauchs und zur Steigerung des koronaren Blutflusses.
CRT
Cardiale Resynchronisationstherapie
Kontraindikationen der Herztransplantation
Aktive Infektion (Toxoplasmose, HIV, CMV oder Hepatitis)Fortgeschrittene Lungenerkrankung, akute LungenembolieFortgeschrittene NiereninsuffizienzSchwere arterielle GefäßerkrankungenPalliative Malignomerkrankung, schwere Systemerkrankungen (z.B. Amyloidose)Schwerer Nikotin,- Alkohol- oder DrogenabususFlorides Ulcus ventriculi oder duodeni u.a.
Dobutamin
synth Katecholamin Notfallmed bei akuter HI
Levosimendan
Ca-Sensitiser bei akuter HI
IABP
intraaortale Ballonpumpe bei HI
CPAP-Beatmung
Continuous positive airway pressure
HI 1-Jahresletalität in Abhängigkeit vom NYHA-Stadium
I <10%II ca. 15%III ca. 25%IV ca. 50%
Epsilon-Wellen
bei arrhythmogener rechtsventr Kardiomyopathie
Löffler-Endokarditis
eosinophile Endokarditis
Restriktive Kardiomyopathie
Myokardiale Form Endokardiale Form
Tako-Tsubo-Kardiomyopathie
"broken-heart-syndrome", transient left ventricular apical ballooning syndrome Akute, stressinduzierte, reversible Dysfunktion des linken Ventrikels Echokardiographie: Vorwiegend apikale Akinesie
Non-compaction-Kardiomyopathie
"Isolated left-ventricular non-compaction" Seltene, angeborene Kardiomyopathie, die mit einer gestörten Morphologie des linksventrikulären Myokards (prominente Trabekularisierung und tiefe intertrabekuläre Recessus) einhergeht
Hypertrophe Kardiomyopathie
Obstruktive Form (HOCM): ca. 70%Nicht-obstruktive Form (HNCM): ca. 30%Neben Myokarditis eine der häufigsten Ursachen des plötzlichen Herztodes bei jungen Patienten Häufige hereditäre HerzerkrankungVererbung erfolgt autosomal dominant mit unterschiedlich ausgeprägter Penetranz Zunahme der Obstruktion bei Einnahme positiv inotroper Medikamente (z.B. Digitalis) +Senkung von Vor- oder Nachlast Auskultation: Systolikum (p.m. im erweiterten Bereich des Erb-Punktes), Zunahme des Geräuschphänomens unter Belastung Q-Zacken in den Ableitungen II, III, aVF Asymmetrische Septumhypertrophie >15mm, Quotient aus Septumdicke und Hinterwanddicke >1,3 Vorwölbung des vorderen Mitralklappensegels gegen das Septum (systolische anteriore Bewegung Therapie: Betablocker, Kalziumantagonisten vom Verapamil-TypAntikoagulation bei begleitendem Vorhofflimmern Chirurgische/Interventionelle TherapieIndikation: Höhergradige Herzinsuffizienz oder hohe Druckgradienten (>50mmHg)TASH (Transkoronare Ablation der Septum-Hypertrophie) ICD-Implantation zur Prophylaxe maligner HRSTMyektomie nach Morrow Positiv inotrope sowie nachlast- oder vorlastsenkende Medikamente (Glyceroltrinitrat, Kalziumantagonisten vomNifedipin-Typ) sind kontraindiziert!
Austin-Flint-Geräusch
Rumpelndes, spätdiastolisches Geräusch, das durch eine Behinderung der Mitralklappenöffnung entsteht. Hierfür wird insbesondere ein durch den Blutreflux der undichten Aortenklappe verursachtes Flattern des vorderen Mitralsegels verantwortlich gemacht.
Anuloplastie
Herzklappenrekonstruktion Geringeres Thromboembolierisiko gegenüber dem mechanischen Klappenersatz (insb. in Trikuspidalposition), jedoch hohe Restenoserate Da Herzklappen-Rekonstruktionen häufig eine geringere Letalität als Klappenersätze zeigen, werden sie in vielen Zentren bevorzugt versucht
Musset-Zeichen
pulssynchrones Kopfnicken bei großer RR-Amplitude, z.B. Aortenklappeninsuff.
Quincke-Zeichen
sichtbarer Kapillarpuls (z.B. bei Aortenklappeninsuff.)
Corrigan-Zeichen
Karotidenpulsation (z.B. bei A-Insuff.)
Wilkins-Score
Beurteilung der Klappenmorphologie KlappenmobilitätSubvalvuläre VerdickungSegelverdickungVerkalkung
CRB-65-Score
Beurteilung einer etwaigen ambulanten Führung. Consciousness, Respiratory Rate, Blood Pressure, Age
Atemexkursionen
wahrnehmbare Bewegungen des Brustkorbs bei Atmung
Myxödem
ödematöse Auftreibung der Unterhaut durch Einlagerung von Glykosaminoglykanen als generalisiertes Ödem im Rahmen einer Hypothyreose.
M. Addison
Hypokortisolismus
M. Basedow
Immunhyperthyreose
Phonasthenie
schwache bzw. schnell ermüdende Stimme (Stimmschwäche)
fT3
freies Trijodthyronin
Androgenitales Syndrom
autosomal-rezessiv, bei 85% 21-Hydroxylase-Defekt, bei 10% 11beta-Hydroxylase Pseudohermaphroditismus femininus Bestimmung von 17-Hydroxyprogesteron in Blut und Urin gehört zum erweiterten Neugeborenenscreening und dient dem Nachweis eines adrenogenitalen Syndroms gestörte Kortisolsynthese in NNR: verminderte Kortisolproduktion -> kein neg.-Feedback-Mechanismus->Hypophyse: Anstieg ACTH-> NNR-Hypertrophie mit Androgen/Testosteron-Erhöhung
Goldblatt-Mechanismus
beschreibt die Auswirkung verminderter Perfusion einer Niere. Aktivierung RAAS
Thyreoglobulin
Tumormarker zur Verlaufskontrolle des follikulären und papillären Schilddrüsenkarzinoms nach Thyreoidektomie