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BWL - Lehrgang II (Subject) / Standortwahl (Lesson)

Standortwahl als konstituierende Entscheidung

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  • Unternehmens-Standort Der Ort an dem sich die Räumlichkeiten des Unternehmens befinden. Standortwahl = konstituierende Entscheidung von langfristiger Bedeutung. Unterscheidung Nach: Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäuden. Standortwahl = eine Entscheidung bei unsicheren Erwartungen, Nutzwertanalyse ist erforderlich. Produktionsstandorte: gute Infrastruktur für An- und Abfahrt, Arbeitskräfte müssen vorhanden sein Verkaufsstandorte: gute Erreichbarkeit für den Kunden, Imagesache Verwaltungsstandort: relativ geringe Anforderungen, da nur intrene Anforderungen Forschungs- und Entwicklungsstandort: wie ist die Gesetzgebung? Subventionen möglich?    
  • Entscheidungsprozess in der Standortwahl Entdeckung interessanter Standorte, bestimmte Mindestkriterien z.B. Nähe Zentrum, bestimmte Anzahl der Versicherten in der Region etc. sind erfüllt, werden diese Mindeststandards nicht erfüllt führt das zum Ausscheiden. Ermittlung der standortunabhänigen Kosten Standort mit dem voraussichtlichen größten standortabhängigen Gewinn = Nutzen wird gewählt (Nutzwertananyse)
  • Probleme der Standortwahl weder die Kosten noch die standortabhängigen Leistungen sind mit Sicherheit abschätzbar in der Zukunft sind Veränderungen in den Leistungen oder den Kosten möglich = Standortwahl ist ein Entscheidungsproblem unter Untersicherheit, dem man mit Alternativrechnungen mit pessimistischen bzw. otimistischen Schätzwerten zu begegnen versucht.  
  • Standortfaktoren sind alle standortabhängigen Kosten und Nutzen, die dann von Bedeutung sind, wenn der Standort frei wählbar ist - geologische Vorgaben: Kohlevorkommen - gesetztliche Vorgaben: keine chemische Industrie in Wohngebieten - Lohnstückkosten vor Ort:  Lohnkosten : Produktionsmenge                                                      Achtung: Moderne Fertigungsmethoden und hohes Know-How ersetzen Arbeitskräfte, damit sind die Bedeutung der Arbeitskosten Steuern: Gewerbesteuer - Hebesätze werden von den Kommunen unterschiedlich festgesetzt, Grunderwerbssteuer = unterschiedlich in den Bundesländern Subventionen:   direkte als finanzielle Zuschüsse für das Unternehmen  
  • Subventionen als Standortfaktor direkte Subventionen = finanzielle Zuwendungen an das Unternehmen                                     → Zuschüsse = Keine Rückzahlung                                                                                                → Kredite = Rückzahlung aber meist mit guten Zinssätzen oder andere Sonderkonditionen                                                                                                                            → Bürgschaften = verbesserte Kreditwürdigkeit indirekte Subventionen = Steuererlasse, Steuerbefreiungen, Steuerermäßigungen oder Zollermäßigungen                                                                                                                               → Reduzierung staatlicher Geldforderungen an das Unternehmen
  • Engiekosten als Standortfaktor Energiepreise sind fast immer politische Preise: fiskalpolitisch = Einnahmequelle Kraftstoffsteuer umweltpolitisch = Atomausstieg natürliches Energiekostengefälle aufgrund von entsprechenden Ressourcen (Erdöl in Saudi Arabien)  
  • Engiekosten als Standortfaktor Energiepreise sind fast immer politische Preise: fiskalpolitisch = Einnahmequelle Kraftstoffsteuer umweltpolitisch = Atomausstieg natürliches Energiekostengefälle aufgrund von entsprechenden Ressourcen (Erdöl in Saudi Arabien)  
  • Absatzleistung / Konkurrenz / Kaufkraft als Standortfaktor Marktpotenzial = hier sind viele Versicherte vorhanden Kaufpreis = Arzt, wo sind viele privat Versicherte vorhanden = Stadt Konkurrenz = Erweiterung des Angebot für die Kunden
  • Staatsleistungen als Standortfaktor politische Stabilität = gefestigte Gesetzgebung Infrastruktur = öffentliche Einrichtungen, Straßen, Schul- und Gesundheitsversorgung Energie- und Wasserversorgung = gesichert? Effizienz der Verwaltung ↔ Korruption in den Behörden Staatliche Auflagen = Umweltschutz Rechtsordnung = Schutz des Unternehmens
  • die wichtigsten Standorte sind Verkehrsanbindung: Straßen, Häfen, Flughäfen, öffentl. Verkehrsmittel Energiepreise und -vesorgung: stabil und gesichert Kommunikationsnetze Nähe zu Zulieferern und Absatzmärkten Flächen und Grundstücksreise: in verschieden Bundesländern unterschiedlich Ausbildungs- und Lohnniveau der MA: moderne Fertigung und gutes Know-How ersetzt Arbeitskräfte und Lohnstückkosten sinken tarifliche und gesetzliche Rahmenbedingungen für MA Genehmigungsverfahren = Aufwand und Dauer bis Entscheidungen behördlich abgesegnet sind staatliche Förderungen = Subventionen
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  • Nutzwertanalyse als Technik zur Standortauswahl Ziel → Rangfolge der Entscheidungsalternativen aufzustellen Vorteile = Berücksichtigung von monetären und nicht-monetären Aspekten Vorgehen: → Kriterienauswahl: Was ist wichtig? Ausschlussgründe? nach Präferenz des Entscheidungsträgers Gewichtung: → Bedeutung der einzelnen Kriterien nach Präferenz des Entscheidungsträgers Ermittlung de Zielbeiträge (Zielerfüllungsgrade): nach einer vorgegebenen Bewertungsskala Ermittlung der Nutzwerte: Kriteriumsgwichtung x Zielerfüllungsgrad = Summe der Nutzwerte je Alternative Rangordnung der Alternativen / Entscheidung