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Funktionsprüfung (Subject) / Sensibilitätsprüfung/ test (Lesson)

Definition / Zeichen / Probe

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  • Definition - Hintergrund Die Sensibilitätsprüfung ist Teil der neurologischen Untersuchung u. dient der Überprüfung der sensiblen Wahrnehmung. die unterschiedlichen Quallitäten der Sensibilität werden einzeln untersucht Berührungsempfindung Temperaturempfindung Vibrationsempfindung Schmerzempfindung Bewegungsempfindung Lageempfindung Kraftempfindung Überprüfung erfolgt stets im Seitenvergleich Klinisch wird grob orientierend meist nur die Berührungsempfindung getestet Untersuchung m. Fingern, od. einfachen Hilfswerkzeugen (Nadel, Pinsel, Watte) Sind eine od. mehrere Qualitäten gestört, kann durch Lokalisation u. Qualität der Störung eine Lokalisationsdiagnostik bzw. Ursachenforschung erfolgen.
  • Prüfung - Berührung Temperatur Vibration Schmerz Berührung - Berührungen mit den Fingern od. Hilfmitteln (Wattebauch) beidseitig, Patienten nach Wahrnehmung befragen herabgesetzte Wahrnehmung - Hypästhesie od. Anästhesie Temperatur - auflegen von wärme- u. kälteleitenden Behältern im wechsel beidseitig, Patienten nach Wahrnehmung befragen herabgestzte Wahrnehmung - Thermohypästhesie od. Thermoanästhesie Vibration - auflegen einer schwingenden Stimmgabel an knöchernen Punkten (Patelle), Patienten nach Wahrnehmung befragen herabgesetzte Wahrnehmung - Pallhypästhesie od. Pallanästhesie Schmerz - mit einer Nadel im Wechsel den stumpfen u. spitzen Anteil aufsetzen, den Patienten nach Wahrnehmung befragen herabgesetzte Wahrnehmung - Hypalgesie od. Analgesie gesteigerte - Hyperalgesie Mißempfinden - Parästhesie generalisiert - Hyperpathie
  • Prüfung - Bewegung Lage Kraft komplexer Leistungen Bewegung - z. B. Finger od. Zehe im Mittelgelenk strecken od. knicken, Patienten nach entsprechender Bewegung befragen Lage - bei verschlossenen Augen u. liegend Arm od Bein passiev anheben und possitionieren, die andere Extremiät in die gleiche Position bringen Kraft -  prüfen durch wechselseitiges Halten u. Heben definierter Gewichte komplexer Leistungen - die erwähnten komplexen Leistungen der Sensibilität (Stereognose u. Sensibler Wandel) werden durch spezielle Untersuchungstechniken wie z. B. dem Ertasten von Gegenständen, Dermolexie u. Twei-Punkt-Diskrimination geprüft
  • Zehenspitzenstand Stand auf den Zehenballen bei angehobener Ferse klinischer Funktionstest - Kraftprüfung -, Wadenmuskulatur -,Achillessehne, Diagnostik von Fußdeformitäten Hintergrund - kann der Patient den ZSPST nur kurz od.gar nicht beibehalten können folgende Störungen vorliegen: Fußsenkerschwäche - Schädigung des N ischiadicus bzw. N tibialis Ischialgie Lumboischialgie Tibialis-anterior-Syndrom Achillessehnenruptur
  • Babinski - Reflex durch forciertes Bestreichen des lat Fußrandes unter path. Bedingungen auslösbare Dorsalextension der Großzehe bei gleichzeitiger Plantarflexion bzw. Spreizung der übrigen Zehen Einteilung - nach Lokalisation: einseitig od. beidseitig                        nach Dauer : temporär od. bleibend   Bewertung - zählt zu den Pyramidenbahnzeichen u. bei Säuglingen bis etwa 1 Jahr physiologisch                                         
  • Homan - Zeichen dient dem klinischen Nachweis einer Venenentzündung (Phlebitis) od. Venenthrombose im Bereich des Beines Durchführung - erfolgt am liegenden Patienten, Dorsalflexion des Fußes bei gestrecktem Bein löst Schmerzen in der Wade aus. Bewertung - unsicheres Zeichen einer Venentrombose, Test kann unter Umständen Thromben loslösen u. damit eine Lungenembolie auslösen.
  • Payr - Zeichen dient dem klinischen Nachweis einer Meniskusläsion Durchführung - kann im Liegen od. im Schneidersitz durchgeführt werden. Bein flexieren im Kniegelenk u. abduzieren im Hüftgelenk. Außenknöchel des untersuchenden Beines wird oberhalb des Kniegelenkes des anderen Beines ablegen. In dieser Position wird das zu untersuchende Bein in Richtung Boden gedrückt u. geprüft ob Schmerzen auftreten. Bewertung - bei Schädigung des Innenmeniskus (Meniscus medialis) treten Schmerzen im medialen Gelenkspalt auf.
  • Ratschow - Probe klinische Untersuchung zur diagn. Aufklärung einer PAVK der Beine Durchführungen - auf dem Rücken liegend die Beine vertikal heben, für 2 Min kreisende Bewegungen im Sprunggelenk durchführen, danach aufsetzen Beine hängen lassen, Untersucher beobachtet und erhebt Befunde. Befunde - o. B. : keine Schmerzen wärend der Bewegungen, nach                        Aufsitzen  rötet das Bein (5 Sek.), Venen fülle sich (5 Sek.) pAVK: während der Bewegungsphase blasst das Bein ab,nach                       Aufsitzen rötet das Bein mit Verzögerung, Venen füllen sich verspätet. Aussagekraft - ein Basisverfahren im Rahmen der Diagnostik der pAVK u. liefert erste Hinweise über das funktionelle Ausmaß der Verschlußerkrankung.
  • Bragard - Zeichen klinisches Zeichen im Rahmen einer neurologischen od. orthopädischen Untersuchung ursächlich ein Nervendehnungsschmerz Prüfung: auf dem Rücken lagern, im Kniegelenk gestrecktes Bein wird im Hüftgegenk gebeugt. Dann den Fuß passiv dorsalflektieren. Das Zeichen ist positiv, wenn es zu Schmerzen im untersuchten Bein bzw. Gesäß kommt. Ein positives Zeichen deutet auf eine Läsion im Bereich der Nervenwurzeln L4 - S2 hin, wie z. B. bei einem Bandscheibenvorfall.
  • Lasegue - Zeichen klinisches Zeichen im Rahmen einer neurologischen Untersuchung Auslösung eines Dehnungsschmerz im Bereich der Spinalnervenwurzeln der Rückenmarksegmente L4 - S2 N. Ischiadicus Prüfung - Rückenlage, gestrecktes Bein im Hüftgelenk langsem passiv um 90° beugen positiv: Beugung um etwa 70 - 80 °nicht möglich wegen Schmerzen ( Bein, Gesäß, Rücken) weist auf eine Entzündung im Bereich der Nervenwurzel hin (Bandscheibenvorfall, Meningismus, Meningitis Verdacht)
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