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Kognition I (Subject) / Kognition I (Lesson)

Kognition

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  • Was ist der Verdienst von Wilhelm Wundt für die Psychologie? Gründung des ersten Instituts für experimentelle Psychologie in Leipzig 1879
  • Aus welchen drei Disziplinen entwickelte sich die Psychologie als Wissenschaft? Physiologie Philosophie Pädagogik (oder doch Psychophysik?)
  • Zu welcher psychologischen Schule gehörten Karl Marbe und Narziß Ach? Würzburger Schule
  • Nenne drei Gestaltpsychologen! Max Wertheimer Wolfgang Köhler Kurt Koffka
  • In welcher psychologischen Richtung werden hauptsächlich Einzelfalldaten betrachtet? Psychoanalyse
  • Was ist der Ansatz des Behaviorismus? Objektive experimentelle Verhaltensbeobachtung
  • Ein Soldat wirft sich nach Heimkehr aus dem Krieg daheim bei jedem lauten Knall auf den Boden. Dies ist eine erlernte Verhaltensweise. Erkläre mithilfe der Theorie des Klassischen Konditionierens dieses Phänomen. Verwende auch Begriffe wie unkonditionierter Stimulus und konditionierte Reaktion. UCS (Schüsse Fallen/Lebensgefahr) → UCR (Auf den Boden werfen)UCS (Schüsse Fallen/Lebensgefahr) + NS (Knall) → UCR (Auf den Boden werfen)NS (Knall) wird zu CS (Knall)→ CR (Auf den Boden werfen) mit:UCS = Unkonditionierter StimulusUCR = Unkonditionierte ReaktionNS = Neutraler StimulusCR = Konditionierte Reaktion
  • Definiere operantes Konditionieren! Konsequenz eines Verhaltens bestimmt zusammen mit der Kontingenz der erhaltenen Verstärker (Kontinuierlich/Nicht-Kontinuierlich/Fest/Variabel) die Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens.
  • Was bedeutet es, wenn die Kontingenz beim operanten Konditionieren nicht kontinuierlich ist? Es folgt nicht auf jede Reaktion eine Verstärkung, sondern es wird anhand von Quoten- oder Intervallplänen (variabel/fest) verstärkt.→ führt i. d. R. zu langsamerem Vergessen des erlernten Verhaltens (Löschung)
  • Welche psychologische Richtung ist seit den 1970ern vorherrschend und welcher Ansatz steht dahinter? Kognitive Psychologie ("Kognitive Wende") Ansatz:- Erforschen von Informationsverarbeitung- Prozesstheorien von "Input" (Reizwahrnehmung) bis "Output" (Handeln)
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  • Was bedeutet die Distanz des Beobachters zum Beobachteten bei der Klassifikation von Beobachtung? Nenne für jede Kategorie ein Beispiel. aktiv teilnehmendbspw. Therapeut bei Verhaltensexposition passiv teilnehmend bspw. "klassisches" Experiment nicht-teilnehmendbspw. Videoaufzeichnung
  • Was sind die Gründe dafür, dass das Experiment als der Königsweg der Psychologie angesehen wird? Kausale Zusammenhänge können überprüft werden Einzige Methode, die das ermöglicht
  • Nenne Datenquellen/-formen der Allgemeinen Psychologie! Verhaltensdaten Häufigkeiten Urteile Reaktionszeiten Blickverhalten (Fixationen/Sakkaden) .. Neurophysiologische Daten Ereignis-korrelierte-Potentiale (ERPs) Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Elektroenzephalographie (EEG) Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)
  • Charakterisiere die Kognitive Phase des Fertigkeitserwerbs! Kognitive PhaseAnfangs ist starke Bewusste Beteiligung ist nötig, es wird langsam und in kleinen Teilschritten gelernt. Relevante Fakten werden identifiziert und eingeprägt.
  • Beschreibe den Prozess der Wahrnehmung! 1. Verfügbarer Stimulus → 2. Beachteter Stimulus → 3. Stimulus auf Rezeptoren → 4. Transduktion (=Umwandlung in elektrische Signale) → 5. Neuronale Verarbeitung → 6. Wahrnehmung → 7. Erkennen → 8. Handlung
  • Was bedeutet bottom-up und top-down? bottom-upVerarbeitungsprozess ausgehend von Informationen die Rezeptoren signalisieren   (reizgesteuert/datenbasiert) top-down Verarbeitungsprozess ausgehend vom Wissensstand
  • Was ist der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Empfindung? Wahrnehmung → eher objektorientiert ("die Wiese ist grün") Empfindung → nicht-objektorientiert ("Ich habe Hunger")
  • Eine Person hat einen Wahrnehmungseindruck obwohl keine Reizgrundlage vorhanden ist. Wie nennt man dieses Phänomen? Halluzination
  • Wovon hängt die Helligkeitswahrnehmung ab? von: Physikalischer Intensität Helligkeit benachbarter Objekte (simultaner Helligkeitskontrast) Adaptionsgrad der Rezeptoren Wellenlänge (Farbton) ...
  • Was bedeutet Scheinkontur? Nenne ein Beispiel! Wahrgenommene Kontur ohne physikalische Reizgrundlage. Induziert durch "Induzierende Elemente" bspw. Kanisza-Dreieck
  • Was ist die Voraussetzung dafür, dass man eine Scheinbewegung von Lichtpunkten wahrnimmt? Das Zeitintervall zwischen dem Erlischen von Lichtpunkt A und dem Aufleuchten von Lichtpunkt B muss kürzer als 30msec sein
  • Welche Wellenlängen kann das menschliche Auge wahrnehmen? 380 - 720nm(blau → rot)
  • Was ist die Fovea centralis? Nenne alle Besonderheiten, die dir zu ihr einfallen! auch: Sehgrube/Gelber Fleck Bereich des schärfsten Sehens auf der Retina.- enthält nur Zapfenrezeptoren- Licht eines fokussierten Objekts fällt auf die Fovea   → Sichtlinie
  • Was sind die zwei Verschaltmechanismen von Rezeptoren auf Ganglienzellen im menschlichen Auge? Beschreibe genauer! Lineare Verschaltungein Rezeptor sendet jeweils an ein Neuron Konvergente Verschaltung / Konvergenzmehrere Rezeptoren senden Signale an ein Neuron- Summativ   Inputs/Signale nebeneinander liegender Rezeptoren summieren sich - Inhibierend  Inputs/Signale nebeneinander liegender Rezeptoren hemmen sich
  • Was sind rezeptive Felder auf der Retina und was beschreibt den Zentrum-Umfeld-Antagonismus? Gebiete von Sinnesrezeptoren (auf der Retina), deren Stimulation jeweils die Feuerungsrate eines nachgeschalteten Neurons (einer Ganglienzelle) bestimmt. Zentrum-Umfeld-Antagonismus- On-Zentrum & Off-Umfeld  Rezeptoren im Zentrum Werden durch Rezeptoren im Umfeld gehemmt- Off-Zentrum & On Umfeld  Rezeptoren im Zentrum hemmen Rezeptoren im Umfeld 
  • Was ist das CGL und wofür wird es benötigt? = Corpus Geniculatum Lateraleeine bohnenförmige, Struktur im Thalamusder Abschnitt des Thalamus, in dem rund 90% der Axone des Sehnervs endenWeiterleitung visueller Information an primären visuellen Cortex
  • Wie sind rezeptive Felder im visuellen Kortex aufgebaut und wofür ist das gut? Balkenförmig um Objektmerkmale wie Orientierung, Bewegung und Größe verarbeiten
  • Was sind die zwei Hauptbahnen im Extrastriären Cortex und was sind ihre Aufgaben? Dorsaler Strom/Parietaler Strom (auch: "Wo"-/"Wie"-/Handlungsstrom)Extrastriärer Kortex → Parietallappenzuständig für Handlung, Bewegung und Position Ventraler Strom/Temporaler Strom (auch "Was"-Strom)Extrastriärer Kortex → Temporallappenan Formwahrnehmung, Farb-, Muster- und Objekterkennung beteiligt
  • Was ist die angenommene Ursache für viele Kontrastphänomene, wie das Hermann-Gitter und die Mach’schen Bänder? Lateraler Antagonismus = Zentrum Umfeld AntagonismusBenachbarte Rezeptoren inhibieren und summieren einander, was zur Wahrnehmung von dunklen Punkten (Hermann-Gitter) oder hellen/dunklen Streifen (Chevreul's Grautreppe/ Machsche Bänder) führen kannHinsichtlich des Herman-Gittters scheint diese Annahme neueren Befunden zufolge  allerdings nicht zuzutreffen
  • Was muss im Auge passieren, um einen nahen Gegenstand scharf sehen zu können und wie nennt man das? der Ciliarmuskel muss kontrahieren (Zonularfasern entspannt) wodurch die Linse "runder" wird und sich der Brennpunkt entsprechend verschiebt = Nahakkomodation
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  • Nenne Möglichkeiten, die Sehschärfe zu bestimmen Berechnung der Sehschärfe/des Visus =Stelle des schärfsten Sehensdurch Sehwinkel/Winkelminute aus Test mit Landolt-Ringen - Snellen Eye Chart
  • Was sind Hypermetropie und Presbyopie und was ist der Unterschied? HypermetropieWeitsichtigkeit → Brennpunkt "hinter" Retina, da Abstand zwischen Linse und Retina zu klein (Auge "zu kurz") PresbyopieAltersweitsichtigkeit→ Brennpunkt "hinter" Retina, da die Brechkraft der Linse sich mit dem Alter vermindert
  • Zeichne die Verteilung von Stäbchen und Zapfen auf der Retina. ...
  • Was ist der Purkinje-Effekt und wie kommt er Zustande? beschreibt unterschiedliche Farbwahrnehmung bei Nacht/Dunkelheit (=Skotopisches Sehen) und bei Tag/Licht (=Photopisches Sehen)durch:Beleuchtungsverhältnissen entsprechende unterschiedliche Aktivität von Stäbchen und Zapfen und deren unterschiedliche Empfindlichkeit für bestimmte Wellenlängen.
  • Was ist der Kohlrausch-Knick? auch: rod-cone-breakPunkt auf der Dunkeladaptionskurve, an dem das Sehen vom Zapfensehen zum Stäbchensehen wechselt
  • Was ist die Absolutschwelle und wie ist sie definiert? Mindestens Notwendige Reizintensität zum Wahrnehmen einer Empfindung Als:Stimulusintensität bei der 50% der Versuchspersonen einen Reiz wahrnehmen
  • Nenne die klassischen Methoden der Psychophysik und beschreibe sie mit ihren Vor- und Nachteilen genauer. KonstanzmethodeEine Reihe von Stimuli unterschiedlicher Intensität wird wiederholt in zufälliger Reihenfolge dargeboten. Fechner: Methode der richtigen und Falschen Fälle Vorteil: genauNachteil: langwierig GrenzwertmethodeStimuli werden abwechselnd in aufsteigender und absteigender Reihenfolge dargeboten.Fechner: Methode der eben Merklichen UnterschiedeVorteil: zeitsparendNachteil: weniger genau HerstellungsmethodeVersuchspersonen manipulieren selbst die Reizintensität Fechner: Methode der mittleren FehlerVorteil: ZeitsparendNachteil: ungenau
  • Was besagt Fechners Gesetz? Was sind die Voraussetzungen? E = k * log(S) mit:E = Empfindungsstärkek = KonstanteS = ReizintensitätArithmetische Zunahme der Empfindungsstärke fordert Erhöhen der Reizintensität!Voraussetzungen:- Weber's-Gesetz gilt  (mittlerer Bereich: ∆S/S = const bzw. ∆S/S = jnd, Randbereich: ∆S/S > k)- jnd's subjektiv gleich größ an jeder Stelle des Reizkontinuums
  • Man gibt jemandem ein Gewicht von 40 Gramm. Welches Vergleichsgewicht müsste man demjenigen geben, damit er einen Unterschied zwischen diesen zwei Gewichten bemerkt. k = 0,02 Steven's Potenzgesetz (oder Weber-Bruch):E = k * Sb E = EmpfindungS = Reizstärkeb = Stevens Exponent E = 0,02 * 40gE = 8g
  • Stevens hat neue Methoden zur Empfindungsskalierung entwickelt. Wie heißen und funktionieren sie? Größenschätzungein Standardreiz bekommt einen Zahlenwert zugeschrieben, von Vergleichsreizen hervorgerufene Empfindungen sollen mit Vielfachem dieses Zahlenwerts beurteilt werden Fraktionierungein Standardreiz bekommt einen Zahlenwert zugeschrieben, Versuchsperson soll einen Reiz auswählen oder herstellen dessen Intensität einem definierten Bruchteil der Empfindungsintensität dieses Standardreizes entspricht
  • Welche Skalierungsarten gibt es? DirektskalierungVersuchsperson beurteilt eine Empfindungsstärke direkt, indem sie Verhältnisse zwischen Empfindungen herstellt(Ton a ist doppelt / halb so laut wie Ton b) Indirekte SkalierungUrteil der Versuchsperson über eine Empfindung basierend auf Unterscheidbarkeit(Ton a ist lauter / leiser als Ton b)
  • Was besagt der Stevens-Exponent b? b > 1 → positiv beschleuniggleiche Reizzuwächse produzieren im höheren Intensitätsbereich höhere Empfindungenbspw. Elektroschock b < 1 → negativ beschleunigtgleiche Reizzuwächse produzieren im höheren Intensitätsbereich niedrigere Empfindungenbspw. Lichtintensität
  • Welche Funktionen hat die Farbwahrnehmung? - Sie macht strukturlose Flächen gleicher Helligkeit unterscheidbar- Nahrungssuche (Beeren)- Orientierung (Straßenvekehr)- Schutz (Warnfarben)
  • Wie sind Farbton, Sättigung und Helligkeit definiert? FarbtonWellenlänge des zurückgeworfenen LichtsSättigungWeißanteil des Lichts (umgekehrt proportional)HelligkeitPhysikalische Intensität des Lichts
  • Ein Gegenstand reflektiert über das gesamte Spektrum alle Wellenlängen gleichermaßen sehr stark zurück. Welchen Farbeindruck haben wir? weiß
  • Wie unterscheiden sich chromatische von achromatischen Farben? Chromatische ("bunte") Farben unterscheiden sich durch: Farbton, Helligkeit und SättigungAchromatische ("unbunte") Farben unterscheiden sich nur durch ihre Helligkeit (weiß/grau/schwarz)
  • Was ist selektive Transmission? Durchsichtige Dinge sind "selektiv" durchlässig für bestimmte Wellenlängen. Farbeindruck entsteht durch Reflexion der nicht durchgelassenen WellenlängenVergleich: Selektive Reflektanzbestimmte Wellenlängen werden "absorbiert" bzw. "selektiv" reflektiert
  • Nenne je ein Beispiel für additive und subtraktive Farbmischung! Additiv:- Farbfernsehen- Übereinanderprojezieren verschiedenfarbiger Scheinwerfer- Farbkreisel- Nebeneinanderdrucken reiner Farbstoffe...Subtraktiv:- Farbmalkasten- ...
  • Was sind metamere Farben? durch Mischung von Lichtern dreier verschiedener Wellenlängen wird ein Farbeindruck erzeugt, der mit einer Vergleichsfarbe identisch ist
  • erkläre kurz die zwei Theorien des Farbensehens: 1. Young-Helmholtz-Dreifarbentheorie und 2. Hering's Gegenfarbentheorie Welche von beiden ist die heute anerkannte? Dreifarbentheorie (Young-Helmholtz)Es gibt 3 Zapfentypen mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit (Wellenlängen) die ungleichmäßig auf der Retina verteilt sind. Man unterscheidet L-Zapfen (558nm ≈ gelb-rot) M-Zapfen (541nm ≈ grün) und S-Zapfen (419nm ≈ blau)Gegenfarbentheorie (Hering)unmittelbar hinter den Rezeptoren werden Farbsignale in Gegenfarbkodierung transformiert. (schwarz↔weiß / rot↔grün / blau↔gelb) Beide wurden wissenschaftlich integriert (S-/M-/L-Zapfen & Antagonistische Neurone)