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Psychologie (Subject) / 3. + 4. Fragen Sozial- und Kommunikationspsychologie (Lesson)

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  • Funktion sozialer Kategorisierungen (Teil sozialer Kognition) Heuristische Funktion Automatische Aktivierung sozialer Kategorien Probleme: Urteilsfehler wegen Stereotypen
  • Probleme sozialer Kategorisierungen Vorurteile und Stereotype: Bestätigungsfehler (Confirmation Bias)
  • zwei Arten von Erwartungen (Schulbeispiele) Normative Erwartungen das Verhalten, das aufgrund von kulturellen Normen/Konventionen erwartet wird "was sollte eintreten?" Beispiel: Schüler erscheinen pünktlich zum Unterricht antizipatorische Erwartungen Annahme darüber, was jemand/mehrere andere tun werden "Was vermute ich, wird eintreten?" Beispiel: Ich gebe Hausaufgaben auf und gehe davon aus, dass ein Teil der Schüler sie nicht macht.
  • Erwartungen (teil sozialer Kognition) Normative und antizipatorische Erwartungen Self-fulfilling Prophecy (z.B. Pygmalioneffekt) Erwartungsbasierte Urteilsfehler, z.B. Bestätigungsfehler Beispiel: Lehrer denkt, dass ein bestimmter Schüler IMMER stört (und bringt es vor der Klasse zur Sprache). Der Schüler verinnerlicht die ihm aufgedrängte Rolle des "Störenden" und verhält sich nun entsprechend.
  • Pygmalioneffekt Form der Self-fulfilling-Prophecy Erwartungen erfüllen sich, weil das eigene Verhalten ihnen angepasst wird Beispiel: Rosenthal Experiment  --> Aufblüher, die tatsächlich ihren IQ steigern konnten
  • Erwartungen positiv nutzbar? Self-fulfilling-Prophecy: Die Lehrkraft sollte eine positive Einstellung haben: „die Schüler sind motiviert und wollen mir nichts Böses.“ Mit dieser positiven Einstellung sollten sie in den Unterricht gehen!
  • Bestätigungsfehler (Schulbeispiel). Auch: confirmation bias Informationen ausgewählt, gesucht und interpretiert, damit sie den eigenen Erwartungen entsprechen "Unpassende" Informationen (unbewusst) ausgeblendet Selbsttäuschung/ Selbstbetrug Beispiel: "Positive" Aspekte eines Schülers werden also eventuell ausgeblendet, da "negative" (gemäß eines bestehenden Vorurteils) stärker in den Vordergrund rücken.  
  • fundamentaler Attributionsfehler. Betrifft die Beurteilung des Verhaltens Anderer Einfluss dispositionaler Faktoren > Einfluss situationaler Faktoren So dominant, dass auch als „fundamentaler Attributionsfehler“ bezeichnet. Beispiel: Zu spät kommen als „typische Charaktereigenschaft" wenn der wahre Grund eine Bahnsperrung war.
  • Gibt es homogene Gruppen? Nein, nicht wirklich. Individuen einer Gruppe häufig als ein Ganzes angesehen, bleiben aber individuell. Jedes Mitglied hat einen individuellen Hintergrund, Erfahrungen, Intelligenz, .... Es gibt also keine homogenen Gruppen, sie unterscheiden sich aber im Grad der Heterogenität.
  • formelle / informelle Gruppen Formelle Gruppe: festgelegtes Ziel und klare Regeln offizielle Zugehörigkeit (z.B. Schulklasse, Verein). Informelle Gruppe: weniger klare Strukturen Zugehörigkeit eher unverbindlich (z.B. Freundeskreis).
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  • Salienz Person unterscheidet sich innerhalb einer Gruppe durch ein bestimmtes Merkmal Sie wird dadurch stärker wahrgenommen (Als Person und hinsichtlich des Merkmals) Beispiel:  10 Männer und 1 Frau. --> Frau tritt stark hervor und wird zudem besonders im Hinblick auf ihr Handeln als Frau in der Gruppe beobachtet.
  • Gruppenkohäsion. Ausprägung der Gruppensolidarität/des Zusammenhalts Attraktivität der Gruppe, ihrer Ziele und ihrer Mitglieder
  • Phasen der Gruppenentwicklung nach Tuckman anhand (Beispiel). 1. Forming: Informationsaustausch, zunehmende Interdependenz, Identifizieren von Gemeinsamkeiten, Aufgabenexploration 2. Storming: Uneinigkeit über Vorgehensweisen, Unzufriedenheit, Widerstand, Konflikte, Polarisation 3. Norming: Etablierung von Standards, Rollenbildung, Aufbau von Beziehungen, zunehmende Kohäsion 4. Performing: Verstärkte Aufgabenorientierung, Schwerpunkt auf Leistung, Problemlösen, Kooperation 5. Adjourning: Beendigung der Aufgabenbearbeitung, Auflösung der Rollen, Reduktion von Interdependenz und Emotionalität
  • Begriff der Gruppenleistung (Prozessgewinne und -verluste). Gruppenleistung = Potentielle Leistung – Prozessverluste + Prozessgewinne potentielle Leistung: Optimale Ausnutzung von Ressourcen Koordinationsverluste: Abstimmung effizient? Motivationsverluste: z.B. soziales Faulenzen Prozessgewinne sind z.B. soziale Erleichterung
  • Trittbrettfahren (Gruppenphänomen) Absichtliche (also bewusste) Anstrengungsreduktion in Gruppen Grund: Annahme der eigene Beitrag sei nicht so wichtig. Beispiel: Geringere Anstengung bei der Gruppenarbeit (wegen geringer Einschätzung des pers. Beitrags).
  • soziales Faullenzen (Gruppenphänomen) Automatische (unbewusste) Anstrengungsreduktion in Gruppen Grund:  IndividuelleBeiträge sind nicht mehr identifizierbar. Beispiel: beim Tauziehen, wenn mehrere Personen beteiligt sind, oder in der Schule, wenn am Ende das Gesamtergebnis der Gruppenarbeit zählt und nicht der einzelne Workload.
  • Verantwortungsdiffusion (Gruppenphänomen) Verantwortung verteilt sich in der Gruppe Einzelner fühlt sich evtl. weniger verantwortlich, engagiert sich weniger schlechtere Ergebnisse Beispiel: Bei der Gruppenarbeit fühlt sich keiner zuständig.
  • Statuseffekte (Gruppenphänomen) Tendenz von Gruppenmitglieder mit höherem Status (z.B. besonders kompetente Gruppenmitglieder), das Gruppengeschehen zu dominieren. Passivität anderer Gruppenmitglieder möglich --> geringerer Lernerfolg Beispiel: Ein guter Schüler macht in der Gruppenarbeit die ganze Arbeit, weil er es kann und dies zeigen will und sich sonst langweilt.
  • Soziale Erleichterung (Gruppenphänomen) Personen erbringen bei geübten bzw. einfachen Tätigkeiten in Gegenwart andererbessere Leistungen, als wenn sie allein sind (Erleichterung dominanter Reaktionen).
  • Soziale Hemmung (Gruppenphänomen) Personen erbringen in Gegenwart anderer bei neuartigen/komplexen Tätigkeiten schlechtere Leistungen, als wenn sie allein sind (Erschwerung nichtdominanter Reaktionen). Beispiel: Zurückhaltung bei komplexeren Teilen einer GA Mögliche Gründe: Bloße Anwesenheit Anderer, Bewertungserwartung, Aufmerksamkeitskonflikt
  • Ingroup-Outgroup-Bias Unterschiedliche Berwertungsmaßstäbe für eigene Gruppe (ingruoup) und andere Gruppe(n) (outgroup) Mitglieder der eigenen Gruppe werden persönlich positiver beurteilt als andere Gruppenmitglieder Andere Gruppen werden als homogener wahrgenommen Leistung der eigenen Gruppe wird positiver beurteilt
  • Aggressionsformen instinktive Aggression Ärger-Aggression instrumentelle Aggression Aggression als Nervenkitzel bzw. Selbstzweck
  • Mobbing/Bullying systematisches und wiederholtes aggressives Verhalten oder Ausgrenzung von Personen direkt (Beschimpfen, Bedrohen, Schlagen) indirekt (Ignorieren, Ausgrenzen, Vorenthalten von Informationen)
  • Rollen des Participant-Role-Ansatzes Täter Assistent Verstärker Verteidiger Außenstehender
  • Gesprächsvariablen bzw. Therapeutenvariablen (Carl Rogers). 1. Empathie/Einfühlendes Verstehen: Fähigkeit, Erlebnisse und Gefühle des Gegenübers und deren persönliche Bedeutung zu erfassen; Gespür für die innere Welt des Anderen; Kognitive Empathie: PerspektivenübernahmeAffektive Empathie: Mitfühlen 2. Wertschätzung/bedingungsfreies Akzeptieren: Zuwendung, die frei ist von Beurteilungen und Bewertungen der Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen 3. Kongruenz/Echtheit: Ungekünstelt bzw. „man selbst sein“, sich nicht hinter Fassade oder Maske verbergen; sich über eigenes Empfinden im Klaren sein und dieses dem anderen mitteilen, wenn es angemessen ist (besonders wichtig auch für Lehrkräfte in der Schulklasse).
  • Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun (Beispiele). 4 Seiten einer Nachricht: Was transportiere ich, wenn ich etwas sage und wie kommt es an? Bsp. "Was ist denn das Grüne?" Sachebene (worüber ich kommuniziere) --> Ínformation über "das Grüne" Beziehungsebene (wie wir zueinander stehen) --> "Du kannst nicht kochen!" Selbstoffenbarungsebene (was ich von mir kundgebe) --> "Es schmeckt mir nicht" Appellebene (Zweck) --> "Koch nächstes Mal etwas Anderes"
  • Axiome der Kommunikation von Watzlawick In einer sozialen Situation kann man nicht nicht kommunizieren Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt Verhalten des einzelnen Teilnehmers ist sowohl Reaktion als auch Reiz Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe können symmetrisch oder/und komplementär sein: * Digitale Modalitäten: verschlüsselte Darstellung, z.B. durch Sprache – keine direkte Korrespondenz zur Realität. * Analoge Modalitäten: analoges Abbild des Gegenstands, z.B. Bild eines Hauses – unmittelbare Korrespondenz zur Realität ** Symmetrisch: Die einzelnen Personen sehen sich „auf der gleichen Ebene“. Niemand dominiert oder übernimmt eine führende, übergeordnete Rolle im Gespräch. ** Komplementär: Schüler redet mit dem Lehrer, Chef redet mit seinem Angestellten, zwei Freunde unterhalten sich, aber einer dominiert eindeutig das Gespräch und der andere ordnet sichunter
  • Non- und paraverbale Kommunikationsmöglichkeiten Blickverhalten (Blickkontakt) Gesichtsausdruck (Mimik) Körperhaltung und Körperbewegung (Pantomimik): Berührungen (Taktilität) räumliche Distanz (Regulierung des sozialen Raums) vokale nonverbale Zeichen (Stimmhöhe) Staffage: Kleidung, Statussymbole usw.
  • paraverbale Kommunikation Kommunikationen durch vokale nonverbale Zeichen: Stimmqualität, Stimmhöhe, Stimmführung, Artikulation usw. (Paralinguistik)
  • Common Ground „Wissensraum“ zwischen Kommunikationspartner (gemeinsam, abstrakt) z.B. Frage nach Aufgabenlösung (A: Voraussetzung, dass Aufgabe identifiziert wird, gemacht wurde, weitergegeben wird; B: Erkennen einer Frage, bejahen der Umstände --> Veränderung des CG)
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  • Metakommunikation Kommunikation über Kommunikation. höhere Ebene der Betrachtung. Voraussetzung: Mut und auch die Bereitschaft sich selbst wahrzunehmen.
  • Allgemeines Wissen über Kultur und interkulturelle Kommunikation Kulturabhängigkeit des eigenen Denkens, Deutens und Handelns Heterogenität von Kulturen Veränderung von Kulturen Dimensionen, in denen sich Kulturen grundsätzlich unterscheiden können, speziell  Konventionen des Kommunizierens Prozesse der Unsicherheitsreduktion, der Attribution und der Stereotypenbildung Probleme von Lernersprach- und Lingua-franca-Kommunikation Spezielle Bedingungen der Kommunikation mit(nichtprofessionellen) Dolmetschern
  • Interaktionsstrategien für die interkulturelle Kommunikation. Indizien für Missverstehen beachten Nutzung des Wissens über die fremde Kultur Einsatz metakommunikativer Verfahren Ggf. Hinzuziehen eines (nichtprofessionellen) Dolmetschers Bemühen Kommunikationsbereitschaft zu erhalten Vermeidung von Tabuverletzungen Signalisierung von Annäherungsbereitschaft partielle Anpassung an Konventionen Suche nach common ground Suche nach Gemeinsamkeiten für die Interaktion
  • Lingua franca "Verkehrssprache" Ermöglicht Menschen verschiedener Sprachgemeinschaften den verbalen Austausch (auf verschiedenen Gebieten)
  • Formen von Urteilsfehlern Referenzfehler Attributionsfehler Bestätitungsfehler/ Confirmation-Bias Halo-Effekt Rückschaufehler/ Hindsight-Bias False-Consensus-Effect Ingroup-Outgroup-Bias
  • Gruppenmerkmale Formelle vs. Informelle Gruppe Funktion Größe und Zusammensetzung Beständigkeit Interdependenz der Mitglieder Struktur Standards Gruppenkohäsion Interaktion
  • Arten von Gruppenphänomenen Innerhalb von Gruppen: Trittbrettfahren soziales Faullenzen soziale Erleichterung/ Hemmung Statuseffekte Aggressives Verhalten (z.B. Mobbing) zwischen Gruppen: Ingroup-Outgroup-Bias Wettbewerb
  • Referenzfehler Verzerren von Urteilen durch falsche Bezugsnorm z.B. Milde-Effekt --> "erwünschte" Eigenschaften werden hoch, andere niedrig eingestuft
  • Halo-Effekt Halo = Heiligenschein Ein bestimmtes Personenmerkmal wird stark fokussiert Falsche Rückschlüsse auf unberücksichtigte andere Eigenschaften Beispiel: Einzelbegabung, physische Attraktivität
  • Rückschaufehler (Hindsight-Bias) Verzerren eines ursprünglichen Urteils in richtung aktueller Fakten Rückblickende Überzeugung gewusst zu haben, was man im Grunde nicht wusste Beispiel: Schlechte mündliche Note, da am Ende schlechte Klausur.
  • False-Consesus Effekt Überschätzen der Allgemeingültigkeit eigener Ansichten/Haltungen Tendenz eigenen Standpunkt als Norm zu wählen Beispiel: Voraussetzung das Schüler Literatur als wichtig erachten
  • mögliche Erklärungen für aggressives Verhalten in Gruppen Emergent-Norm-Theorie In Gruppen bilden sich neue Normen Gewalt hier eventuell keine Überschreitung, sondern normkonform Emotionale Ansteckung Übernehmen der Aggressionen des Gegenübers
  • Wettbewerb Wettbewerb zwischen Gruppen steigert (Gruppen-)Leistung Jedoch nicht unbedingt besseres Lernen des Einzelnen --> keine Bedingung für effektives Lernen
  • Veränderung von Kulturen Surface culture: verändert sich schnell Time Lag: Verzögerte Veröffentlichung von Veränderungen dynamische Entwicklungen in Fremdkultur (im Vergleich zur eigenen) unterschätzt Unterschiedliche Entwicklung von Teilgruppen in versch. Regionen
  • Interkulturelle Kommunikationsfähigkeit Fähigkeit zur Teilhabe an best. Kultur Fähigkeit sich mit Mitgliedern versch. Kulturen effektiv zu verstänigen Bereitschaft zum Eintritt in die Kommunikation mit  Angehörigen anderer Kulturen Kulturspezifisches Wissen
  • Mögliche Schwierigkeiten in der Interkulturellen Kommunikation Probleme Lernersprachlicher Kommunikation Deutung von nicht Gesagtem Unterschiedliche Konventionen des Kommunizierens Probleme des Dolmetschens