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Geschichte (Subject) / 12 (Lesson)
Gesellschaft
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- Die Ablösung der Ständegesellschaft Übergang von einer Ständegesellschaft zu einer Klassengesellschaft im Laufe des langen 19. Jahrhunderts Erleichterung sozialer Mobilität durch formale Rechtsgleichheit kaum Etablierung ständischer Gesellschaften außerhalb von Europa protestantischer Egalitarismus als vorherrschendes Gesellschaftsbild in den europäischen Siedlerkolonien Aufbau neuer Gesellschaftstypen in Übersee durch europäische Migranten außergewöhnliche Sozialgeschichte
- Der Aufstieg des Bürgertums Entstehung des Bürgertums in den Städten als eine Klasse zwischen der Aristokratie und dem Proletariat Herausbildung eigener spezifischer Wertvorstellungen und Lebensstilen bewusste Unterscheidung zur Klasse der Industriearbeiter keine homogene Schicht Wirtschaftsbürgertum, Bildungsbürgertum, Kleinbürgertum Minderheit in der Weltbevölkerung
- Die bürgerliche Kultur kulturelle ‚Hegemonie‘ des Bürgertums in vielen Bereichen Präsentation der Errungenschaften der bürgerlichen Kultur in Weltausstellungen Herausbildung eines spezifischen bürgerlichen Familienideals bürgerliche Kultur wurde immer mehr zur Alltagskultur und Massenkultur gleichzeitig entstehender Kulturpessimismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- Die Entstehung der Arbeiterklasse Entstehung der Arbeiterklasse war die Folge der zunehmenden Industrialisierung Arbeitsrhythmus, -gestaltung, -zeit und -teilung wurden nun fremdbestimmt Wegfall alter ‚Sicherungssysteme‘ Zusammensetzung der Arbeiterschaft aus Landarbeitern, verarmten Handwerkern,… Verelendung vieler Lohnarbeiter und ihrer Familien wegen oftmals katastrophaler Arbeitsbedingungen
- Soziale Konflikte zunehmend soziale Konflikte im Zuge der Etablierung der kapitalistischindustriellen Wirtschaftsform Auseinandersetzungen um die Erhöhung von Löhnen, Verkürzung der Arbeitszeit bzw. generell bessere Arbeitsbedingungen Entstehung eines „geborenen Proletariats“ und eines proletarischen Klassenbewusstseins Widerstand und Bildung von Gewerkschaften sorgten allmählich für Verbesserungen
- Frauen- und Kinderarbeit Lohnarbeit außerhalb der Hausgemeinschaft bzw. des Familienverbandes Frauen und Kinder als äußerst billige Arbeitskräfte (v.a. in der Textilindustrie) Lohnverfall aufgrund zunehmender Konkurrenz durch Frauen und Kinder gesetzlichen Einschränkungen der Frauen- und Kinderarbeit in Großbritannien ab den 1830er Jahren: allmähliche Verbesserung der Arbeitsverhältnisse im Laufe des Jahrhunderts
- Die Rolle des Staates Epoche des Laissez-faire Staat soll sich aus Wirtschaft undanderen Bereichen raushalten Beginn der Zentralisierung und Bürokratisierung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts Forderungen der Bürger an den Staat wurden zunehmend erhoben Hungersnöte und Verschlechterung der Lage der Arbeiterklasse ließen Regierungen einschreiten Maßnahmen gegen ungleiche Verteilung des Wohlstands wurden getätigt
- Staatliche Leistungen Aufbau eines effizienten Gesundheitswesens, z.B. Quarantänevorschriften während der Cholera-Epidemie Finanzierung und Ausbau eines modernen Bildungswesens Einführung erster wohlfahrtsstaatlicher Maßnahmen, etwa Sozialversicherungssystem unter Bismarck Aufbau eines „Sozialstaates“ in Teilen des British Empire (Neuseeland: „social laboratory of the world“)
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