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Evolutionäre Theorien des Verhaltens (Subject) / Evolutionäre Theorien des Verhaltens (Lesson)

Evolutionäre Theorien des Verhaltens

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  • Was ist Polygynie? (= Vielweiberei)Ein Männchen hat viele Weibchen
  • Was ist Polyandrie? (= Vielmännerei)Ein Weibchen hat viele Männchen.
  • Definiere: "Elterliches Investment"! Investition eines Elternteils in Nachkommen, die Überlebenschancen und reproduktiven Erfolg dieser/s Nachkommen erhöht.
  • Geschlecht A hat ein hohes, Geschlecht B ein niedriges elterliches Investment. Welches Geschlecht wird um potentielle Partner konkurrieren? Geschlecht B
  • In welche zwei Gruppen lassen sich Reproduktive Bemühungen aufteilen? 1. Paarungsbemühungen2. Elterliche Bemühungen
  • Wie errechnet man potentielle Reproduktionsraten? (= Operationale Sex-Ratios)   fruchtbare weibliche Individuen     sexuell aktive männliche Individuen
  • Good Taste School? Von Weibchen präferiertes Merkmal wird durch sexuelle Selektion gefördert.
  • Good Sense School? Weibchen präferieren Merkmale die genetische Fitness signalisieren. (sog. "Honest Signals")
  • Nenne "Honest Signals"! - breites Becken (bei Frauen)- Gesichtssymetrie- Haut- Körpergröße- ...
  • Handicap Modelle? Tragen eines nachteiligen Merkmals, gegen den Druck der natürlichen Selektion kann signalisieren, dass man es sich "leisten" kann.
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  • Nenne Beispiele für Handicap-Modelle! - Pfauenschwanz- Schwanz des Widow-Birds- ...
  • Was ist das Lek-Paradox? (Lek = Balzplatz/ Paarungshof)Wenn die Männchen sich nicht ständig ein wenig verändern würden (Parasiten Resistenz) gäbe es für die Weibchen bald nichts mehr zu wählen.
  • Welche Merkmale könnten Parasiten-Resistenz singalisieren? - Ornamente (Reine Haut)- Piercings/ Tattoos- ...
  • Good Behavior? Nicht nur die genetische Austattung der Männchen, sondern auch positives Verhalten, wie das Aufbringen von Ressourcen (=Good Ressources) wird von den Weibchen honoriert.
  • Nenne evolutionär-interessante Eigenheiten der weiblichen Brust? - hoch sexuell dimorph- erscheinen erst in Pubertät- Permanent (außerhalb der Stilzeit)- körperlicher Nachteil (wenn groß)- kein Zusammenhang zwischen Brustgröße und Lactat-Fähigkeit
  • Angenommen Kulturgüter wie Sprache und Kunst wären "sexuelle Displays". Was würde das für die Entwicklung des menschlichen Gehirns Bedeuten? In diesem Fall wahrscheinlich ein Produkt sexueller Selektion.
  • Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Encephalisierung"? (Telencephalon = Großhirn/ Crerebrum → höhere kognittive Funktionen)Das Anwachsen des Primatengehirns zum menschlichen Gehirn (insbesondere Cerebrum & Cortex)
  • Was sind "Great Apes"? Menschenaffen
  • Nenne Methoden zur Untersuchung der menschlichen Abstammung! - Paläontologie (=Fossilienkunde, Lebewesen gesamt)- Archäologie (Untersuchung menschlicher Kulturgeschichte)- Sozioökologische Studien existierender "Great Apes"
  • Was ist "Taxonomie" (bezogen auf Evolutionsforschung)? die Klassifizierung von Individuen in Gruppen (Spezies), anhand ihres evolutionären Pfads.
  • Was ist "Kladistik"? (griechisch: klados = „Ast“, „Verästelung“)Die Untersuchung des evolutionären Pfades verschiedener Spezies, mit Augenmerk auf "Weggabelungen" an denen sich eine in zwei eigenständige Spezies trennt. Unter Zuhilfenahme genetischer Untersuchungen.
  • Was kennzeichnet eine Sub-Spezies? - Genaustausch mit anderen Sub-Spezies ist gering- Entstehung von getrennter Spezies "absehbar"
  • Wie klassifiziert die "Traditionelle Taxonomie" folgende Spezies: Homo Sapiens, Gibbons, Schimpansen, Orang Utans, Gorillas (Gruppen: Hylobatidae, Pingidae, Homindae) Hylobatidae: GibbonsPingidae: Schimpansen, Orang Utans GorillasHominidae: Homo Sapiens
  • Welche Klassifikation nimmt die Kladistik bezüglich folgende Spezies vor: Homo Sapiens, Gibbons, Schimpansen, Orang Utans, Gorillas (Gruppen: Hylobatidae, Pingidae, Homindae) Hylobatidae: GibbonsPingidae: Orang UtansHominidae: Homo Sapiens, Schimpansen, Gorillas
  • Auf welcher basis klassifiziert die "traditionelle Taxonomie"? auf Basis morphologicher Merkmale
  • Wie groß ist die Schnittmenge zwischen menschlicher und Schimpansen-DNA? 98% (genau 98,4%)!
  • Ordne nach Verwandtschaftsgrad zum Menschen: Altweltaffen, Schimpansen, Gorillas, Orang Utans, Gibbons Schimpansen Gorillas Orang Utans Gibbons Altweltaffen
  • Mit welcher Formel berechnet man die metabolische Rate? M = k * W.75 mit:M = Metabolische Ratek = KonstanteW.75 = Körpergewicht
  • Schimpansen verwenden 8% ihrer metabolischen Rate auf die Gehirnleistung. Wie ist das bei Menschen? Menschen verwenden 20-25% ihrer metabolischen Rate auf die Gehirnleistung.
  • Was besagt Cope's Law? Tendenz aufgrund verschiedener Vorteile im Laufe der Evolution an Körpergröße zuzunehmen.
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  • Welche evolutionären Vorteile könnte ein großer Körper haben? - Dominanz gegenüber kleineren Individuen- Ökonomie ( Atem-, Herzrequenz)- ...
  • Wie könnte Fleischverzehr zur Entwicklung des menschlichen Gehirns beigetragen haben? Angewiesensein auf kalorienreichere Nahrung (Fleischverzehr) könnte zu gemeinsamen Jagden geführt haben. Gemeinsames Jagen (=Kooperation) erfordert höhere kognitive Fähigkeiten und eine hohe Gehirnleistung, was evolutionär zum Anwachsen des Gehirns geführt haben könnte.
  • Wie könnte sexuelle Selektion zur Entwicklung menschlicher Intelligenz beigetragen habe? Präferenz der Weibchen für intelligente Männchen (Sprachgebrauch, Humor etc.) → Intelligenz wird als Merkmal häufiger bzw. ausgeprägter (=wird sexuell selegiert)
  • Was verbirgt sich hinter der "Gynäkologischen Krise" und wie wurde sie evolutionär gelöst? Problem, dass Neugeborene ab einer bestimmten Kopfgröße (positiv korreliert mit Gehirngröße) nichtmehr in der Lage wären den Geburtskanal zu passieren.Die Lösung der Natur: Frauen bringen Neugeborene mit unfertigen Gehirnen zur Welt, die postnatal rasant anwachsen.
  • Welche Anforderung schafft die Lösung der Gynäkologischen Krise? Und welche Konsequenz haben diese Anforderungen. - Nachwuchs mit unfertigen Gehirnen muss stärker umsorgt werden. Also höheres mütterliches und Väterliches Investment.→ Rückgang der Polygynie
  • Wie errechnet sich der Encephalisierungsquotient?           tatsächliche GehirngrößeEQ =   geschätze Gehirngröße
  • Wie schwer ist das menschliche Gehirns? ungefähr 1,3 kg! (Erwartungswert aufgrund des Körpergewichts: 190 - 460g)
  • Nenne vier Hypothesen für die Intelligenzentwicklung beim Menschen und erläutere sie kurz! Sexuelle SelektionWeibchen präferieren intelligente Männchen (Sprache, Humor etc.) wodurch dieses "Merkmal" sexuell selegiert und somit häufiger und stärker ausgeprägt wird. gemeinsame Jagd zwecks FleischverzehrDie Jagd in Gruppen erfordert komplexe Interaktionen. Leistungfähigere Gehirne wurden nötig und evolutionär selektiert. Nahrungsgewohnheiten und UmweltkomlexitätFrüchte und besonders Fleisch sind schwer zu beschaffen und stellen eine hochwertig "Diät" für den Organismus dar. Gehirne haben sich evolutionär an diese schwierigen Umweltbedingungen angepasst. Soziale KomplexitätZum Schutz vor Feinden schließt man sich zu größeren Gruppen zusammen. Neue komplexere soziale Bedingungen (Betrügen, Betrug erkennen, Kooperationspartner merken) erfordern eine höhere Hirnleistung. Intelligenz wird zu einem evolutionären Vorteil, und ist in folgenden Generationen als logische Konsequenz stärker Ausgeprägt.
  • Definiere: "Machiavellistische Intelligenz"! Fähigkeit eines Individuums in sozialen Gruppen erfolgreich mit anderen Individuen zu interagieren (≈ soziale Intelligenz). Interaktionen sind Kooperation und Manipulation (= taktische Täuschung).
  • Wie errechnen sich die möglichen Interaktionen in einer Gruppe? Interaktionen = N² - N                             2mit: N = Zahl der Individuen in dieser Gruppe
  • In welche drei Bestandteile teilt das "Triune Model of the Brain" das menschliche Gehirn? Reptilian Core (dt. Reptilienkern) oder Primitiver Kern Old Mammalian (insb. Limbisches System) Neomammalian (=Neocortex)
  • Wofür ist laut dem "Triune Model of the Brain" der "Reptilian Core" zuständig? - grundlegende Triebe- repetetive Verhaltensabläufe- Speicher für gelerntes Verhalten- Fähigkeit zum Erkennen von hierarchischen Strukturen- ...
  • Wofür ist der Neocortex zuständig (allgemein)? höhere mentale Funktionen
  • Was bedeutet "Modularität des Geistes"? (engl. Modularity of Mind)Das Gehirn ist in "Domänen spezifische Module" unterteilt, die für spezifische Anwendungsbereiche zuständig sind und evolutionär durch die Lösung verschiedener Anpassungsprobleme entstanden sind.
  • Wovon geht das SSSM aus? (= Social Science Standard Model)Gehirn des neugeborenen als "tabula rasa"/ Computer ohne "Software".Programme liefert NUR die Kultur.
  • Lässt die Existenz eines Anpassungsproblems einen Schluss auf die Existenz eines "Domänen spezifischen Moduls" zu? Nein!
  • Was ist ein "Domänen spezifisches Modul"? Ein Teil des Gehirns, der für ein bestimmtes Teilgebiet zuständig ist. Entstanden durch die evolutionäre Lösung eines spezifischen Anpassungsproblems.
  • "genetischer Polymorphismus"... ...innerhalb einer Spezies, aufgrund unterschiedlicher Umweltbedingungen in der Phylogenese.
  • Was sind die Bedingungen kognitiver Adaptionen für sozialen Austausch? - Kosten und Nutzen der eigenen Handlungen einschätzen können- Vergangene Interaktionen erinnern- Betrüger entlarven und bestrafen können
  • Welchen Schluss zogen Tooby & Cosmides aus Experimenten mit der "Wason'schen Selection Task"? Das Gehirn ist kein generelles, analytisches multitool, sondern an spezifische Aufgabenbereiche/ Domänen angepasst. Außerdem erhöht ein Betrugshinweis die Lösungswahrscheinlichkeit der Wason Selection Task erheblich.