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Psychologie (Subject) / Neuropsychologie (Lesson)

Neuropsychologie bei Prof. Wood, Uni Graz

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  • Phrenologie: Welche Aussage stimmt nicht? a) Die Zerlegbarkeit kognitiver Aktivität wird ab jetzt Thema der Wissenschaften. Phrenologie bereitete den Weg zur weiteren Forschung. b) Dies war der erste Versuch, einzelne Fähigkeiten mit verschiedenen Teilen des Gehirns zu verbinden. c) Patient "Tan" im 19Jhdt. ist der erste Beweis für diese Theorie d) vermessung des Schädels c) Patient "Tan" im 19Jhdt. ist der erste Beweis für diese Theorie
  • Der rechte inferiore Parietallappen ist bei einem Patienten geschädigt: Bei welcher Aufgabe hat er vermutlich Probleme? a) Multiplizieren b) Subtrahieren c) Schätzen d) Zahlenvergleich bei arabischen Zahlen d) Zahlenvergleich bei arabischen Zahlen
  • Patient hat rechtsseitigen Hemineglect. Aufgabe mit validen und invaliden Hinweisreizen Abb.: Contralesionaler Stimulus, Ipsilesionaler Stimulus a) Invalide, ipsilesionale Hinweisreize immer langsamer als valide, contralesionale Hinweisreize b) Invalide Hinweisreize, die nach links deuten, langsamer als invalide Hinweisreize, die nach rechts deuten c) rechts/links....valide/invalide...schneller/langsamer Invalide Hinweisreize, die nach links deuten, langsamer als invalide Hinweisreize, die nach rechts deuten. ipsilateral: gleiche Körperseite kontralateral: andere Körperseite
  • Welche Hirnregionen sind nicht direkt am deklarativen Gedächtnis beteiligt? a) Hippocampus b) Cortex entorhirnalis c) Striatum d) Medialer PFC c) Striatum
  • Das deklarative Gedächtnis: Welche Antwort stimmt? a) Semantisches Gedächtnis. lerninhalte bleiben erhalten. b) Episodisches Gedächtnis. Einmalige Ereignisse c) Autobiographisches Gedächtnis ist ein Teil des episodisches Gedächtnisses. Es wird aus Sicht der 3. person wahrgenommen. Lernepisoden immer nachvollziehbar. d) Keine der Antwortmöglichkeiten ist richtig d) Keine der Antwortmöglichkeiten  ist richtig
  • Was ist nicht korrekt nach der Informationsverarbeitungstheorie? a) Kognitive Prozesse werden ausschließlich als Teil eines Systems für spezialisierte Funktionen gesehen b) Algorithmische Berechnungen wurden verworfen c) Man versucht die kognitiven Prozesse voneinander zu trennen und Gebiete festzustellen b) Algorithmische Berechnungen wurden verworfen
  • Funktions und Inhaltswörter: a. Funktionswörter sind hochfrequentiert, fast unendlich in ihrer Anzahl und in ihrer Bedeutung flexibel b. Inhaltswörter sind hochfrequentiert, fast unendlich in ihrer Anzahl und in ihrer Bedeutung flexibel c. Funktionswörter verändern ihre Bedeutung schnell, sind meist niederfrequentiert d. Inhaltswörter verändern ihre Bedeutung schnell, sind meist niederfrequentiert d. Inhaltswörter verändern ihre Bedeutung schnell, sind meist niederfrequentiert
  • Basal: Neuropsychologische Diagnostik Was kann man nicht sinnvoll voraustesten? a. visueller/auditiver Test für Apraxie b. visuelle Vortestung für Klüver-Bucy-Syndrom c. visueller Test für Gedächtnisspeicherung b. visuelle Vortestung für Klüver-Bucy-Syndrom
  • Doppelte Dissoziationen: Was wird untersucht? UNabhängigkeit der Aufgaben: Verschiedene Patienten mit Läsionen sollen unterschiedliche Aufgaben bearbeiten. (Die doppelte Dissoziation belegt, dass die beiden Leistungen von verschiedenen psychischen Funktionen abhängen.)
  • Zwei Leistungen seien von verschiedenen psychischen Funktionen abhängig, die aber im Gehirn in benachbarten Regionen lokalisiert sind. (WICHTIG: Obwohl beide Leistungen von getrennt lokalisierten psychischen Funktionen abhängen, sind sie in einer Gruppe von Patienten korreliert). Welche der folgenden Theorien kann man aus dem Modell nicht/oder doch ableiten? a. Nur 2,3,4 sind für einen Vergleich verwendbar b. Wenn in einer gesunden Population eine große Streuung vorhanden ist, lässt sich zwischen 4 und 5 ein Unterschied feststellen a. Nur 2,3,4 sind für einen Vergleich verwendbar
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  • Anatomo-Klinische... a. Akinetischer Mutismus b. Wutausbrüche c. Sexuelle Ungehaltenheit keine ahnung :S
  • Dorsaler/Ventraler Pfad des visuellen Systems a. im dorsalen Pfad wird die genaue Lokalisation von Stimuli im Raum sowie Hand-Auge-Koordination verarbeitet b. Gesichtserkennung im parietalem Cortex (falsch, da sich der Gyrus fusiformis im Temporallappen befindet) c. Es gibt bedeutungsvolle hemisphärische Asymmetrien bei der visuellräumlichen Informationsverarbeitung im dorsalen sowie im ventralen Pfad d. 1 und 3 sind richtig d. 1 und 3 sind richtig
  • Was untersuchten die beiden Neurologen Broca und Wernicke? a. Agnosien b. Sprachstörungen c. Aphasien d. Areale b. Sprachstörungen
  • Wie wird die Störung des Bewusstseins für den eigenen Gesundheitsstatus genannt? a. Anosognosie
  • Aufgabe zum rechtsseitigen Hemineglect: Bild mit zwei Blumen in einem Blumentopf. (objektbezogenen und hintergrundbezogenen) Was malt die person? a. Objektbezogen: Jeweils die rechte Hälfte (von beiden Blumen un der Vase) b. Hintergrundbezogen: Jeweils die rechte Hälfte (von beiden Blumen und der Vase) c. Objektbezogen: die rechte Blume vollständig d. Hintergundbezogen: den rechten Teil der linken, und den linken Teil der rechten Blume a. Objektbezogen: Jeweils die rechte Hälfte (von beiden Blumen un der Vase)
  • Einem Patienten mit Apraxie wird in der Literatur oft noch eine Fähigkeit zugeschrieben. Welche ??
  • Nach linksparietaler Läsion treten folgende Symptome immer zusammen auf: a. Agraphieb. Akalkulie c. Finger und Zehenagnosie d. Links und Rechtsverwechselung
  • Nach linksparietaler Läsion treten die folgenden Symptome immer zusammen auf, obwohl funktionell voneinander unabhängig a. Agraphie b. Akalkulie c. Finger und Zehenagnosie d. Links und Rechtsverwechselung a. Agraphie b. Akalkulie c. Finger und Zehenagnosie d. Links und Rechtsverwechselung
  • Aphasie: Was geht oft damit einher? a. Alexie b. Balken-Alexie c. Balint-Syndrom a. Alexieb. Balken-Alexiec. Balint-Syndrom
  • Alkalkulie: Ein 45-jähriger Mann leidet nach einem Unfall an Alkalkulie. Er hat Probleme 3-stellige Zahlen auch nur vorzulesen. Die Zahlen 474, 4711 und 380 kann er allerdings ohne Probleme flüssig lesen. Woran liegt das? a. Da sie aus Produktnamen bekannt sind, sind sie im semantischen Gedächtnis abgespeichert b. Es liegt an der Größe der Zahlen. Aufgrund der Größe kann er sie sich merken c. Trotz der Läsion sind diese Zahlen erhalten geblieben. Das erklärt, weshalb er 973 nicht lesen kann ??
  • Auf einem mentalen Zahlenstrahl (1-9) befindet sich meistens die kleinen Zahlen links, die größeren Zahlen rechts. Ein Patient mit visuell-räumlichen Hemineglect soll die Mitte aussprechen. Welche Zahl sagt er wahrscheinlich? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 a. 1 b. 5 c. 7 d. 9 7
  • Welche Aussage über retrograde Amnesie ist falsch? a. Semantisches Gedächtnis bleibt weniger erhalten als episodisches. b. Implizites lernen bleibt erhalten c. Neue Gedächtnisinhalte können nach retrograder Amnesie nicht abgespeichert werden. (Nein, nach anterograder Amnesie) c. Neue Gedächtnisinhalte können nach retrograder Amnesie nicht abgespeichert werden. (Nein, nach anterograder Amnesie)
  • Das Limbische System: Wer ist zuständig für: a. zentrale Kontrolle b. sensorische Eindrücke c. emotionale und vegetative Reaktionen Thalamus: zentrale KontrolleHippocampus: sensorische EindrückeBasales Vorderhirn: emotionale und vegetative Reaktionen
  • Implizites Gedächtnis: Implizites Gedächtnis = Prozedurales Wissen („know how“Wiedergabe als Maß vom Wissen) + Vorlieben undEinstellungen) + Konditioniereung + Priming. Kann nur mitmühsamer Übung geändert werden.
  • Explizites Gedächtnis: Explizites Gedächtnis Deklaratives Gedächtnis „knowing what“. Kann schnell überarbeitet und korrigiert werden.
  • Episodisches Gedächtnis Episodisches Gedächtnis: Einmalige Ereignisse aus der Perspektive der ersten Person. Lernepisode nachvollziehbar Wissen über die eigene Person, das nicht unmittelbaran einzelne Episoden geknüpft ist• Das Wissen wird ständig rekonstruiert, neu bewertetund assoziiert• Ereignisse bekommen immer im nachhinein besondereBedeutung (Blitzlichter)• Ähnliche Episoden werden vermengt• Zentral für das Selbstbild• Lebhafte Episoden können auch suggeriert werden
  • Autobiographisches Gedächtnis Autobiographisches Gedächtnis: Bildet sich aus dem episodischen Gedächtnis
  • semantisches Gedächtnis Semantisches Gedächtnis:Allgemeines erworbenes Wissen über die Welt: Bedeutung, Aussehen und Funktion. Nicht selbst-referenziert, wiederholbar, Lernepisode nicht unbedingt nachvollziehbar Assoziatives Netzwerkals das Ordnungsprinzip• Hierarchisch organisiert• Modalitätsspezifisch• Kategorienspezifisch• Lebewesen vs.Werkzeuge
  • prospektives Gedächtnis: Prospektives Gedächtnis: Ereignisse der Zukunft. E.G. + Exek.Func.
  • „Encoding specificity“ „Encoding specificity“: Erinnerung stärker im Kontex
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  • Exekutive Aspekte des amnestischen Syndroms Bei amnestischen Störungen sind mangelhaft: Speicherung vs. Abrufstörung Zeitliche Zuordnung von Erinnerungen Konfabulationen Repetitive Fragen Prospektives Gedächtnis Auch Gleichgültigkeit /Angst sind vorhanden! Diagnostisch relevant ist die Untersuchung weiterer kog. Funktionen,um spezifische Gedächtnisstörungen festzustellen
  • Das Amnestische Syndrom: „Chronik der laufenden Ereignisse“• Implizites Lernen ist erhalten• Langsames Lernen ist erhalten• Schnelles flexibles Lernen und expliziteKorrektur nach Fehler sind beeinträchtigt• Hemisphärische Unterschiede aber keineModalitätsspezifität• Anterograde und retrograde Störungen sind zum verschiedenenGrad vorhanden• Retrograde Amnesie führt zu Sprachproblemen, kann aberdurch implizitem Wissen kompensiert werden• Episodisches Gedächtnis ist immer stärker betroffen als dassemantische!
  • Bei amnestischen Störungen sind mangelhaft: Bei amnestischen Störungen sind mangelhaft: Speicherung vs. Abrufstörung Zeitliche Zuordnung von Erinnerungen Konfabulationen Repetitive Fragen Prospektives Gedächtnis Auch Gleichgültigkeit /Angst sind vorhanden! Diagnostisch relevant ist die Untersuchung weiterer kog. Funktionen,um spezifische Gedächtnisstörungen festzustellen
  • Wie testet man die Leistung des retrograden Gedächtnisses? • Wie testet man die Leistung des retrograden Gedächtnisses?– Öffentliche vs. private Information
  • Wie testet man die Leistung des Anterograden Gedächtnissses? Und des anterogrades?– Unterscheidung vom KZG, Enkodieren vs. Abruf
  • Differentialdiagnostische Kriterien für Gedächtnisstörungen u. Amnesie Allgemeine Intelligenz im normalen Bereich• Normale Aufmerksamkeitsspanne• Gravierende und dauerhafte Lernstörung(anterograde Amnesie)• Gedächtnisverlust für Ereignisse von vor derErkrankung (retrograde Amnesie)• Implizites Lernen ist erhalten
  • Was bedeutet : Restituition Kompensation Substituition Adaptation Restituition -> kognitive Funktion erholt sich• Kompensation -> kognitive Funktion wird ersetzt• Substituition -> kognitive Prothese• Adaptation -> Erwartungen anpassen
  • Klinische Relevanz des amnestischen Syndroms • Schwache „Chronik der laufenden Geschehen“->Notwendigkeit eines absolut routinierten Alltags• Auch sehr leichte Gedächtnisstörungen wirken starkauf Karriereplanung und Bildungsmöglichkeiten• Rehabilitation: Lernen in verschiedenen Kontexten,prozedurales und langsames Lernen, „error-freelearning“• Restitution -> Beinahe unmöglich• Kompensation -> Multimodale Ausschmückung, VR,bildliches Vorstellen, Lernfähigkeit erhöhen• Substituition -> Smart-Phones, Apps, PocketComputers,intelligente Umgebung
  • Nenne Typische von Gedächtnisstörungen begleitete Krankheitsbilder Herpes simplex Enzephalitis Wernicke-Korsakoff SyndromLäsionen primär in dem basalenVorderhirn, Mangel an Vitamin B12 Alzheimer Demenz +Subkortikale Demenzen Epilepsie des temporalen Cortex-> Tumoren, Malformationen
  • Nenne (2) Anoxie -> Vergiftungen,Reanimation Schlaganfall im Gebietder Arteria communicansanterior Schädel-Hirn Trauma Depression und Ängstlichkeit-> Motivationsprobleme +Aufmerksamkeitsbias• Wichtige Unterscheidung imAlter: Demenz vs. Depression • Schizophrenia -> Defizit imdeklarativen Gedächtnis undExekutivfunktionen (undprozedurales Gedächtnis?)
  • Aphasie Aphasie ist eine Störung der verbalen Kommunikation• Bedeutung in der Kommunikation• Nichtsprachliche Zeichen -> Signale und Symbole• Die kommunikative Bedeutung einer Äußerung istkontextbedingt. Der Kontext bestimmt wann man sprichtund worüber man schweigt• Als solches ist die Sprache der wichtigsten Mittel derkulturellen und gesellschaftlichen Integration
  • Phonologie: Wissenschaft der Lauten der Sprachen:Phonologie
  • Was weißt du über inhaltswörter? Nenne Beispiele dafür • Inhaltswörter• Bezeichnen Tatsachen,Ereignisse, Zustände• Unendliche Anzahl• Flexible Bedeutung• Verändern sich schnell überJahre oder Jahrzehnten(„toll“)• Meisten sind niederfrequent
  • Was weißt du über Funktionswörter? • Funktionswörter• Bezeichnen eine Funktion• Endliche Anzahl• Feste grammatikalischeBedeutung• Verändern sich langsamüber Jahrhunderte(„wessenthalben“)• Alle sehr hochfrequent
  • Verbales Arbeitsgedächtnis Semantische Komponente inder Zentralen Exekutive.• Bestimmt dieSprachproduktion sowie dasSprachverständnis• Behalten von bedeutsamen Wörter bis der Satz beendetwird• Sprachplanung und Artikulierung der Sprache
  • Was bedeutet Semantik? • Semantik: Wissenschaft der Bedeutung, wie Bedeutungentsteht, wie wird das Wissen im unseren Kopf organisiert
  • Was bedeutet Pragmatik? Pragmatik: Verwendung der Sprache im Kontext. Wissenüber wann was gesagt oder nicht gesagt wird
  • Was bedeutet Syntaktik? Syntaktik: Regeln der Verkettung der Wörter zur schnellenund automatischen Vermittlung von Information
  • Aphasien: Globale Aphasie Gravierendste Form der Aphasie Die Spontansprache beschränkt sich auf Sprachautomatismen Das Sprachverständnis kann besser sein als der Ausdruck, ist aber ebenfalls schwer beeinträchtigt
  • Broca Aphasie Agrammatismus: Die Sprache ist arm an Funktionswörter, Konjugationen und Deklinationen fehlen Guter Wortschatz an Inhaltswörter Verständnis ist gut erhalten, aber komplexere Ausdrücke wie der Passivsatz werden nicht gut verstanden Die Broca Aphasie entwickelt sich oft aus einer initialen Global-Aphasie Dysartrie und Sprechapraxie sind übliche Begleitstörungen Akuter Agrammatismus: Gramatikalische Sätze nach Aufforderung Chronische Broca-Aphasie kein gramatikalischer Satz nach Aufforderung