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Klinische Psychologie und Psychotherapie (Subject) / Therapieverfahren der dritten Welle der Verhaltenstherapie (Lesson)

Ohne Gewähr! Umfasst: Training emotionaler Kompetenzen (Berking) Metakognitive Therapie (Wells) Mindfulness-based Cognitive Therapy (Segal et al.) Akzeptanz- und Commitment-Therapie (Hayes) Dialektisch-behaviorale Therapie (Linehan) Mentalisierungsbasierte Therapie (Fonagy) Cognitive Behavioral Activision System (McCullough) Compassion Focused Therapy (Gilbert)

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  • Was ist nach Annahme des "Trainings emotionaler Kompetenzen" nach Berking ein bedeutsamer Faktor für Entstehung und Aufrechterhaltung verschiedener psychischer Störungen? Defizite in der Emotionsregulation sind ein bedeutsamer Faktor. Therapieziel ist daher die Vermittlung adaptiver Emotionsregulationsstrategien.
  • Was bedeutet Emotionsregulation im Training emotionaler Kompetenzen nach Berking? Emotionsregulation ist im TEK ein situationsangepasstes Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen (z.B. affektive Zustände bewusst wahrnehmen, identifizieren, …)
  • Wie sieht das Störungsmodell des Trainings emotionaler Kompetenzen nach Berking aus? multifaktoriell-probabilistisches Störungsmodell (Orientierung an Klaus Grawe, Berkings Habilitationsvater): Je mehr individuelle Risikofaktoren vorliegen, umso wahrscheinlicherEntwicklung einer psychischen Störung Beispiele: Genetische Vulnerabilität Frühe Inkongruenzerfahrung Entwicklungsschäden im präfrontalen Kortex & Hippocampus Lang andauernde Stresssituationen
  • Welche sieben Basiskompetenzen werden im Training emotionaler Kompetenzen nach Berking vermittelt? Muskelentspannung Atementspannung Bewertungsfreies Wahrnehmen Akzeptieren und Tolerieren Selbstunterstützung Analysieren der Emotionen Regulation der Emotionen
  • Welchen Zweck haben Muskel- und Atementspannung im Training Emotionaler Kompetenzen nach Berking? Entspannung als Vorbedingung für die anderen Kompetenzen Durch Muskelentspannung/Atemübungen Senden von Signalen an Amygdala, die mit Sicherheit assoziiert sind Reduktion psychophysischer Erregung
  • Welchem Zweck dient das bewertungsfreie Wahrnehmen im Training Emotionaler Kompetenzen nach Berking? Downregulation (Herunterregulation) der übersensibilisierten Interpretations- und Bewertungsvorgänge durch Spüren (Emotion zulassen) und Benennen (mentale Repräsentationen bilden)
  • Welchem Zweck dient die Selbstunterstützung im Training Emotionaler Kompetenzen nach Berking? Fördern einer anteilnehmenden und mitfühlenden Haltung gegenüber sich selbst sowie Selbstunterstützungshandlungen (Ermutigung) Stabilisierung der Handlungsfähigkeit
  • Wozu dient die Analyse im Training emotionaler Kompetenzen nach Berking? Die Fähigkeit des Analysierens von Emotionen wird gefördert, damit der Patient das Gefühl der Kontrollierbarkeit der Emotionen wiedererlangt
  • Was umfasst das Regulieren im Training emotionaler Kompetenzen nach Berking? aktive Veränderung der Emotion durch: Finden eines hilfreiches Zielgefühls Brainstorming (Ideen zur Änderung der Emotion sammeln) Auswahl und Umsetzung Erfolgskontrolle (Selbstverstärkung bei Gelingen)
  • Wozu dient das Akzeptieren und Tolerieren von Emotionen im Training emotionaler Kompetenzen nach Berking? Oft Gefühl des Misserfolgs beim Patienten, da sich Emotionen oft nur langsam ändern Patient soll sich innere Erlaubnis geben, sich so fühlen zu dürfen wie er/sie sich fühlt  Patient soll sich selbst überzeugen, dass man Gefühle aushalten kann
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  • Welchen Zweck erfüllt die Selbstunterstützung im Training emotionaler Kompetenzen nach Berking? Eine anteilnehmende und mitfühlende Haltung sich selbst gegenüber soll beim Patienten gefördert werden. Ziel ist die Stabilisierung der Handlungsfähigkeit.
  • Was bedeutet Metakognitionen in der Metakognitiven Therapie nach Wells und Teisman? Überzeugungen über Kognitionen und Prozesse der Aufmerksamkeitslenkung
  • Wie grenzt sich die Metakognitive Therapie nach Wells und Teisman von der Kognitiven Verhaltenstherapie ab? MT: Wie denkt der Mensch? Wie geht der Mensch mit aversiv erlebten Gedanken und Gefühlen um? Wie lenkt der Mensch seine Aufmerksamkeit? KT: Was denkt der Mensch?
  • Welche Rolle spielt das Self-Regulatory-Executive-Function-Modell (S-Ref) in der Metakognitiven Therapie nach Wells und Teisman? Informationsverarbeitungsmodell, dass u.a. besagt, dass dysfunktionale Verarbeitungsprozesse und selbstregulatorische Strategien eine psychische Störung bedingen können
  • Was bedeutet das "Kognitive Aufmerksamkeitssyndrom (CAS)" in der Metakognitiven Therapie nach Wells und Teisman? Zusammenfassung dysfunktionaler Strategien Beispiele: Grübeln, sich Sorgen machen, Aufmerksamkeitslenkung auf potentielle Gefahren, Gedankenunterdrückung, Suche nach Rückversicherung oder Vermeiden von bestimmten Situationen
  • Definieren Sie positive und negative Metakognition und nennen Sie jeweils ein Beispiel dafür (Metakognitive Therapie nach Wells und Teisman)! Positive Metakognition: Überzeugung über den Nutzen einer Strategie "Wenn ich nur ausreichend grübele, werde ich eine Lösung finden" Negative Metakognition: Überzeungung über die Gefährlichkeit einer Strategie: "Wenn ich mir weiter Sorgen mache, werde ich noch verrückt!" Positive Metakognition fördert die Auftretenswahrscheinlichkeit
  • Zwischen welchen Modi der Informationsverarbeitung unterscheidet die Metakognitive Therapie nach Wells und Teisman? Objektmodus: Eine Person glaubt, was sie denkt, Ihre Gedanken spiegeln die subjektive Realität wieder (z.B. "Ich bin wertlos, deswegen sollte ich mehr darüber nachdenken") Metakognitiver Modus: Eine Person erkennt ihre Gedanken als innere Konstruktion ("Ich bin wertlos, aber das ist nur ein momentanes, subjektives Empfinden")
  • Wie kann das Kognitive Aufmerksamkeitssyndrom (CAS) in der metakognitiven Therapie nach Wells und Teisman aktiviert werden und was löst das CAS wiederum für Probleme aus? CAS wird ausgelöst durch Informationsverarbeitung im Objektmodus Die Aktivierung des CAS zieht folgende Probleme mit sich: Die hilfreiche Veränderung negativer Interpretationen wird verhindert Aversive Emotionen entstehen Teufelskreis und Aufschaukelungsprozess
  • Wie sieht das Veränderungsmodell der Metakognitiven Therapie nach Wells und Teisman aus? Abschaffen und Auflösen des Kognitiven Aufmerksamkeitssyndroms (CAS) Flexible Kontrolle über kognitive Prozesse und Aufmerksamkeitslenkung Neuer Bezug zu negativen Gedanken und Emotionen
  • Was sind Schritte der Metakognitiven Therapie nach Wells und Teisman zur Behandlung von depressivem Grübeln Erstellung eines Metakognitiven Fallkonzepts Sozialisation bezüglich des metakognitiven Modells Aufmerksamkeitstraining und Training der losgelösten Aufmerksamkeit (Detached Mindfulness) Modifikation negativer Metakognitionen (z.B. Unkontrollierbarkeit des Grübeln entkräften) Modifikation positiver Metakognitionen Modifikation dysfunktionaler Bewältigungsstrategien Festigung neuer Verarbeitungsroutinen
  • Was bedeutet Achtsamkeit in der "dritten Welle der Verhaltenstherapie"? Prinzip, das in vielen Therapieverfahren der "dritten Welle" eine zentrale Rolle in vielen Verfahren spielt. Zentrale Aspekte sind: Die Aufmerksamkeit wird auf den jeweils einzigartigen und gegenwärtigen Augenblick (present Moment) gerichtet Man ist sich selbst bewusst und absichtsvoll (on purpose) Man verzichtet auf die Bewertung von Ereignissen und Zuständen (non-judgemental) Einher geht die Achtsamkeit mit dem Gefühl präsent und lebendig in der Gegenwart zu sein
  • Wie wird im Kontext der Stressbewältungung durch Achtsamkeit mit Stress umgegangen? Die Kraft, die in leidvollen Erfahrungen und Gefühlen steckt, muss - nach der Philosophie der Stressbewältungung durch Achtsamkeit - nicht bekämpft werden Stress ist in gewisser Dosis sogar notwenig für den Menschen Stress/negative Gefühle sollten nicht unbedingt bekämpft werden, sondern vielmehr sollte ihnen mit Achtsamkeit begegnet werden Tipps: Bewusste Phasen der Entspannung, Stärkung von Selbstregulationsfähigkeit und Selbstvertrauen, Nicht-Beurteilen von Ereignissen, Geduld, Geist des Anfängers
  • Welche Formellen Übungen werden im Rahmen der Stressbewältigung durch Achtsamkeit durchgeführt? Body-Scan: ca. 45 min, im Liegen, Erforschen des Körpers durch systematisches Lenken der Aufmerksamkeit Yoga: Bewusstest Spüren von Grenzen und Wahrnehmungvon Gedankenströmen, Gleichzeitiges Aufrecherhalten der Achtsamkeit Sitzmeditation: ca 10 min, spätere Steigerung möglich. Konzentration auf bestimmtes Objekt als Anker (z.B. eigenen Atem). Späteres Ausdehnen der Aufmerksamkeit wechselnde Eindrücke (z.B. Außengeräusche) Gehmeditation: Volle Aufmerksamkeit wird auf den Prozess des Gehens gerichtet, Wahrnehmung alles Bestandteile des Beweungsablaufes. Zunächst Achtsamkeit nur auf einen Aspekt des Gehend, spätere Ausdehnen der Aufmerksamkeit auf einen anderen Aspekt bei gleichzeitiger Beobachtung des Atems