Definition Klinische Psychologie
Teildisziplin der Psychologie, die sich mit - psychischen Störungen und - psychischen Aspekten somatischer Störungen in: 1.) Ätiologie, Bedingungsanalyse 2.) Klassifikation & Diagnostik 3.) Psychotherapie, Prävention und Rehabilitation 4.) Epidemiologie, Gesundheitsvorsorge und Evaluation befasst
Definition Psychotherapie
Teilgebiet, dass sich mit gezieltem Einsatz psychologischer Verfahren zur Reduktion von Leid und beeinträchtigten Lebens- und Verhaltensweisen befasst
Störungsübergreifende Aspekte
z.B. Klassifikation, Diagnostik, Paradigmen, Methodik
Störungsbezogene Aspekte
Intrapersonell (Gedächtnis, Syndrom) Interpersonell (System z.B. Familie)
Verhaltensmedizin
Anwendung der Erkenntnisse der verhaltensmedizinischen Wissenschaften für Prävention, Diagnostik, Rehabilitation
Medizinische Psychologie
Psychologie für Mediziner
Klinische Neuropsychologie
Auswirkungen von Karnkheiten oder Verletzungen des Gehirns auf Erleben und Verhalten
Sozialarbeiter
FH Sozialpädagoge mit Ausbildung für Beratungsstellen
Begründer der Klinischen Psychologie
Lightner Witmer = prägte den Begriff Emil Kraeplin = Schaffung der Krankheitslehre Siegmund Freud = Krankheits- und Behandlungslehre Hugo Münsterberg = Psychopathologie vs Pathopsychologie
Der Begriff "Klinische Psychologie" Geschichte
Seit 1917 von Forschern und Praktikern durch American Association of Clinical Psychologists (später APA) In Deutschland erst Mitte des 20. Jh.
Welche Normabweichungen finden sich bei psychischen Störungen?
statistische Norm soziale Norm funktionale Norm subjektive Norm
Merkmale einer psychischen Störung
Leid Devianz Beeinträchtigung Gefährdung
Labeling Ansatz nach Scheff
Primäre Devianz: Wenn Verhalten toleriert wird, wird die Normverletzung normalisiert. Falls nicht = Etikettierung Sekundäre Devianz: Etikettierte Person verändert ihr Verhalten aufgrund der Etikettierung
Eigenschaften einer Krankheit
Beeinträchtigung Zustand unwillentlich herbei geführt Beinhaltet Unvermögen Schliesst biologische Prozesse mit ein
Normen im Krankheitsbegriff
statistische Norm funktionale Norm soziale Norm
Ebenen des allgemeinen Krankheitsparadigmas
Ursache Krankheit Kranksein Krankheitsfolgen
Wieso Störung statt Krankheit?
Krankheit impliziert biologische Ursache und bestimmte Verlaufsmuster Eindeutige kausale Beziehungen fehlen Mögliche negative soziale Auswirkungen aufgrund der Etikettierung Viele Zwischenebenen. Kontinuum von gesund bis krank
Definition ICF Funktionale Gesundheit
Konzept der Kontextfaktoren: Gesundheit vor dem gesamten Lebenshintergrund Konzept der Körperfunktionen und Strukturen: Diese entsprechen der statistischen Norm Konzept er Aktivitäten: Man kann all das tun, was von einem Menschen ohne Probleme erwartet wird Konzept der Teilhabe: Sie ihr Dasein in allen Lebensbereichen entfalten können
Nosos
= ärztlicher Befund
Noxe
= Ursache
Aegritudo
= sich krank fühlen
Psychische Gesundheit
Abwesenheit von Störungen Erfüllung des intra- und interpersonellen Funktionsbereiches
Salutogenese
Entstehung und Aufrechterhaltung von Gesundheit
Pathogenese
Entstehung einer Krankheit
Unterschied zwischen Heilung und Vollremission
Heilung = gesund Vollremission = Abwesenheit eines Syndroms. Erneuter Ausbruch ist nicht auszuschliessen