Kompetenzprofil (Subject) / Förderdiagnostik (Lesson)
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FD 22.1.15 Alois Buholzer Förderdiagnostisches Sehen, Denken und Handeln (2006)
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- TOTE-Modell Das Modell erklärt eine Handlung mit einem Rückkoppelungskreis.
- Operate = Test 1 (TOTE-Model) Erfassung des Lernprozesseses Dabei geht es z.B. um die Entwicklungsfortschritte, die Veränderungen in der Aneigung von Lerninhalten, Gruppenprozessen und um Veränderungen im ausserschulischen Umfeld.
- TOTE-Modell Test 2 Der Test 2 bezieht sich auf die Lernfortschritte, die erzielten Lernergebnisse oder um den Lernzuwachs, verglichen mit dem vereinbarten Lern- und Förderzielen.
- Bereiche der pädagogisch- psychologischen Diagnostik (nach Lukesch): Lernergebnisse Schuleingangsdiagnostik, Lernvoraussetzungen (z.B. Vorwissen), Spezialbegabungen (z.B. Hochbegabung) Teilleistungsschwächen Gruppenprozesse in der Klasse Verhalten der Lehrperson Behinderungen in Bezug auf körperlich oder koginitive Merkmale Lernumfeld, persönlichkeitsspezifische Vorbedingungen für schulisches Lernen (motivationale, emotionale, begabungsmässige Merkmale)
- Diagnostische Informationsquellen Zensuren und Zeugnisse Tests zur Beschreibung des Schulleistungsstandes Pädgogisch reelvante Tests Diagnostische Gesprächsformen Beobachten und Beschreiben
- Pädagogisch-psychologische Diagnostik bei Schullaufbahnentscheidungen Einschulung Umschulung in die Sonderschulung für Lernbehinderte Übertritt in die Sekundarstufe Hochschulzugang Berufsberatung
- Pädagogisch-psychologische Diagnostik bei individueller Intervention Hochbegabungsdiagnostik Diagnostik von Lernstörungen Diagnostik von Verhaltensstörung
- Formelle Diagnostik (nach Schrader) Die formellen Diagnosen entsprechen einer Reihe von Gütekriterien. Sie orientieren sich an Lernkriterien und geben Auskunft darüber, über welche Kompetenzen der/die SuS bereits verfügen.
- Informelle Diagnostik Die informellen Testverfahren erfolgen fortlaufend während des Unterrichtens. Die LP beobachtet die Lernbemühungen und -ergebnisse der SuS und passt ihre Handlungsauswahl an diese Erkenntnisse an. = Gelegenheitsbeobachtungen Kurzanalysen
- Die Beschreibung von Lernschwierigkeiten sind Konstruktionen, die im interaktiven Prozess (strukturelle Kopplung) zwischen Beobachter und Kind gebildet werden. Um was geht es beim interaktionistischen Prozess? Beim interaktionistischen Prozess geht es darum, gemeinsam Konstruktionen von Wirklichkeit zu entwickeln, die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für das Kind in seiner Lebenswelt eröffnen und Lernstörungen minimieren (Werning 1996).
- Diagnosen besitzen folgende Funktionen: LP erhalten mit Lerndiagnosen handlungsleitende Informatîonen zur Planung und Steuerung des Unterrichts Diagnosen bilden eine fundierte Grundlage für fachbezogene Gespräche Diagnosen können als "Frühwarnsystem" (Kretschmann) dienen, um rechtzeitige Präventionsmassnahmen für lern- und entwicklungsgefährdete Kinder zu organisieren Diagnosen werden auch für Selektions- und Zuweisungsentscheide einbezogen
- Individuumszentrierter Ansatz Die Individuumszentrierte Betrachtungsweise stellt das Individuum mit seinen spezifischen Möglichkeiten in den Mittelpunkt. Der Begriff Individuum stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt: Das Unteilbare. Gemeint ist der Mensch als Einzelwesen in seiner Besonderheit. Die Individualität ist demzufolge die Ganzheit der Eigenschaften und Merkmale, welche die Besonderheit eines Menschen ausmachen.
- Systemischer Ansatz ...analysiertzt die Systeme, an denen das Individuum partizipiert bzw. in die es eingebunden ist. Im Mittelpunkt der Analyse steht das System mit seinen inneren Strukturen und Prozessen. Demzufolge wird für das Problem nicht das Individuum verantwortlich gemacht sondern das System.
- Systeme können hinsichtlich ihrer Nähe zum Individuum als Makrosystem, Mesosystem oder Mikrosystem definiert werden (vgl. Bronfenbrenner 1981). Lern- und Verhaltensprobleme werden dementsprechend in Abhängigkeit zu diesen Systemen erklärt. Was gehört zum Makro-, Meso und zum Mikrosystem? Makrosystem: Leistungsdruck der Gesellschaft Mesosystem: mangelnde Kooperation von Schule und Elternhaus Mikrosystem: wettbewerbsfördernde Methoden der Lehrperson
- Ursachen für Lernstörungen: Lernen findet nicht in einem isolierten Raum statt sondern in einem sozialen Kontext. Das Umfeld kann Lernstörungen auslösen, verstärken, aufrechterhalten oder vermindern. Schulproblem können eine Funktion für das System übernehmen und beispielsweise auf mangelnde familiäre Unterstützung hinweisen. Auch kann das Schulsystem durch ungeeignete Lehr- und Lernangebote oder fehlende Differenzierung für Schulprobleme verantwortlich sein. Ursachen, die mit dem Individuum zu tun haben: genetische Ursachen, Entwicklungsverzögerungen, hirnorganische Funktionsstörungen oder affektiv-motivationale Bedingungen.
- Bei der pädagogischen Diagnostik handelt es sich nach Ingenkamp um... einen Diagnostik, "welche Lernvorgänge einschliesslich ihrer Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Ergebnisse untersucht, um aktuelle Lernvorgänge zu optimieren oder Lernerfolge für die Gesellschaft zu dokumentieren."
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- Psychometrisch? Die Psychometrie ist das Gebiet der Psychologie, das sich allgemein mit Theorie und Methode des psychologischen Messens befasst.
- Funktionale Erziehung? Alle unabsichtlichen pädagogischen Nebenwirkungen und an sich anders gemeinte Vorgänge werden unter dem Begriff Funktionale Erziehung zusammengefasst. Hierzu zählt man auch die Begriffe Prägung, Angleichung, Gewöhnung, Umgang und Assimilation.
- Diagnostische Prozesse beginnen mit einer sorgfältigen Beschreibung des Phänomens. Auf was bezieht sich der diagnostische Prozess? Die Beschreibung kann sich auf die Lernvoraussetzungen, die Lernsituation, die Lernvorgänge sowie auf die fachlichen und überfachlichen Ergebnisse beziehen.
- Die beschriebenen Phänomene werden mit einer Referenzgrösse verglichen. Was bedeutet in diesem Zusammenhang Referenz? Die Referenzgrösse kann durch die Sache oder ein bestimmtes Modell vorgegeben werden. Damit wird ein beobachtetes Merkmal an einer Zielsetzung oder einem theoretischen Konstrukt verglichen. Referenz (vom lateinischen referre für ‚auf etwas zurückführen‘, ‚sich auf etwas beziehen‘, ‚berichten‘) bezeichnet:
- Weiter kann die Referenzgrösse durch die statistische Norm gebildet werden. Dabei handelt es sich... ..um einen Vergleich zwischen einem bestimmten Merkmal und den Merkmalen wie sie innerhalb einer Klasse (Klassennorm), einer Stichprobe oder eines bestimmten Entwicklungsalters vorkommen. Dabei bildet das Individuum selbst die Referenzgrösse. Durch den Vergleich mit einer der drei Referenzgrössen kann die relative Position des festgstellten Merkmals innerhalb der gewählten Bezugsgrösse angeben werden.
- Was bedeutet Pädagogische Diagnostik? Pädagogische Diagnostik bezeichnet ein Verfahren, das unterschiedliche Methoden und Techniken aus der empirischen Sozialforschung zusammenführt, um lebensgeschichtliche Selbstbeschreibungen, wie sie im Rahmen der Datenerhebung zustande kommen, auf die in ihnen wirksamen handlungsleitenden Muster zu bestimmen.
- Was bedeutet empirische Sozialforschung? Empirische Sozialforschung bezeichnet die systematische Erhebung von Daten der Sozialwissenschaften über soziale Tatsachen durch Beobachtung,
- Bei der pädagogischen Diagnostik stehen drei Gütekriterien im Vordergrund: Validität (Lernzielbezuug) Reliabilität (ausreichende Zuverlässigkeit) Objektivität
- "Lernzielbezug" bedeutet: ..die Ausrichtung des Prüfverfahrens auf die bearbeiteten Lernziele. Valide ist ein Prüfverfahren dann, wenn es diejenigen Lernziele überprüft, die im vorangegangenen Unterricht gelehrt und gelernt wurden.
- Reliabel ist ein Prüfverfahren dann, wenn es bei einer nochmaligen Durchführung ähnliche Resultate zeigt.
- Der Fokus der sonderpädagogischen Diagnostik liegt bei der Abklärung. Verschiedene Aufgaben der sonderpädagogischen Diagnostik: die Erfassung des Erscheiungsbildes von Beeinträchtigungen und ihrer Verursachung unter Einbezug des sozialen Umfeldes, die Feststellung der Förderbedürftigkeit, die Ermittlung von prognostischen Aussagen bezüglich der möglichen Entwicklung die Klärung von Fragen bezüglich Rücküberweisung in die Regelschuleing, Einweisung in oder Überweisung in die in eine sonderpädagog. Einrichtung, die Früherkennung und -erfassung vonn Behinderung bedrohter Kinder
- Bei der sonderpädagogischen Diagnostik steht die Situation und nicht das Individuum im Mittelpunkt der Diagnose. Die heilpädagogische Diagnostik konzentriert sich auf das psychosoziale Feld. Heilpädagog. Diagnostik kann nach Kobi in vierfacher Weise verstanden werden: Optimierungsdiagnose Bildbarkeitsdiagnose Förderdiagnose Begleitdiagnose
- Heilpädagogische Diagnostik: Beobachtung Gespräch Tests Fragestellung Situationserfassung und Situationsbeurteilung Förderplanung/Empfehlung für Therapie und Unterstützungsangebote
- Diagnose aus dem Griechischen und bedeutet... In der Förderdiagnostik spricht man von... Diagnose ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet "auseinander halten", "erkennen" und "unterscheiden". FD: Erkennung Feststellung Prüfung der körperlichen wie auch des psychischen Bestandes mittels Anamnese, Exploration und Untersuchung
- Diagnostische Kompetenz einer LP: Mit Hilfe dem diagnostischen Kompetenzwissen klärt die LP die Frage, ob sie die vermutete Problematik beim Kind selbst überprüfen kann, oder ob zusätzliche Fachpersonen erfoderlich sind. Die LP muss ihre diagnostischen Funktionen kennen und Abgrenzungen vornehmen könnnen.
- Anforderungen für SHP nach Kretschmann SHP kennen Modelle über Ursachen und Verläufe der Entwicklungsprozesse des SuS SHP stehen Diagnoseinstrumente zur Verfügung, sie sollten Lernsfortschritte oder Entwicklungsprobleme diagnostizieren können SHP verfügen über Förderkompetenz, sie wissen, welche pädagogischen und welche Fördermassnahmen auf eine diagnostische Konstellation folgen müssen
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- Bei der pädagogischen und heilpädagogischen Förderdiagnostik steht "neu" die Orientierung an Ressourcen und das Ausloten von Entwicklungsmöglichkeiten im Vordergrund. (siehe Modell mit zwei Dimensionen S. 32 Abb.7, vgl. Schluck 2001) Worum geht es bei der ersten Dimension? Sie beschreibt Grundsatzannahmen, wie der Mensch funktioniert, welches die treibenden Kräfte seiner Entwicklung sind und wie erwünschte Verhaltensweisen erzeugt werden können.
- Diese Dimension weist in Anlehnung an Montada zwei grundsätzlich verschiedene Positionen auf. Die erste Dimension geht von einer determinierten* Entwicklung aus, worunter endogenistische und exogenistische Entwicklungstheorien verstanden werden. Diese charakterisieren den Menschen als "passiver Erdulder" der Entfaltung genetischer Bedingungen oder von aussen einwirkender Einflüsse. *Webdefinitionen: determiniertheit Ein Algorithmus ist in der Regel dazu bestimmt, eine Menge von Eingabewerten auf eine nicht zwangsläufig gleichmächtige Menge von Ausgabewerten abzubilden. ... Definition: Endogenistisch/exogenistisch Endogenistische Theorien: Entwicklung wird auf die Entfaltung eines genetisch fixierten Entwicklungsplanes zurückgeführt. Anlage und Reifung sind die dominanten Erklärungen für Veränderungen. Exogenistische Theorien: Entwicklung wird als durch externe (Umwelt-) Reize kontollierbar angesehen, deren Manipulation jedes oder das gewünschte Ergebnis bringen kann.
- Passivität ist gewissermassen der Kristallisationspunkt dieser Theorien. Folglich richtet sich der Fokus auf konstante Verhaltensmerkmale und auf Vorhersagbarkeit des Verhaltens. Die zweite Position wird durch die Aktivitätsannahme charakterisiert. Was heisst... dass innere, handlungsregulierende Strukturen das Ergebnis der gegenständlichen, symbolischen und geistigen Handlungen des Individuums in seinen Lebenswelten sind. Diese Handlungen gilt es zu untersuchen.
- Die zweite Dimension des Modells beschreibt: Die Aufgaben und die Funktionen der Diagnostik. Die eine Position dieser Dimension beschreibt die institutionelle Orientierung die andere die personelle Orientierung.
- Die Institutionelle Orientierung besitzt die Funktion, Kinder und Jugendliche entsprechend ihrer festgestellten Behinderung eine bestimmten Schul- oder einem bestimmten Schultyp zuzuteilen. Die personale Orientierung sucht demgegenüber nach einem schulform-unabhängigen Konzept der besten Förderung. siehe Abb. 7: Wandel der sonderpädagogische Diagnostik (vgl. Schluck 2001, 234) (S. 32 Buholzer)
- Dementsprechend ist die Diagnostik dazu da... ...die optimale Förderung für das Kind oder den Jugendlichen zu finden und ihre Wirkungen auf dem weiteren Entwicklungsweg zu beobachten und gegebenenfalls zu modifizieren. Diagnostik ist in diesem Rahmen eine lernprozessbegleitende Diagnostik.
- Welchem Quadranten des Modells (Schluck, Buholzer S. 32) sind die klassischen diagnostischen Fragen in unserem Schulsystem zugeordnet? Dem Quadranten vier. Sie gehen eher von Passivitäts- und eigenschaftsorientierten Persönlichkeitsmodellen aus (Intelligenzmessung oder Messung von stabilen Persönlichkeitsdimensionen) und dienen in der Regel einer Abklärung, Zuweisung oder Selektion. Die Förderdiagnostik ist dem Quadranten zwei zugeordnet. Sie ist stärker darauf ausgerichtet, den individuellen Aneigungsprozess des Kindes, d.h. die Verinnerlichnung des Lerngegenstandes, aufzudecken. Es gehrt um die Bestimmung, wie das Kind die Logik des jeweiligen Lerngegenstandes durchdrungen hat. Darauf aufbauend ist dann zu überlegen, welche Lernschritte als nächstes angebahnt und unterstützt werden können. Schluck spricht da von einer entwicklungs- bzw. srukturorientierten Diagnostik.
- Das diagnostische Verständnis hat sich von einer defizitorientierten Sicht zu einer Sicht der Entwicklungsmöglichkeiten verändert. Die Vorgehensweise hat sich von den Ansätzen traditionell psychiatrischer, medizinischer und psychologischer Diagnostik entfernt und betont die situativ- und prozessualorientierte Diagnostik. (Anlehnjung an Maschke 2004) Wo und mit werden heute diagnostische Erkenntnisse ausgetauscht? Am runden Tisch unter Mitwirkung verschiedener Fachpersonen, den Eltern und z.T. des Kindes.
- Mutzeck sind die Veränderung in einer verstärkten Berücksichtigung der salutogenetischen Orientierung. Definition von Salutogenese Ist ein ganzheitlich orientiertes Gesundheitsmodell (von Aron Antonovsky) In der Kind-Umwelt-Analyse sind auch die Kompetenzen, Stärken und Ressourcen eines Kindes und die individuellen, förderlichen, unterstützenden, die Gelingensbedingungen eines Lern- und Verhaltensprozess festzustellen (Mutzeck).
- Förderdiagnostik dient im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik dem Versuch...durch diagnostische Erkenntnisse,... ...die im aktuellen pädagogischen Prozess gesammelt, bewertet, überprüft werden, für die besonders förderungsbedürftige Lernende einen Plan für Fördermassnahmen zu entwerfen, seinen Effektivität zu kontrollieren oder ihn gegebenenfalls neu zu konzipieren. Mit Beobachtungen, Gespräche, Befragungen, Fehlerananlysen, Ansatz kindlicher Tätigkeitsprodukte (Suhrweiher, 1994).
- Erst die praxisbegleitende Förderdiagnostik ist im Sinne einer Lernprozessanalyse zu verstehen, in der die pädgogisch-diagnostische Situation im Vordergrund steht. Aus dieser Differenzierung lassen sich nach Kretschmann vier verschiedene Akzentuierungen der FD bestimmen: Bei der FD im Sinne einer Einagangsdiagnose wird das Kind zum ersten Mal einer Begutachtung vorgestellt. FD im engeren Sinne liefert Grundlagen für die Förderplanung mit Feinzielen und Massnahmen. FD als prozessbegleitende Diagnostik überprüft, wie das Kind auf die konkreten Förderangebote reagiert. Aus den gewomnnen Informationen, werden die aktuellen und situativen Bedingungen der Förderung angepasst. Fortschreibungsdiagnosen sind Diagnosen...die in einem Abstand zu einer eingeleiteten Förderung realisiert werden, um den Fördererfolg zu evaluieren, und um Förderpläne gegebenenfalls anzupassen
- Anspruch der FD ist es, möglichst umfassende lebenswelt-, unterrichts- und interssenbezogene Informationen und Daten zu erhalten, um die pädagogische Problemsituation in ihrem Ursachenzusammenhang analysieren und adäquate Hilfen anbieten zu können. Neben der Analyse der Lernorganisation und der aufgabenspezifischen Schwierigkeiten die Berücksichtigung des Lern- und Entwicklungsstandes, der Umfeldbedingungen, des Sozialisations- und Lebenshintergrundes, und die emotioanlen und sozialen Aspekte des Lernens (Eberwein & Knauer).
- "Gegenstand der FD sind nicht Defizite oder Mängel des Kindes, einer Person, sondern die Problemsituation. Die FD leistet einen Beitrag zum besseren Kennenlernen und Verstehen von Personen innerhalb von Problemsituationen. Welches ist eine wichtige Voraussetzung, wenn die Anforderungen des Ziels/des Lerngegenstands bekannt sind? die Sachstrukturanalyse Damit die Sachstruktur und die Kompetenzstufe beurteilt werden können, sind vertiefte Kenntnisse in die Theorien der Entwicklungspsychologie sowie fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen von grosse Bedeutung.
- 1.Was wird im Lernstrukturgitter veranschaulicht? 2.Welche beiden Dimensionen weist das Lernstrukturgitter auf? 3.Für die Diagnostik ergeben sich dadurch drei Untersuchungsschwerpunkte: 1. Die Berücksichtigung von Sachstruktur und die individuellen Lernprozesse 2. Die Dimensionen Komplexität und Niveau Die Dimensionen Komplexität umfasst die objektive Sachstruktur, welche einen Sachverhalt, einen Lerninhalt oder ein Phänomen bestimmt. Die Dimensionen Niveau beschreibt die stufenweise Verinnerlichung objektiver Sachverhalte auf de Seite des Lernenden. 3. Die Frage nach der Beherrschung des Lerngegenstandes; Ziel die nächste Entwicklungstufe finden. Die Analyse der Bedürfnisstruktur, es wird die Frage nach dem Bezug des/der Schülers/Schülerin zum Lerngegenstand gestellt. Die Ingangsetzung von Aneignungsprozessen, ausgehend vom Entwicklungsstand, von Lernvoraussetzungen, werden Lernprozesse beschreiben (Bundschuh)
- Förderung baut immer auf.. ..dem Vorhanden, auf Ressourcen und Stärken auf
- Etikettierungsdiagnosen sind hinderlich für flexibles und differenziertes Handeln. Arbeitshypothesen hingegen weisen eine hohe Handlungsorientierung auf, indem Aussagen über konkrete Handlungsvorschläge und Massnahmen gemacht werden. Die Massnahmenkataloge sind so formuliert, dass eine situationsadäquate und auf das Kind zugeschnittene Förderung unterstützt wird Grissemann) Die diagnostische Vorgehensweise beschränkt sich nicht auf eine einmalige "Abklärung" oder "Untersuchung, sondern ist auf einen längeren Zeitabschnitt hin ausgerichtet. FD wird daher auch als Lernprozessdiagnostik (Mand) bezeichnet. Für förderdiagnostische Zwecke kommen folgenden Methoden in Frage: die teilnehmende Beobachtung Dokumentenanalyse Fehleranalyse klientenzentrierte Gesprächsanalyse Spielanalyse Einzellfallbeschreibung Nach Grissemann wird im Rahmen der FD auf die Durchführung ganzer Testbatterien verzichtet. Die LP wählt stattdessen die Testverfahren aufgrund von Arbeitshypothesen gezielt aus.
- Durch die Erkenntnisse der FD wird der Rahmen für die spätere Förderung abgesteckt und macht Strukturen für das weitere pädagogische Handeln sichtbar. Förderdiagnostische Angaben liefern die Voraussetzung, den Unterricht oder die Förderung an die Lernbedürfnisse der SuS anzupassen. Damit wird eine adaptive Unterrichtsgestaltung möglich, d.h. die Fähigkeiten der Lernenden (Apitude) und die eingesetzten Methoden (Treatment) werden aufeinander abgestimmt. In der FD geht es darum, konkrete Hinweise zur Gestaltung einer bedürfnisorientierten pädagogischen Arbeit zu geben. Darin eingeschlossen sind Informationen für die Förder- und Unterrichtsgestaltung wie auch für die beratende Tätigkeit. Entsprechende Modelle: Breitenbach (2003), Grissemann (1998), Suhrweier & Hetzner (1993), Schob & Jainz (2004), Schuck (2004), Strasser (1997) und Wendeler (2000). Schuck schlägt vor, den diagnostisch-pädagogischen Prozess in drei Stufen zu unterscheiden: Bestandesaufnahme und die Entwicklung eines Förderkonzepts Förderplan Lernprozessbegleitung, genaue Beschreibung des IST-Zustandes und des gewünschten SOLL-Zustandes
- Förderkonzept: In einem Förderkonzept werden dann die Bestandesaufnahme und die Änderungsnotwendigkeiten dargestellt. Dabei handelt es sich um.... Im Förderplan erfolgt dann die Konkretisierung.... ...Hypothesen, die sich im Laufe des Unterrichts oder der Förderung auch wieder verändern können. ...des Förderkonzepts unter der Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen.
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