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Psychologie (Subject) / Emotion (Lesson)
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- Motive Was wollen wir? Haben einen energetisierenden Charakter, die uns antreiben, bestimme Emotionen anzustreben und zu vermeiden Bestimmen die Richtung unserer Handlung Geben uns die Energie, Umweltzustände anzustreben, die für unser Überleben und unsere Reproduktion vorteilhaft sind Beispiel: Computer können nie die Weltherrschaft übernehmen (Social Cognition und Motive untersuchen)Computer haben keine Motive l keine eigenständigen Ziele l Sie hätten gar kein Motiv, die Weltherrschaft zu übernehmen?
- Emotionen Inwiefern nähern wir uns dem Ziel? Emotionen sind affektive Informationen über die Relevanz bestimmter Motive und den Grad der Befriedigung dieser Motive Emotionen sind nicht Reaktion auf objektive Umweltzustände, sondern auf deren Subjektive Interpretation (Eifersucht, Aggression) Emotionen informieren und über die Stärke eines Motives und steuern unser Verhalten Aus der Stäke der Emotion darf nicht auf die Stärke des Motivs geschlossen werden. Bei kontinuierlicher Motivbefriedigung werden häufig keine Emotionen erlebt. Ein Motiv wird stärker, je häufiger es befriedigt wird. Oft fällt es und schwer, die emotionalen Konsequenzen des Wegfalls einer bestimmten Ressource zu antizipieren Beispiel: Einsamkeit, Liebeskummer, Freude, Scham Stolz – Vermeidung dieser Emotionen
- Social Cognition Laut Sozialpsychologie l „Social Cognition“ – Die Frage, wie Menschen Informationen aus ihrer sozialen Umwelt verarbeiten, motivationale Aspekte werden hierbei bewusst vernachlässigt. (Fiske&Taylor, 2008) Der Mensch ist ein informationsverarbeitendes Wesen → Evolutionspsychologie: Auch Motive müssen berachtet werden
- Motive, Kognitionen und Emotionen Motive betimmen, was wir wollen (Liebe) Kognitionen zeigen uns, wie wir etwas erreichen (Parship) Emotionen informieren uns, inwiefern wir uns dem Ziel nähern (Verliebtsein)
- Die Dimensionen von Emotionen Es lassen sich drei grunlegende Dimensionen unterscheiden Bewertungsdimension positiv <-> negativErregungsdimension ruhig <-> aufgeregtPotenzdimension groß & stark <-> klein & schwach ABER: Sehr ähnliche Emotionen fühlen sich sehr unterschiedlich an Bewertungs- und Erregungsdimension BE sind relativ unabhängig Bewertungs- und Potenzdimension BP sind positiv miteinander verknüpft GRUND: Positives Gefühl =/ klein und schwach > AUSNAHME: Mönch in Dom l Masochist beim Sex Problem: Dreidimensionaler Raum wird der Komplexität von Emotionen nicht gerecht, In unserer subjektiven Wahrnehmung fühlen sich sehr ähnliche Emotionen unterschiedlich an. (Gefühl von Intimität und Nähe welches wir mit unseren Sexualpartner oder bei unseren Freunden/Eltern erleben)
- Thomas-Theorem „If men define situations as real, they are real in their consequences“ Das Thomas-Theorem besagt, dass jedes menschliche Handeln reale Konsequenzen zur Folge hat, ganz gleich wie irreal die Situationsdefinition war, die zu der entsprechenden Handlung geführt hat. Es geht um die Differenz zwischen subjektiver Wirklichkeit und objektiver Realität. = Etwas hat dann reale Konsequenzen für uns, wenn wir es für wahr halten, unabhängig davon ob es wirklich wahr ist. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Sozialwissenschaft überhaupt Vorhersagen, die zunächst auf völlig falschen Prämissen basieren führen zu ihrer eigenen Bestätigung Selbsterfüllende Prophezeiungen l sich selber zerstörende Prophezeiung Beispiel: Anleger heben das gesamte Geld auf einmal ab, wenn sie befürchten, die Bank würde bankrottgehen Autobahnstau bei Ferienbeginn l alle denken, es wäre furchtbar zu fahren
- Kann man von Art und Stärke der Emotion auf die Stärke des Motivs schließen Unmöglich > denn die meisten Menschen sind sich ihrer stärksten Motive kaum bewusst. Beispiel: Atmen. Viele Bedürfnisse und Motive werden uns erst bewusst, wenn wir sie nicht mehr automatisch befriedigen können Statt dem positivem Gefühl bei Eintritt folgt ein negatives Gefühl bei Wegfall einer bestimmten Ressource ein. Es fällt uns schwer zu antizipieren. Wenn ein Motiv kontinuierlich befriedigt wird, ist es nur mit schwachen Emotionen verbunden Dies heißt aber nicht, dass das zugrundeliegende Motiv nur schwach ausgeprägt sei.
- Subjektivität von Emotionen Emotionen sind nicht Reaktion auf objektive Umweltzustände, sondern auf deren subjektive Interpretation Aggression ->"Ist mir der Typ gerade absichtlich auf den Fuß getreten?
- Motivationsforschung Aufgabe Motivationsforschung= Verschiedene Motive zu ordnen und zu systematisieren. Wie viele Motive gibt es und wie lassen sie sich unterscheiden? Lustprinzip l Jeremy Bentham Rationale Handlungen dienen NICHT dazu, einen anstrakten Nutzen zu maximieren Menschliches Handeln ist durch das Bestreben bestimmt, negative Emotionen zu vermeiden und positive Emotionen zu erleben -->>> Utilitarismus l Nicht die Motive, sondern die Konsequenzen einer Handlung sind ausschlaggebend für die Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit einer Handlung Rationalität: Rationale Handlungen sind dadurch definiert, dass sie geeignet sind, das Ausmaß künftiger positiver Emotionen zu maximieren und das Ausmaß künftiger negativer Emotionen zu minimieren Ökonomie: Rationale Handlungen dienen dazu, einen abstrakten Nutzen zu maximieren 2. Befriedigung mehrerer Motive Beispiel: Grooming Nahrungsaufnahme Motiv, den Körper mit Energie zu versorgen Motiv nach Affilliation bzw. sozialem Anschluss Statusmotiv (teuere Restaurants)
- Nichtsoziale Motive Nahrung und Flüssigkeit Körperliche Unersehrtheit und Überleben Neugier und Kompetenz Kontrolle und Autonomie Nahrung und Flüssigkeit Emotionen wie Hunger und Durst, sowie Abscheu und Ekel vor Schimmel und verdorbenem Fleisch. Evolutionsbedingt. Der homo sapiens ist unter der Bedingung relativer Nahrungsknappheit evolviert. -> Dies erklärt, warum wir mehrere Wochen ohne feste Nahrung auskommen können. Wasser war allerdings immer ausreichend vorhanden, daher können wir nur einige Tage ohne Wasser auskommen. -> Keine Probleme mit Trinken Körperliche Unversehrtheit und Überleben Alle Lebewesen sind an ihrem physischen Fortbestand interessiert. Menschen sind motiviert, Verletzungen und Krankheiten zu vermeiden. Emotionen, die zur Befriedigung dieser Motive beitragen, sind das empfinden von Schmerz und Furcht -> Viele Angstneurosen, wie Furcht vor wilden Tieren, panische Angst vor Mäusen bestehen aus einem übersteigerten, evolutionsbedingten Gefühl und sind im rechten Maß durchaus sinnvoll. Neugier und Kompetenz Menschen versuchen, möglichst viele Informationen und Fähigkeiten über ihre physikalische und soziale Umwelt zu erwerben, um erfolgreich in diesen Umwelten zu agieren. -> Kleine Kinder, die unermüdlich versuchen das Laufen zu lernen. Kontrolle und Autonomie Der Mensch hat ein ausgeprägtes Bedürfnis danach, seine Umwelt zu kontrollieren und im eigenen Verhalten nicht kontrolliert zu werden.
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- Soziale Motive 1. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit: „The need to belong“ Nur Menschen, die fähig sind Beziehungen einzugehen und beliebt zu sein sind in der Lage, ihr eigenes Überleben zu sichern und sich fortzupflanzen. Stolz, Scham, Furcht, Einsamkeit, Verzweiflung 2. Sexualität und IntimitätEvolutionsbedingte Bedeutung des Fortpflanzung-> Begründet durch Siegmund Freud (einzige Triebfeder), von anderen Autoren allerdings selten erwähnt -> Beliebtheit von Evolutionspsychologie Erregung, Zärtlichkeit, Eifersucht Bedürfnis nach Fürsorge Streben nach Status Aggression Streben nach hohem Selbstwert/sinnvollen Leben
- Evolutionäre Erklärungen für Emotionen Emotionen sind kein Selbstzweck Jede Emotion beinhaltet Informationen und bewegs uns zum Handeln Problem - Denken - Handeln Hunger, Durst (Evolution: Nahrungsknappheit, Wasservorhandenheit) Furcht, Stolz, Scha
- Extrinsische vs. Intrinsische Motive 1. Extrinsische Motive: Ein bestimmtes Verhalten wird ausgeführt, weil sich die handelnde Person davon zu eine späteren Zeitpunkt positive Effekte verspricht 2. Intrinsische Motive: Ein bestimmtes Verhalten wird um seiner selbst Willen gezeigt Intrinsische Motive können unter bestimmten Umständen zu einer Art Schaffensrausch l „Flow“ führen. Ein solches Flow-Erlebnis stellt sich ein, wenn Menschen hochkonzentriert und ungestört Unmittelbare Rückmeldung über Güte Anforderungen entsprechen ziemlich genau dem eigene Leistungsvermögen entsprechen. Kaum positive Emotionen, aber im Nachhinein bewertet als erfüllend Verlust des Gefühls von Zeit und Raum Bei vielen Handlungen gehen die beiden Motive ineinander über l Bergsteiger Intrinsische Motivation kann durch das Hinzufügen extrinsischer Belohnung untergraben werden (beim Befolgen von sozialen Normen, wenn sich die subjektive Definition ändern) →Die vorhandene intrinsische Motivation, sich an eine bestehende soziale Norm zu halten, kann somit durch externe Anreize und Bestrafungen systematisch beeinträchtigt werden. Männer sind eher extrinsisch, Frauen sind eher intrinsisch motiviert
- Explizite vs. Implizite Motive 1. Explizite Motive: Das bewusste Selbstbild einer Person. Test: Fragebogen mit Persönlichkeitsfragen, einfach zu bemessen →Wenn eine Person z.B. glaub, sie sei leistungsfähig und besonders leistungsorientiert, wird sie in einem Fragebogen bei „ich setze mit häufig anspruchsvolle Ziele“ zustimmen. 2. Impliziten Motive = unbewusst, kein introspektiver Zugang →sind wesentlich schwieriger zu messen. Test: TAT – Thematischer Apperzeptionstest -> zu Bilder eine Geschichte erfinden Beide Motive hängen kaum miteinander zusammen.Wenn wir wissen, dass eine Person über ein hohes explizites Leistungsmotiv verfügt, sagt es nicht über die implizierte Leistungsmotivation dieser Person aus Messung der Motive? - Es kommt darauf an: Ein explizites Leistungsmotiv korreliert positiv mit Verhalten in Anreizbedingungen, in denen externe Standards gesetzt werden und relevante Bezugspersonen eine Belohnung in Aussicht stellen. Ein impliziertes Leistungsmotiv hingegen korreliert positiv mit Verhalten in Anreizbedingungen, in denen Beharrlichkeit der eigenständigen Verfolgung eines selbst gesetzten Zieles gefordert wird. Konvergenz der beiden Motivsysteme führt zu höherer Lebenszufriedenheit als Divergenz
- Motivbefriediedigung Vergleich: Ein bestimmter Druck wird aufgebaut und dann über ein Ventil abgelassenAnnahme: Motive rufen umso stärkere Gefühle hervor, je länger sie nicht befriedigt werden (nur für wenige physiologische Bedürfnisse) Die meisten Motive werden stärker, je häufiger wie sie befriedigen (Sucht, Sex) → Süchtige: Das Verlangen nach einer Droge wird immer geringer, je länger man ihr nicht nachkommt Die Stärke eines Motivs ist auch davon abhängig, inwiefers es stimuliert wird (Katholische Klöster und Sex) Starke Emotionen werden zumeist nicht durch absolute Zustände ausgelöst, sondern durch die Wahrnehmung von Veränderungen bzw. deren Antizipation Dies erklärt die menschliche Fähigkeit, sich schnell an neue Lebensumstände anzupassen (Beispiel Lebenszufriedenheit Lottogewinner und Querschnitts)
- Impact Bias Menschen überschätzen sowohl die Dauer als auch die Intensität von Emotionen und können die Vergänglichkeit nicht antizipieren Beispiel: „wenn ich endlich den richtigen gefunden habe, werde ich für immer glücklich sein…“ Zweck: Sinnvoll, denn nur so sind wir motiviert, positive Situationen anzustreben und negativen Situationen zu vermeiden. Wir hätten keine Motive mehr, wenn wir wüssten, dass doch alles das gleiche Glückgefühl bringt. Negative Emotionen informieren uns über negative Zustände und motivieren uns, unsere Situation zu verändern. Er wäre maladaptiv, sie zu ignorieren (Eifersucht, Schmerz) Negative Emotionen dienen vor allem dem Zweck, dass wir kontinuierlich versuchen, sie zu vermeiden (Wut, Trauer)
- Beispiele für den Impact Bias (Zweck) Wut Information: Nichterfüllung von Ansprüchen, die als legitim erachtet werden Reaktion: Durchsetzen der eigenen legitimen Ansprüche Trauer Information: negativer Umweltzustand, Mangel an Ressourcen, diesen Umweltzustand zu verändert Reaktion: Rückzug, Inaktivität, Suche um Hilfe Schmerz Information: wir sind krank und verletzt Reaktion: Ruhe halten -> Wäre Schmerzempfindlichkeit massiv beeinträchtigt besteht die Gefahr, dass kranke Menschen trotz schlimmen Krankheiten nicht zum Arzt gehen Eifersucht Information: Partner könnte im Begriff sein uns zu verlassen, sexuell untreu zu sein l Reaktion: Reden bzw. verlassen und Neuanfang Scham Information: Verstoß gegen gesellschaftliche Norm Reaktion: Handlungen verhindern, für die wir uns später schämen
- Negative Emotionen Negative Emotionen sind differenzierter als positive Emotionen (mehrere Wörter zur Umschreibung, Navigationssystem) l stärker als positive Emotionen (10€ gewinnen oder verlieren) werden mehr kommuniziert (Beziehungsprobleme l Analyse negativer Situationen schulen) perseveranter (d.h. länger anhaltend, vor allem bei lebenswichtigen) als positive Emotionen Ähneln in gewissem Sinne dem Strafrecht (Funktion: Abschreckung)
- Relevanz negativer Emotionen Funktion: Informationen über negativen Umweltzustand und motivieren, diese Situation zu verändern (ignorieren wäre lebensgefährlich) Emotionen sind unserer kognitiven Kontrolle weitgehend entzogen. Wir können nicht beschließen, keinen Schmerz l keine Eifersucht zu spüren. Wir können unsere Emotionen nicht kontrollieren, damit sie uns kontrollieren! →Sie würden ihre Funktion nicht mehr erfüllen, unser Verhalten zu steuern. Navigsationssystem
- Der Zusammenhang von Stimmung und Informationsverarbeitung Positive Stimmung Folgen: Höheres Maß an Kreativität, oberflächlichere Informationsverarbeitung Funktionalität: Information über positiven Umweltzustand, die es uns erlauben, durch spielerische Kreativität einen noch besseren Zustand zu erreichen Negative Stimmung Folgen: Intensivere Informationsverarbeitung Funktionalität: Informationen über negative Umweltzustände, die eine intensive Informationsverarbeitung erfordern
- ACT - Acceptance Commitment Therapy Wahrnehmen und mit den eigenen Emotionen achtsam umgehen Annahme: es gibt ein „echtes“ Leid und ein „schmutziges“ Leid. Schmutziges Leid: Flucht, Betäubung, Sucht, argumentieren, Rückzug Echtes Leid Ziel: Akzeptanz des echten Leids durch die Vermeidung des schmutzigen Leids. Durch Rückzug l Sucht l Flucht fördert man das nur das Schmutzige Leid. -> Commitment an die eigenen Ziele und Werte aufbauen
- Warum unser Motivsystem kein Dampfkochtopf ist Annahme: Druch wird aufgebaut und über ein Ventil wieder abgelassen, d.h. Motive rufen umso stärkere Gefühle hervor, je länger sie nicht befriedigt worden sind Analyse: Annahme gilt nur für sehr wenige physiologische Bedürfnisse, z.B. Durst Allerdings: Schon bei Hunger gegenteiliger Effekt (Fastenkur) Allgemein: Die meisten Motive werden stärker, je häufiger sie befriedigt werden, siehe Suchtverhalten. Das Verlangen nach einer Droge wird geringer, je länger man ihr nicht nachgibt Die meisten Motive werden auch stärker, inwiefern es stimuliert wird Positiver Zusammenhang zwischen Motivstärke und Motivbefriedigung lässt sich auch für den Sexualtrieb beobachten. Vor allem Frauen. Höherer Trieb wenn sie in einer Beziehung leben --->>> Kirchen
- Relevanz von Zustandsveränderungen Starke Emotionen: Nicht durch absolute Zustände ausgelöst, sondern durch die Wahrnehmung von Veränderungen bzw der Antizipation der Veränderung Bemerkenswerte Fähigkeit von Menschen, sich schnell an neue Lebensumstände zu gewöhnen, Schicksalsschäfe zu verarbeiten und nach Niederlagen weiterzukämpfen → Man gewöhnt sich an alles, auch an das Gute Das Leben als "hedonistische Tretmühle" - nichts trägt dauerhaft zur Glücksstiegerung bei
- Leistungsmotiv Motiv, den Erfolg einer eigenen Handlung mit deinem objektiven Tüchtigkeitsmaßstab zu vergleichen