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Psychologie (Subject) / Geschlechterunterschiede (Lesson)

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This lesson was created by Janaw55.

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  • Sozial-konstruktivistische Erklärungen Es gibt keine objektive Realität Annahmen über die Realität sin immer das Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse Das Denken über Geschlechteruntershiede sind das Ergebnis einer gesellschaftlichen Konstruktion solcher Unterschiede (Mead) Arbiträre Zuordnung von Geschlechterunterschieden je nach Kultur l Kleidung, Haare Alice Schwarzer l "Gebährfähigkeit ist der einzige Unterschied zwischen Männern und Frauen" Money l "Nature is a political strategy of those committed to maintaining the status quo of sex differences" ♥Fazit  Tatsächlich werden einige Merkmale von Frauen und Männern vollkommen arbiträr zugeordnet je nach Kultur  Es gibt aber eine Vielzahl von universellen oder annähernd universellen Geschlechterunterschieden in Tätigkeiten  Geschlecht als identitätsstiftender Faktor l Beispiel David Reimer
  • Evolutionspsychologische Erklärung Unterschiedliche Reproduktionsstrategien zwischen Männern und Frauen genetisch bedingt kulturunabhängige Geschlechterunterschiede Männer: Konkurrenzkampf um die attraktivsten Frauen  Aggressiver Assertiver Wettbewerbsorientierter  Karriereorientierter (= Sozialer Status erhöhr reprodukive Fitness) Risikoavers (=Demonstration der genetischen Fitness) Frauen: Kinder großziehen Fürsorglicher Empathischer Pflege sozialer Netzwerke (wichtig für Kinder) Risikoscheu (Überleben für Kinder) 
  • Bio-Soziale Theorie von Eagly und Wood =Verknüpfung des sozial-konstruktivistischen mit dem evolutionspsychologischen Erklärungsansatze = Gechlechterunterschied können auf unterschiedliche Rollenerwartungen zurückgeführt werden (sozioökonomische Bedingungen) Körperliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern bedingen eine natürliche Arbeitsteilung Um die Aufgabe adäquat zu erfüllen, werden sie in bestimmte Geschlechterrollen sozialisiert Dies führt zu Entwicklung typisch weiblicher und typisch männlicher Eigenschaften Gegensatz zu sozial-konstruktivistischem Ansatz: Geschlechterunterschiede sind nicht arbiträr und entspringen den funktional vorgegebenen Geschlechterrollen Gegensatz zu evolutionspsychologischem Ansatz: Geschlechterrollen sind nicht genetisch bedingt und werden durch gesellschaftliche Rollenerwartungen vermittelt Geschlechterunterschiede nehmen ab durch eine Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen -> Keine Notwendigkeit zur körperlichen Überlegenheit, Weniger Beladung bei einer Schwanderschaft
  • Prognosen aus der bio-sozialen Theorie Bei Veränderungen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen nehmen Geschlechterunterschiede ab In modernen Gesellschaften gibt es nur noch wenige funktionale Notwendigkeiten, an den überkommenen Geschlechterrollen festzuhalten Aber: Männer haben wenig Interesse daran, zu einer Nivellierung von Geschlechterrollen bezutragen patriachalische Strukturen leiten ihnen mehr Macht und Einfluss in Familie, Politik und Arbeitsplatz ein Verschiedene negative Konsequenzen für Frauen (Sanktionierung am Arbeitsplatz, "Rabenmütter")  Letztendlich aber werden sich die gesellschaftlichen Positionen von Männern und Frauen angleichen
  • Wie lässt sich überprüfen, welche der Theorien zutreffend ist? Problem: Theorien sind begründet durch empirische Fakten, die bereits bekannt sind  Man benötigt allerding empirische Studien zur Überprüfung der Theorien Studien bzw. Forschungsansätze, die es ermöglichen verschiedene Theorien gegeneinander zu testen Studien, deren Ergebnisse nicht a-priori bekannt sind  Studien, bei denen Theorien zu unterschiedlichen Vorhersagen kommen Es gibt einige Studien, bei denen es reicht, sie gegeneinander zu testen.
  • Kriminalitätsfurchtparadox und Power Control-Theorie Kriminalitätsfurchtparadox: Obwohl Männer häufiger Opfer von Gewalt werden haben Frauen mehr Angst davor Alternativenerklärung: Power Control Theory Machtunterrschied zwischen Vätern und Müttern führen zu unterschiedlichen Sozialisationsstilen gegenüber Jungen und Mädchen. In traditionellen Familien (Vater arbeitet ganztags, Mutter zieht Kinder auf) sollten die Furchtunterschiede viel höher sein als in nicht-traditionellen Mögliche Erklärung durch die Evolutionspsychologie: Unterschiedliche Reporudktionsstile Furcht: Adptive emotionale Reaktion auf einen bestimmten Hinweisreiz, der dazu führt, die Situation künftig zu vermeiden  Frauen: höhere Furchtsamkeit -> Überleben und Nachfahren Männer: weniger Furchtsamkeit -> Disfunktion auf Jagderfolg Überprüfung: Beträchtliche Geschlechterunterschiede in der Furcht. Mädchen geben ein, eine potentielle Viktimisierung als schlimmer zu erleben und schätzen die Wahrscheinlichkeit, Opfer zu werden deutlich höher ein als Jungen EMPIRIE Keine Auswirkungen von innerfamiliären Machtverteilung, wie Arbeitszeiten der Eltern, Ausbildungsniveau, Rollenverhalten auf die Furchtsamkeit. EVOLUTIONSÄRER ERKLÄRUNGSANSATZ WURDE BESTÄTIGT (Mangelnde Falsifikation durch Alternativerklärungen)
  • Der Einfluss des Menstruationszyklus auf die weibliche Psyche Evolutionspsychologie: Frauen stehen vor Dilemma, dass sie die Wahl zwischen 2 Partnertypen haben Körperlich attraktive Partner mit "guten Genen", die nicht gewillt sind sich zu binden Partner, die Zeit und Ressourcen in die Kindererziehung investieren werden Körperliche Fitness erhöhen, idem sie eine "gemischt reporduktive Strategie" verfolgen Machos für kurzfristie Affären in Mitte des Monatszyklus Schwangerschaft Langzeitpartner l "gute Zuhörer und fürsorglicher Vater", der die Kinder, die er für seine eigenen hält großziehen wird Evolutionspsychologische Hypothesen: Mitte des Menstruationszyklus: Bevorzugt "Machos" (Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden ist am höchsten) Zu allen anderen Zeitpunkten: "Nette Versorger" Wenn verifiziert, dann Beweis für die Gültigkeit der Evolutionspsychologie (Partnerwahlpräferenzen sind genetisch bedingt) Widerspruch zu sozial-konstruktivistischen Theorien Widerspruch zu bio-soziale Theorien Beispiel für eine gute Hypothese, da sie bekannte Phänomene erklärt und Vorhersagungen über bislang unbekannte Tatsachen treffen √Verifiziert Theorie der gemischt reproduktiven Strategie Vielzahl von Studien zeigt, dass Frauen in Zyklusmitte maskulinere Gesichter und Stimmen bevorzugen Präferenz für den Geruch symmetrischer Männer zeigen stärker als zu anderen Zeiten versuchen, sexuelle Aufmerksamkeit von Männern zu erregen (selbst wenn sie dem manifesten Interesse von Frauen entgegenstehen -> Lapdance Studie)
  • Kulturübergreifende Partnerwahlpräferenzen David Buss l Frauen und Männer aus 37 verschiedenen Kulturen wurden gefragt Männer bevorzugen jüngere Frauen l stellen patriarchalische Rolle nicht infrage Frauen bevorzugen ältere Männer l wohlhabend Frauen was es wichtiger, dass der Partner über ein hohes Einkommen verfügt Präferenzen von Frauen und Männern unterscheiden sich umso stärker, je niedriger der Grad der Gleichberechtigung in einem Land ist Bio-Soziale Theorie
  • Wie kann man die Theorien verknüpfen? Jede Theorie kann auf empirische Evidenz verweisen ... Arbiträre Festlegungen bestehen Manche Geschlechterunterschiede sind unabhängig von den kulturellen Rahmenbedingungen Manches geschlechterspezifische Denken, Handeln, Fühlen ist von sozioökonomischen Bedingungen abhängig
  • Baumeister 2005 l Konzept der Reaktionsnormen Baumeister 2005 : Verknüpfun von Evolutionspsychologie und bio-sozialer Theorie durch das Konzept der Reaktionsnormen Reaktionsnormen: Bereitschaft eines Organismus, auf bestimmte Umweltreize in Abhängigkeit von seinen genetischen Prädispositionen zu reagieren Beispiel: Sexualtrieb und Motivation zur Säuglingspflege Starker Sexualtrieb bei Männern und Motivation zur Säuglingspflege ergeben sich vermutlich weitgehens unabhängig von kuturellen Rahmenbedingungen Unter bestimmten kulturellen Bedingungen können auch Frauen einen starken Sexualtrieb entwickeln (Kontrazeptiva) und Männer viel Zeit mit den Kindern verbringen  Inwiefern es zu diesem Rollenwandel kommt ist eine Frage der Ziele, auf die sich eine Gesellschaft verständigt
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  • Gender Similarity Hypothesis Männer und Frauen unterscheiden sich auf den meisten Persönlichkeits- und Fähigkeitsdiensionen wie Big Five oder Intelligenz nicht
  • Worin unterscheiden sich Männer und Frauen? ♥Nachweisliche Unterschiede bestehen in den Bereichen Empathie und FürsorglichkeitEhrgeiz und KompetivitätSelbstbewusstsein und AssertivitätAggressivität und GewaltRisikobereitschaft
  • Empathie und Fürsorglichkeit Frauen engagieren sich viel stärker als Männer in der Kindererziehung und Pflege der Eltern und anderer Angehörigen unabhängig von der gesellschaftlichen Rollenverteilung Beispiel Kibbuz-Bewegung in Israel l Männer und Frauen gleichberechtigt miteinander leben lassen 1920-1975 Fürsorglichkeit von Frauen ist verbunden mit einem höheren Maß an Empathie (=die Fähigkeit, sich in die Gefühle und Gedanken eines anderen Menschen hineinversetzen zu können) →Stressende und bedrohliche Situationen: Männer „fight or flight“ (Konfrontation oder Flucht) Frauen suchen die Nähe und Unterstützung vertrauter Bezugspersonen
  • Ehrgeiz und Kompetitivität Männer sind eher an Wettbewerb und sozialem Status interessiert als Frauen Unterschied bereits im Kindesalter sichtbar: Jungs spielen Cowboy, Fußball l Mädchen basteln, malen, Puppen Unterschiede im Karriereweg: Frauen schneller fertig mit Studium, aber brauchen länger für Habitilation -> Soziale Netzwerke wichtig für junge Wissenschaftler + Kriminelle Männer Konkurrieren gerne im Spiel Kampfgeist Eengagieren sich im Wettbewerb selbst dann, wenn sie wissen, dass sie vermutlich verlieren werden Frauen Abneigung gegen Wettbewerb "Rücken freihalten" Meiden Wettbewerb selbst dann, wenn sie gute Chancen hätten  Gruppenarbeit Unterschiedliche Wettbewerbsorientierung spiegelt sich im Karriereweg wieder Mäßiger Erfolg von Förder- und Mentoring-Programmen für weibliche Nachwuchswissenschaftler
  • Selbstbewusstsein und Assertivität Über- und Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten Menschen neigen dazu, eigene Erfolge den eigenen persönlichen Fähigkeiten und Misserfolge dem Pech oder Zufall zuzuschreiben Bei Männern ist diese Tendenz stärker als bei Frauen Männer sind eher als Frauen bereit, ihre eigenen Belange offensiv zu formulieren Frauen vermeiden Wettewerb mit anderen selbst dann, wenn sie in diesem gute Chancen hätten zu gewinnen l Frauen schreiben bessere Noten, es gibt aber mehr männliche Professoren l Frauen werden von Professor nach Promotion gefragt, trauen sich danach aber häufig nicht, eine eigene Hochschullaufbahn anzustreben. Männer reagieren hier viel assertiver  
  • Aggressivität und Gewalt Männer sind viel aggressiver und gewalttätiger als Frauen Mörder sind überwiegend männlich, ebenso wie Selbstmordattentäter oder AmokläuferKriege wurden zu allen Zeiten vor allem von Männern geführt  
  • Risikobereitschaft Männer sind riskobereiter als Frauen l Risikoaversion bei Männern Autofahren Geldanlage Skifahren Sex Folge: Männer sind häufiger Opfer von Verkehrs- und anderen Unfällen, Straftaten Unterschiedliche Viktimisierungsraten begründet auf der Tatsache, dass Männer eine andere Einstellung zu Risiken haben als Frauen
  • Unterschiede in der Varianz Die Varianz ist bei Männern ofmals größer als bei Frauen l Männer sind in ihrem Wesen extremer als Frauen Der Mittelwert von Frauen und Männern ist bei den meisten Persönlichkeitsmerkmalen gleich groß  Die Varianz ist bei Männern größer  Männliche Dominanz ist bei bisherigen Nobelpreisen größer Nobelpreise und Darwin Awards (Wer den Genpool verbessert, in dem er sich darauf entfernt) Unter Hochschulbegabten mehr männliche Genies und unter den Kriminellen mehr Männer  
  • Gender Forschung Sozialwissenschaft: Worin unterscheiden sich Männer und Frauen und wie sind diese Unterschiede zu erklären? "Sex Differences" -> ideologisch durchsetztes Thema
  • Female Empowerment Index und Partnerwahlpräferenzen Bio-Soziale Theorie von Eagly&Wood Präferenzen unterscheiden sich umso stärker, je niedriger der Grad der Gleichbereichtigung in einem Land war Bsp: Niederlange - wenig Gleichberechtigung - geringere Unterschiede in Präferenzen Frauen sehnen sich nach einem "starken Ernährer" vor allem dann, wenn die Rollen es nicht erlauben