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Psychologie (Subject) / Kulturunterschiede und Stereotype (Lesson)
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- Definition Kultur Eindeutige Definitionen sind schwierig Kultur als System von Werten, Normen und Praktiken Geflecht von Institutionen und Regeln Summe des Wissens über Techniken und Strategien zur Lösung bestimmter Alltaggsprobleme Hofstede: Kulturen als mentale Programme l Software of the mind Hofstede zeigt, dass nationale und regionale Kulturgruppen einen wesentlichen Einfluss auf das Verhalten von Unternehmen, insbesondere deren Organisation und Führung haben. In seiner Studie „national influences“,[2] näher beschrieben im Artikel Interkulturelle Zusammenarbeit, identifizierte er sechs Kulturdimensionen:[3] - Alle Definitionen weisen Mängel auf Wie grenzen sich Kulturen voneinander ab? Unter welchen Bedingungen gilt ein Sozialgefüge als Kultur?
- Zentrale Werte vs. veränderbare Praktiken Hofstede: Unterscheidung bei Kulturen zwischen zentralen Werten und peripheren Praktiken (berühren den Kern einer Kultur nicht und werden ökologischen Rahmenbedingungen angepasst) 1. Zentrale Werte ändern sich langsam werden von Generation zu Generation weitergegeben = zentrale Elemente einer Kulrut, die sich von Kultur zu Kultur unterscheiden sind ausserordentlich persistent ändern sich auch dann nicht, wenn ihr ideologischer Überbau obsolet geworden ist (Calvinismus in den Niederlande) Zwei Fälle Wert gilt lt in der einen, nicht aber in der anderen Kultur l Bsp: Enthaltsamkeit vor der Ehe in Marokko vs. Deutschland Wert gilt in beiden Kulturen, hat aber von Kultur zu Kultur unterschiedlich viel Bedeutung l Bsp: Höflichkeit und Ehrlichkeit in den Niederlanden vs. Österreich 2. Periphere Praktiken Art und weis, mit der eine Handlung erfolgt Berühren den Kern einer Kultur nicht Werden veränderten ökologischen Rahmenbedingungen angepasst, ohne dass sie die Werte einer Kutur verändern ACHTUNG: nicht vorschnell auf geänderte Werte schließen (Telekommunikation)
- Kulturen als unhinterfragbare Wahrheitem Menschen sind sich der Kulturgebundenheit ihres Handelns kaum bewusst über kulturelle Werte lässt sich schwer streiten Unfähigkeit, Praktiken zu hinterfragen Ethozentrismus: Das eigene ist gut, das andere ist schlecht Konsequenz ist ein hohes Konfliktpotenzial -> Lösung: Eigenen Ethnozentrismus hinterfragen (Problem, weil auch das Hinterfragen von Werten ein Wert sit, der keineswegs von allen Kulturen geteilt wird)
- Universelle Werte = kulturübergreifende Werte --->>> Kann man Werte in richtig oder falsch kategorisieren? Blaise Pascal "was diesseits richtig ist ist jenseits falsch" Wissenschaftliche Perspektive: Werte können nicht in richtig und falsche unterteilt werden Werturteile sind logisch nicht begründbar Man sollte nicht versuchen, andere Kulturen von der Richtigkeit der eigenen Werte zu überzeugen Moralphilosophische Perspektive: Können und sollen wir etwas akzeptieren, was wir für Unrecht halten, nur weil es Teil anderer Kulturen ist? Ein wirklich neutraler Standpunkt ist unmöglich Nicht einmischen -> Seite der eigenen Kultur
- Kultur und Verhalten l Ökonomische Perspektive Einfluss auf Denken, Fühlen, Handeln Kulturforscher: Kultur als wesentlicher Einflussfaktor --->>Verhalten als Ergebnis bestimmter Werte Ökonomen Kultur als Epiphänomen ohne eigenständigen Erklärungswert Verhalten durch Randbedingungen erklärbar und nicht so sehr aus bestimmten Werten (Präferenzen) Karl Marx: "das Sein bestimmt das Selbstbewusstsein" Beispiel: Steigende Scheidungsraten Kulturforscher: Geringere wertschätzung von Ehe und Familie Ökonomen: Höherer Wohlstand und Bildungsniveau von Frauen
- Kultur aus evolutionärer Perspektive Erklärungen ohne kulturellen Einflüssen Reduktion auf Transkulturelle Universalen: Phänomene, die bislang in allen Kulturen gefunden wurden (Familie, Kunst, Konzepte von Zeit, Rechtshändigkeit, Musik, Etiquette) -> einseitige Betonung dessen was Menschen in allen Kulturen machen vrstellt den Blick auf eine simple tatsache, nämlch dass sich menschliches Verhalten zwischen verschiedenen Kuturen erheblich unterscheidet. Richerson und Boyd: Kultur als System kultureller Praktiken
- Kultur als System kultureller Praktiken l Richerson und Boyd 2005 1. Grundidee: Menschen unterscheiden sich durch ihre Kulturfähigkeit von anderen Spezies -> Hoch komplexe Verhaltensmuster durch Imitation der sozialen Umwelt 2 einfache Heuristiken Heuristik: Übernehme das Verhalten der Mehrheit aller anderen Heuristik: Imitiere vor allem das Verhalten von Menschen mit einem hohen sozialen Status Ziel: Kultur dient immer der Lösung evolutionär vorgegebener Probleme Entstehungsgrund: Mehrere Lösungswege und unterschiedliche Herausforderungen verschiedene soziale und physikalische Umwelten 2. Befund: Koevolution von Genen und Kultur Unsere Gene beeinflussen, welche kulturellen Lösungen für bestimmte Probleme adaptiv sind (Schamanentum) Kulturelle Praktiken beeinflussen die Evolution bestimmter Gene (Laktose) Beschleunigung der kulturellen Entwicklung -> Beschleunigung der Entwicklung der Gene
- Machtdistanz l Power Distance Machtdistanz: Aktzeptanz sozialer Ungleichheit und Statusunterschiede Hoch: Russland, China, Frankreich, Spanien Kinder haben zu gehorchen Lehrer sind Gurus, die persönliche Weisheiten erzählen Arbeit ist zentral organisiert Soziale Ungleichheit ist unvermeidlich Hohe Einkommensunterschiede Schwach progressives Steuersystem Niedrig: Deutschland, Niederlande, Skandinavien Kinder gleichberechtigt Lehrer unterrichten unpersönliche Wesheiten Arbeit ist dezentral organisiert Soziale Ungleichheit soll minimiert werden Niedrige Einkommensunterschiede Progressives Steuersystem
- Femininität vs Maskulinität Klare Abgrenzung der Geschlechter Maskuline Gesellschaften, z.B. Deutschland, Japan, Italien, Angelsachsen Männer sind durchsetzungsfähig und hart Frauen sind bescheiden und liebevoll Soziale Anerkennung und hoher Status sind wichtig Geld wichtiger als Freizeit Väter kümmern sich um Fakten, Frauen um Gefühle Mädchen dürfen weinen, Jungen nicht Homosexualität ist bedrohlich Brilliante Lehrer Sport ist wichtig Feminine Gesellschaft, z.B. Niederlande, Männer sind bescheiden und liebevoll Frauen sind bescheiden und liebevoll intakte beziehung und lebensqualität sind wichtig freizeit ist wichtiger als geld beide eltern kümmern sich um fakten und gefühle Durchschnittliche Schüler, Sport moderat wichtig Freundliche Lehrer
- Unsicherheitsvermeidung =Empfindung unbekannter Situationen als belastend Hohe Unsicherheitsvermeidung: Griechenland, Portugal Menschen fühlen sich/sind häufiger gestresst ängstlich weniger zufrieden ethnozentrische Haltung gegenüber Kulturen risikoavers (eher Experten, eher Neuwagen, fester Job) Streng definierte Regeln über Gut und Böse Niedrige Unsicherheitsvermeidung: China Menschen fühlen sich/sind... weniger gestresst weniger ängstlich zufriedener empfinden Interkulturalität als aufregendbegegnen dem leben mit sicherheit Regeln über GUT UND BÖSE sind überflüssig
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- Individualismus versus Kollektivismus l Nisbett 1941 Definition des Selbst als individuelle Persönlichkeit bzw. als ein Mitglied sozialer Gruppen - Independent oder Interdependent Individualistische Gesellschaften (Skandinavien, England) Statusunterschiede sollen leistungsunabhängig sein Ehrlichkeit und Geradlinigkeit wird geschätzt bei Sachdiskussionen l wenig Einfluss von Statusunterschieden Keine Differenzierung zwischen Ingroup und Outgroup l alle menschen sollen gleih behandelt werden Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern folgen einem wechselseitigen, utilitaristischem Prinzip l Lob wird geschätzt Moralisches Verhalten orientiert sich an individuellen Leitbildern Individuelle Rechte sind unantastbar Kollektivistische Gesellschaften (Asien, Südamerikanische Länder) Statusunterschiede aufgrund von Tradition und Alter werden akzeptiert Direkte Auseinanderseetzungen werden vermiede, Gesichtsverlust wird vermieden, Ehrlichkeit und Pflege von Beziehungen ist wichtiger als die effiziente Erledigung von Aufgaben Deutschliche Unterschiede zwischen Ingroup und Outgroup bei Ressourcenverteilung. Die eigene Gruppe wird unterstützt Hohe gegenseitige Verantwortung zwischen Arbeitgeben und Arbeitnehmer, individuelles Lob wird als peinlich empfunden Unmoralisches Handeln wird als ein Gesichtsverlust vor der Gruppe empfunden Gleichheit vor Freiheit, Staat sehr dominant, kollektive vs individuelle Ziele (Meinungsfreiheit) Im Durchschnitt sind menschen in individualistischen Kulturen glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben Kausale Richtung des Zusammehangs ist jedoch schwer zu bestimmen Wohlstand Wirtschaftlicher Aufschwung in den kollektivistischen Ländern wie den Tigerstaaten führt zu sinkenden Korrelationen der beiden Variablen Der kulturelle Einfluss auf das Empfinden und Handeln des Einzelnen sollte jedoch nicht überschätzt werden kollektivistische bzw individualistische Orientierungen sind auch von situationalen Hinweisreizen ahängig experimentelle studie (frage nach der ähnlichkeit bzw unterschiede zu freunden oder verwandten, je nach gruppe Aktivierung von kollektivismus bzw. Individualisus unabhängig von Kulturzugehörigkeit
- Würdigung der Kulturunterschiede Menschen sind das Produkt ihrer kulturellen Umwelt Die verschiedenen Kulturen unterscheiden sich auf mehreren Dimensionen erheblich voneinander Aber: Neben vielen Unterschieden gibt es auch zahlreiche Gemeinsamkeiten Interkulturelle Unterschiede sagen ncihts über den Charakter eines einzelnen Menschen aus
- Ingroup vs. Outgroup Andersartigkeit: Die Grundlage von Stereotypen und Vorurteilen Wir nehmen uns als Teil einer sozialen Einheit wahr Wir neigen dazu, die welt in "wir" und "die anderen" zu trennen Unterscheidung der Ingroup und Outgroup u.a. nach ethnischer Zugehörigkeit Regionaler Herkunft Geschlecht Religionszugehörigkeit Identifikation mit bestimmten Institutionen oder Vereinen Kriterien zur Einteilung in verschiedene Gruppen können sich überlappen Annahmen bei Kategorisierung: Die Mitglieder einer Ingroup und die Mitlgieder der Outgroup sind durch speyifische Eigenschaften gekennyeichent, die sich voneinander deutlich unterscheiden Die typischen Eigenschaften der ingroup sind positiver zu bewerten als die der Outgroup
- Definitionen: Stereotype, Vorurteile, Diskriminierung, Ethnozentrismus Stereotype Vorstellungen über typische Eigenschaften einer Personengruppe wertneutral Vorurteile Vorstellungen über negative Eigenschaften von Personengruppen nicht wertneutral, negative - feindselige Bewertung von anderen Diskriminierung negative und feindselige Behandlung Angehöriger bestimmter sozialer Gruppen kalter Eigennutz Ethnozentrismus Neigung von Menschen, andere Kulturen aus Perspektive der eigenen Kultur zu bewerten Die eigene Kultur wird unhinterfragt als positiv bewertet, während Abweichungen von der eigenen Kultur negativ bewertet werden Tendenz ist uralt
- Erklärung dieser Phänomene, dass manche Nationen, Kulturen etc weiter entwickelt sind als andere Vier verschiedene Perspektiven Motivationale Erklärungen Ökonomische Erklärungen Kognitive Erklärungen Evolutionäre Erklärungen
- Die motivationale Perspektive Verzerrte Wahrnehmung anderer Zweck: Positives Selbstbild aufrecht erhalten Angst vor dem Tod lindern Social Identity Theory Terror Management Theory
- Social Identity Theory Menschen leiten ihr Selbstkonzept und ihre Identität unter anderem auf ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen ab Menschen streben danach, eine soziale Identität zu entwickeln die möglichst deutlich definiert ist möglichst positiv ist Abgrenzung der eigenen Gruppen ---> Zuordnung von spezifischer positiver Eigenschaften zu der eigenen Gruppe und negativer Eigenschaften zu der anderen Gruppe Wunsch nach positiver Distinkheit das Gefühl der Distinktheit kann bedroht werden, wenn objektive Ähnlichkeit mit einer Gruppe besteht, von der man sich abgrenzen will und die Vergleichsgruppe als größer oder mächtiger erlebt wird (Deutschland und Niederlande) Wenn sich Menschen objektiv sehr ähnlich sind werden sie sich sympathisch finden, wenn von der anderen keine Bedrohung ausgeht -> dann sind sie umso mehr bemüht, sich objektiv abzugrenzen
- Terror Management Theory Grundlegende Annahmen Menschen haben ein starkes Motiv ihr Überleben zu sichern Menschen wissen, im Gegensatz zu allen anderen Tieren, dass ihnen dies auf Dauer nicht gelingen wird Dieses Wissen um die eigenen Sterblichkeit führt zu einem Gefühl existenzieller Bedrohung Um mit dieser Bedrohung leben zu können, versuchen Menschen sich zumindest symbolisch unsterblich zu machen Wie kann man symbolische Unsterblichkeit erlangen? Eigene Werke schaffen, die den eigenen Tod überdauern werden l Gedichte schreiben Sich mit größeren sozialen Einheiten identifizieren, die auch dann noch existieren werden, wenn man selber bereits tot ist l Religion, Staat Unter hoher Moralitätssalienz wird die eigenen Ingroup aufgewertet und die Outgroup abgewertet Sinkende Bereitschaft von Christen, ein Kreuz als Werkzeug zu verwenden Studie zur Geschmackbewertung von Kölsch-und Altbier von Kölnern und Düsseldorfern, wenn sie an ihren Tod erinnnert wurden
- Die ökonomische Perspektive Funktion, der eigenen Gruppen einen möglichst ungehinderten Zugang zu knappen Ressourcen zu ermöglichen Beispiel: Zusamenhang von Einkommen und Fremdfeindlichkeit, Ferienlager Experiment, Filme, Weltkrieg Rationale Diskriminierung auf Arbeitsmärkten Warum kommt es zur Benachteiligung? Auch hohe Kosten für Arbeitgeber Kategorisierung einfacher als Persönlichkeit messen (Versicherungen) Experiment grüne und lila Arbeitnehmer -> Aus einem kleines, völlig zufälligen Unterschied war durch das rationale Verhalten aller Marktteilnehmer ein Zustand systematischer Diskriminierung entstanden
- Die kognitive Perspektive Vorurteile und Stereotype werden auf die kognitiven Limitationen des Menschen zurückgeführt Automatische Zuordnung von allem Wahrgeommenen zu einer bestimmten übergeordneten Kategorie Schutz vor der Masse an Informationen und Sinnesreizen Kategorisierungsprozess : wesentliches Kennzeichen jeglicher Wahrnehmungsprozesse spart kognitiv Energie (Muede, Abgelenkt) Verwendung von peripheren Hinweisreizen Outgroup Homogenity Effect Confirmation Bias Kontakthypothese Sich selbst erfüllende Prophezeiungen
- Kategorisierungsprozess bei Personen Erfolgt nach dem ähnlichen Prinzip wie die Farbenzuordnung Verwendung von Kategorien spart kognitive Energie Verstärkte Neigung zur Verwendung von Stereotypen, wenn man müde oder abgelenkt ist Outgroup Homogenneity Effect : Die Unterschiede zwischen Mitgliedern einer Outgroup werden systematisch unterschätzt Beipiel: Präferencen für Rock oder klassische Musik bei Princeton oder Rutgers Studenten
- Stereotype und Confirmation Bis Confirmation Bias verstärkt Stereotype In Kontaktsituationen werden stereotypkonformen Informationen wahrgenommen Stereotype werden so bestätigt und als valide wahrgenommen, obwohl sie objektiv nicht zutreffen Kontakthypothese Menschen unterschiedlicher Gruppen werden miteinander in Kontakt gebracht um gegenseitige Stereoype und Vorurteile abzubauengegenteiliger Effekt: Oft kommt es durch den Confirmation Bias zur scheinbaren Bestätigung der zuvor bestehenden Vorurteilen Confirmation Bias: Tendenz, vor allem solche Informationen auszunehmen, die unsere zuvor aufgestellten bestätigen
- Stereotype Threat Angst, ein Stereotyp zu werden kann bei Angehörigen diskriminierter Minderheiten eben dieses stereotypkonforme Verhalten auslösen Angst, einen Stereotyp zu erfüllen als sich selbst erfüllende Prophezeiung Werden wir auf die Zugehörigkeit einer gewissen Gruppe aufmerksam gemacht, verhalten wir uns automatisch im Einklang mit Stereotypen, die mit dieser Gruppe assoziiert werden
- Diskriminierung ethischer Minderheiten Wahrnehmungsverzerrung durch die kognitive Architektur unserer Informationsverarbeitung Angehörige ethnischer Minderheiten fallen durch ihre Andersartigkeit auf Distinkte, außergewöhnliche und negative Ereignisse prägen sich stärker in menschliches Gedächtnis ein als alltägliche, gewöhnliche und positive Ereignisse Eine Kobination dieser beiden Erkenntnisse ergibt die ungerechtfertigte Zuschreibung negativer Eigenschaften Angehöriger ethnischer Minderheiten
- Die evolutionäre Perspektive Funktionaler Nutzen von Stereotypen und Vorurteilen in der Environment of Evolutionary Adaptedness Mitgleider anderer Stämme stellten Konkurrenten um knappe Ressourcen dar -> Die mit Stereotypen und Vorurteilen einhergehende Feindseligkeit führt potenziell zu gewalttätigen und somit gefährlichen Konflikten Error Management Theory: Es konnten 2 Fehler gemacht werden Fremde als feindselig betrachten, obwohl sie es nicht sind Fremde als friedfertig betrachten, obwohl sie es nicht sind -> 2. Fehler war gravierender -> Tod Minimal Group Paradoxon : Automatizität, mit der Mitlieder zwischen der eigenen Ingroup und der Outgroup schon bei unwichtigen Merkmalen unterscheiden - waren einst adaptiv -> Stereotype sind Indikatoren fuer die Stammeszugeörigkeit -> Intergruppenkonflikte meist wegen Hautfarbe, Sprache, Religion oder anderer ethnischer Unterschiede
- Wertdimensionen, die Kulturen unterscheiden Machtdistanz Femininität versus Maskulinität Unsicherheitsvermeidung Individualismus versus Kollektivismus Finanzielle Ehrlichkeit und Vertrauen Kulturvergleichende Studie von Geert Hofstede Befragung von 100000 Mitarbeitern des multinationalen Unternehmens IBM nach Normen. 40 Länder Vorteil: gleicher Fragebogen konnte verwendet werden, da konstanthaltung des Unternehmens Nachteil: nur Mitarbeiter des Unternehmens IBM
- Minimal Group Paradigm Automatismus, sich selbst bei unwichtigen Merkmalen einer sozialen Gruppe zuzuordnen
- Positive Diskriminierung Bestimmte Personengruppen fördern -> z.B. durch Quoten
- Attributionale Ambiguität Die Frage, ob man nur so behandelt wird, weil man einer bestimmten Gruppe angehört siehe Glass-Ceiling-Effect, Positive Diskriminierung
- Zusammenhang Eigen- und Fremdwahrnehmung Weltbild (die welt, in der wir subjektiv leben) wird im hohen Maße sozial vermittelt -> wer wir seber sind leiten wir davon ab, wie wir von anderen gesehen werden -> Stereotype sind sich selbsterfüllende Prophezeiungen -> der eigenen Identität kann man schwer entkommen Wir werden von anderen Menschen oftmals nicht als Individuen wahrgenommen, sondern als Mitglieder bestimmter sozialer Gruppen, denen ein bestimmtes Verhalten erwartet wied und welches unser Selbstbild und unser tatsächliches Verhalten beeinflusst.
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- Glass-Ceiling Effect Frauen bleiben trotz hoher Qualifikationen im mittleren Management hängen
- Einfluss von Stereotypen Sich selbst erfüllende Prophezeiungen durch sozial vermitteltes Weltbild Attributionale Ambiguität -> Warum werden wir so beurteilt? Stereotype Threat -> Angst ein stereotypkonformes Verhalten anzunehmen
- Kulturforschung und Bereiche der Psychologie Interkulturelle Psychologie: Wie sehr sind Menschen von der Kultur geprägt, der sie angehören? Welchen Einfluss hat Kultur auf Fühlen, Denken und Handeln? Evolutionspsychologie: Gibt es kulturuniverselle Phänomene, die nicht von Kultur abhängen? Kulturvergleichende Forschung: Gibt es ein Phänomen nur in bestimmten Kulturen?
- Klima und Kultur l Evert van de Viert Ursache kultureller Unterschiede Beschreibt nicht nur Zusammenhänge, sondern auch Erklärungen bzw Vorhersagen Hauptgründe für kulturelle Unterschiede Klimatische Bedingungen -> Klimatische Herausforderungen (psychisch) Wohlstandniveaus -> viele vs. wenige wirtschaftliche Ressourcen hohe Herausforderungen & wirtschaftliche Ressourcen = an ihren Aufgaben wachsen = Gefühl von Kontrole und Bedrohung als positive Herausforderung Objektiv hohe Herausforderungen + ungenügend Ressources = Unsicherheit, Scheitern Überprüfung: positive Emotionen, Prosozialität, ehrenamtliches Arrangement, Autarke vs. Demokratische Führung, Egoistischer vs. Altruistischer Erziehungsstil 2. Befund: Wertewandel Wohlhabende Nationen & hohe Anforderungen (Kanada, Skandinavien) -> Expressive Werte = Selbstaktualisierung, Glück, intrinsische Arbeitswerte Arme Nation & hohe Anforderungen (Russland, Moldavien) -> Sicherheitswerte = Vermeidung körperlicher Risiken, extrinsische Motivation, Ziel zu Überleben determiniert Mildes Klima = Kein Zusammenhang
- Finanzielle Ehrlichkeit Zusammenhang zwischen Vertrauen in einem Land und der tatsächlichen Vertrauenswürdigkeit 1. Vertrauenswürdigkeit - Portemonnaies mit Adresse 2. World Value Survey - 7 Fragen zur Legitimität von Steuerbetrug, Schwarzfahren etc. Länder mit hoher finanzieller Ehrlichkeit vertrauen auch mehr als Länder mit niedriger finanzieller Ehrlichkeit Positive Korrelation in den westlichen Industriegesellschaften Dänemark, Norwegen, Schweden besonders hoch -> protestantisch, langes demokratische Regime, Emanzipation Italien, Portugal, Belgien -> katholisch -> vertrauen weniger Hohe finanzielle Ehrlichkeit und hohen interpersonelles Vertrauen beeinflusst das Wirtschaftswachstum positiv
- Systematische Diskriminierung Aus kleinen, zufälligen Unterschieden ist durch das rationale Verhalten aller Marktteilnehmer ein Zustand systematischer Diskriminierung entstanden
- Hyperactive Agency Detection Device Hohe Kosten einer unterschätzen potentiellen Gefahr