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Psychologie (Subject) / Aggression (Lesson)
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- Aggression - Begriffsbestimmung - Aggressionen sind Handlungen oder Verhaltensweisen , die in der Absicht durchgeführt werden, einem anderen (gegen dessen Willen) zu schaden. - Aggression ist ein Verhalten (keine Emotion - dies wären Hass, Wut, Zorn, Ärger) - Aggression ist intentional, d.h. beabsichtigt und nicht zufällig - Intention einer Aggression ist jem. zu schaden
- Arten von Aggression Feindselige Aggression: "hot", impulsiv, Motivation ist aufgrund eines Ärger-Gefühls Instrumentelle Aggression: "cold", Verhalten das jem. schaden / verletzen soll, aber andere Motive hat wie Status, Habgier => im Alltag meistens eine Mischform verbale vs. physische aktive vs. passive (mauern, Sexualität verweigern, absichtliches Zuspätkommen, Ignorieren) relationale Aggression ("Beziehungsaggression"): schlecht über jem. Rede, Gerüchte verbreiten, Beziehungen zerstören, soziale Ausgrenzung
- Akute Auslöser und modulierende Einflussfaktoren => Akute Auslöser ... sind situative Bedingungen die eine aggressive Reaktion hervorrufen können z.B. Provokation, Beleidigung, Herabsetzung, verletzter Stolz, Erniedrigung => modulierende Einflussfaktoren ... bestimmen, ob überhaupt aggressiv reagiert wird, wie intensiv die aggr. Reaktion ausfällt z.B. individuelle Unterschiede wie Alter/Geschlecht, feindselige Denkmuster, Hitze, Alkohol, Aggressionsverschiebung, ... => Generell in unserer Gesellschaft Gebot der Aggressionsregulation, d.h. Aggressionen werden eher weniger offen ausgelebt
- Individuelle Unterschiede - Alter / Geschlecht Alter Meiste Aggression bei kleinen Kindern Weiterer Anstieg aggressiver Impulse in der Adoleszenz Geschlecht Männer iZm physischer und verbaler Aggression deutlich aggressiver als Frauen (Beduetung von Testosteron) Frauen iZm realationaler Aggression aggressiver als Männer
- Individuelle Unterschiede - Feindselige Denkmuster Feindselige Attributsverzerrung (zweideutige Verhaltensweisen anderer werden als feindselig interpretiert -> Aggressive Menschen unterstellen anderen mehr Agression) Feindselige Wahrnehmungsverzerrung (soziale Interaktionen werden generell eher als aggressiv wahrgenommen -> Aggressive Menschen sehen mehr Aggression) Feindeslige Erwartungsverzerrung (Aggressive Menschen erwarten als Reaktion/Verhalten mehr Aggression) => Für aggressive Menschen ist die Welt ein aggressiver Ort!
- Individuelle Denkmuster - Frustrations-Aggressions-Hypothese Besagt: Auf Frustration folgt immer Aggression UND Aggression liegt immer Frustration zu Grunde Frustration -> Blockade / Störung/ Behinderung bei der Erreichung eines (wichtigen) Ziels JEDOCH: Menschen sind umso frustrierter je näher sie einem Ziel sind und je wichtiger das Ziel ist => Diese Hypthese so nicht haltbar (Es gibt Aggression ohne vorherige Frustration); Frustration kann E I N Grund für aggressives Verhalten sein - es gibt aber auch andere!
- Situative Einflüsse - Hitze -> starker Zusammenhang zw. Hitze und Aggression Höhere Gewaltkriminalität in heißen Regionen Mehr Gewalt(verbrechen) in heißen Jahren, Monaten und an heißen Tage n Höhere Mord- und KV-Rate während heißen Jahren und Sommern als während kühlen Jahren/ Sommern Im Gegenzug nicht-gewalttägige Verbrechen von Temperatur unbeeinflusst => Wieso? höherer Arousal bei hohen Temperaturen, Gereiztheit, Unbehagen, aggressive GEdanken und Gefühle sind leichter zugänglich Situationen, die noch zusätzlich Ärger oder Frustration hervorrufen (z.B. Provokation, Meinungsverschiedenheit) ====> Ärger, erhöhter Arousal wird auf Perosnen (fehl)attribuiert und aggr. Gedanken / Gefühle sind bereits aktiviert -> Aggr. Verhalten
- Situative Einflüsse - Waffeneffekt - Waffeneffekt bedeutet, dass der Anblick von Waffen aggr. Verhalten erhöht => Waffen sind gedanklich mit Aggression und Gewalt verknüpft -> Anblick aktiviert Gedanken an Aggression und Gewalt -> Gedanken wiederum erhöhen die Wahrscheinlichkeit von aggr. Verhalten
- Situative Einflüsse - Aggressionsverschiebung "kicking the dog" - displaced aggression Wut, Ärger, Frustration bzgl. einer PErson/Situation wird an einer anderen Person / Objekt ausgelassen Erhöhter Arousal aufgrund des vorangegangenen Ärgers sowie erhöhte Gereiztheit verstärken die aggr. Reaktion
- Situative Einflüsse - Alkohol Alkohol wirkt enhemmend "Gebot der Aggressionsregulation" verlangt eine gewisse Selbstkontrolle (z.B. nach Provokation) -> durch Alkohol sinken die Selbstkontrollmechanismen, was auch aggr. Verhalten wahrschienlicher macht
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- Situative Einflüsse - Das Modell von Leonard Berkowitz (1993) - Arousal, Ärger und aggr. Gedanken modulieren, wie stark die Aggression ist, die auf eine aggressions-auslösende Situation (z.B. auf eine Provokation) folgt! - Dabei sind diese modulierenden Momente gleichermaßen von Aversiven Reizen (wie Hitze, Lärm, etc.) und mit Aggression verbundenen Reizen (wie Waffen(effekt)) beeinflusst
- Gewalt in den Medien - Konsum von Gewalt in den Medien (z.B. gewalthaltige Filme ) erhöht aggressives Verhalten, aggressive Gedanken und aggressive Gefühle -> Nachgewiesen in Laborstudien, Langzeitstudien und Metaanalysen - Wann fördert Mediengewalt Aggression am meisten? -> Identifikation mit dem aggressiven Modellen/ den aggressiven Tätern UND/ODER Darstellung der Gewalt als gerechtfertigt -Ähnliche Effekte: Aggressive Musik (v.a. Texte) erhöht aggressive Gedanken,Gefühle und aggressives Verhalten
- Angeboren oder erlernt? - Mensch besitzt eine Prädisposition für Aggression und Gewalt -> Überlebensvorteil - ABER: Kultur/Zusammenleben versucht Aggression / gewalttätiges Verhalten einzugrenzen (Normen, Religion, Ethik, etc.) - Lernerfahrungen spielen eine zentrale Rolle Wie häufig und Wie stark Aggression gezeigt wird! ===> Operante/Instrumentelle Konditionierung, Modellernen ====> Menschen lernen durch eigene Erfahrungen / durch Beobachtung anderer: Aggression wirkt und lohnt sich und ist Mittel der sozialen Einflussnahme - Zum Lernen am Modell -> Bobo-Doll-Studie (Bandura, Ross & Ross 1961)