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Psychologie (Subject) / Motivationspsychologie (Lesson)

Wie funktionieren die verschiedenen Motivsysteme?

This lesson was created by MarcNolte.

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  • Was kennzeichnet das Selbstbild/ Selbstkonzept und welche Motive ergeben sich daraus? Das Selbstbild kennzeichnet sich durch folgende Fragen: Wer bin ich? Was ist mir wichtig? Was will ich erreichen? Entscheidend damit verbunden ist das explizite Motivsystem, das dazu dient, ein positives und konsistentes Selbstbild zu erhalten.
  • Wodurch unterscheiden sich implizites und explizites Motivsystem hinsichtlich ihrer Wirkung? Implizit: Steuert unbewusst unser Verhalten. Entzieht sich dem Verstand. Wirkt durch kurzfristige Belohnungen auf emotionaler Ebene. Entsteht früh in der Kindheit durch emotionale Lernerfahrungen. Explizit: Steuert das bewusste Streben. Trifft Entscheidungen zwischen Handlungsalternativen. Setzt Ziele. Ist dem Verstand zugänglich. Entwickelte sich später in der Biografie parallel zum Selbstbild des Menschen mit sprachlichem Ausdruck.
  • Durch welche Gehirnstrukturen kann VT wirken? Die Verbindung der Amygdala (Angst) zum Präfrontalen Cortex (Verstand) wird genutzt. Bei Gefühlen kann eine Neubewertung geschehen, die die alten Informationen langsam überschreibt.
  • Wie kann Motivation definiert werden? Sie ist ein pos. Erregungszustand, der Verhalten anstoßen kann und immer dann entsteht, wen ein Motiv angeregt wird.
  • Welche Fragen können Zugang zu den unbewussten Motiven liefern? Was machen Sie, auch wenn Sie dafür keine Belohnung erhalten, immer wieder, empfinden Freude dabei und vernachlässigen dafür sogar andere Dinge, weil ihnen die Sache so mühelos von der Hand geht? Was geht IHnen durch den Kopf, wenn Sie gerade etwas Langweiliges tun, z.B. in der Schlange stehen, Aufzug fahren, Wäsche aufhängen, bügeln ...? Welches Ziel haben Sie schon einmal über lange Zeit verfolgt, dort hinein viel Energie und Arbeit investiert, die Tätigkeit selbst aber als schrecklich anstrengend erlebt und dann am Ende festgestellt, dass sie sich über die Verwirklichung nicht wirklich freuen konnten?
  • Volition? Kraft des willens
  • Was ist das Rubikon-Modell? In Bezug auf eine Entscheidung baut sich bewusst und/oder unbewusst Motivation auf, diese Entscheidung zu treffen. Ist sie getroffen, folgt die Realisationsmotivation. Diese ist zunächst labil und muss stark genug werden, bis zur Zielerreichung durchzutragen.
  • Wie kann eine volitionale Strategie unterstützt werden? Aufmerksamkeitskontrolle Emotionskontrolle Umweltkontrolle Motiationsaufschaukelung (positive Konsequenzen intensiv und immer wieder vorstellen) Enkodierungskontrolle (Wahrnehmung kontrollieren, z.B. GEspräche lenken) Sparsamkeit der Informationsverarbeitung (tödliche Gedanken stoppen)
  • Wie funktioniert das "Belohnungssystem" im Hirn? Es werden Emotionen ausgelöst (Belohnungs- und Befriedigungsempfinden) - wesentlich durch Dopamin, wenn ein wichtiges Motiv befriedigt wird, z.B. nach Hugner, Durst, Sex, Macht ...
  • Welche Motive werden unterschieden? Hunger Durst, Sex Leistung (das Beste geben, Fähigkeiten ausbauen und sich selbst verbessern) Anschluss haben (Aufbau, Aufrechterhaltung und Wiederherstellung) Macht (Kontrolle und Dominanz über andere Menschen, gewinnen) Neugier (sensation seeking)
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  • Wie können explizite und implizite Motive in KOnflikt miteinander geraten? Entweder wir wollen etwas (explizit) und mögen es nicht (implizit), z.B. ich will Superstudent sein, hasse aber die STudienarbeiten oder wir mögen etwas, wollen es aber nicht (z.B. Leistung im Studium in Arbeiterfamilien). Dies kann gerade in der Therapie für Verwirrung und zunächst falsche Wege sorgen, indem ein KLient expliziten Zielen folgt, die sich als sinnlos oder destruktiv herausstellen.
  • Was ist ein verborgener Stressor? Zustand volitionaler Erschöpfung = ich tue etwas, was ich will, aber nicht mag.
  • Was ist chronische Inkonsistenz? Widersprüche in der Motivstruktur eines Menschen. Sie erhöhen das Risiko für Depression udn somatoforme Störungen.