126
Biologie (Subject) / Zwischenprüfung (Lesson)
Teil I und II
This lesson was created by bettl41180.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Welche Bedingungen sind Voraussetzung, damt der M. pectoralis major als Atemhilfsmuskel dienen kann? Der bewegte Körperteil muss der Burstkorb sein, er muss gehoben werden, damit das Lungenvolumen größer wird, somit ein Unterdruck in der Lunge entsteht und Luft einströmen kann. Deshalb muss die Schulter fixiert werden (und damit auch der Oberarm, an dem der Muskel ansetzt), zB indem die Arme auf den Knien abgestützt werden. Damit sind die Arme die fixierten Körperteile und so kann, anders als beim Bankdrücken, der große Brustmuskel den Brustkorb heben, wenn er angespannt wird. Der Brustkorb ist dabei der bewegte Körperteil.
- Wie hilft die Bauchmuskulatur bei der Ausatmung? Welcher Körperteil ist fixiert, welcher bewegt? Bei ihrer Anspannung werden die Bauchorgane quasi an die Leibeswand gedrückt und weichen nach oben hin aus. Nach unten geht es wegen dem Beccken nicht. Nach oben hin ist es weicher, es ist weniger Widerstand vorhanden. So wird das Zwerchfell bei der Ausatmung unterstützt, wie es bei forcierter Expiration nötig ist. Becken und Wirbelsäule sind fixiert, bewegt wird etwas der Brustkorb und das Zwerchfell. Sind Wirbelsäule und Brustkorb bewegt und das Becken fixiert, so kommt es bei Anspannung der Bauchmuskulatur zum Sit up oder Crunch, dabei wird meist ausgeatmet.
- Wie verändern sich folgende Organfunktionen und Organteile unter dem Einfluss von Sympathikus und Parasympathikus? Sympathikus: Herzschlag - Beschleunigung Blutdruck - Erhöhung Bronchien - Erweiterung Atmung - Beschleunigung Peristaltik - Hemmung Verdauung - Hemmung Speicheldrüsen - zäher Speichel Parasympathikus: Herzschlag - Verlangsamung Blutdruck - Erniedrigung Bronchien - Verengung Atmung - Verlangsamung Peristaltik - Anregung Verdauung - Anregung Speicheldrüsen - dünner Speichel
- Beschreiben Sie die Lage des Dickdarms? Der Blindarm liegt an der rechten Darmbeinschaufel. Anschließend erstreckt sich der aufsteigende Grimmdarmschenkel nach cranial bis hinter den rechten Rippenbogen. Zwischen Rippenbogen und Grimmdarm liegt ein Teil des rechten Leberlappens. Die rechte Biegung des Grimmdarms bildet den Übergang in den querverlaufenden Grimdarmschenkel, der in seiner Lage sehr variabel ist. Er kann in der Nabelhöhe liegen oder auch viel weiter darunter und zieht bis unter die linke Zwerchfellkuppel hinter den linken Rippenbogen. Über die linke Biegung des Grimmdarm erfolgt der Übergang in den absteigenden Grimmdarmmast. Er zieht nach unten bis zur linnken Darmbeinscchaufel und geht dort scchließlich in den s-förmigen Grimmdarm über. Das colon sigmoideum verläuft s-förmig in Richtung auf die Mittellinie, endet auf Höhe des 2. oder 3. Sakralwirbels und geht dort in den Mastdarm über. Das REktum verkäult, am Kreuzbein anliegend, nach caudal, biegt unterhalb des Steißbeins nach hinten um und geht in den Analkanal über. Dieser müdet schließlich über die Analöffnung (Anus) nach außen.
- Nenne die vier Grundgewebe? Binde- und Stützgewege- lockers kollagenes Bindegewebe- Fettgewebe- Knochengewebe Musekelgewebe- glatte Muskulatur- quergestreifte Skelettmuskelfasern- quergestreifte Herzmuskelfasern Epithelgewebe- Epithelzellen Nervengewebe- Nervenzellen
- Was ist das Nervengewebe? Ist am kompliziertesten aufgebaute Gewebe des Menschen. Nervenzellen sorgen für schnelle Informationsübertragung und die Verständigung zwischen Geweben.
- Welche 3 Muskelgewebe gibt es? quergestreifte Skelettmuskulatur glatte Eingeweidemuskulatur quergestreifte Herzmuskulatur
- Beschreibe die Muskelkontraktion? Elektrische Impulse einer Nervenzelle werden über die motorische Endplatte auf den Muskel übertragen sie sind die Empfangsstation, die das Signal des motorischen Nervs auf die Muskelzelle überträgt bildet sich eine motorische Einheit Der Nervenimpuls bewirkt die Ausschüttung von Calcium-Ionen, dadurch können Myosinköpfchen mit dem Aktin in Verbindung treten, knicken um und schieben das Aktin zur Sakromermitte Für die Kontraktion ist die Energie in Form von ATP nötig. ein Muskel kann sich anspannen und entspannen
- Was ist ein Tonus? =Spannungszustand des Muskels
- Was ist eine Zelle? Zellen sind die kleinsten Bau- und Funktionseinheiten des Organismus. Unter Lichtmikroskop ist zu erkennen, dass die Zelle aus mindestens 2 Bestandteilen besteht: 1. Membran umgebenen Zellleib2. Zellkern
- Advertisement
- Wie ist der Zellaufbau? Zytoplasma ist der Inhalt oder Leib einer Zelle. Zum Zytoplasma gehören: Zellorganellen Zytoskelett Zelleinschlüsse Grundplasma (Zytosol: dies besteht hauptsächlich aus Wasser) Der Zellkern wird nicht zum Zytoplasma gezählt.
- Erklärung Aktiver Transport? Es ist nötig, Stoffe energetisch "bergauf" zu transportieren. dh gegen ihr Konzentrationsgefälle. = in Richtung der höheren Teilchenkonzentation. Der aktive Transport erfolgt durch spezielle Membranproteine, sog. Pumpen. Die Energie wird in Form von ATP bereitgestellt. Die Energie, die bei der ATP-Spaltung freigesetzt wird, treibt zahlreiche Transporte von Ionen, Stoffwechsel- und Ausscheidungsprodukten an. Sie ermöglicht weiters die Synthese von Proteinen und die Kontraktion von Muskeln. ATP ist die Energiequelle für hunderte von Reaktionen und für den Strukturerhalt der Zelle von großer Bedeutung. Der wichtigste aktive Transporter ist die Natrium/Kalium ATPase, eine Ionenpumpe, die praktisch in allen Zelllmembranen vorkommt. Bei jedem Pumpzyklus werden unter ATP-Verbrauch 3 Natriumionen aus der Zelle heraus in Richtung der hohen extrazellulären Natriumionenkonzentration und 2 Kaliumionen in die Zelle in Richtung der intrazellulären Kaliumionenkonzentration transportiert.
- Die Wasserbasis des Organismus? Der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasser (Erwachsener 60% Neugeborener 75%) 1. Intrazelluläre Füssigkeit im Intrazellularraum = innerhalb der Zellmembranen (ungefähr 40% des Körpergewichts.Extrazelluläre Flüssigkeit = außerhalb der Zellen (sie machen ca. 20% des Körpergewichts aus) 2. Interstitium im interstitiellen Flüssigkeitsraum (heißt auch: "Meer, in dem die Zellen schwimmen")Hief befinden sich etwas 10 Liter Wasser, das alle Körperzellen umgibt.
- Nennen verschiedene Zellorganellen? Ribosmen- kugelige Partikel und ermöglichen die Eiweißsynthese Endoplasmatisches Retikulum (ER)- Membran umschlossenes Hohlraumsystem- dient dem Stofftransport innerhalb der Zelle, der Proteinbiosynthese, der Synthese von Phospholipiden und Cholesterin sowie der Aufnahme und Freisetzung von Kalzium. Mitochondrien- sind von einer Doppelmembran umgebene längliche Gebilde - sind die Kraftwerke der Zellen.- Hauptaufgabe: Bereitstellung von Energie für die Zelle in Form von ATP durch oxidative Verbrennung Golgi-Apparat- ist aus napfförmigen Membransäckchen, die in Stapeln aufeinander liegen- ist die zentrale Verteilungs- und Sortierstation innerhalb der Zelle- Proteine werden modifiziert und zu anderen Organellen transportiert oder in die Zellmembran eingebaut.- gebildete Sekrete durch Exozytose in den Extrazellularraum abgegeben. Lyosomen- sind winzige, vom Golgi-Apparat gebildete Bläschen, die Enzyme zum Abbau von Fremdpartikeln enthalten.
- Welche Zellbestandteile gehören nicht zu den Zellorganellen? Zytoskelett- = innere, stabilisierende Struktur des Zytoplasmas- besteht aus: Mikrotubuli und Mikrofilamenten- Mikrofilamente bestehen aus: Aktin und Myosin Zytosol- auch Hyaloplasma oder Grundplasma genannt.- = transparente, homogene Komponente des Zytoplasmas- besteht hauptsächlich aus Wasser- das Hyaloplasma ist der Ort der anaeroben Energiegewinnung, der Glykogensynthese , des Glykogenabbaus und der Fettsäuresynthese. Zelleinschlüsse- sind Ansammlungen von Substanzen- Glykogen- und Fetttröpfchen sind solche Zelleinschlüsse Bei einer Muskelzelle wird das Zellmembran als Sarkolemm, das Zytoplasma als Sarkoplasma, das endoplasmatische Retikulum als sarkoplasmatisches Retikulum und ein Mitochondrium als Sarkosom bezeichnet.
- Erklärung Energiebereitstellung in der Muskelzelle? Energiereiche Phosphate (ATP und KrP) sind nur im Muskel gespeichert, Glykogen und Fette auch in anderen Depots. Glykogen ist in der Leber gespeichert (ca. 75-90 Gramm) = dient der Konstanthaltung des Blutzuckerspiegels und damit der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Zentralnervensystems. In der Skelettmuskulatur sind ca. 450 Gramm Glykogen gespeicht. Fette (Triglyzeride) hauptsächlich im Unterhautfettgewebe gespeichert. Eine zenrale Rolle bei der Muskelkontraktion spielt das ATP!!!Nur mit Hilfe von ATP kann chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt werden.
- Erklärung anaerober und aerober Energiestoffwechsel? anaerobe Prozesse laufen ohne Sauerstoff ab, die aeroben mit Sauerstoff anaerob-alaktazide Prozess läuft ohne Sauerstoffbeteiligung und ohne Bildung von Laktat ab anaerob laktazide Prozess läuft ohne Beteiligung von Sauerstoff aber unter Bildung von Laktat ab anaerobe Prozess der ATP-Resynthese laufen im Zytosol der Zelle ab, die aeroben Prozesse in den Mitochondrien. Das bedingt, das die aeroben Prozesse relativ lange Zeit für die ATP-Bildung beanspruchen, da Sauerstoff in die Zelle und weiter ins Mitochondrium transportiert werden muss und der Reaktionsweg über den Zitronensäurezyklus und die Atmungskette mit den vielen Reaktionsschritten Zeit in Anspruch nimmt. anaerob-laktazide entstehen nur 2 ATP (zB 40-90 Sekunden sehr schnell unterwegs sein, dann bremst die Übersäurung) anaerob-alaktaziden Stoffwechselweg entsteht nur 1 ATP, dafür aber raschest und nur für 7-10 Sekunden (so gewinnen Sprinter ihr ATP) aeroben Stoffwechel werden pro Glukosemolekül 38 ATP gebildet (Bewegungsgeschwindigkeit langsamer - 60-90 Minuten aufrechterhalten) aus einem Molekül Fett können sogar 130 ATP entstehen (noch langsamer, dafür aber über Stunden, so gewinnen Marathonläufer ihr ATP) Alle energieliefernden Substrate werden zur gleichen Zeit abgebaut. Intensitätsabhängig stehen aber bestimmte Substrate im Vordergrund der Energiebereitstellung.
- Grundsätzliches vom Herz-Kreislaufsystem? Das Herz-Kreislaufsystem dient beim Menschen dem An- und Abtransport von Stoffen zu und von den Zellen und besteht aus drei Komponenten: dem Herzen als Antrieb und zentrale Pumpe den Gefäßen, einem geschlossenen Röhrensystem als Verteilungswege und dem Blut als Transportmedium
- Erklärung Arterien und Venen des Herzens? rechter Vorhof nimmt das Blut aus der oberen und unteren Hohlvene (vena cava) auf über diese beiden wird das venöse, sauerstoffarme Blut von Kopf, Hals, Armen, Becken und Beinen zum rechten Vorhof transportiert. Zwischen Hohlvenen und rechten Vorhof befinden sich keine Klappen aus der rechten Herzkammer wird das venöse, Sauerstoffarme Blut durch die Lungenarterie (Arteria pulmonalis) zu den Lungen gepumpt Taschenklappe liegt zwischen Lungenarterie und rechter Herzkammer In den linken Vorhof münden vier Lungenvenen (Pulmonalvenen) - hierdurch fließt sauerstoffreiches, arterielles Blut. An den Einmündungen der Pulmonalvenen liegen keie Klappen aus der linken Kammer wird das sauerstoffreiche, arterielle Blut ind die Aorta gepumpt. Am Ursprung der Aorta liegt eine Taschenklappe. Das Herz selbst wird durch die Herzkranz- oder Koronargefäße versorgt. Die rechte und linke Herzkranzarterie entspringen der AortaSie versorgen das Herz mit sauerstoffreichen Blut Der venöse Abfluss erfolgt durch den Koronarvenismus in den rechten Vorhof.
- Was ist sind Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), Angina pectoris und Herzinfarkt? Ablagerungen von Fettsubstanzen und Cholesterin verursachen eine Verdickung, Verhärtung und einen Elastizitätsverlust der Wand eines Herzkrankgefäßes. Der Gefäßquerschnitt wird zunehmend eingeengt Das Herz wird dann bei Belastung nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt dies kann zu Schmerzen hinter dem Brustbein mit Ausstrahlungen in die linke Hand führen. Solche Anfälle dauern drei bis fünf Minuten und bessern sich promt in Ruhe! Angina pectoris ist die Bezeichung dieser Krankheit Wenn Herzkrankgefäße zur Gänze verstopft wird, stirbt das Gewebe ab und es kommt zum Herzinfarkt. Herzinfarkt Symptome:- Starke Schmerzen in der Herzgegend- massive Übelkeit- akute Herzrythmusstörungen- Blutdruckabfall- Schock-Symptomatik- Vernichtungsgefühl bei großen Infarkten In Ruhe tritt im Gegensatz zur Angina pectoris, keinerlei Linderung ein. Schnellstmögliche Erste Hilfe und ärztliche Versorgung sind lebensrettend! Frauen haben ein höheres Risiko als Männer, an einem Herzinfarkt zu sterben Risikofaktoren für alle 3 Erkrankungen:- genetische Disposition- hoher Blutfett-Cholesteringehalt- Bluthochdruck- Rauchen- Diabetes- Fettleibigkeit- Bewegungsarmut
- Beschreibung Herzklappen? Zwischen rechten Vorhof und rechter Kammer befinden sich Segelklappen. Die Klappen verhindern, das Blut von der Kammer zurück in den Vorhof strömt. Zwischen linken Vorhof und Linker Kammer befindet sich eine Segelklappe, die den Blutfluss nur in eine Richtung gewährleistet nämlich vom Vorhof in die Kammer. Die Segel der Klappen sind durch Sehnenfäden mit den Papillarmuskeln verbunden. Dies verhindert dass die Segel bei Herzkontraktion in den Vorhof zurückschlagen. Somit kann das Blut nicht zurück in die Vorhöfe, sonder nur durch Lungenarterien und Aorta fließen. Taschenklappen liegen am Beginn der Aorta (Aortaklappe) dund der Lungenarterie (Pulmonalklappe). Ist die Herzmuskulatur entspannt, werden die Taschen entfaltet und das Ventil wird geschlossen, das Blut kann nicht zurück in die Herzkammern strömen.
- Erklärung Herzaktion? =wiederholender Herzzyklus aus Systole (Kontraktion der Herzmuskulatur, Anspannungs- und Austreibungsphase) und Diastole (Erschlaffung der Herzmuskulatur, Füllungsphase) Linke und rechte Herzhälfte arbeiten synchron. Während der Vorhofkontraktion sind die Kammern erschlafft, während der Kammersystole die Vorhöfe.
- Was bedeutet Vorhofsystole - Kammerdiastole? Vorhöfe kontrahieren gleichzeitig. Das Blut strömt in die beiden Herzkammern. Die Kammermuskulatur erschlafft, die Taschenklappen geschlossen
- Was bedeutet Kammersystole - Vorhofdiastole? Beide Kammern kontrahieren. Druck in den Kammern steigt Segelklappen werden geschlossen es strömt Teil des Blutes, das sog. Schlagvolumen, aus der rechten Kammer in die Lugenarterie, aus der linken in die Aorta
- Wie ist der Blutfluss beim Herzen? In den rechten Vorhof fließt das venöse Blut aus den beiden Hohlvenen, in den linken arterielles aus den vier Lungenvenen. Dann beginnt der Zyklus erneut.
- Erklärung Reizbildung und Erregungsleitung? Das Herz setzt von sich aus Kontraktionsreize, es besitzt eine autonome Steuerung und kann ohne äußere Nervenversorgung autonom schlagen. Schrittmacher d. Herzens ist der Sinusknoten, dieser besteht aus Neuromyofibrillen, spezialisierten Herzmuskelzellen, die hier zu knotenförmigen Gebilden zusammengelagert sind. Bereich d. rechten Vorhof und bildet das Reizbildungszentrum Er ist der Schrittmacher der Herzaktion, etwa 60-80 Erregungen pro Minute Über das Arbeitsmyokard erreicht die vom Sinusknoten erzeute Erregung auch den AV-Knoten (Atrioventrikularknoten), der an der Grenze zwischen Vorhof und Kammer liegt. Von diesem sekundären Reizbildungszentrum erfolgt die Weiterleitung der Erregungsfront in die Kammern durch speziell differenzierte Herzmuskelfasern, das sog. His-Bündel, welches am AV-Knoten beginnt und durch ein kleines Loch im Herzskelett in den Kammerbereich führt. Das His-Bündel bildet das tertiäre Reizbildungszentrum, teilt sich in 2 Schenkel, endet mit einem Geflecht von Fasern in der Kammermuskulatur und löst in ihr zeitversetzt zu den Vorhöfen die Kontraktion aus.
- Modifikation der Herztätigkeit durch das vegetative Nervensystem? Anpassung der Herztätigkeit geschieht über das vegetative Nervensystem. Dies besteht aus Sympathikus und Parasympathikus Bei ensprechenden Umweltfordernissen, zB bei Flucht, steigt unter dem Einfluss des Sympathikus:- die Herzfrequenz- die Geschwindigkeit der Erregungsausbreitung- die Geschwindigkeit der Herzmuskelkontraktion- die Kraft der Herzmuskelkontraktion
- Das vegetative Nervensystem? Über das Nervensystem steht der Organismus mit seiner Umwelt (animalisches Nervensystem) sowie mit seinen Organen (vegetatives oder autonomes Nervensystem) in Verbindung. Das animalische NS zuständig für:- bewusste Wahrnehmung- willkürliche Bewegungen- schnelle Informationsverarbeitung Das vegetative NS ist Verantwortlich für:- Konstanterhaltung des inneren Milieus des Organismus (Homöostase, inneres biochemisches Gleichgewicht) und reguliert eigenständig die Organfunktionen entsprechend den Umwelterfordernissen Die Regulation erfolgt durch das Zusammenspiel der beiden Teile Sympathikus und Parasympathikus, wobei der Sympathikus der Leistungssteigerung in Stress- und Notfallsituationen dient. Der Parasympathikus dient dem Stoffwechsel, der Regeneration.
- Erklärung Herzparameter? Herzfrequenz, HF: die Zahl der Herzschläge pro Minute Schlagvolumen, SV: das Blutvolumen, das linker und rechter Ventrikel bei jedr Herzaktion auswerfen.- Das physiologische Ziel jedes Ausdauertrainings ist die Erhöhung des maximalen Schlagvolumens des Herzens. Herzminutenvolumen, HMV: HMV=SVxHF.
- Der Weg eines Bluttropfens durch den Körper? Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Die Arterien, die vom Herzen wegführen, verzweigen sich immer mehr, der Gefäßquerschnitt nimmt immer mehr ab bis sie schließlich zu Kapillaren werden. Durch die Kapillarwände weren die Zellen mit den nötigen Stoffen versorgt, bevor das Blut durch immer größer werdende Venulen und Venen wieder zurück zum Herzen geht.
- Advertisement
- Pfortaderkreislauf (kurze Erklärung)? Das venöse Blut der unpaaren Bauchorgane gelangt nicht direkt in die untere Hohlvene. Es wird über die Pfortader, in die Leber geleitet. Erst nach der Leberpassage wird das Blut durch die Lebervenen in die untere Hohlvene geleitet.
- Aufbau und Funktion des Blutgefäßsytems? Der Aufbau von Arterien und Venen besteht aus drei Schichten:- die Venenwand ist dünner und nachgiebiger, als die Wand der entsprechenden Arterie, die Schichten sind nicht klar voneinander getrennt. Kapillaren sind nur aus einer Schicht aufgebaut
- Erklärung Stoffausstausch im Blut? Stoffaustausch kann nur im Vorbeifließen stattfinden Nährstoffe, Wasser und Sauerstoff werden durch die Kapillarwand ins Interstitium und weiter in die Zellen transportiert. Von den Zellen gelangen Stoffwechselprodukte, Wasser und Kohlendioxid über das Interstitium und die Kapillarwand wieder zurück ins Blut. Um Austauschwege kurz zu halten, schmiegen sich die Kapillaren nahe an die Zellen heran Fließgeschwindigkeit in unmittelbarer Umgebung der Zellen nur mehr etwa 1/2 mm pro Sekunde Geschwindigkeitsabfall zwischen Aorta und Kapillarbett erklärt sich aus der Bremswirkung der Arteriolen und dem hohen Gesamtquerschnitt der Kapillaren. Geschwindigkeitsabfall geht ein Druckabfall einher: Aortendruck 120/80 mm Hg, Kapillardruck 30 mm Hg.
- Transportprozesse durch die Kapillarwand? sind sowohl aktiver als auch passiver Natur neben Diffusion und Osmose ist die Filtration ein weiterer passiver Transportprozess. Dabei wird durch den vom Herzschlag erzeugten Druck Blutplasma ins Interstitium gepresst.
- Was bedeutet Blutdruck? ist die Kraft, die das Blut in den Gefäßen vorantreibt. Primäre Ursache ist die Kontraktion der Herzmuskulatur. Die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Wert bezeichnet man als Blutdruckamplitude. Der Blutdruck hängt im wesentlichen ab:- Herzminutenvolumen (HMV) = Produkt aus Schlagvolumen und Herzfrequenz- peripheren Gefäßwiderstand, je enger die Gefäße, umso größer der Blutdruck- von der Gesamtblutmenge, je höher umso höher ist der Blutdruck (wird von der Auswärtsfiltration der Nieren bestimmt)- von der Elastizität der Arterien, diese nimmt alters- oder krankheitsbedingt ab und bewirkt eine Blutdruckerehöhung.
- Wann spricht man von Hypertonie, Hypotonie? Welche Symptome treten jeweils auf? idealer Blutdruck 120/80mmHg normaler Blutdruck bis 135/85mmHg Bluthochdruck ab 140/90mmHg Symptome der Hypertonie: Kopfschmerzen Ohrensausen Schwindelgefühl Schweißausbrüche Nervosität roter Kopf Folgen daraus: Angina pectoris, Arteriosklerorse, Netzhautveränderungen, Schlaganfall Man unterscheidet primäre und sekundäre Hypertonie: Primäre Hypertonie: chronische Engstellung der ArteriolenUrsache: genetiscch, konstitutionell, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, psychische Belastung Sekundäre Hypertonie: ist auf organische Krankheiten zurückzuführen Niederiger Blutdruck, Hypotonie ist der Blutdruck konstant bei 110/60mmHg bei Männern und 100/60mmHg bei Frauen. Symptome der Hypotonie:- Müdigkeit- Schwindel, vor allem beim Aufstehen- Mangeldurchblutung- Konzentrationsschwäche- Kopfschmerzen- Schlafstörungen
- Blutdruck und Krafttraining? Beim Krafttraining kommen systolische Werte von über 300mmHg nicht selten vor Der höchste Blutdruck wird erreicht, wenn mit 70-95% der Maximalkraft bis zur völligen Erschöpfung trainiert Bei Krafttraining mit Pressatmung wird das arterielle Blutdruckprofil zusätzlich um durchschnittliche 90mmHg überlagert durch Pressatmung können gefährliche Herzrhytmusstörungen ausgelöst werden Die Blutdruckwerte von Kraftausdauerbelastungen entsprechen tendenziell jenen von dynamischen Ausdauertraining. Hypertoniker sollten ihren Kopf nicht unter Herzhöhe bringen Durch Krafttraining kommt es zu keinem chronischen Blutdruckanstieg. Bei Herzerkrankungen oder Hypertonie sind hohe Blutdruckspitzen zu meiden.
- Beschreibung Nasenhöhle? ist durch die Nasenscheidewand in eine rechte und linke Hälfte unterteilt
- Beschreibung Rachen (Pharynx)? 12-15 cm langer muskulöser Schlauch vorne Verbindung zur Nasenhöhle, zur Mundhöhle und zum Kehlkopf
- Beschreibung Kehlkopf (Larynx)? verschließt beim Schluckakt die unteren Atemwege gegen den Rachen Stimmbildung Das Gerüst des Kehlkopfess, das Kehlkopfskelett, besteht aus durch Bänder und Membranen verbundenen Knorperl, die durch Muskeln bewegt werden können.
- Beschreibung Luftröhre (Trachea)? 10 bis 12 cm langes biegsames Rohr gliedert sich in den zwischen 6. und 7. Halswirbel liegenden Halsabschnitt, und in den vom 1. bis 4. Brustwirbel reichenden Brustabschnitt Wand der Trochea besteht aus 16 bis 20 hufeisenförmigen Knorpelstangen, die die Vorder- und Seitenwand versteifen. An der Hinterwand werden die Knorpelspangen durch eine bindegewebe Platte, die glatte Muskulatur enthält, zum Ring geschlossen. An der Luftröhrenteilung wird sie in den rechten und linken Hauptbronchus geteilt
- Aus welchen 3 Schichten besteht die Wand von Trachea und Hauptbronchien? Innere Schleimhautschicht aus Flimmerepithel Mittlere Schicht aus Knorpelspangen und Bindegewebe mit eingelageter Muskulatur. Im weiteren Verlauf des Bronichalbaumes sind die Knorpelstücke der mittleren Schicht unregelmäßig geformt, in den Bronchiolen fehlt Knorpel völlig. Äußere bindegewebige Verschiebeschicht
- Beschreibung Lungen? die paarigen Lungen (Pulmones) liegen im Thorax beiderseits des Mitttefellraumes Form eines Halbkegels, liegen dem Zwerchfell auf, grenzen an die Thoraxwand Jede Lunge besitzt eine kuppelartige Spitze und eine Lungenbasis Jede Lunge wird in Lappen unterteilt. Die rechte Lunge besteht aus drei, die wegen dem Herzen etwas kleinere linke Lunge aus zwei Lappen Die Lungenlappen werden in kleinere Lungensegmente unterteilt, rechts in 10, links in neun Segmente.
- Beschreibung Bronchien und Alveolen? Die Luftröhre teilt sich in den rechten und linken Hauptbronchus. Der rechte Hauptbronchus teilt sich in drei, der Linke in zwei Lappenbronchien Diese 5 Lappenbronchien teilen sich weiter in Segmentbronchien Die Segmentbronchien teilen sich wiederum in immer kleinere Äste Durch mehr als 20 Teilungsschritte entsteht so der Bronchialbaum In den kleinsten Verzweigungen der Bronchien, den Bronchiolen fehlen Knorpeleinlagerungen völlig. Sie sind jedoch reichlich mit glatter Muskulatur versehen, die den Zu- und Abstrom der Atemluft aktiv regulieren kann. Die Bronchiolen verzweigen sich nochmal und gehen schließlich in angeordnete 300-500 Millonen Lungenbläschen über, in denen der Gasaustausch stattfindet. Die Kapillaren umgeben von den Alveolen bestehen nur mehr aus Epithelgewebe.
- Beschreibung Atmung? Die treibende Kraft für die Ventilation, also den Gasaustausch zwischen Alveolen und Umwelt, sind Druckunterschiede zwischen diesen beiden Bereichen Die Hauptmuskeln für die Atemtätigkeit sind die Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell. Das Zwerchfell ist eine breite, gewölbte Muskelplatte, die kuppelartig gegen die Brusthöhle gerichtet ist. In der Mitte hat das Zwerchfell eine sehnige Platte, an der die Zwerchfellmusklen spannen sich zwischen den Rippen aus. Der Faserverlauf der äußeren Zwischenrippenmuskeln schafft optimale Bedingungen für ihre Wirkung bei der Einatmung, der der inneren schafft optimale Bedingungen für ihre Wirkung bei der Ausatmung.
- Atemmechanik - Inspiration? Damit die Luft in die Alveolen einströmen kann, muss der Druck unter den Druck der Umweltluft gesenkt werden. Das geschieht durch eine Erweiterung des Brustkorbes, die eine Ausdehnung der Lungen und damit eine Vergrößerung ihres Volumens zur Folge hat. Dadurch entsteht ein Unterdruck, und die Luft strömt ein. Die Erweiterung des Brustkorbes wird erreicht durch:- eine Anspannung des Zwerchfelles- die Treppenmuskeln, die den Brustkorb bei ruhiger Einatmung heben- die äußeren Zwischenrippenmuskeln, die den Brustkorb bei verstärkter Einatmung heben. Bei verstärkter Einatmung können zusätzl. Atemhilfsmuskeln den Brustkorb anheben und erweitern:- M. pectoralis major et minor, M. serratus anterior, M. serratus posterior superior, M. sternocleidomastoideus
- Atemtechnik - Expiration (Ausatmung) Bei der Exspiration muss das Lungenvolumen verkleinert werden! So entsteht ein Überdruck in den Alveolen und die Luft strömt aus den Lungen nach außen. Die Ausatmung erfolgt überwiegend passiv. Sie beginnt mit der Erschlaffung des Zwerchfells, der Mm. scaleni oder der äußeren Zwischenrippenmuskeln. Durch die Schwere des Brustkorbes und die Eigenelastizität des Lungengewebes wird das Lungenvolumen passiv verkleinert und so der Innendruck erhöht. Hilfsmuskeln bei verstärker Ausatmung:- Bauchmuskulatur (Bauchpresse)- Mm. intercostales interni
- Atemmechanik - Gasaustausch? findet in den Lungenbläschen statt. sind netzförmig von den Kapillaren des Lungenkreislaufes umgeben. Das sauerstoffarme, kohlendioxidreiche Blut wird aus der rechten Herzkammer in den Lungenkreislauf gepumpt. Während der Passage durch die Lungenkapillaren, die die Alveolen umgeben, diffuniert Sauerstoff durch die Wände der Alveolen und Kapillaren ins Blut, Kohlendioxid aus dem Blut in die Lungenbläschen. = Gasaustausch Der Transport erfolgt durch Diffusion
- Atemmechanik - Lungen- und Atemvolumina? Bei normaler Einatmung in Ruhe werden ca. 0,5 Liter Luft, das Atemzugsvolumen, Vt (Tidalvolumen), aufgenommen. Bei 14-16 Atemzüge pro Minute atmet ein gesunder Erwachsener 7-8l Luft ein und aus (Atemminuten- oder Atemzeitvolumen, AMV oder AZV). Mit max Anstrengung nach der normalen Einatmung können zusätzlich noch ca. 3l Luft eingeatmet werden (inspiratorisches Reservevolumen, IRV) bei max. Ausatmung können zusätzlich noch 1,7l Luft ausgeatmet werden (exspiratorisches Reservevolumen, ERV). Die Reservevolumina werden zB bei körperlicher Anstrengung in Anspruch genommen. Die Vitalkapazität (VK) ist die Summe aus Vt, IRV und ERV (VK = Vt+IRV+ERV) Aber auch bei maximaler Ausatmung bleibt noch ein Volumen von ca. 1,3l Luft in der Lunge (Residualvolumen, RV) Die Summe aus Vitalkapazität und Residualvolumen ergibt die Totalkapazität
- Das Harnsystem - Gliederung und Lage? Das Systema urinarium besteht aus der paarig angelegten Niere (Ren), dem Nierenbecken, dem Harnleiter, der Harnblase und der Harnröhre. Die Nieren liegen links und rechts der Wirbelsäule dicht unter dem Zwerchfell. Die linke Niere reicht vom vom 11. Brust- bis zum 2. Lendenwirbel, die rechte wegen der Leber um etwa einen Wirbelkörper tiefer. Das Nierenbecken jeder Niere verengt sich zum Harnleiter. Die Harnleiter sind Schläuche, die in das kleine Becken ziehen und dort in die Harnblase einmünden. Die Harnblase ist ein aus glatter Muskulatur gebildetes Hohlorgan. Sie liegt unter der Symphyse und den Schambeinen. Über die Harnröhre wird der Harn entleert.
Advertisement