64
HP Medizin (Subject) / Nervensystem/Anatomie (Lesson)
Anatomie des NS LF HP S.338-353
This lesson was created by KCS.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- was ist der Hirnstamm? Mittelhirn Brücke (Pons) verlängerte Mark (Medulla oblongata) Kleinhirn
- Was ist das Großhirn? großhirn (Telezephalon) besteht aus 2 Gehirnhälften es lassen sich Rinde (graue Substanz, Großhirnmantel, Cortex cerebi) und Mark (weiße Substanz unterscheiden Im inneren der weißen Substanz gibt es graue Substanz in Form von Kernen (Basalganglien) es besteht aus Windungen (Gyri) und Furchen (Sulci) das Großhirn läßt sich in folgende Lappen unterteilen: - Stirnlappen - Scheitellappen - Schläfenlappen - Hinterhauptlappen
- Großhirn - Stirnlappen (Lobus frontalis) Lage und Funktionen erläutern Lage: in der vorderen Schädelgrube und ist nur durch eine Knochenlamelle von Orbita, Siebbeinzellen und Stirnhöhle getrennt Funktion: über die Pyramidenbahn = 1. Motoneuron dient er der Willkürmotorik auf der gegenüberliegenden Seite Zentrum für die willkürliche Entleerung der Blase Motorisches Sprachzentrum Sitz der Persönlichkeit
- Großhirn - Scheitellappen (Lobus parietalis) Lage + Fkt. Lage: zwischen Stirn- und Hinterhauptlappen Funktion: der Gyrus postcentralis enthält das primäre somatosensible Zentrum, in dem die kontralateralen Bahnen für Schmerz, Tast- u. das Temp.Empfinden enden. zeigt somatotopische Gliederung
- Großhirn - Schläfenlappen (Lobus temporalis) Lage + Fkt. Lage: in der lateralen Schädelgrube, ist durch eine dünne Knochenlamelle vom Mittelohr getrennt Fkt: Hörzentrum Wernicke Sprachzentrum - das einmal gehörte Wort wird gespeichert und mit erneut gehörten Worten verglichen
- Großhirn - Hinterhauptslappen (Lobus occipitalis) Lage + Fkt. Lage: oberhalb des Kleinhirns Fkt.: Sehzentrum
- Großhirn - Was sind Basalganglien? + Aufgabe? Nervenzellkörper-Ansammlungen (Kerngebiete), liegen an der Basis des Großhirns Aufgabe: zugeleitete Bewegungsimpulse zu überprüfen und die Info "Bewegungausführen" od. Bew. unterdrücken" an den Thalamus weiterzugeben. Sie initiieren eine Beweg. und beenden sie, dienen auch als Weichmacher der Beweg.
- Zwischenhirn (dienzephalon) Lage + Strukturen Lage: vollständig vom Großhirn bedeckt, nach kaudal das Mittelhirn umschließt den 3. Ventrikel Strukturen: - Thalamus: fast alle Impulse (außer Riechbahn), die aus der Peripherie kommen werden kontroliert, verglichen, umgeschaltet und ggf. an das Großhirn weitergeleitet - Impulse, die das Bewusstsein erreichen, haben zuvor den Thalamus passiert "Tor zum Bewusstsein" - Epithalamus mit der Zirbeldrüse (Epiphyse) = endokrine Drüse, in der Melatonin gebildet wird. Melatonin hat hemmende Wirkung auf die Freisetzung der gonadotropen Hormone - gonadotrop = die Keimdrüsen (Gonaden) beeinflussen - Hypothalamus: der Hypophysenstiel verbindet Hypothalamus mit der Hyphophyse; dient als übergeordnetes Zentrum auf alle vegetativen und endokrinen Vorgänge; wirkt regulierend auf Atmung, Kreislauf, Wasserhaushalt, Nahnrungsaufnahme, Körpertemp. u. Ausscheidungsvorgänge
- Mittelhirn (Mesenzephalon) Lage + Struktur liegt zw. Zwischenhirn u. Pons Strukturen: - Kerne von N. oculomotorius (Augenbeweg.Nerv) u. N. trochlearis (4. Hirnnerv) - Nucleus ruber (roter Kern): Kontroll- u. Schaltstelle zw. Großhirn, Kleinhirn, Thalamus u. RM - Substantia nigra (schwarze Substanz): dient der unwillkürlichen Motorik; wirkt regulierend auf die Aktivität der Basalganglien
- Pons (Brücke) und Medulla oblongata (verlängerte Mark) Lage + Strukturen Die Pons liegt als breiter Wulst unterhalb des Mittelhirns und geht kaudal in die Medulla oblongata über. Die Medulla oblongata geht in Höhe des Foramen magnum ohne erkennbare Grenze in das RM über. Strukturen: Formatio reticularis (Netzsubstanz): erstreckt sich vom RM bis zum Zwischenhirn. Ist ein Netz von Neuronen, sie dienen der Koordination der Hirnnerven mit den Spinalnerven u. ist ein Zentrum für Schutzreflexe, wie Niesen, Husten, Korneal, Schluck- und Brechreflex alle Hirnnervenkerne, außer denen der Hirnnerven III u. IV aufsteigende u. absteigende Bahnen in der Pons Zentren für akustische u. vestibuläre Reflexe u. für die Nahrungsaufnahme in der Medulla oblongate kreuzen die Pyramidenbahnen nach kontralateral
- Advertisement
- Kleinhirn (Zerebellum) Lage + Fkt. Lage: in der hinteren Schädelgrube, besteht aus 2 Hemisphären, die mit dem Wurm verbunden sind. Die Oberfl. ist durch Gyri und Sulci unterteil, an jeder Seite gibt es 3 Kleinhirnstiele (Verbindung mit dem Hirnstamm) über die Kleinhirnstiele laufen Infos vom (efferente Bahnen) und zum (afferente Bahnen) Kleinhirn hin. Das Kleinhirn steht mit allen motorischen Zentren u. den meisten Sinnesorganen in Verbindung Fkt. - Kontrolle über den Muskeltonus - Zentrum von Koordination, Feinmotorik, Orientierung, Tiefensensibiltität u. Tastsinn
- Pyramidenbahn was ist + Fkt. - ist die wichtigste absteigende (motorische - efferente) Bahn. - gebildet aus den Axonen (Neurit - Nervenfaser) des 1. Motoneurons - hat Ursprung im motorischen Zentrum im Gyrus praecentralis und verläuft in der Capsula interna abwärts durch Mittelhirn, Pons u. Med. obl. - 80% der Fasern wechseln auf die kontralaterale Seite und verlaufen im RM in der weißen Substanz weiter nach kaudal als Pyramidenseitenstrang. - 20% der Fasern verlaufen im Pyramidenvorderstrang in der weißen Substanz des RM nach kaudal und kreuzen auf der Spinalebene nach kontralateral - Die Fasern des 1. Motoneurons enden am 2. Motoneuron. Die Somata (Zellkörper) der 2. Motoneurone haben ihren Ursprung im Vorderhorn der grauen Substanz des RM - Die Axone ziehen dann zu den Erfolgsorganen, den motorischen Endplatten. - Fkt. der Pyrimidenbahn ist die Ausführung der Willkührmotorik z.B. Sprachbildung, Mimik, Beweg. Füße, Beine - Pyramidenbahnen sind hemmende Bahnen.
- Extrapyramidales System was ist umfasst alle Bahnen, die nicht in der Pyramidenbahn verlaufen. sie münden an der motorischen Vorderhornzelle des RM dieses System ist für die unwillkürlichen Muskelbewegungen zuständig - Willkührmotorik + steuert den Muskeltonus
- Gliederung des Gehirns besteht von oben nach unten aus - Großhirn - Zwischenhirn - Mittelhirn - Pons - Medulla oblongata - Kleinhirn
- Das Nervensystem besteht aus: - Zentralen NS (ZNS): Gehirn + Rückenmark - Peripheren NS (PNS): Hirnnerven, Spinalnerven, vegetative Nervenbahnen des Sympathikus + Parasympathikus - das gesamte NS besteht aus Nervenzellen (Neuronen) und Stützgewebe (Gliazellen)
- Nervenzellen/Neurone Aufgabe, was ist graue + weiße Substanz, Ganglien Aufgabe: genierieren und leiten elektr. Impulse weiter (sind wie Kette aneinandergeschaltet) Graue Substanz ist die Gesamtheit der Nervenzellkörper im Gehirn und RM Ganglien - einige Somata (Zellkörper) liegen als Inseln im ZNS verstreut weiße Substanz - Fortsätze der Neurone
- Nervenzelle/Bestandteile eines Neurons Zellkörper (Soma, Somata) besteht aus: Zellkern raues endoplastisches Retikulum heißt ind Nervenzellen Nissl-Schollen Dendrite (kurze Fortsätze) - bäumchenartig verzweigt, Ort des Erregungsempfanges Axon (Neurit) (lange Fortsätze) - wenn es von einer Gliascheide (Isolator) umgeben ist heißt es Nervenfaser - leitet die Erregung weiter bis zur Synapse (Erregungsübertragung auf and. Zellen
- Nervenzelle/Synapse Transmitter Synapse ist eine Kontaktstelle, es erfolgt eine Übertragung auf ein anderes Neuron o. Erfolgsorgan. Axone haben am Ende den Endkolben, der sehr viele Mitochondirien u. Transmitter enth. Transmitter werden in den synaptischen Spalt ausgeschütten und auf die Empfängerzelle weitergeleitet Transmitter sind: Adrenalin u. Noradrenalin Azetylcholin Dopamin Glutamat Serotonin
- Nervenzellarten/Bahnen Afferenzen: Führen Impuls zum Gehirn hin (Affe - klettert nach oben/aufsteigend) haben sensorische od. sensible Fasern sensorische F. übertragen Impulse für das Sehen, Hören, Riechen u. Schmecken sensible Fasern übertragen Berührung- Druck o. Temp.Impulse Efferenzen: Führen Impuls vom Gehirn zu den Erfolgsorganen hin. Man unterscheidet: 1. Motoneuron (Pyramidenbahn) das vom Gyrus praecentralis (motor. Zentrum) bis zum Vorderhorn führt und am 2. Motoneuron endet. Das 2. Motoneuron beginnt am Vorderhorn, verlässt das RM und zieht bis zum Erfolgsorgan.
- Gliazellen: Aufgaben, Zellarten, Myelinisierung Neuro-Glia sind neben den Neuronen (Nervenzellen) die 2. Zellart, die am Aufbau des NS beteiligt sind. Aufgaben: Stützfkt. Ernährung + elektr. Isolierung der Nervenzellen Narbenbildung Abwehrfkt. Zellarten: Astrozyten - Stützzelle des NS - Stoffaustausch - regulat. des Kaliumhaushalt, zur Pagazytose fähig, beteiligt an Bildung der Blut-Hirn-Schranke Oligodendrozyten - Bildung der Myelinscheide im ZNS Ependymzellen - Kleiden Hohlräume in ZNS aus, die mit Liquor gefüllt sind Hortega-Zellen - zur Phagozystose fähig Schwann-Zellen - Bildung der Myelinschicht im PNS Myelinisierung die Gliazellen umhüllen die Axone Markhaltige, markarme, marklose Nervenzellen markhaltige Nervenfasern haben Ranvier-Schnürringe, diese liegen zw. 2 Schwann-Zellen, hier fehlt das Myelin, Nervenfasern sind marklos, in diesen "Lücken" findet die saltatorische/sprunghafte Errechnungsübertragung statt
- Limbische System - was ist Zentrum der Emotionen, in dem Gefühle wie Lust, Wut, Angst entstehen beeinflusst die vegetativen Vorgänge + hormonelle Steuerung über die Verbindung zum Hypothalamus beeinflusst die sexuelle Aktivität ist mit dem Riechnerv verbunden Bestandteile des Limbischen Systems Hippocampus - (in der Mittel gelege Teil des Großhirns) Gyrus cinguli - (Gehirnwindung der Großhirnrinde) Corpus amygdaloideum - (Mandelkerngebiet im Großhirn) Corpora mamillaria - (Mammilarkörper) - paarige Erhebung an der Unterseite d. Gehirns) Habenulakerne - vermitteln durch Geruchsreize ausgelöste Einflüsse auf die Kerngebiete für Speichelsekretion und Schlucken im Hirnstamm. So wird eine Beeinflussung der Nahrungsaufnahme über die Wahrnehmung von Gerüchen angenommen
- Hirnhäute - Schichten und Aufgabe sie verpacken das Gehirn u. RM und schützen es gegen äußere Einflüsse Dura mater (harte Hirnhaut) äußere Schutzschicht des Gehirns, versorgt Schädelknochen mit Nährst. haftet fest an Knochen an und ist mit dem Schädel fest verwachsen ist äußerst schmerzempfindlich und wird sensibel von N. trigeminus, N. glossopharyngeus + N. vagus innerviert darunter liegen die weichen Hirnhäute Arachnoidea (Spinngewebshaut) bildet ein feines 3-dimensionales Netz, ist mit Liquor gefüllt Pia mater (weiche Hirnhaut) bildet die innerste Schicht und liegt dem Hirnparenchym und dem RM direkt an
- Liquor + Ventrikel Liquor ist eine klare Flüssigkeit, die Elektrolyte, Glukose, wenig Eiweiß u. wenige Zellen enthält. wird im Plexus choroideus gebildet, der sich in den Ventrikeln befindet, und wird resorbiert über das venöse System der Arachnoidalzotten Funktionen sind: Stoffwechsel des ZNS Schutz gegen mechan. Einwirkungen Reduktion des Gehirngewichts Ventrikelsystem: Äußere Liquorräume: Subarachnoidalraum mit den Zisternen Innere Liquorräume: Ventrikelsystem und Zentralkanal im RM 3. Ventrikel im Zwischenhirn 4. Ventrikel zw. Kleinhirn und Pons Der 3. u. 4. Ventrikel sind durch ein Aquädukt verbunden. Von den inneren Liquorräumen gelangt die Liquorflüss. an der Basis des 4. Ventrikels über 2 Öffnungen in die äußeren Liquorräume, die das Gehirn u. RM von außen umspülen
- arterielle Blutversorgung des Gehirns 20% des HMV fließen zum Gehirn, der Sauerstoffbedarf beträgt 20% des Körperbedarfs die Blutversorgung erfolgt von vorn über die A. carotis interna und von hinten über die A. vertebralis A. carotis interna zieht ins Schädelinnere und teilt sich an der Schädelbasis in die A. Cerebri anterior und die A. cerebri media. Die A. communicans anterior verbindet die re. mit der li. A. cerebri ant. Abgänge der A. carotis interna: - A. cerebri anterior: versorgt die mediale Großhirnhemisphäre (Mantelkante) bis zum Okzipitallappen - A. cerebri media. hat das größte Versorgungsgebiet und versorgt große Teile von Frontal-, Parietal-, Temporal- u. Okzipitallappen - A. communicans posterior A. vertebralis entspringt aus der A. subclavia, zieht entlang der WS nach oben und vereinigt sich auf der Höhe der Pos zur A. basilaris. Über die A. communicans posterior erhält das hintere Zustromgebiet Verbindung zum vordern. Diesen arteriellen Kreislaut nennt man Circulus arteriosus Willisii. Abgänge der A. vertebralis: - A. basilaris: entsteht aus der Vereinigung der beiden Aa. vertebrales - aus der A. basilaris gehen ab: Aa. cerebelli zum Kleinhirn A. cerebri posterior, die Teile des Okzipitallappens versorgt
- venöse Versorgung des Gehirns der venöse Abfluss kan in 3 Gruppen eingeteilt werden: äußere Hirnvenen (oberfl. Hirnvenen): liegen im Subarachnoidalraum und führen das Blut von der Oberfläche des Gehirns Innere Hirnvenen (tiefe Hirnvenen): führen das Blut aus zentralen Gehirnanteilen Sinus durae matris: Der größte Teil des venösen Blutes wird aus dem Gehirn über die sog. Sinus abgeleitet und von dort v.a. über V. jugularis interna in die V. cava superior dem Herzen zugeleitet. Die Sinus sind in der Dura matter eingebettet. Sie besitzen ein Endothel, aber keine Venenklappen und keine Muskelschicht Merke: Die Sinus stehen mit Venden der Kopfschwarte, des Auges und Gesichts in Verbindung. Der venöse Abfluss der Gesichtshaut erfolgt über V. angularis und orbita in den Sinus cavernosus. entzündl. Prozesse im Gesicht (u.a. Erysipel, Orbitaphlegmone, Furunkel) können sich über den venösen Abfluss azf das Gehirn und die Hirnhäute ausdehnen und Ursache einer Meningitis, enzephalitis oder septischen Sinus-cavernosus Trhrobose sein.
- Lymphatische Versorgung Im ZNS kommen keine Lymphgefäße vor.
- Hirnnerven - Aufgabe Die 12 Hirnnerven treten aus dem Gehirn aus. versorgen den Kopf- u. Halsbereich sowie einen Großteil der inneren Organe verbinden Sinnesorgane mit dem Gehirn
- I. Hirnnerv N. ofactourius - Riechnerv Qualtiät: sensorisch Funktion: Riechen
- II. Hirnnerv N. opitcus - Sehnerv Qualtität: sensorisch Fkt. - sehen
- III. Hirnnerv N. oculomotorius - Augenbeweg.Nerv Qualtität: motorisch, parasymphatisch Innervation: Inn. von Lidheber u. äuß. Augenmuskeln Inn. von M. ciliaris (Muskel des Ziliar/Strahlenkörpers im Auge) u. M. spincter pupillae (Ringmuskel des Auges, der Pupille verengt)
- Advertisement
- IV. Hirnnerv N. trochlearis - keinen eig. Namen - beteiligt an Beweg. des Augapfels Qualität - motorisch Innervation: Inn. den M. obliquus superior
- V. Hirnnerv N. trigeminus - Drillingsnerv Qualtität: sensibel, ⇒motorisch Innervation: Inn. Gesichtshaut, Augapfel, Kieferschleimhaut, dura mater, ⇒Kaumuskulatur
- VI. Hirnnerv N. abducens - keinen eig. Namen - beteiligt an Beweg. des Augapfels Qualität: motorisch Innervation: Inn. M.rectus lateralis
- VII. Hirnnerv N. facialis - Gesichtsnerv Qualität: motorisch ⇒ Fkt./Innervation mimische Muskulatur sensorisch ⇒ Fkt./Innervation vordere 2/3 der Zunge parasympatisch ⇒ Fkt./Innervation Speichel- u. Tränendrüse sensibel ⇒ Fkt./Innervation Mittelohr
- VIII. Hirnnerv N. vestibulocochlearis - Hör- u. Gleichgewichtsnerv Qualität: sensorisch Fkt.: hören und Gleichgewicht
- IX. Hirnnerv N. glossopharyngeus - Zungen-Rachen-Nerv Qualität Funktion/Innervation parasympatisch - Parotisdrüse sensorisch - hinteres Drittel der Zunge motorisch - Pharynxmuskulatur sensibel - Pharynxschleimhaut
- X. Hirnnerv N. vagus - umherschweifender Nerv Qualtität Fkt./Innervation parasympatisch innere Organe bis zur linken Kolonflexur motorisch Kehlkopfmuskeln sensibel Dura mater, äußerer Gehörgang
- XI. Hirnnerv N. accessorius - zusätzlicher Nerv Qualtität: motorisch Innervation: M. sternocleidomastoideus und M. trapezius
- XII. Hirnnerv N. hypoglossus - Unterzungennerv Qualtität: motorisch Innervation: Zungenmuskulatur
- Rückenmark Anatomie liegt im Wirbelkanal ist wie Gehirn von Liquor und Rückenmarkshäuten umgeben reicht bis zum 1. LW, ca. 45cm lang und 1cm breit das RM wird wie die WS unterteil in Halsmark: besteht aus 8 Segmenten, aus 8 Segmenten gehen 8 zervicale Spinalnervenpaare hervor, der 1. Spinalnerv tritt zw. Okziput u. 1. HW aus Brustmark: aus 12 Segmenten treten 12 thorakale Spinalnervenpaare aus Lumbalmark: aus 5 Segmenten treten 5 lumbale Spinalnervenpaare aus Sakralmark: wird in 5 Segm. unterteilt, aus dem 5 sakrale Spinalnerven austreten 1 o. 2. Steißbeinnervenpaare alle Spinalnervenpaare verlassen das RM und die WS durch das Foramen intervertebrale auf Höhe des 1.-2. LW wird das RM schmäler und verjüngt sich zum Conus medullaris die aus dem Lenden- und Sakralmark abgehenden Wurzeln der Spinalnerven bilden eine pferdeschweifähnlich aussehende Cauda equina das RM ist wie das ZNS Ort der Verschaltung zahlreicher Reflexbögen
- Rückenmark - Querschnitt der Querschnitt zeigt, dass das RM in der Mitte eine schmetterlingsförmig angeordnete graue Substanz, die von einer weißen Substanz umgeben ist graue Substanz, kann im Querschnitt in "Hörner" unterteil werden: Vorderhorn: enthält motorische Neurone (2.Motoneuron), deren Axone zu den Endorgangen (Muskelfasern) ziehen Hinterhorn: enthält sensible Fasern, die auf das 2. Neuron umgeschaltet werden. Der Zellkörper des 1. Neurons liegt im Spinalganglion Seitenhorn: enthält Zellkörper des vegetativen System, sind im thorako-lumbalen Bereich zu finden. weiße Substanz, führt aufsteigende Bahnen (zum Gehirn) und absteigende Bahnen (zu den motorischen Vorderhornzellen). die weiße Substanz wird nach der Lage in 3 Stränge unterteilt: Vorderstrang Seitenstrang Hinterstrang Innerhalb der Stränge sind die Axone in Bündeln angeordnet.
- Spinalnerven Ein Spinalnerv besteht aus Wurzelfasern, die folgende Eigenschaften haben: Vorderwurzelfasern (Radix anterior) führen ausschließl. motorische = efferente Nervenfasern, die zu den Endorganen ziehen Hinterwurzelfasern (Radix posterior) führen ausschließl. sensible = affenrente Fasern aus dem Ganglion spinale zur Hintersäule des RM Ein Spinalnerv hat demzufolge immer sensible und motorische Qualtitäten.
- Reflexe - was ist? ist eine immer gleich lautende Antwort auf einen Reiz. Man unterscheidet Eigen- Fremd- patholog. Reflexe
- Eigenreflex besteht aus 1 afferenten und 1 efferenten Neuron mit einer Umschaltung im RM. ist monosynaptisch Auslösung erfolgt nach dem Alles- oder-Nichts-prinzip ist nicht ermüdbar Reizorgan ist identisch mit dem Erfolgsorgan. Merke: Reflexe immer im Seitenvergleich prüfen Testung dient der Prüfung der spinalen neuronalen Verschaltung ist unter physiolog. Bedingungen seitengleich Störung in der Reflexverschaltung lösen eine Seitendifferenz aus ein Reflex gilt als fehlend, wenn die Bahnung erfolglos war Bsp. Bizeps- Trizeptssehnenreflex, Achillessehnenreflex, Patellarsehnenreflex
- Fremdreflex - sind polysynaptisch und ermüdbar - die Antwort ist abhängig von der Reizstärke, die Reflexzeit ist relativ lange - Reisorgan entspricht nicht dem Erfolgsorgan Bsp. Bauchhautreflex, Analreflex, Pupillenreflex Merke: Pupillen- und Kornealreflex sind zwar Fremdreflexe, aber wegen der direkten Verschaltung im Gehirn nicht ermüdbar.
- pathologische Reflexe - können ausgelöst werden, wenn eine Schädigung der Pyramidenbahn vorliegt oder wenn die Pyramidenbahn noch nicht vollständig ausgereift ist. - Kinder bis 18 J. Bsp. Babinski-, Oppenheim-, Gordon-Reflex
- Pheriphere Nerven - Plexus - große Nerven, die Fasern aus unterschiedlichen Segmenten enthalten - Spinalnerven, die das RM verlassen, verflechten isch untereinander und tauschen von Spinalnerv zu Spinalnerv Fasern in einem Plexus. - es entstehen mehrere große Nerven in denen sensible, motorische u. vegetative Fasern verlaufen 1. Plexus cervicalis (C1-C4): aus diesem Plexus geht der N.phrenicus (C3-C5) hervor, der das Zwerchfell motorisch innerviert 2. Plexus brachialis (C5-Th1): es geht der N. radialis (C5-Th1), N. ulnaris (C6-Th1) und N. medianus (C6-Th1) hervor und innervieren sensibel u. motorisch den Arm 3. Plexus lumbalis: es geht der N. femoralis (L1-L4) hervor und innerviert Teile des Ober- u. Unterschenkels 4. Plexus sacralis: es geht der N. ischiadicus (L4-S3) hervor, der sich aufteilt in N. tivialis und N. fibularis. Beide innervieren Teile des Ober- und Unterschenkels.
- vegetative Nervensystem - Sympathikus u. Parasymphatikus Symphatikus - Anspannung und Stress - die Zentren liegen im Hypothalamus, unteren Hals-, Brust- u. ob. Lendenmark und ziehen nach Umschaltung im Grenzstrang bzw. in den prävertebralen Ganglien zu den Organen Parasymphatikus - Essen, Ausscheidung, Verdauung u. Enspannung - die Fasern ziehen über die Hirnnerven III, VII, IX und X sowie aus dem Sakralmark zu den Organen
- Eigenreflex - Masseter-Reflex Schlag gegen den auf dem Kinn liegenden Finger, Mund leicht geöffnet ⇒Kieferschluss
- Eigenreflex - Bizeptssehnenreflex (C5/C6) Schlag auf den auf der Bizeptssehne liegenden Finger ⇒Beugung im Ellenbogengelenk