8

Multifaktorielle Modelle über Entstehung, Aufrechterhaltung und Verlauf psychisc (Subject) / Ätiopathogetische Modelle: multifaktorielle Ansätze (Lesson)

Konzepte zur Salutogense, medizinische Risikofaktorenkonzept, psychosomatische Stressmodelle, Biopsychoziale Modelle

This lesson was created by kristina83.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • Konzept zur Salutogenese Antonovsky, 1979: Gesundheit besteht nicht von selbst fort, sondern muss immer wieder neu hergestellt werden.Ging der Frage nach, warum Menschen gesund bleiben und definierte ein Kontinuum zwischen gesund und krank. Zentraler Punkt seiner Theorie ist die Definition des Kohärenzgefühls (sense of coherence) als Zuversicht, dass die Erfahrungswelt vorhersagbar und handhabbar ist. Faktoren, die dieses Gefühl beeinflussen, sind:Verstehbarkeit (sense of comprehensibility)Bewältigbarkeit (sense of manageability)Sinnhaftigkeit (sense of meaningfulness) bei einem starken Kohärenzgefühl fühlt man sich von Stessoren (physikalisch, biochemisch, psychosozial) weniger bedroht
  • Medizinisches Risikofaktorenkonzept Risikofaktoren für die 7 wichtigsten Zivilisationserkrankungen wurden 1970 Alkohol, Rauchen, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte, Bewegungsmangel, Übergewicht und reduzierte Stressbewältigung bestimmt. Mittlerweile kennt man ca. 250 Risikofaktoren, die sich spezifischen Konsumverhalten (z.B. Essen, Alkohol), physiologischen Faktoren (z.B. Blutfett, Blutdruck) und psychische Faktoren (z.B. Typ A, inadäquates Coping) zuordenen lassen. Beim Risikofaktorenmodell bleibt die Frage der Kausalität problematisch, da zwar Aussagen üer Korrelationen zwischen Risikofaktor und Erkrankung, aber kaum über die Beziehungen von Ursache und Wirkung möglich sind.Es besteht die Gefahr, dass unbekannte Drittvariablen den Zusammenhang beeinflussen.
  • Risikofaktor als Risikofaktor gelten Charakteristika von Personen oder Bevölkerungsgruppen, deren Vorhandensein die Wahrscheinlichkeit in einem definierten Zeitraum zu erkranken, signifikant erhöht.
  • Psychosomatische Stressmodelle Zusammenhang zwischen emotionalen Prozessen (z.B. Stress durch unbewusste Konflikte) und Erkrankungen mit oder ohne Organbefund man geht davon aus, dass Stress bei keiner Erkrankung eine spezifische Ursache ist. Allerdings kann er Auslöser sein. aktuelle psychosomatische Forschung: Diathese-Stressmodell: die subjektiv erlebte Stressbelastung und die individuelle Prädisposition stehen in Wechselwirkung zueinander Life-event-Modell
  • Klassische Psychosomatosen Alexander, 1951 Asthma bronchiale, Magenulkus,Colitis ulcerosa,essenzielle Hypertonie,rheumatoide Arthritis,atopisches Ekzem,Anorexie
  • Life-event-Modell life-event-Forschung sucht nach Zusammenhängen zwischen (belastenden) Lebensereignissen und seelischen oder körperlichen FolgenUntersuchung erfolgt mit der Social Readjustment Rating Scale (SRRS) mit dem Life Change Unit Score (LCU-Store) werden die differenziellen Stresswerte der erlebten Ereignisse gewichtet. Es zeigt sich z.B. ein Zusammenhang zwischen dem LCU-Wert und Gesundheitsproblemen wie Infektionen oder Allergien. die Formulierung allgemeiner Aussagen aus der Life-event-Forschung ist problematisch, weil die individuelle Wechselwirkung zwischen Prädisposition, Stressor und kognitiver Bewertung beachtet werden muss.kann keine Aussagen über den Zusammenhang von Ursache und Wirkung machen, denn die Störung oder Erkrankung kann auch selbst als Stressor wirken
  • Giving-up /Given-up-Modelle in einer ersten Phase (giving up) glaubt der Betroffene keine Kontrolle über die Umwelt zu haben. In der zweiten Phase (given up) werden hochbewertete Lebensziele als endgültig unerreichbar verworfen. Aus der Hilf- und Hoffnungslosigkeit können dann Krankheiten (z.B. Depressionen) entstehen.
  • Biopsychosoziale Modelle in Ergänzung zum psychosomatischen Modell wird beim biopsychosozialen Stressmodell auch die Umwelt der Person, ihre Einbettung in psychosoziale Bezüge sowie die Disposition berücksichtigt. Die 3 Ebenen beeinflussen sich wechselseitig
Advertisement