Bezodiazepine, Kinetik
oral: rasche Resorbtion, aber hoher First-pass-Metabloismus → Diazepam hat wirksame Metaboliten: Oxazepam, Temazepan i.v.: bereits nach 1 Min. im Gehirn hohes Verteilungsvolumen hohe Plasmaproteinbindung
Benzodiazepine, Dosisabhängige Wirkung
von geringer bis hohe Dosis Apetittanregend Anxiolytisch antikonvulsiv, zentral Muskelrelaxierend sedativ, hypnotisch → kaum Auswirkung auf Atmung und Kreislauf: hohe therapeutische Breite
Mit was sind Benzodiazepine antanogiesierbar?
Flumazenil → Narkosebeendigung oder Antidot für Benzodiazepam Überdosierung
Wirkung Barbiturate
direkte Aktivierung der GABA-Rez. → neuronale Hyperpolarisation
Besonderheit Barbiturate
Wirkungsabnahme durch Umverteilung → je lipophiler, desto schneller die Umverteilung ( →Fett) desto kürzer die Wirkdauer Enzyminduktion: erhöhen Expression von CYP-450 Enzymen
Barbiturate, Kinetik
nur i.v. → Gewebsnekrosen hohes Verteilungsvolumen mittelgradige Plasmaproteinbindung
Butyrophenone, Kinetik
oral: rasche Resorption, aber gering bioverfügbar → First-pass-Metabolismus in Leber↑ i.m. Wirkungseintritt innerhalb von 5-15 Minuten, max. Effekt nach 15-30 Minuten i.v.: Auslösen von Exzitationen
Butyrophenone, Wirkung, Verwendung
Wirkung: Sedation antipsychotisch antiemetisch Erhöhung des Muskeltonus Muskelzittern Katalepsie Verwendung: Aggressivität (nach Umgruppierung, bei Sauen → Ferkelfressen) zur Behandlung von Stresszuständen bzw. Stressprophylaxe (Transport, Überbelastung des Herzens, Geburtsthilfe)
Phenothiazine, Kinetik
oral, wie alle anderen (rasch resorbiert, aber gering bioverfügbar) s.c., i.m., i.v. gut bioverfügbar starke Plasmaproteinbindung (85-99%)
Phenthazine, Verwendung
Sedation Narkoseprämedikation Neuroleptanalgesie (in Kombi mit starkem Analgetika) Erbrechen und Reisekrankheit (Hund)
Ziel der Antikonvulsiva
Erhöhung der Reizschwelle Verminderung der Neuronenreizbarkeit: → Hemmung der exzitatorischen Reize (Glutamat, Ca++-, Na+ -Kanäle) → Stimulation der inhibitorischen Impulse (GABA, Cl--Kanäle)
Kalium- und Natriumbromid
klassische Antokonvulsiva Wikrmechanismus: Bromid ähnlich Cl- aber schnellere Aufnahme über Cl- Kanäle → Hyperpolarisation, Senkung der Reizschwelle lange t/2 (24h) Kumulationsgefahr NW: Müdigkeit Obstipation Anorexie Anwendung: therapierestente Epilepsien als Add-on zu Phenobarbital
neue Antikonvulsiva
Imepitoin → partieller Agonist am GABA-Rez., schwacher Ca++-Kanal Blocker Levetiracetam → GABA-Freisetzung↑
Kinetik, neue Antikonvulsiva
Imepitoin: orale resorption ohne First-pass-Metabolismus Elimination über Faeces Levetiracetam: geringe Leberbeteiligung t/2 gering: 3x tägl. Gabe
Doxapram
Zentral erregend → stimuliert Chemorezeptoren in Carotis- und Aortenbogen Wirkung: kurzzeitige Stimulation der Atemfrequenz und des Atemzugvolumens Verwendung: Asphyxie bei Neugeborenen medikamentös bedingte Atemdepression Atemstimulation bei postnarkotischen und -operativen Atemstörungen
Clomipramin
Trizyklisches Antidepressiva Wirkmechanismus: Hemmung der Serotonin Wiederaufnahme aus dem synaptischen Spalt → "Reuptake-Hemmer" antihistaminerg, anticholinerg, antiadrenerg Wirkung: anxiolytisch Sedation Hypotension Tachykardien Arrhythmien Übererregung Ataxie, Muskelkrämpfe, epileptiforme Anfälle Verwendung: Verhaltensstörung bei Hund und Katze → Nur in Kombi mit Verhaltenstherapie
MAO-Hemmer
Antidepressiva Wirkmechanismus: irreversible Hemmung der Monoaminooxidasen →Zunahme von Dopamin, Serotonin, und Noradrenalin im synaptischen Spalt