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Modul 1 - 03435 Kulturelle Vielfalt (Subject) / Kapitel 1 (Lesson)

Fernuni Hagen -

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  • Diversität = engl. "diversity"; = lat. "diversitas = Vielfalt = bezieht sich allgemein auf die menschliche Vielfalt - hat das Potential eines ökonomischen und sozialen Nutzens - bedarf besonderer Gestaltungsmassnahmen - Diversitätsmanagement als Instrument zur Förderung interkultureller Kompetenzen => Einführung anti-discrimination policies Heute auch = Erhöhung der Produktivität, ökonomischer Nutzen Historisch = Herstellung von Chancengleichheit, sozialpolitisches Argument 1. Sicherung von Teilhabe - Gruppenzugehörigkeit öffnet oder schließt Zugang zu bestimmten Ressourcen 2. Schutz vor Diskriminierung = je nach Kontext unterschiedliche Bedeutung = Kennzeichen eines sozialen Systems: - Land, Stadt; - Organisation, Arbeitsgruppe; - Markt, Vertriebssystem
  • Diversität nach COX, 1993 (Cox,1993) diversity = "a mix of people in one social system who have distinctly different, socially relevant group affiliations."
  • Loden und Rosner (1991) Diversität als Unterscheidung "mich von dir" und "uns von denen" Loden und Rosner (1991): Diversität als Bezug zum Anderssein im Hinblick auf Dimensionen, die "mich" von "dir" und "uns" von "denen" unterscheiden. Historisch: "age differences, rqce, gender, physical ability, sexual orientation, religion and language. Diversity in terms of background professional experience, skills and specialisation, values and culture, as well as social class, is a prevailing pattern." (UN, 2003)
  • Primäre und Sekundäre Dimensionen der Diversität Primäre Dimension = angeboren und nicht veränderbar - begleiten ein gesamtes Leben - kontinuierlicher Einfluss auf ein Selbstbild und Bezug zu anderen - Merkmale wie Ethnie, Geschlecht, sexuelle Orientierung - tendenziell mehr Einfluss als sekundäre Dimensionen Sekundäre Dimension = können während des Lebens erworben und verändert werden - Merkmale wie: Ausbildung, Wohnort, sozialer Status, Familienstand, religiöse Überzeugung, Berufsstand, Lebenserfahrung - tendenziell weniger Einfluss als primäre Dimensionen Daniels und MacDonald, 2005: fügen noch eine dritte Dimension hinzu, die Wertediversität
  • Wertedimension der Diversität (Daniels und MacDonald, 2005) Neben den beiden Primär- und Sekundärdimensionen der Diversität führen Daniels und MacDonald, 2005 die dritte und für sie wichtigste Dimension ein: - social category: sozialdemografische Faktoren wie Alter, Ethnie = primäre Dimension - informwtional category: Hintergrundvariablen wie Ausbildung und Wissen ! - value diversity: Unterschied bezüglich Überzeugungen, Einstellungen, Werte Erst mit dieser dritten Dimension kombiniert wird die Diversität psychologisch relevant und emotional involvierend.
  • Petterson, 2004 über Werte . Dritte Dimension der Diversität Peterson, 2004: "Cultural vslues are principles or qualities that a group of people will tend to see as good or right or worthwhile." von Daniels und MacDonalds, 2005 aufgegriffen udn als value diversity als dritte Dimension der Diversität beschrieben
  • Warum Diversität? Soziale, ökonomische und politische Veränderungsprozesse Zunehmende Diversifizierung von sozialen Milieus und Lebensstilen führen zu Pluralisierung von Lebensstilen: zb Zusammensetzung Familie: AlleinerzieherInnen, Patchwork Familien Pluralisierung von Ethnischen/kulturellen Diversifikationen: zb durch Migrationsprozesse -> Veränderung der Bewohnerstruktur, Nachbarschaften, Stadtquartiere -> neue Anforderungen an Bildungsinstitutionen -> Altern der Bevölkerung: beeinflusst Wirtschaftswachstum, Spartätigkeit, Investitions- und Konsumverhalten, Arbeitsmärkte, Renten, Steueraufkommen, Transferleistungen, Generationen = es gibt einen wachsenden Bedarf an mit Chancen und Risken der Diversität vertrauten Personen
  • Leitgedanke des Diversitätsmanagementw Der Leitgedanke des Diversitätsmanagements ist es, ein Klima der Wertschätzung in Unternehmen zu erreichen, das die MitarbeiterInnen dazu motiviert ihre unterschiedlichen und vielfältigen Ressourcen in den gemeinsamen Arbeiteprozess einzubringen.
  • Wozu Diversitätsmanagement? Um Ansätze in der Perrsonal- und Organisationsentwicklung einzubringen, die darauf abzielen, die soziale und kulturelle Vielfalt von MitarbeiterInnen konstruktiv zu nutzen. Zb. generierung innovativer Lösungen
  • Huntington, 1996 "Clash of Civilizations" - spricht die dritte Dimension der Diversität die value diversification (social category=primär und angeboren, informwtional diversity=sekundär und veränderbar) von Daniels und Macdonald (2005). Die ersten beiden Dimensionen werden est psychologisch relevant und emotional involvierend, wenn sie in Kombination mit wahrgenommener Unterschiedlichkeit auf der Wertedimension wahrgenommen werden. Nicht mögen, fürchten, veabscheuen nicht aufgrund von soziodemografischer Charakterstika, sondern weil angenommen wird, dass diese Merkmale Informationen über Werte, Überzeugungen und Einstellungen der MerkmalsträgerInnen beinhalten. beispiele dafür din erbittert geführte Diskussionen über einen vermeintlichen "Clash of Civilizations" 'a la Huntington, 1996 oder die Debatten über die deutsche Leitkultur.
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  • Kulturelle Werte, Peterson 2004 Kulturelle Werte = cultural values (engl.) "culutral values are principles or qualitites that a group of people will tend to see a sfood or right or worthwhile" Werte kennzeichnen innhalb einer Kultur als - erstrebenswerte erachtete Zustände. Oder - übergeordnete handlungsleitende Ziele Zb. Sozialethische und moralische Werte innehalb von Gesellschaften, die das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft und wechselseitiger Rechte und Pflichten definieren,