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SKS (Subject) / Seemannschaft I (Lesson)

Antriebsmaschine und unter Segel

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  • Was gehört zur Sicherheitsausrüstung der Besatzung in der Küstenfahrt? 1. Rettungsweste und Sicherheitsgurt (Lifebelt) für jedes Besatzungsmitglied,2. Rettungsfloß (Rettungsinsel),3. Rettungskragen mit Tag- und Nachtsignal und4. Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Anleitung.
  • Wie erhalten Sie Kenntnis über das nächste Wartungsdatum eines Rettungsfloßes? Die runde, auf der Insel klebende farbige Serviceplakette oder das bei der letzten Wartung mitgelieferte Zertifikat geben Auskunft über den nächsten Wartungstermin.
  • Worauf müssen Sie bei Ihren Automatikrettungswesten hinsichtlich der Funktionssicherheit achten? Auf regelmäßige Wartung. Wartungsfälligkeit erkennbar an der farbigen Serviceplakette.
  • Was ist auf Deck einer Yacht ein Strecktau (auch Laufleine genannt) und wozu dient es? Ein neben der Fußreling verlaufender Draht, Gurt oder eine starke Leine zwischen Cockpit und Vorschiff straff gespannt zum Einpicken der Sicherheitsleine (Lifebelt).
  • Welche Seenotsignalmittel sollten Sie an Bord haben? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele. 1. Handfackeln, rot,2. Handraketen, rot,3. Rauchfackeln oder Rauchtopf, orange,4. Signalpistole mit Munition,5. Seewasserfärber,6. Signalflaggen N und C,7. Signallampe,8. Seenotfunkboje.
  • Welche Feuerlöscheinrichtungen sollten an Bord vorhanden sein? 1. Feuerlöscher (ABC-Pulverlöscher und eventuell CO2-Löscher),2. Pütz zum Löschen von Bränden fester Stoffe,3. Feuerlöschdecke,Löschdurchlass für geschlossene Motorräume, der das Löschen von Bränden mit CO2-Löschern ohne Sauerstoffzutritt ermöglicht.
  • Welche Feuerlöscharten sind für Sportboote geeignet? Wie und wo sind sie an Bord unterzubringen? 1. Der ABC-Pulverlöscher, für geschlossene Motorräume der CO2-Löscher,Der Feuerlöscher muss gebrauchsfertig und leicht erreichbar sein, CO2-Löscher nicht im Schiffsinneren unterbringen (Erstickungsgefahr bei Leckage).3. Er soll in der Nähe der Maschinenräume, der Kombüse bzw. der Koch- oder Heizstelle montiert sein.
  • Wie wird die ständige Funktionssicherheit eines Feuerlöschers sichergestellt? 1. Durch Einhaltung des vorgeschriebenen Prüftermins, ersichtlich aus der Prüfplakette.2. Der Feuerlöscher muss vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt werden.
  • Wie wird ein Brand an Bord wirksam bekämpft? 1. Alle Öffnungen schließen,2. Brennstoffzufuhr (Hauptschalter) unterbrechen,3. Feuerlöscher erst am Brandherd betätigen,4. Feuer von unten und von vorn bekämpfen,5. Löschdecke einsetzen,6. Flüssigkeitsbrände nicht mit Wasser bekämpfen.
  • Was ist vor Reisebeginn beim Seeklarmachen zu überprüfen und zu beachten? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele. Seetüchtigkeit 1. der Yacht,2. Zahl und Zustand der Segel,3. Treibstoffvorrat,4. Navigationsunterlagen,5. Sicherheitseinweisung der Besatzung,6. Rettungsmittel,7. Seenotsignale,8. Trinkwasser- und Proviantvorräte,9. Funktionsfähigkeit des Motors,10. Funktionsfähigkeit der elektronischen Navigationsgeräte,11. Lenzeinrichtungen,12. Feuerlöscher,13. Boots- und Personalpapiere,14. Betriebsfähigkeit der UKW-Seefunkanlage.Nummer 125:
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  • Was gehört zur Sicherheitseinweisung der gesamten Besatzung vor Reisebeginn? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele. Einweisung in Gebrauch und Bedienung 1. der Rettungswesten und Sicherheitsgurte,2. des Rettungsfloßes,3. der Signalmittel,4. der Lenzpumpen,5. der Seeventile und des Bord-WC,6. der Kocheinrichtung,7. der Feuerlöscher,8. der Motoranlage,9. der Elektroanlage,10. des Rundfunkgerätes und der UKW-Seefunkanlage,11. Verhalten bei Mensch-über-Bord,12. Erkennen und Verhalten bei Seekrankheit.
  • In welche technischen Einrichtungen/Ausrüstungen muss der Schiffsführer die Besatzung vor Reiseantritt unbedingt einweisen? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele. 1. Ankergeschirr,2. Lenzeinrichtung,3. Feuerlöscheinrichtungen,4. Motoranlage,5. Seeventile,6. UKW-Seefunkanlage,7. MOB-Taste von satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS),8. Seenotsignalmittel,9. Notrudereinrichtung.
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen sind vor jedem Auslaufen durchzuführen? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele. 1. Wetterbericht einholen,2. Kontrolle der Sicherheitseinrichtung,3. Kontrolle von Motor und Schaltung,4. Kontrolle der nautischen Geräte,5. Kontrolle der Bilge,6. Überprüfen des Wasser- und Kraftstoffvorrats,7. Kontrolle der Schall- und Lichtsignaleinrichtung,8. Kontrolle der Navigationslichter,9. Bereitlegen der aktuellen Seekarten und nautischen Veröffentlichungen.
  • Warum sollten alle Crewmitglieder Lage und Funktion sämtlicher Pumpen und Ventile kennen? Damit im Bedarfsfall sie jeder bedienen kann.
  • Warum sollte die Crew in die Funktion des Bord-WC eingewiesen werden? Weil durch unsachgemäße Bedienung Wasser ins Bootsinnere gelangen kann.
  • Warum sollte die Crew vor Reisebeginn in die Funktion des Ankergeschirrs und die Durchführung eines Ankermanövers eingewiesen werden? Damit jeder den Anker sicher ausbringen und einholen kann.
  • Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Schiff leckgeschlagen ist? 1. Meldung abgeben.2. Je nach Erfordernissen Fahrt aus dem Schiff nehmen.3. Lenzpumpen betätigen, Lecksuche, Leck mit Bordmitteln abdichten.4. Küste bzw. flaches Wasser ansteuern.5. Fahrzeug so trimmen, dass Leckstelle aus dem Wasser kommt bzw. möglichst wenig unter Wasser ist.
  • Was tun Sie, wenn Ihr Schiff leckgeschlagen ist und das Wasser im Schiff trotz aller Maßnahmen weiter steigt? 1. Notzeichen geben, Funkmeldung abgeben, ggf. Radartransponder einschalten.2. Verlassen des Bootes vorbereiten, Rettungswesten anlegen, Rettungsfloß klarmachen.3. Wenn möglich, ruhiges Flachwasser anlaufen und Schiff auf Grund setzen.
  • Welche Folgen können Grundberührungen und harte Stöße, z. B. bei Anlegemanövern oder Kollisionen mit treibenden Gegenständen haben? 1. Eine Beschädigung der Bordwand kann eintreten.2. Es kann Sinkgefahr entstehen.
  • Welche grundsätzliche Verhaltensweise sollte beachtet und welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn Ihr Schiff in Seenot kommt? Ruhe 1. bewahren und überlegt handeln.2. Notalarm abgeben, ggf. Radartransponder einschalten.3. Rettungsfloß klarmachen.4. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.5. So lange wie möglich an Bord bleiben.6. Wärmende Kleidung anziehen.
  • Welche Maßnahmen treffen Sie, bevor Sie von Ihrem Fahrzeug in ein Rettungsfloß übersteigen? 1. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.2. Wärmende Kleidung anziehen.3. Nach Möglichkeit vorher reichlich warme Flüssigkeit trinken.Soweit noch nicht geschehen, Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel und ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder und UKW-Handsprechfunkgeräte in das Rettungsfloß bringen.
  • Warum sollte ein sinkendes Schiff im Notfall so spät wie möglich verlassen werden? 1. Die Überlebensmöglichkeiten sind auf dem Schiff größer.2. Ein Schiff ist besser zu orten.3. Einstieg in das Rettungsfloß und Aufenthalt können sehr schwierig sein.
  • Erklären Sie die Handhabung der Hubschrauberrettungsschlinge im Einsatz! 1. Bei offener Rettungsschlinge: zuerst den Karabinerhaken einpicken.2. Mit dem Kopf und beiden Armen in die Rettungsschlinge einsteigen.3. Die Arme müssen nach unten gedrückt werden und die Hände sind zu schließen. 4. Das Windenseil muss frei hängen, es darf nicht an Bord befestigt werden.
  • Wann dürfen Notzeichen gegeben werden? Nach Feststellung des Notfalls auf Anordnung des Schiffsführers
  • Wann darf ein UKW-Sprechfunkgerät auch ohne entsprechenden Befähigungsnachweis benutzt werden? In Notfällen.
  • Worauf ist zu achten, wenn Crewmitglieder seekrank sind? 1. Aufenthalt im Cockpit beaufsichtigen und Crewmitglieder gegen Überbordfallen sichern,2. Flüssigkeitsverlust ausgleichen (Wasser),3. Crewmitglied anhalten, zur Küste oder zum Horizont zu schauen,4. mit Arbeiten beschäftigen.
  • Wozu dient ein Reitgewicht (Gleitgewicht, Ankergewicht) beim Ankern? Es soll die Ankertrosse auf den Grund ziehen, damit der Anker nicht durch einen zu steilen Winkel aus dem Grund gebrochen wird. Es wirkt ruckdämpfend.
  • Warum sollte beim Verwenden einer Ankertrosse ein Kettenvorlauf benutzt werden? Damit der Zug auf den Anker nicht zu steil wird.
  • Welcher Ankergrund ist für die üblichen Leichtgewichtsanker 1. gut geeignet? 2. mäßig geeignet? 3. ungeeignet? Sand, 1. Schlick, weicher Ton und Lehm,2. harter Ton und Lehm,3. steinige, verkrautete und stark schlammige Böden.
  • Was müssen Sie bei der Auswahl eines Ankerplatzes beachten? 1. Der Ankerplatz sollte Schutz vor Wind und Wellen bieten.2. Auf ausreichenden Platz zum Schwojen achten.3. Mögliche Winddrehungen einplanen.
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  • Welchen Ankergrund sollten Sie nach Möglichkeit meiden? Steinige, verkrautete und stark schlammige Böden.
  • Wie können Sie die Haltekraft eines Ankers erhöhen, wenn Sie auf engem Raum (z. B. zwischen zwei Stegen) nicht die erforderliche Kettenlänge stecken können? Mit einem Reitgewicht, um so den Anker besser am Boden zu halten.
  • Sie ankern in einer Bucht. Wie können Sie bei zunehmendem Wind die Haltekraft Ihres Ankers verbessern? 1. Mehr Trosse oder Kette stecken,2. Reitgewicht verwenden.
  • Sie wollen auf verkrautetem Grund ankern. Ihnen steht ein Leichtgewichtsanker und ein Stockanker zur Verfügung. Welchen benutzen Sie und warum? Den Stockanker, weil er sich insbesondere auch aufgrund seines höheren Gewichtes besser eingräbt.
  • Wozu dient eine Ankerboje? 1. Sie zeigt die Lage des Ankers an.2. Mit der Trippleine kann das Bergen eines unklaren Ankers unterstützt werden.
  • Wie erkennen Sie, ob der Anker hält? 1. Vibration von Kette oder Trosse prüfen,2. Einrucken des Ankers prüfen,3. durch wiederholte Peilungen und ggf. Schätzungen des Abstands zu anderen Schiffen oder zu Landmarken,4. falls GPS vorhanden ist, die Ankeralarmfunktion einschalten.
  • Welche Ankerarten finden überwiegend auf Sportbooten Verwendung? Nennen Sie 3. 1. Patentanker,2. Stockanker (einklappbarer Stock),3. Draggen (klappbare Flunken),4. Pflugscharanker.
  • Nennen Sie 3 Ankertypen, die vom Germanischen Lloyd als Anker mit hoher Haltekraft anerkannt sind. Bruce-Anker, CQR-Anker, Danforth-Anker, DHone-Anker.
  • 1. Welches sind die Vorteile einer Ankerkette gegenüber einer Ankerleine? 2. Wie kombiniert man auf Yachten häufig die Systeme? Die Kette unterstützt das Eingraben, verkleinert den Schwojeraum, wirkt ruckdämpfend, kann nicht an Steinen durchscheuern und erhöht die Haltekraft des Ankers. 2. Es wird zwischen Anker und Leine ein Kettenvorlauf von 3 bis 5 m gefahren.
  • 1. Warum soll eine Ankerleine nicht an den Anker geknotet werden? 2. Warum muss die Ankerkette mit einem Taustropp am Schiff bzw. im Kettenkasten befestigt werden? 1. Knoten reduzieren die Bruchlast einer Leine um bis zu 50 %.2. Damit die Kette im Notfall schnell gekappt werden kann.
  • Sie wollen in einer Bucht ankern, in der das (ausreichend tiefe) Wasser unterschiedliche Färbungen zeigt. Wo wählen Sie den Akerplatz? (Begründung!) Ich ankere auf hellem Wasser. Begründung: Der Grund ist hier sandig, der Anker hält gut. Dunkler Grund weist auf Bewuchs hin, wo der Anker schlecht hält.
  • Warum darf der Anker nicht zusammen mit seiner Leine am Ankerplatz über Bord geworfen werden? Die Leine könnte mit dem Anker vertörnen und dadurch das Eingraben des Ankers verhindern. Der Anker würde dann nicht halten.
  • Was müssen Sie bedenken, wenn ein großes Schiff auf Ihr Sportboot zukommt? 1. Andere Manövrierfähigkeit (größere Drehkreise, längere Stoppstrecken),2. u. U. eingeschränkte Sicht des anderen Fahrzeugs, insbesondere nach voraus,3. Möglichkeit des Übersehenwerdens, weil man sich im Radarschatten befindet,4. Beeinträchtigung durch Bugwellen des großen Schiffes,5. mögliche Beeinträchtigung der Manövrierfähigkeit des eigenen Bootes durch Windabdeckung.
  • Warum sollten Sie nicht zu dicht hinter dem Heck eines vorbeifahrenden Schiffes durchfahren? Sog und Hecksee können das eigene Boot erheblich gefährden.
  • Was müssen Sie beim Passieren eines großen Schiffes bei dessen Kursänderungen, z. B. in einem kurvenreichen Fahrwasser,beachten? Bei einer Kursänderung schwenkt das Heck deutlich in die entgegengesetzte Richtung aus, also nach Backbord bei einer Kursänderung nach Steuerbord und umgekehrt.
  • Mit welchen Stoppstrecken und Stoppzeiten müssen Sie bei großen Schiffen in voller Fahrt rechnen und wovon hängen sie ab? Abhängig von Schiffstyp und -größe, Beladungszustand und Ausgangsgeschwindigkeit ist mit der 8- bis 12fachen Schiffslänge und bis zu 8 bis 12 Minuten Dauer (z. B. ein 300 m langes Containerschiff voll abgeladen mit 24 kn: Stoppstrecke ca. 2 sm, Stoppzeit ca. 12 Minuten) zu rechnen.
  • Wie reagiert ein großes Schiff, wenn bei ca. 20 kn Fahrt ein Ausweichmanöver durch Hartruderlage eingeleitet wird? Nach welcher Distanz verlässt es in etwa die alte Kurslinie? Der Steven bewegt sich in Richtung der Hartruderlage, das Heck schlägt relativ weit zur entgegengesetzten Richtung aus. Das Schiff verlässt mit seinem Heck erst nach mehreren Schiffslängen seine bisherige Kurslinie, bewegt sich also zunächst in der alten Kursrichtung fort. Diese Strecke kann bei 300 m langen Containerschiffen 1,5 bis 2,5 Schiffslängen, d. h. ca. 500 bis 600 m betragen.
  • Auf vielen großen Schiffen ist die Sicht nach vorne eingeschränkt. Welchen Abstand vor einem Schiff müssen Sie als nicht einsehbar mindestens berücksichtigen? Sichtbeschränkung nach voraus maximal 2 Schiffslängen oder 500 m.
  • Wie können Sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Radar von anderen Fahrzeugen gesehen zu werden? Durch einen möglichst hoch und fest angebrachten passiven Radarreflektor bzw. besser noch durch einen aktiven Radarreflektor.