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Rahmenbedingungen in der Immobilienwirtschaft - Teil 1 (Subject) / Die Immobranche im nationalen/europäischen Wirtschafts/Gesellschaftssystem und P (Lesson)

Wirtschaftssysteme Gesellschaftssysteme

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  • Wirtschaftssystem (Erklärung) = Gesamtheit des Wirtschaftslebens dazu gehören: wirtschaftliche Elemente, wirtschaftliche Beziehungen und wirtschaftliche Ordnung
  • Einflussreiche Faktoren der Wirtschaftssysteme Eigentum Art der Koordination Preisbildung
  • Vergleich freie Marktwirtschaft und Planwirtschaft Freie Marktwirtschaft Erscheinungsform: Kapitalismus/Liberalismus Eigentum: Privateigentum Planungsordnung: Dezentrale Planung (selbstständig) Preisbildung: Angebot & Nachfrage Motivation: Gewinn- oder Nutzenmaximierung ____________________________________________________ Planwirtschaft Erscheinungsform: Sozialismus/Kommunismus Eigentum: Kollektiveigentum (Staat) Planungsordnung: Zentrale Planung Preisbildung: Preisfestsetzung Motivation: Planerfüllung
  • Gesellschaftssystem (Erklärung + Beispiel) = die historisch bedingte Struktur und soziale Organisationsform von Gesellschaften = System, nach dem eine Gesellschaft politisch, wirtschaftlich und sozial aufgebaut ist Ein Gesellschaftssystem umfasst dabei die Gesamtheit aller sozialen Verhältnisse, die wichtig für die Unterscheidung von anderen Gesellschaftsformen ist. Beispiele für Gesellschaftsssysteme: Kapitalismus (bezeichnet eine Wirtschaftsordnung und Gesellschaftsordnung, in der der Faktor Kapital (Maschinen, Anlagen, Fabriken, Geld) im Vergleich zu anderen Wirtschaftsfaktoren (Arbeit, Grund und Boden) überproportionale Bedeutung hat. Sozialismus (S. ist eine politische Weltanschauung, die darauf abzielt, eine solidarische Gesellschaft zu schaffen, in der die Grundwerte Freiheit und Gleichheit verwirklicht werden.) Kommunismus (bezeichnet politische Lehren und Bewegungen, die zuerst die Gütergemeinschaft zum Ziel haben, im weiteren Sinne die klassenlose Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben sein und die Produktion des gesellschaftlichen Lebens rational und gemeinschaftlich geplant und durchgeführt werden soll.)
  • Beziehung von Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen Sind sehr eng miteinander verbunden und beziehen sich zum Teil aufeinander
  • Soziale Marktwirtschaft Freiheit der Marktwirtschaft wird durch Eingriffe des Staates eingeschränkt, wo sie unsozial ist. (Soziale Sicherheit & Soziale Gerechtigkeit stehen vor den Werten der Gesellschaft)
  • Ziel der Einführung der sozialen Marktwirtschaft & Aufgaben des Staates hierbei Ziel: Vorteile der freien Marktwirtschaft nutzen und gleichzeitig die Schwächen des Systems weitmöglichst ausgleichen. Aufgaben des Staates: Ordnungspolitik Strukturpolitik Prozesspolitik Sozialpolitik --> = Wirtschaftspolitik
  • Ordnungspolitik (Erläuterung) Staat setzt die rechtlichen Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Ordnung fest und passt diese ggf. an   z.B. Wettbewerbspolitik, Arbeitsmarktordnungspolitik, Umweltpolitik
  • Strukturpolitik beeinflusst den Strukturwandel in den Sektoren und Regionen durch die Förderung z.B. von Branchen zur Strukturerhaltung/anpassung. z.B. Investitionsförderung, Subventionen
  • Prozesspolitik Prozesspolitik ist eine Form der Wirtschaftspolitik, bei welcher der Staat die Wirtschaftsprozesse direkt beeinflusst, um den Wirtschaftsablauf zu stabilisieren, oder das gesamtwirtschaftliche Wachstum zu fördern.   z.B. durch Geldpolitik,Fiskalpolitik oder Preispolitik
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  • Sozialpolitik Ziel: Soziale Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, sozialer Frieden   Beispiele: Verbraucherschutzbestimmungen, Mieterschutzbestimmungen, Förderung von Wohneigentum
  • Wirtschafts- und Gesellschaftssystem der EU (Ursprüngliches Ziel und heutiger Stand) Ursprünglich eher wirtschaftliche Ziele, entwickelte sich aber im Lauf der Zeit in Richtung Bildung einer europäischen Union mit dem Ziel einen gemeinsamen Binnenmarkt, mit gemeinsamer Währung und Politik zu schaffen.
  • Immobilienwirtschaftliche Interessenvertretung (Beispiele, Aufgaben erfolgt im Wesentlichen durch Interessenverbände aus unterschiedlichen Bereichen der gesamten Immowirtschaft Beispiele: GdW: Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen IVD: Immobilienverband Deutschland (Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen) BSI: Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immowirtschaft Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau, Raumordnung Haus & Grund Deutschland Deutscher Mieterbund Verbände vertreten Ihre Ziele/Interessen/Wertevorstellungen über die Öffentlichkeit, Medien und gegenüber den politischen Parteien durch Informationen, Beratungen, Handlungsempfehlungen und Aktionen.
  • Wohnungspolitik (zuständiges Ministerium, Zweck, Durchführung) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist für die Wohnungspolitik zuständig. Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Gute Wohnsitutationen sind von grundlegender Bedeutung und tragen wesentlich zu einem guten sozialen Klima bei. Die insgesamt gute Wohnraumversorgung ist das Ergebnis des Zusammenwirkens von Wohnungspolitik und Wohnungsmarkt. (Investitionstätigkeit von privaten und unternehmerischen Investoren sowie der Wohnungspolitik der öffentlichen Hand.)
  • Sicherung einer angemessenen Wohnraumversorgung (Zweck) soziale Absicherung des Wohnens Unterstützung der Wohneigentumsbildung und Altersvorsorge zur Verbesserung der ökologischen Bilanz des Wohnens Bemühungen um die Kostensenkung im Wohnungsbau
  • Förderinstrumente der Bundesregierung zur Sicherung einer angemessenen Wohnraumversorgung Soziale Wohnraumförderung (Ländersache) Wohngeld Bausparförderung, Wohnungsbauprämie und Arbeitsnehmersparzulage Altervermögensgesetz Wohnungswirtschaftliche Förderprogramme der KfW-Förderbank Initiative kostengünstig und qualitätsbewusst bauen
  • Soziale Wohnraumförderung bezeichnet den staatlich geförderten Bau von Wohnungen, insbesondere für soziale Gruppen, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können.
  • Immobilienrelevante Politikfelder Immobilienwirtschaftliche Interessenvertretung Wohnungspolitik Infrastrukturpolitik Raumordnung Energie- und Umweltpolitik Wettbewerbspolitik Verbraucherschutzpolitik Spezielle europäische Politikfelder