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B&E (Subject) / B&E-Prüfung (Lesson)

Dräck

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  • Willens- und Entscheidungsfreiheit Ist es möglich, sich z.B. für den Drogenkonsum zu entscheiden, obwohl man durch die Erziehung anders geprägt ist? Habe ich dann noch diese bewusste Entscheidungsfreiheit, mich aktiv für die Drogen zu entscheiden?
  • Negative und positive Freiheit Wenn ich mich bilde, erweitere ich damit meinen Freiheitsspielraum. Ich lerne Chinesisch und kann mich dann mit Chinesen unterhalten – eine Freiheit, die ich vor dem Chinesisch-Kurs noch nicht hatte. Negative Freiheit: Wenn mich nichts daran hindert, zu tun, was ich will, bin ich negativ frei. Positive Freiheit: Je besser ich gebildet bin, meine Emotionen kontrollieren kann und je mehr Initiativkraft ich habe, desto freier bin ich in meinen Entscheidungen.
  • Die Bedeutung der Freiheit für die Ethik (freier Wille, Entscheidungsfreiheit) Wenn ein Vulkan ausbricht, empören wir uns nicht darüber, denn der Vulkan kann nicht entscheiden, wie er handeln möchte. Wenn ein Mensch jedoch moralisch verwerflich handelt, empören wir uns darüber, denn er hätte sich anders entscheiden können. Wir reagieren nur dann entrüstet über eine Verfehlung, wenn wir annehmen können, der Täter habe aus freiem Willen und aus Entscheidungsfreiheit gehandelt.
  • Werte Voraussetzung, dass wir werten können? Wann hat etwas einen hohen wert für uns? Sind Werte subjektiv oder Objektiv? Wir bewerten etwas anhand seines Aussehens oder seiner Farbe (Goldkette). Die Voraussetzung, dass wir etwas als wertvoller bezeichnen können als etwas anderes, ist, dass wir gezielt zwei Dinge miteinander vergleichen und ein Urteil fällen können. Etwas seltenem messen wir einen höheren Wert bei. Wenn wir sehr durstig sind, hat ein einfaches Glas Wasser einen hohen Wert für uns und wir sind sogar bereit dafür, einen überteuerten Preis dafür zu bezahlen. Rücksichtnahme auf Tiere sollte einen höheren Wert haben, als die Gegebenheit, dass man ihre Pelze tragen kann. Aufrichtigkeit, Dankbarkeit, Aufmerksamkeit sind nicht wertvoll, weil wir sie schätzen, sondern wir schätzen sie, weil sie ethisch wertvoll sind.Der Wert für etwas kann subjektiv sein, also Geschmackssache (Tasche, Muster auf der Kreuzspinne).
  • „Gut“ und „schlecht“ Ein Werkzeug, welches einwandfrei funktioniert, ist „gut“. Ein Lehrer, welcher seinen SuS erfolgreich etwas beibringt und welcher auch menschlich akzeptiert wird, ist ebenfalls „gut“.Eine Handlung oder eine Regel ist „gut“, wenn sie von Nutzen ist.
  • „Gut“ und „böse“ Nur jemand, der weiss, was gut und schlecht ist und zudem Willens- und Entscheidungsfreiheit besitzt, kann böse handeln.Ich handle „gut“: Ich mache etwas, was einer guten Absicht zugrunde liegt.Ich handle „böse“: Ich schädige bewusst jemanden; ich tue dies gezielt und nach Plan.
  • Unter welchen Umständen kann man NICHT böse handeln?   Wenn die Freiheit eines Menschen total eingeschränkt wäre (er sitzt in einer geschlossenen Zelle), könnte er keine Bosheiten begehen. Wenn die Freiheit jedoch nur wenig eingeschränkt ist, kann er böse handeln. Vielleicht fühlt sich jemand in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt und handelt deshalb böse, um sich mehr Freiheit zu schaffen. Nur, wenn er eingesperrt wäre – also GAR KEINE Freiheit mehr hätte, hätte er diese Möglichkeit nicht mehr.
  • 3 ethische Haltungen   Ehrlichkeit, Toleranz, Hilfsbereitschaft
  • Widersetze ich mich einer Vorschrift, wenn ich unehrlich bin?   Wenn jemand unehrlich ist, wird er weniger geschätzt, widersetzt sich jedoch nicht wirklich einer Vorschrift.   Wer eine positive Haltung bezüglich Ehrlichkeit hat, wird von seinen Mitmenschen geschätzt.
  • Der Tugendbegriff nach Aristoteles   • Eine Tugend ist eine Haltung. Haltungen sind nicht angeboren, sondern erworben. Sich eine Haltung anzueignen, ist eine Willensfrage. Eine Tugend an sich ist keine Emotion oder Leidenschaft. Sie ist eher ein Mechanismus der Emotionsregulierung und ein Verhaltens-Regulator. Je nach dem, was ich für Tugenden besitze, sehen meine Handlungen so oder anders aus. Eine Tugend ist eine Haltung, die positive soziale Wertschätzung erfährt. Positive Haltungen wirken sich positiv auf die Mitmenschen aus. Eine Tugend liegt mittig zwischen zwei Extremen: Feigheit – Tapferkeit - Tollkühnheit, Geiz – Freigiebigkeit – Prunksucht, Initiativlosigkeit – Besonnenheit - Zügellosigkeit, „Arschkriecherei“ – persönliche Zurückhaltung – Streitsucht.  Tugenden können sich auf unterschiedliche Arten angeeignet werden. Mittels Gewöhnung (ein Kleinkind lernt aufgrund seiner Vorbilder, wie es sich zu verhalten hat), oder mittels Belehrung (Erziehung).  Die Untugend (Laster) beruht entweder auf Willensschwäche oder auf Unwissenheit.
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  • Wie können sich (laut Aristoteles) Tugenden angeeignet werden? Warum gibt es Untugenden?    Tugenden können sich auf unterschiedliche Arten angeeignet werden. Mittels Gewöhnung (ein Kleinkind lernt aufgrund seiner Vorbilder, wie es sich zu verhalten hat), oder mittels Belehrung (Erziehung).  Die Untugend (Laster) beruht entweder auf Willensschwäche oder auf Unwissenheit.
  • Heutige Sicht auf Aristoteles’ Definition des Tugendbegriffs   Der Begriff „Tugend“ ist je nach Gesellschaft unterschiedlich definiert. Was in der Schweiz als tüchtig angesehen wird, wenn man innerhalb kurzer Zeit zu grossem Reichtum kommt, wird in Afrika als unsoziale Haltung abgetan. Der Begriff „Tugend“ ist veraltet. Der Begriff „Tugend“ hat einerseits etwas löbliches, andererseits scheint er auch heuchlerisch zu sein. Was eine Tugend ist, wird von der Gesellschaft bestimmt und ihre Mitglieder danach bewertet. Dies passe nicht zum Freiheitsbegriff der heutigen Gesellschaft.
  • Passen Tugenden in die moderne Gesellschaft?   Frühere Jugendgruppen haben sich als „Tugendbund“ bezeichnet. Heute wäre dies unmöglich; die Gruppe würde nur belächelt werden. Bezeichnet sich heute jemand als „tugendhaft“, so hat er etwas zu braves, zu anständiges an sich. Er wird eingeschätzt, niemals eine Regel zu brechen und sogar scheinheilig oder eingebildet zu sein.
  • Universalistische Tugenden Je nach Gesellschaft variiert der Tugendbegriff. Einige Tugenden sind aber global gesehen überall vertreten = universalistisch; Gerechtigkeit, Mut, Grosszügigkeit, Respekt gegenüber anderen Personen, Toleranz, Rücksichtnahme,...
  • Toleranz in der heutigen Gesellschaft Die Toleranz liegt zwischen zwei gegensätzlichen Begriffen: Intoleranz und Indifferenz. Man muss seinen Weg finden, was man toleriert und was nicht. Jedes noch so schlechte Verhalten zu akzeptieren, wäre indifferent. Nichts zu tolerieren, wäre intolerant.
  • Die moralische Bedeutung von zwischenmenschlicher Nähe und Distanz Je näher wir einer Person stehen, desto eher würden wir ihr helfen. In einem kleinen Dorf kennen und helfen sich alle. Je grösser jedoch eine Stadt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, gemeinsame Bekannte zu haben. Dennoch hat man auch in einer Grossstadt gewisse Erwartungen an die anderen Personen; z.B., dass niemand Gewalt an seinen Mitmenschen ausübt.
  • Sind Liebe und Sympathie mögliche Grundlagen der Moral? Was bedeutet dies für mich als Lehrperson? Dies ist nicht möglich, weil wir nicht alle Menschen sympathisch finden. Liebe empfinden können wir sowieso nur für eine begrenzte Anzahl Menschen. Trotzdem wird in einer Gesellschaft erwartet, dass man gegenüber allen Mitmenschen ein gewisses Mass an Empathie zeigt. Für mich als Lehrperson bedeutet dies, dass ich mich voll und ganz auf alle SuS einlassen muss – egal, wie sympathisch ich sie finde.
  • Emotionen und Haltungen der Distanz: Objektivierende und instrumentalisierende Einstellungen Was bedeutet dies für mich als Lehrperson? Wenn ich meine SuS beurteile, darf ich mich nicht von Sympathie und Antipathie leiten lassen, sondern muss nur deren Leistungen bewerten.Wenn man jemanden als Mittel zum Zweck benutzt (der andere trägt Schaden davon – ich den Gewinn), spricht man von „Instrumentalisierung“.
  • Die ethische Grundhaltung: Achtung Was bedeutet es, jemanden zu achten? Jemanden zu achten, bedeutet, dessen persönlichen Rechte und Freiheiten zu respektieren, ihn aber auch nicht wie ein Objekt zu behandeln. Man sucht also den mittleren Weg. Auch wenn man sich emotional nicht mit einer Person verbunden fühlt, kann man ihr gegenüber Achtung zeigen. Auch Antipathie ist kein Grund, einer Person die moralische Achtung zu verweigern. Achtung liegt zwischen Beachtung und Hochachtung. Wir anerkennen und berücksichtigen das moralische Wesen, die Interessen und Rechte einer Person und nehmen ihre Bedürfnisse ernst.
  • Entwicklungspsychologie der Achtung Wie verändert sich die Achtungshaltung im Verlauf der Kindheit? (Einseitige Achtung, auf Gegenseitigkeit ausgerichtete Achtung) Ein Kleinkind zeigt seine Achtung in Form von Furcht vor und Zuneigung zu den Eltern. Man spricht hierbei von einseitiger Achtung. Im Alter von 7-8 Jahren beginnen Kind und Eltern die auf Gegenseitigkeit ausgerichtete Achtung. Sie enthält weder Furcht noch Zuneigung oder Bewunderung. Im Kindergartenalter wenden die Kinder noch vermehrt einseitige Achtung an. Je älter die SuS werden, desto eher verlangen und erwarten sie von der Lehrperson jedoch auch, im ethischen / moralischen Sinn geachtet zu werden.
  • Was sind die Unterschiede zwischen nicht beachten, missachten und verachten? Nicht beachten bedeutet, jemanden zu übersehen. Dies muss jedoch nicht aus bösartiger Absicht geschehen, sondern vielleicht auch durch Unaufmerksamkeit. Missachten bedeutet z.B. eine Verkehrsregel zu missachten. Dies geschieht gezielt und absichtlich. Verachten ist noch eine Stufe höher gesetzt. Man spricht hierbei von besonders unwürdigem Verhalten gegenüber einer Person und deren Rechte.
  • Wann spricht man von Diskriminierung? Warum diskriminiert man? Welche Arten der Diskriminierung gibt es? Was sind die Auswirkungen davon? Von Diskriminierung spricht man dann, wenn eine ganze Gruppe die Rechte einer anderen Gruppe missachtet. Für die Betroffenen ist dies erniedrigend. Die Diskriminierenden handeln oftmals aus einem Bedrohungsgefühl heraus; man möchte nicht mit Fremden teilen (Arbeitsplätze, staatliche Leistungen, etc.). Man ist neidisch oder fühlt sich minderwertig gegenüber der anderen Partei, hat Angst, sich mit Neuem auseinanderzusetzen. Formen der Diskriminierung: Vermeidung einer Begegnung, Ablehnung, physische Aggression, Verweigerung eines Teils der Menschenrechte, Vertreibung, Exklusion von politischer Mitwirkung,...
  • Was bedeutet Mobbing? Was sind die Folgen davon? Was bewirkt eine Entspannung der Mobbingsituation? Demütiges Behandeln einer Einzelperson, das über längere Zeit anhält. Das Opfer kann schwere seelische Verletzungen erleiden durch Mobbing. Die Entspannung einer Mobbingsituation bringt nicht nur dem Opfer selbst, sondern auch den „neutralen“ Zuschauern Erleichterung und eine Erhöhung des Selbstwertgefühls.
  • Was versteht man unter Rassismus?   Rassismus richtet sich gegen eine bestimmte Rasse, z.B. gegen Juden, oder Schwarze. Von einer Rasse spricht man, wenn deren kollektiven Merkmale nicht oder nur sehr schwer verändert werden können.
  • Was versteht man unter Ethnozentrismus?   Ethnozentrismus bedeutet, dass man die Verhaltensweisen und Lebensformen der eigenen Gesellschaft in den Vordergrund stellt und nur diese als richtig betrachtet. Von den „anderen“ wird eine Anpassung und Übernahme des eigenen Wertsystems erwartet.
  • Was bedeutet Xenophobie? Ist sie legitim?   Xenophobie bedeutet „Fremdenfeindlichkeit“. Man fürchtet sich vor (vielfach fälschlicherweise zugeschriebenen) Verhaltensweisen der anderen und verallgemeinert. Früher, als man Angst haben musste vor feindlichen Stämmen, war Xenophobie begründbar und legitim. In unserer modernen Gesellschaft ist er allerding deplatziert. Man ist auf dem besten Weg dazu, den „Fremden“ die Achtung zu verweigern und sie somit zu diskriminieren.
  • Was ist Ausländerfeindlichkeit?   Ausländerfeindlichkeit bezieht sich auf die diskriminierende Haltung gegenüber Personen, die aus einem anderen Land stammen als man selbst.
  • Was sagte Kohlberg?   Moralisches Urteil hat direkten Einfluss auf unser Verhalten. Wir handeln aus Einsicht, und Einsicht setzt Urteilsfähigkeit voraus.
  • Wie sieht das Stufenmodell nach Kohlberg (1958) aus?   Präkonventionelles Niveau (Stufen 1&2): Stufe 1: Das Kind unterscheidet zwischen „gut“ und „böse“. Allerdings tut es dies, weil ihm deswegen entweder eine Belohnung, oder eine Bestrafung bevorstehen. 2. Stufe: „Wie du mir, so ich dir.“ Das Kind revanchiert sich für das Gute und das Schlechte, das ihm widerfährt. Es tut den anderen Kindern etwas Gutes, solange die Handlung für das Kind selber Vorteile verspricht; es orientiert sich also an seinen eigenen Interessen. Konventionelles Niveau (Stufen 3&4): Stufe 3: Interessen naher Bezugspersonen werden wahrgenommen. Man verhält sich so, wie es die Autoritätsperson verlangt, handelt aber auch nach dem Prinzip: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu.“ Stufe 4: Moralischer Bezugspunkt sind die Normen und Regeln des gesellschaftlichen Systems. Man handelt so, dass es für die Gemeinschaft und deren Fortbestand förderlich ist.   Post-konventionelles Niveau (Stufen 5&6): Stufe 5: Nicht mehr die Gesellschaft, sondern der einzelne Mensch steht im Vordergrund. Man hinterfragt juristische und soziale Normen moralisch. „Die Mehrheit entscheidet, was gut ist.“ Demokratie. Stufe 6: Moralischer Bezugspunkt sind die Menschenrechte. Überall auf der Welt gelten die gleichen Rechte. Gerechtigkeit, Unparteilichkeit, sowie der Vorrang bezüglich der Hilfe gegenüber Benachteiligten, stehen im Vordergrund.
  • Kohlbergs Stufenmodell: In welchem Alter erreicht man welche Stufe? Kann man die Stufen rückwärts durchlaufen? Die einzelnen Stufen haben keine bestimmte Altersangabe. Die Stufen 5&6 werden eigentlich nur von Erwachsenen erreicht, und dies auch nicht von allen (USA: zwei Fünftel). Nach einer neueren Studie von Kohlberg werden die 5. und 6. Stufe zusammengefasst. Man kann die Stufen nicht rückwärts durchlaufen.
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  • Wozu dient dieses Stufenmodell? Wozu dient die moralische Urteilsfähigkeit? Nur weil man die Prinzipien „guten“ Handelns verstanden hat (und auch einverstanden ist damit), heisst es nicht, dass man selber auch danach handelt. Es kann sein, dass man willensschwach ist und „falsch“ handelt, obwohl man wüsste, was „richtig“ wäre.
  • Was gehört zum präkonventionellen Niveau (Stufe 1&2) nach Kohlberg?   Stufe 1: Das Kind unterscheidet zwischen „gut“ und „böse“. Allerdings tut es dies, weil ihm deswegen entweder eine Belohnung, oder eine Bestrafung bevorstehen. 2. Stufe: „Wie du mir, so ich dir.“ Das Kind revanchiert sich für das Gute und das Schlechte, das ihm widerfährt. Es tut den anderen Kindern etwas Gutes, solange die Handlung für das Kind selber Vorteile verspricht; es orientiert sich also an seinen eigenen Interessen.
  • Stufe 1: Das Kind unterscheidet zwischen „gut“ und „böse“. Allerdings tut es dies, weil ihm deswegen entweder eine Belohnung, oder eine Bestrafung bevorstehen. 2. Stufe: „Wie du mir, so ich dir.“ Das Kind revanchiert sich für das Gute Vom präkonventionellen Niveau.
  • Was gehört zum konventionelle Niveau (Stufen 3&4) nach Kohlberg? Stufe 3: Interessen naher Bezugspersonen werden wahrgenommen. Man verhält sich so, wie es die Autoritätsperson verlangt, handelt aber auch nach dem Prinzip: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu.“ Stufe 4: Moralischer Bezugspunkt sind die Normen und Regeln des gesellschaftlichen Systems. Man handelt so, dass es für die Gemeinschaft und deren Fortbestand förderlich ist.
  • Stufe 3: Interessen naher Bezugspersonen werden wahrgenommen. Man verhält sich so, wie es die Autoritätsperson verlangt, handelt aber auch nach dem Prinzip: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu.“ Vom konventionellen Niveau.
  • Welches sind die Merkmale des post-konventionellen Niveaus (Stufen 5&6) nach Kohlberg? Stufe 5: Nicht mehr die Gesellschaft, sondern der einzelne Mensch steht im Vordergrund. Man hinterfragt juristische und soziale Normen moralisch. „Die Mehrheit entscheidet, was gut ist.“ --> Demokratie. Stufe 6: Moralischer Bezugspunkt sind die Menschenrechte. Überall auf der Welt gelten die gleichen Rechte. Gerechtigkeit, Unparteilichkeit, sowie der Vorrang bezüglich der Hilfe gegenüber Benachteiligten, stehen im Vordergrund.
  • Stufe 5: Nicht mehr die Gesellschaft, sondern der einzelne Mensch steht im Vordergrund. Man hinterfragt juristische und soziale Normen moralisch. „Die Mehrheit entscheidet, was gut ist.“ → Demokratie. Stufe 6: Moralischer Bezugspunkt sind di Vom post-konventionellen Niveau.
  • Was ist der Unterschied zwischen Kohlbergs (1958) und Piagets (früher) Theorie?   Piagets Untersuchungen sind weniger differenziert als diejenigen Kohlbergs, beziehen sich aber auf das konkrete Verhalten von Kindern und Jugendlichen, während bei Kohlberg lediglich hypothetische Handlungen erfragt wurden.
  • Wie ist das egozentrische Weltbild des Kleinkindes nach Piaget zu verstehen?   Das Kleinkind hat ein egozentrisches Weltbild. Es kooperiert mit seinen Autoritätspersonen um belohnt zu werden.
  • Was hat Piaget bezüglich der moralischen Entwicklung bei kleinen Kindern herausgefunden?   Piaget hat herausgefunden, dass bei kleinen Kindern das konkrete moralische Verhalten in deutlichem Gegensatz zum Moralurteil steht: 4-5-jährige Kinder wissen, dass lügen verboten ist, halten sich aber keineswegs immer an die Wahrheit. Beim Spiel wissen sie, dass Regeln dazu da sind, befolgt zu werden, halten sich aber auch nicht immer daran. Dies erscheint paradox, denn das Kind wüsste, was zu tun wäre, befolgt es aber nicht, weil es noch nicht versteht.
  • Wie sieht die Theorie von Gertrud Nunner-Winkler (1996) aus? Was sind die Ergebnisse?   Bildergeschichte: Thomas und Florian kommen in den Kindergarten. Thomas hat gebrannte Mandeln dabei, die Florian auch sehr gerne mag. Später kommt Florian alleine in die Garderobe zurück. Fragen an die Kinder: Will Florian die Mandeln haben? Darf er sie einfach nehmen (Regel-Kenntnis)? Warum? Warum nicht (Regel-Begründung)? Man erklärt den Kindern noch, dass Florian wisse, dass er die Mandeln nicht einfach nehmen darf, um negative Helden zu vermeiden. Florian stiehlt die Mandeln. Niemand sieht ihn dabei. Als Thomas seinen Mantel anzieht, merkt er, dass die Mandeln fehlen. Er ist sehr traurig. Fragen an die Kinder: Wie fühlt sich Florian jetzt? Warum? Ergebnisse: Kinder im Alter von 4-5 Jahren wissen, dass Stehlen falsch ist. Trotzdem denken sie nicht, dass Florian sich schlecht fühlt und begründen das mit der Aussage, die Mandeln schmecken gut. Mit 8 Jahren ca. denken die Kinder, dass Florian nun ein schlechtes Gewissen hat.
  • Ergebnisse einer Theorie: Kinder im Alter von 4-5 Jahren wissen, dass Stehlen falsch ist. Trotzdem denken sie nicht, dass Florian sich schlecht fühlt und begründen das mit der Aussage, die Mandeln schmecken gut. Mit 8 Jahren ca. denken di Theorie von Gertrud Nunner-Winkler, 1996.
  • Wer hat das Projekt der "Gerechten Schulgemeinschaft" - "Just Community"-Schule initiiert? Lawrence Kohlberg, USA.
  • Worum geht es beim Projekt "Just Community"-Schule? Bringt es Nachteile mit sich? Es geht darum, dass die SuS mehr Mitbestimmungsrechte haben, z.B. bezüglich Regeln. Die Begründung ist, dass SuS, welche mitbestimmen können, sich mit diesen Regeln besser identifizieren können. Dieses Modell bringt aber keineswegs nur Vorteile, denn oftmals sind Kinder nicht in der Lage, Pflichten ebenso anzuerkennen und darüber abzustimmen, wie sie es bei der Auflockerung ihrer Rechte (Schlafenszeit, Umgang mit Alkohol, etc.) können. Autoritätspersonen (Eltern, Lehrer) sind also durchaus wichtig und begründet.
  • Warum müssen moralische Normen begründet werden?   Forderungen wie „du darfst nicht“ schränken unsere Freiheit ein und müssen deshalb begründet werden. In der Erziehung ist es unmöglich, jede Regel jedes Mal wieder von neuem zu diskutieren und zu begründen. Längerfristige Interessen, die für die Mehrheit von Nutzen sind, können als Begründung einer bestimmten Moral gewählt werden.
  • Was versteht man unter Utilitarismus?   Nicht das Glück des Handelnden selbst, sondern sein ganzes Umfeld, und wenn möglich auch die gesamte fühlende Natur sollen von einer Handlung profitieren können.
  • Wie sieht Jeremy Benthams Lehre (1776) aus? • Alle Menschen streben nach Glück.• Was das Glück steigert, ist nützlich.• Menschen handeln gewöhnlich (auch unbewusst) nach dem Nützlichkeitsprinzip; Glück maximieren.• Das Glück und Wohl einer Gesellschaft ist gleich der Summe des Glücks und Wohls ihrer Mitglieder.• Menschen handeln nicht konsequent utilitaristisch, sonst lebten wir in einer besseren Welt.
  • • Alle Menschen streben nach Glück. • Was das Glück steigert, ist nützlich. • Menschen handeln gewöhnlich (auch unbewusst) nach dem Nützlichkeitsprinzip; Glück maximieren. • Das Glück und Wohl einer Gesell Jeremy Bentham (1776).
  • Was ist Regel-Utilitarismus?   Man stellt sich Fragen wie: „Sollte man die Todesstrafe einführen, wenn dies insgesamt mehr Glück als Leiden zur Folge hätte? Man fragt sich: „Was würde geschehen, wenn alle so handelten?“
  • Was ist Akt-Utilitarismus?   Man fragt sich: „Was würde geschehen, wenn ich so handle?“