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Anny (Subject) / Heu (Lesson)

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  • Antidepressiva - Absetzen Einmalige Depressive Episode: mind. 6 Mo- 1 Jahr Rezidiv: mind. 2 Jahre bis lebenslänglich Immer langsam (über Wochen/Monate) ausschleichen!!! Absetzeffekte Schwindel, Übelkeit, Tachykardie Schlafstörungen depressiver Rückfall Konzentrationsstörungen
  • Antidepressiva - Sedierender Effekt TZA wie Amitryptilin (einschleichend bis zu 300mg/d) oder Trimipramin oder Doxepin Mirtazapin (alpha 2 Antagonist) 30-45mg/d Abstand nehmen von Benzodiazepinen wegen Abhängigkeitspotential 
  • Antidepressiva - Substanzklassen TZA - Amitryptilin (50-150 mg/d) SSRI - Citalopram (20-40 mg/d) SSNRI - Venlafaxin (75-375 mg/d) SNRI - Reboxetin (4-10 mg/d) a2-Antagonisten - Mirtazapin (30-45 mg/d) Melatoninagonisten - Agomelatin Dop-Na-RI - Bupropion (150-300 mg/d)
  • Antidepressiva - TZA Nebenwirkungen Beginn, Verlauf, KI Beginn: orthostatische Dysregulation, Sedierung, Mundtrockenheit, Akkomodationsbeschwerden Verlauf: Obstipation, Delir, Tremor, Gewichtszunahme, Prolaktinanstieg, Senken der Krampfschwelle KI: BPH, Herzrhythmusstörungen, Epilepsie, Engwinkelglaukom, Mao-Hemmer-Einnahme
  • Antidepressiva - SSRI Nebenwirkungen Beginn und Verlauf; KI Beginn: Appetitminderung, Schlafstörungen, Sexuelle Dysfunktionen, Schwitzen, Übelkeit, Kopfschmerzen Verlauf: Sexuelle Funktionsstörungen KI: MAO-Hemmer-Einnahme
  • Antidepressiva - Mirtazapin a2-Antagonist, der die Ausschüttung von Serotonin und Noradrenalin steigert UAWs: Gewichtszunahme, orthostatische Hypotonie, Restless legs, Traumintensivierung Sedierende Komponente wird vor allem bei Depressionen mit Schlafstörungen genutzt oder Dementen mit Schlafstörungen
  • Antidepressiva - Therapeutische Breite (auch Benzos, Neurol.) Geringe therapeutische Breite: Lithium, Carbamazepin Mittlere therapeutische Breite: TZA, irrev.. MAO-Hemmer, SSRI Große therapeutische Breite: Benzodiazepine und Neuroleptika
  • Neuroleptika - Indikationen Wahn und Halluzination Schizophrenie schizoaffektive Störung Manie psychotische Depression Ergänzende Indikationen: Zwangsstörungen Angsterkrankungen Persönlichkeitsstörungen Sedierung bei: Dementen Patienten organischen Psychosen wie dem Delir Schmerzsyndromen
  • Neuroleptika - Wirkstoffgruppen nach Potenz + ein Beispiel Hochpotente: z.B. Haloperidol (10mg p.o./i.m.; max 60mg/d) Mittelpotente: Zuclopenthixol (25-50mg/d) Niedrigpotente: Levomepromazin (initial 15-30mg p.o. max 150mg/d)   Atypische: Olanzapin 10mg p.o.
  • Neuroleptika - Vorteil von atypischen gg typischen NL - gut psychotisch wirksam - kaum EPMS, weniger anticholinerge NW - aber andere UAWs - Clozapin Agranulozytose; Olanzapin - starke Gewichtszunahme
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  • Neuroleptika - Vorteil von atypischen gg typischen NL - gut psychotisch wirksam - kaum EPMS, weniger anticholinerge NW - aber andere UAWs - Clozapin Agranulozytose; Olanzapin - starke Gewichtszunahme -> Metabolisches Syndrom
  • Neuroleptika - Nebenwirkung Atypika Gewichtszunahme bis metabolisches Syndrom Clozapin: Agranulozytose Sedierung Prolaktinerhöhung Sexuelle Funktionsstörungen Senkung der Krampfschwelle Leberfunktionsstörungen Akathisie
  • Neuroleptika - Wirkmechanismus Typika: Wirken vorwiegend über Hemmung am D2-Rezeptor Atypika: v.a. D4- Rezeptor Blockade aber auch andere D-Rezeptoren (D1-5) Wirkung am serotoninergen System Affinität zu alpha-Rez., Achetylcholinrezeptoren und H1-Rezeptoren (v.a. Nebenwirkungen!)
  • Psychosen durch Medikamente Steroide Antibiotika (Penicilline, Streptomycin, Tuberkulotika) Antimalariamittel Dopaminagonisten Parkinsonmedikamente
  • Phasenprophylaxe mit Carbamazepin Kann anstelle von Lithium eingesetzt werden, hat aber ebenfalls eine sehr geringe therapeutische Breite. Bei zu schnellem Aufdosieren kommt es zu einem Exanthem; wenn dieses nicht zu stark ist: Dosis reduzieren und anderes Carbamazepin-Präparat nehmen. Nimmt es aber noch zu muss es abgesetzt werden -> Gefahr des Lyell-Syndroms Hämatotoxische Wirkung in Kombination mit Clozapin 
  • Schlafentzugstherapie Generell bei allen depressiven Episoden möglich. Ausnahme: Patienten mit Suizidgefahr sollten keinen Schlafentzug durchmachen. In 50% der Fälle gebesserte Stimmung am nächsten Tag; hält aber nicht lange. Dient nicht der alleinigen Behandlung einer Depression, kann die Episodendauer aber im günstigsten Fall verkürzen. Entweder komplett wach vom einen Tag 7:00 Uhr bis zum nächsten Tag 19:00 Uhr und dann schlafen bis 7:00 und erneut. (kompletter Entzug) oder wach ab 1:00 Uhr in der nacht bis zum nächsten Abend (parteiller Entzug). 
  • Lichttherapie Indiziert vor allem bei saisonalen Depressionen aber nur ergänzend zur psychopharmakologischen Therapie. 1 h /d vor eine Lampe setzen mit 2500 Lux.  Hilft meist bereits ab der ersten Anwendung.
  • Elektrokrampftherapie - EKT Indikationen Therapieresistente depressive Episode (perniziöse) Katatonie  evtl starkes malignes neuroleptisches Syndrom Durchführung Kurznarkose mit Muskelrelaxation und Beatmung Stromimpuls 5 Sek mit 600mA über der nicht dominanten Hirnhälfte 6-12 mal im Abstand von 2-3 Tagen Risiko Kurzzeitige Gedächtnisstörungen mit Verwirrung bleibende leichte Gedächtnisstörungen Narkoserisiko
  • Suizid - Zahlen 2% der Bevölkerung unternimmt einen Suizidversuch in Dtl sterben jährlich 10.000 Menschen an Suizid Jährlich sterben 1 Mio Menschen weltweit an Suizid bei jungen Erwachsenen ist Suizid die häufigste Todesursache Suizid ist im Alter häufiger erfolgreich, davor ist die Zahl der Suizidversuche höher. Jeder Mensch denkt während seines Lebens mindestens einmal an Selbstmord 90% der Suizide liegt eine psychische Erkrankung zugrunde
  • Suizid - Konkrete Fragen Haben Sie Hoffnung, dass sich Ihr momentaner Zustand bzw Ihre Situation bessern wird? Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass es besser wäre, nicht mehr leben zu müssen? Denken Sie häufig darüber nach? Hatten Sie schon einmal den Gedanken, es wäre schön "nicht mehr aufwachen zu müssen"? Haben Sie sich konkrete Vorstellungen gemacht wie Sie sich das Leben nehmen könnten? Wenn ja: Haben Sie schon Vorbereitungen diesbezüglich getroffen?
  • Präsuizidales Syndrom nach Ringel Zunehmende Einengung der Gedanken auf Werte von zwichenmenschlichen Beziehungen, Verhalten und eignene Situation Aggressionsaufstau gegen das Selbst = Autoaggression Auftreten von Suizidfantasien 
  • ADHS - Symptome im Erwachsenenalter Motorik: bessere Beherrschung gelernt aber innere Unruhe, Getriebensein, unter Strom stehen, nicht abschalten können Aufmerksamkeit: Intelligenz weit unter ihren Möglichkeiten, schlechtere Schulabschlüsse erzielt, schwer gezielt Wissen abzurufen, inkonstante Leistungen. Erstaunlich ist aber, dass sich ADHS-ler ganz hervorragend auf etwas konzentrieren können, das sie sehr interessiert. Hier können sie Höchstleistungen erbringen, und man fragt sich oft, wieso manche Dinge so brillant bewältigt werden, einfache, uninteressante Dinge jedoch nicht. Komorbiditäten: Hohes Risiko für  Depressionen Angststörungen Leserechtschreibstörung Rechenschwäche bis zum 30% Ticsyndrom (Tourette) 10-20% Zwänge hohe Unfallrate (durch unüberlegtes Handeln) Störung des Sozialverhaltens und oppositionelle Verhaltensweisen Schlafstörungen Suchtentwicklung Impulsivität: verstärkt sich eher noch, Beziehungen nur instabil, soziale Ausgrenzung, Problem mit Autoritäten Messiedasein, Chaos, Zerstreuung Erschöpfbarkeit: das reduziert das Selbstwertgefühl und die Eigenmotivation  Betroffenen sind originelle, kreative Menschen, oft die unbequemen mutigen Vordenker, weil sie sich nicht an Regeln halten und alles in Frage stellen können. Es gibt viele erfolgreiche Menschen mit ADHS ohne Krankheitswert, als Normvariante im Sinne einer »bestimmten Art zu sein«. Wenn diese Menschen für sich die richtige berufliche Nische gefunden haben, sind sie häufig genial und unschlagbar in ihrem sprühenden Eifer und ihrem unermüdlichem Aktionismus. Behandlung entspricht Kindesalter. Im Erwachsenenalter ist eventuell Atomoxetin wirksamer; Probleme bei Kostenübernahme durch KrkK
  • Delir - Definition Das Delir ist ein akutes komplexes hirnorganisches Syndrom, das durch eine Störung des Bewusstseins, der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, der Emotionalität, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik und des Schlaf-Wach-Rhythmus geprägt ist. Ursachen für ein Delir können neben deliranten Zuständen nach Operationen oder im Rahmen eines Fiebers auch ein Alkohol- oder Benzodiazepinentzug sein.