123
Anny (Subject) / Heu (Lesson)
wichtiges
This lesson was created by Annabella.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Depression - Therapie Nichtmedikamentöse Therapien: Verhaltens- und Psychotherapie (Problemlösungen, Entspannungstechniken etc) Sozialtherapie Ergotherapie Lichttherapie Elektrokrampftherapie transkranielle Magnetstimulation Medikamentös Sedierung nicht erwünscht: SSRI (Citalopram); SSNRI (Venlafaxin) Sedierung erwünscht: Mirtazapin (Tetrazyklisches AD) oder TZA (Trimipramin; Amitryptilin) 2. Wahl ohne Sedierung: Moclobemid (Mao-Hemmer)
- Depression - Trizyklische Antidepressiva Trizyklische AD Kurzfristig: Wiederaufnahmehemmung Serotonin, Dopamin und Noradrenalin Langfristig: Zentrale Dämpfung über eine Verstärkung der GABA-Aktivität bei Senkung der Adrenorezeptorendichte Trizyklische Antidepressiva (TZA) vom Amitriptylin-Typ (wenn Sedierung erwünscht) "Ami-Trimi-Doxepin schaffen schnell den Harlekin" Amitriptylin 3x 20mg p.o. Trimipramin 100mg/d Doxepin bis auf 100-150 mg/d steigern Trizyklische Antidepressiva (TZA) vom Desipramin-Typ Desipramin Nortriptylin Trizyklische Antidepressiva (TZA) vom Imipramin-Typ UAWs Sedierung Sexualstörung Gewichtszunahme Anticholinerg (am geringsten Desipramin) Orthostatische Dysregulation Herzrhythmusstörungen
- Depressionen - SSNRI Bei älteren Patienten mit dementiellen Symptomen besser, da nicht anticholinerg Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI) Venlafaxin 2x 75mg p.o. Duloxetin (Indikation:Belastungsinkontinenz) UAWs: Übelkeit!!! Sexualstörungen Antrieb steigt etwas Keine (große) Überdosierungsgefahr
- Depression - SSRI Bevorzugt bei älteren Patienten und Mittel der ersten Wahl, wenn kein sedierender Effekt erreicht werden soll. Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) Citalopram 1x 20mg p.o. (max 60mg/d) Escitalopram Sertralin Fluvoxamin, Fluoxetin Paroxetin Merkspruch: "Das depressive Paar zittert sehr flux" UAWs GIT: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall Schlafstörungen Sexualstörungen Kopfschmerzen Herzrhythmusstörungen
- Depressionen - SNRI Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer(SNRI) Reboxetin 2x 4mg p.o. Atomoxetin Atomoxetin bei ADHS als Alternative zu Methylphenidat UAWs Anticholinerge Nebenwirkungen! Hodenschmerzen Kältegefühl
- Depression - Therapieresistenz Verfahren: Medikamentencompliance überprüfen (anamnestisch, fremdanamnestisch, Blutkonzentrationsspiegel) Nach 4-6 Wochen erfolgloser Therapie Dosissteigerung wenn vom UAW-Spektrum verträglich GGf. Substanzwechsel oder Kombinationstherapie (z.B. SSRI und Mirtazapin; SNRI + Bupropion) Augmentation mit Lithium EKT (bei Älteren die die Therapie nicht gut vertragen ggf früher einsteigen)
- Serotoninerges Syndrom Risiko: Überdosierung eines Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers bzw SSRI + Serotonin-Abbau-Hemmern (MAO-Hemmer: Tranylcypromin) Auslöser: Meistens Tranylcypromin (irreversible MAO-Hemmung) in Kombination mit anderen Antidepressiva (v.a. SSRI oder Clomipramin) Antidepressiva sollten deswegen grundsätzlich nur als Monotherapie eingesetzt werden! Vor einer Umstellung von Tranylcypromin auf ein anderes Antidepressivum mindestens zwei Wochen warten (irreversible Hemmung) Klinik Vegetativ: Fieber, Hypertonie, Schwitzen Gastrointestinal: Übelkeit, Erbrechen und Diarrhöen Psychiatrisch: Delir, psychomotorische Unruhe, Angst Neurologisch: Hyperreflexie, Myoklonien, Tremor, Ataxie Therapie Absetzen der Medikamente Symptomatisch zur Beruhigung und Reduzierung der vegetativen Symptome: Lorazepam, Propranolol
- Malignes Neuroleptisches Syndrom Ätiologie Meistens innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Einnahme von Antipsychotika (aber auch anderer ZNS-wirksamer Stoffe wie Carbamazepin, Lithium, Venlafaxin) Pathophysiologie: vermutlich bei prädisponierten Menschen Dopaminmangelsituation Klinik Vegetative Symptome: Hohes Fieber, Tachykardie, Tachypnoe Psychiatrische Symptome: Vigilanzminderung, Stupor, Verwirrtheitszustände, Mutismus (ähnlich wie katatoner Stupor) Extrapyramidal-motorische Symptome: Akinese, Tremor, Rigor FALTER: Fieber, Autonome Instabilität, Leukozytose, Tremor, Erhöhte Enzyme (CK, Transaminasen), Rigor Diagnostik: CK↑↑, Transaminasen↑, Leukozytose, metabolische Azidose, Myoglobinurie Differentialdiagnosen Perniziöse Katatonie, CAVE: Katatones Dilemma Serotonin-Syndrom Therapie Antipsychotika absetzen! Intensivmedizinische Betreuung Dopaminagonisten: L-Dopa, Apomorphin, Amantadin, Bromocriptin
- EPMS Frühdyskinesie nach ca.1. Woche Zungen- und Schlundkrämpfe, Grimassieren Torticollis Blickkrämpfe Therapie: Biperiden Antipsychotikum absetzen Spätdyskinesie Monate - Jahre Sterotype Kau- und Schmatzbewegungen Choreatische Bewegungen Therapie: Antipsychotikum absetzen Umstellung auf Clozapin (keine EPS) Parkinsonoid 1. - 8. Woche Akinese, Rigor, Tremor Therapie: Biperiden Antipsychotikum absetzen Akathisie (Sitzunruhe) 1. - 8. Woche Quälende Rastlosigkeit Sitz- und Stehunruhe Therapie: Antipsychotikum absetzen Propranolol
- Persönlichkeitsstörungen - Typen Paranoid Schizoid Emotional-instabil histrionisch anankastisch dissozial
- Advertisement
- Persönlichkeitsstörungen - Typen Paranoid Schizoid Emotional-instabil histrionisch anankastisch dissozial Ängstlich vermeidend abhängig
- Persönlichkeitsstörungen - schizoide Persönlichkeit wenig Emotionen - Affektabflachung kaum Reaktion auf Lob oder Kritik Unvermögen zum Erleben von Freude Rückzug in Phantasie und Einzelgängertum Mangel an engen vertrauensvollenBeziehungen Nicht verwechseln mit schizotyper Persönlichkeitsstörung
- Persönlichkeitsstörungen - dissoziale Persönlichkeit kann nicht auf Gefühle anderer eingehen wird schnell aggressiv neigt zu Gewalttaten leidet unter der sozialen Ausgrenzung die sein Verhalten bewirkt aber sieht den Fehler nicht bei sich missachtet soziale Normen, Regeln und Konventionen
- Persönlichkeitsstörungen - paranoide Persönlichkeit fühlt sich sehr schnell angegriffen situationsunangemessene Reaktionen wahnhaftes Verhalten aber Wahnkriterien nicht ganz erfüllt (fühlt sich einfach schnell ungerecht behandelt und wird darüber beleidigend) fühlt dass Komplotte gegen ihn geschmiedet werden
- Persönlichkleitsstörungen - Modell der Big Five Offenheit (kreativ - phantasielos) Extraversion (kontaktfreudig - zurückhaltend) Gewissenhaftigkeit (gründlich - nachlässig) Verträglichkeit (friedfertig - streitsüchtig) Neurotizismus (überempfindlich - entspannt)
- Persönlichkeitsstörungen - Schizotype Persönlichkeit exzentrisches Verhalten magische Denkwelten Verschrobenheit
- Persönlichkeitsstörungen - emotional instabile Persönlichkeit u.a. Borderline- Störung wechselnde emotionale Stimmungen wiederkehrende Verzweiflung chronische Suizidalität selbstverletzendes Verhalten (Schnitte, Verbrennungen, Promiskuitivität) intensive aber unbeständige Beziehungen Unbeständigkeit des eigenen Selbstbildes
- Persönlichkeitsstörungen - emotional instabile Persönlichkeit Impulsiver vs Borderline- Typ wechselnde emotionale Stimmungen wiederkehrende Verzweiflung chronische Suizidalität selbstverletzendes Verhalten (Schnitte, Verbrennungen, Promiskuitivität) intensive aber unbeständige Beziehungen Unbeständigkeit des eigenen Selbstbildes
- Persönlichkeitsstörungen - hirstrionische Persönlichkeit ausgeprägtes Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen theatralischer Ausdruck aller Gefühle und übertriebener Ausdruck von Affekten ausgeprägte Selbstbezogenheit und Egozentrik leichte Beeinflussbarkeit (Suggestibilität) manipulativ
- Persönlichkeitsstörungen - anankastische Persönlichkeit auch zwanghafte Persönlichkeit (weder Vorstufe noch gleichbedeutend mit Zwangserkrankung - eigene Entität) pedantisch rigide vorausplanend perfektionistisch eigensinnig DD: Zwangserkrankungen gehen mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen einher!
- Persönlichkeitsstörungen - narzistische Persönlichkeit Überzeugt von der übersteigerten Wichtigkeit seiner Selbst dabei oft schwankend zwischen dem Gefühl des eigenen Glorreich seien und des nichts wert seins braucht ständig Bestätigung von außen gerät sonst schnell in eine narzistische Krise alle Zwischenmenschlichen Beziehungen sind von der eigenen Überschätzung geprägt
- Persönlichkeitsstörungen - narzistische Persönlichkeit Überzeugt von der übersteigerten Wichtigkeit seiner Selbst dabei oft schwankend zwischen dem Gefühl des eigenen Glorreich seien und des nichts wert seins braucht ständig Bestätigung von außen gerät sonst schnell in eine narzistische Krise (Depressive Stimmung bis hin zu Suizidalität) alle Zwischenmenschlichen Beziehungen sind von der eigenen Überschätzung geprägt
- Borderline - Epidemiologie Alter Beginn meist in der Adoleszenz Erste Behandlung im Alter von 20-30 Jahren Gipfel bei ca. 27 Jahren Geschlecht: ♀>♂
- Borderline - Ätiologie Äußere Faktoren: Traumatische Ereignisse in der Kindheit (sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt) finden sich bei fast ⅔ der Patienten Genetische Faktoren Neurobiologische Aspekte
- Borderline - Definition (plus zur emotional Instabilen Persönlichkeit) Unsicherheit bezüglich der eigenen Identität, des Selbstbildes, der Ziele und "inneren Präferenzen" Neigung, sich auf intensive, jedoch instabile Beziehungen einzulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen Übertriebene Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden Wiederholte Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung Anhaltendes Gefühl von Leere
- Borderline - Klinik Impulskontrollstörung: Die Patienten erleben unangenehme Anspannungszustände, die sie nur durch kurzfristig gedachte, impulsive Handlungen lösen können. Dies zeigt sich dann in Hochrisikoverhalten, Fressanfällen, Abbrüchen der beruflichen Ausbildung, privater Beziehungen sowie der Therapie Selbstverletzendes Verhalten Typische Verletzungsmuster "Ritzen" Zigarettenausdrücken Ursache Die Handlung wird meistens durchgeführt, um sich zu "spüren" und zu entlasten Die Selbstverletzung führt suchtähnlich zu euphorisierenden Kicks Gelegentlich: Impulsartiger Selbsthass, der zur Selbstverletzung führt Suizidalität: Hohe Rate an Suizidversuchen, wobei die Autoaggression ("Ritzen") unabhängig von der Suizidalität betrachtet werden muss Derealisation Agieren Gesteigerte Affekte Polytoxikomanie Polymorph-perverse Sexualität
- Borderline - Dialektisch behaviorale Therapie Grundlagen der kognitiven Verhaltenstherapie Von Marsha Linehan speziell zur Behandlung der emotional-instabilen Borderline-Typ entwickelt Einzel- und Gruppentherapien Strategie zum Verstehen und Wertschätzen des Patienten-Problems durch den Therapeuten 5 Charakteristika der dialektisch-behavioralen Therapie Innere Achtsamkeit (darauf achten was man denkt und fühlt) Bewusster Umgang mit Gefühlen Selbstwert steigern Stresstoleranz lernen Zwischenmenschliche Fähigkeiten
- Borderline - Medikamentöse Therapie Medikamentöse Therapie Antipsychotika: Vor allem bei wahnhaften Symptomen Antidepressiva: Bevorzugt SSRIs, insbesondere bei depressiven Verstimmungen, Angst- undZwangsstörungen
- Parasuizid Handlung, die mit starker Selbstverletzung einhergeht aber nicht in selbsttötender Abicht erfolgt. Appellativer Parasuizid. Der appellative Charakter oder der Wunsch nach einer Pause stehen im Vordergrund. Hier ist beispielsweise das einmalige oberflächliche Beifügen von Schnittverletzungen in einer krisenhaften Situation zu nennen. Manipulativer Parasuizid. Hier steht der manipulative Charakter im Vordergrund. Ein Beispiel wäre eine Intoxikation mit Schmerzmitteln, die aber nicht heimlich bleibt, sondern sofort berichtet wird. Hoch Suizidaler Parasuizid. Die suizidale Intention steht im Vordergrund und ist stark ausgeprägt. Beispielhaft wäre eine zufällige Entdeckung einer ansonsten genau geplanten Handlung zu nennen, die ohne Entdeckung tödlich gewesen wäre.
- Lithium - Indikationen Phasenprophylaxe bei bipolaren affektiven Störungen Akute manische Episode Phasenprophylaxe schizoaffektiver Störungen Zusätzliche Gabe (Augmentation) bei therapieresistenten Depressionen sowie zur Rezidivprophylaxe zur Reduzierung suizidaler Handlungen (Suizidversuche und Suizide)
- Advertisement
- Lithium - UAWs Tremor (kann mit Propanolol behandelt werden) Hyperreflexie Epileptogenes Potential steigt Gewichtszunahme (wirkt anregend aufs Appetitzentrum) Struma und Hypothyreose (L-Thyroxin wird vermindert produziert, Iodaufnahme sinkt) Nephrogener Diabetes insipidus (ADH-Wirkung nimmt ab) CNV EKG-Veränderungen
- Lithium - Therapeutische Breite 0,6-1,2 mmol/L
- Lithium - Intoxikation - Serumspiegel - Ursachen - Initialsymptome - Schwerer Verlauf Lithiumspiegel: >1,5–2,0 mmol/L Ursachen Überdosierung bei zu häufiger Einnahme Natriummangel bei natriumarmer Diät oder vermehrtem Schwitzen (z.B. bei großer Hitze, Sonnenbaden, Sauna), Durchfall Diuretikatherapie Nierenfunktionsstörungen Initialsymptome Faszikulationen (Warnsignal) Gastrointestinal/vegetativ: Nausea, Erbrechen, Durchfall, Inappetenz, Schwindel Neurologisch: Verwaschene Sprache, Ataxie, Downbeat-Nystagmus, Dysdiadochokinese, Tremor, Somnolenz Psychiatrisch: Apathie, psychomotorische Verlangsamung Schwerer Verlauf Zusätzliche neurologische Symptome: Rigor, Hyperreflexie, generalisierte Krampfanfälle Oligurie mit Niereninsuffizienz
- Lithium - Therapeutische Breite 0,6-1,2 mmol/L Prophylaxe: 0,5-0,8 mmol/l Spiegel erreicht nach 5-8d Wirkung entfaltet sich nach 7-14d
- Zyklothymie andauernde Instabilität der Stimmung mit zahlreichen Perioden von Depression und leicht gehobener Stimmung (Hypomanie) aber keine ausreichend schwer und anhaltend genug ist, um die Kriterien für eine bipolare affektive Störung oder rezidivierende depressive Störung zu erfüllen häufig bei Verwandten von Patienten mit bipolarer affektiver Störung Einige Patienten mit Zyklothymie entwickeln schließlich selbst eine bipolare affektive Störung
- Dysthymie chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung zu erfüllen "Balance" zwischen individuellen Phasen leichter Depression und dazwischenliegenden Perioden vergleichbarer Normalität sehr unterschiedlich. Die Dysthymie hat vieles gemeinsam mit den früheren Konzepten der "depressiven Neurose" und der "neurotischen Depression".
- Borderline - neuobiologische Störungen Störungen der Emotionsregulierung im limbischen Hirnsystem erhöhte Dissoziationsneigung Hierzu gehören: rasch einschießende Affekte, eine starke Auslenkung der Affekte, eine langsame Rückbildung, ein hohes Grunderregungsniveau, Flashbacks, szenische Halluzinationen, Gedankenlautwerden und eine ausgeprägte Dissoziationsneigung.
- Alkoholabusus - CAGE-Test Alkoholismus-Test, der der groben Orientierung dient. C: Cut down drinking: "Haben Sie jemals daran gedacht, weniger zu trinken?" A: Annoyed: "Ärgert Sie die Kritik Ihrer Umgebung wegen Ihres Alkoholkonsums?" G: Guilty: "Empfinden Sie Schuldgefühle aufgrund ihres Trinkverhaltens?" E: Eye opener: "Brauchen Sie morgens nach dem Aufwachen Alkohol, um leistungsfähig zu werden?" Weniger (Cut-Down) Kritik (Annoyed) ist gewiss (Guilty) ein Muntermacher (Eye-Opener). Statistik: Die Wahrscheinlichkeit eines Alkoholmissbrauchs beträgt 0: Alkoholismus unwahrscheinlich 1: 62% 2: 89% 3-4: 99 %
- Alkoholabusus - Marchiafava-Bignami-Syndrom Definition: Degeneration und Nekrose des Corpus callosum, die fast ausschließlich in Folge von Mangelernährung bei chronischem Alkoholabusus auftreten Klinik: Variables klinisches Bild mit folgenden Symptomen: Wesensveränderung Intelligenzminderung Demenz Epileptische Anfälle
- Impulskontrollstören - Beispiele Kleptomanie (Sucht zu Stehlen) Spielsucht Pyromanie
- Impulskontrollstörungen - Therapie Kognitive Verhaltenstherapie SSRIs Lithium/ Valproat
- Lithium - Therapie einer Intoxikation Forcierte Diurese + ggf. Diuretikum 5% Glucose + 40mval Na + 20mval KCl/L (Serum Natrium hochhalten) 500ml/h
- Störungen des Sexualpräferenz Sexuelle Befriedigung wird nur durch Stimulation (meist unbelebten) Objekten oder bestimmten Situationen oft mit z.B. Tragen von Frauenkleidern erreicht. Dabei besteht nicht der Wunsch dem anderen Geschlecht anzugehören. Andere sind z.B. Exhibitionismus, Sadomasochismus, Voyeurismus Gefährlicher sind die Sodomie (Tiere) und Pädophilie (Kinder) - in Dtl beides Straftaten! Therapie bei Pädophilie z.B. mittels Cyproteronactet (Hemmer der Spermiogenese, der eine Erektion/Ejakulation unmöglich macht und so zur chemischen Kastration eingesetzt wird)
- Sexuelle Orientierungsstörungen Ausgeprägter Wunsch dem anderen Geschlecht anzugehören. Transsexualität oder Transvestitismus unter Beibehaltung des eignen Geschlechtes.
- Störungen der sexuellen Funktion Verminderte Appetenz: Alibidinie Verminderte Erregung: Erektionsstörungen/ Lubrikationsstörungen Schmerzen: Dyspareunie/ Vaginismus
- ADHS - Symptome Störungen von: Aufmerksamkeit (schnell abzulenken) Konzentration Affekt bzw. Impulskontrolle (impulsiver Typ, herabgesetzte Frustrationsschwelle Überaktivität (nicht obligat)
- ADHS - Therapie Kinder mit Methylphenidat 0,2-1,0 mg/kgKG (Ritalin) Amphetaminabkömmling - Stimulanz unterliegt dem BtMG bei Kindern ist noch nie eine Abhängigkeit beobachtet worden UAWs: Appetitstörungen, Wachstumsstörungen, Kreislaufstörungen, Schlafstörungen Alternative: Atomoxetin (SNRI) bei Unverträglichkeit Zudem: Familien- und kognitive Verhaltenstherapie (Spannungsreduktion, Verhaltenskontrolle, Stärkung des Selbstbewusstseins etc.)
- ADHS - Symptomwandel im Erwachsenenalter Änderungs des Ausprägungsgrades je nach Lebenssituation Soziale Probleme entstehen durch unkontrolliertes Verhalten (Arbeitsplatzverlust, erhöhte Unfallgefahr, Probleme mit Autoritäten) Hohe Rate an Komorbiditäten Substanzmißbrauch Neigung zu Persönlichkeitsstörungen (v.a. emotional instabile und dissoziale) Neigung zu Depressionen und Manie
- Antidepressiva - Indikationen (6) Depressive Episoden Suizidalität Wochenbettdepression behandlungsbedürftige Dysthymie Anpassungsstörungen mit trauriger Verstimmung Depression bei Schizophrenie oder anderen psychiatrischen Erkrankungen
- Antidepressiva - Auswahlkriterien Wirkung: Sedierender Effekt gewünscht /nicht erwünscht Antriebssteigerung gewünscht? Nebenwirkung Anticholinerge Effekte sind bei Älteren oder dementen Patienten kontraproduktiv (Miktionsstörungen, Obstipation etc.) Interaktionspotential Je nach bereits vorhandener Medikation und Vorerkrankungen Vormedikation mit Tancylpromin verbietet die Anwendung eines SSRI Überdosierungsgefahr Bei Suizidalität eher ein Medikament mit großer therapeutischer Breite wählen