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Medizin (Subject) / Pharma - Teil 1 (Lesson)
Hammerexamen 2014
- Herz, Kreislauf, Lunge
- Blutgerinnungsmittel
- Diuretika
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- Digitoxin Herzglykosid oral: 3 - 4h i.v.: 30-120min lipophil Hepatische Metabolisierung → Bevorzugter Einsatz bei Niereninsuffizienz Therapie bei Digitalisintoxikation Digitalisantikörper Cholestyramin Hämoperfusion Frequenzkontrolle einer Tachyarrhythmia absoluta Herzinsuffizienz Stadium ≥ NYHA III → keine Prognoseverbesserung, Linderung der Symptome, Verhinderung von stationär behandlungsbedürftigen Dekompensationen Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie
- Acetylsalicylsäure Thrombozytenaggregationshemmer (Irreversible Cyclooxygenase-1-Hemmer) Akutes Koronarsyndrom Perkutane transluminale Angioplastie (PTCA) Stentimplantation Sekundärprophylaxe zerebraler Ischämien und der KHK Unsichere Indikation Primärprophylaxe der koronaren Herzkrankheit
- Clopidogrel, Prasugrel, Ticlopidin, Ticagrelor Thrombozytenaggregationshemmer (ADP-Rezeptor-Hemmer) Clopidogrel, Prasugrel; Ticagrelor Z.n. ischämischem Apoplex und Myokardinfarkt, pAVK, akutes Koronarsyndrom in Kombination mit ASS, Stentimplantation ASS-Unverträglichkeit Ticlopidin: Sekundärprophylaxe nach ischämischem Insult bei ASS-Unverträglichkeit
- Abciximab, Eptifibatid, Tirofiban Thrombozytenaggregationshemmer (Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten) PTCA mit hohem Risiko Instabile Angina pectoris Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung (Tirofiban und Eptifibatid)
- Unfraktioniertes Heparin Nicht-orales Antikoagulanz Monitoring: aPTT Antidot: Protamin Prophylaxe (low-dose) Indikation Thromboseprophylaxe: Bei Bettlägerigkeit, peri- und postoperativ, Immobilität anderer Art Anwendungsempfehlungen Subkutane Anwendung alle 8-12 h Therapie (high-dose) Indikationen Vorhofflimmern Thrombose, Lungenembolie Akutes Koronarsyndrom Mechanischer Klappenersatz Prophylaxe der Thrombenbildung bei Hämodialyse, Herz-Lungen-Maschine u.a. Anwendungsempfehlungen Intravenöse Applikation erforderlich, Bolus mit anschließender kontinuierlicher Gabe über Perfusor
- Dalteparin Fraktioniertes / Niedermolekulares Heparin Monitoring: Anti-FXa-Aktivität Antidot: partiell Protamin Prophylaxe (low-dose) Indikation Thromboseprophylaxe: Bei Bettlägerigkeit, peri- und postoperativ, Immobilität anderer Art Anwendungsempfehlungen Bei niedermolekularen Heparinen reicht in der Regel die Gabe einmal pro Tag (subkutan) aus Menge richtet sich nach Risiko, Nierenfunktion und Körpergewicht Therapie (high-dose) Indikationen Vorhofflimmern Thrombose, Lungenembolie Akutes Koronarsyndrom Mechanischer Klappenersatz Prophylaxe der Thrombenbildung bei Hämodialyse, Herz-Lungen-Maschine u.a. Anwendungsempfehlungen Subkutane Anwendung Menge richtet sich nach Körpergewicht; Anpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion, ggf. kontraindiziert
- Enoxaparin Fraktioniertes / Niedermolekulares Heparin - Clexane Monitoring: Anti-FXa-Aktivität Antidot: partiell Protamin Prophylaxe (low-dose) Indikation Thromboseprophylaxe: Bei Bettlägerigkeit, peri- und postoperativ, Immobilität anderer Art Anwendungsempfehlungen Bei niedermolekularen Heparinen reicht in der Regel die Gabe einmal pro Tag (subkutan) aus Menge richtet sich nach Risiko, Nierenfunktion und Körpergewicht Therapie (high-dose) Indikationen Vorhofflimmern Thrombose, Lungenembolie Akutes Koronarsyndrom Mechanischer Klappenersatz Prophylaxe der Thrombenbildung bei Hämodialyse, Herz-Lungen-Maschine u.a. Anwendungsempfehlungen Subkutane Anwendung Menge richtet sich nach Körpergewicht; Anpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion, ggf. kontraindiziert
- Certoparin Fraktioniertes / Niedermolekulares Heparin Monitoring: Anti-FXa-Aktivität Antidot: partiell Protamin Prophylaxe (low-dose) Indikation Thromboseprophylaxe: Bei Bettlägerigkeit, peri- und postoperativ, Immobilität anderer Art Anwendungsempfehlungen Bei niedermolekularen Heparinen reicht in der Regel die Gabe einmal pro Tag (subkutan) aus Menge richtet sich nach Risiko, Nierenfunktion und Körpergewicht Therapie (high-dose) Indikationen Vorhofflimmern Thrombose, Lungenembolie Akutes Koronarsyndrom Mechanischer Klappenersatz Prophylaxe der Thrombenbildung bei Hämodialyse, Herz-Lungen-Maschine u.a. Anwendungsempfehlungen Subkutane Anwendung Menge richtet sich nach Körpergewicht; Anpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion, ggf. kontraindiziert
- Fondaparinux Synthetisches Heparin Monitoring: Anti-FXa-Aktivität Antidot: -
- Danaparoid Heparinoid Monitoring: Anti-FXa-Aktivität Antidot: -
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- Desirudin Rekombinantes Hirudin Monitoring: aPTT Antidot: -
- Argatroban Synthetisches L-Arginin-Derivat Monitoring: aPTT Antidot: -
- Phenprocoumon Cumarin (Vit-K-Antagonist) -> Marcumar, Falithrom Monitoring: Quick / INR Antidot: - Indikation Phlebothrombose Vorhofflimmern Mechanische Herzklappen und bestimmte erworbene Herzfehler Standard-Ziel-INR: 2,0-3,0 (bei mechanischen Herzklappen tlw. 2,5-3,5; bei besonderen Risikokonstellationen auch höher) Kontraindikation Generelle Gerinnungsstörungen Alle hämorrhagischen Diathesen Leber- und Nierenfunktionsstörungen Verdacht auf oder erhöhte Gefahr für Gefäßläsionen Schwere arterielle Hypertonie, Aneurysmen Endokarditis Frische kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. ischämischer Insult) Gastrointestinale Blutungen Operative Eingriffe, interventionelle Eingriffe mit erhöhter Blutungsgefahr (Probeentnahmen) Sturzneigung Teratogene Wirkung: Schwangerschaft
- Warfarin Cumarin (Vit-K-Antagonist) Monitoring: Quick / INR Antidot: - Indikation Phlebothrombose Vorhofflimmern Mechanische Herzklappen und bestimmte erworbene Herzfehler Standard-Ziel-INR: 2,0-3,0 (bei mechanischen Herzklappen tlw. 2,5-3,5; bei besonderen Risikokonstellationen auch höher) Kontraindikation Generelle Gerinnungsstörungen Alle hämorrhagischen Diathesen Leber- und Nierenfunktionsstörungen Verdacht auf oder erhöhte Gefahr für Gefäßläsionen Schwere arterielle Hypertonie, Aneurysmen Endokarditis Frische kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. ischämischer Insult) Gastrointestinale Blutungen Operative Eingriffe, interventionelle Eingriffe mit erhöhter Blutungsgefahr (Probeentnahmen) Sturzneigung Teratogene Wirkung: Schwangerschaft
- Dabigatran Direkter Thrombin-Inhibitor -> Pradaxa Indikation Thromboembolieprophylaxe bei: Knie- oder Hüftgelenkersatz Nicht-valvulärem Vorhofflimmern (und erhöhtem Schlaganfallrisiko)
- Rivaroxaban Direkter Faktor-Xa-Inhibitor -> Xarelto Indikation: Thromboembolieprophylaxe bei: Knie- oder Hüftgelenkersatz Nicht-valvulärem Vorhofflimmern (und erhöhtem Schlaganfallrisiko) Therapie und Sekundärprophylaxe einer Tiefen Beinvenenthrombose Lungenembolie
- Apixaban Direkter Faktor-Xa-Inhibitor Indikation: Thromboembolieprophylaxe bei: Knie- oder Hüftgelenkersatz Nicht-valvulärem Vorhofflimmern (und erhöhtem Schlaganfallrisiko) Therapie und Sekundärprophylaxe einer Tiefen Beinvenenthrombose Lungenembolie
- Azetazolamid Carboanhydrase-Hemmer Akutes Glaukom (Applikation lokal, systemisch) Idiopathische intrakranielle Hypertension (Pseudotumor cerebri)
- Mannit Osmodiuretikum Indikation: Hirnödem, akutes Glaukom, (forcierte Diurese zur Verhinderung eines Nierenversagens)
- Hydrochlorothiazid (HCT) Thiaziddiuretikum Arterielle Hypertonie → Gehört zu den Mitteln der 1. Wahl, sowohl in der Mono- als auch Kombinationstherapie Behandlung von chronischen Ödemen Kardial → Chronische Herzinsuffizienz Renal → Nephrotisches Syndrom (Zur Behandlung von Aszites nicht empfohlen) Sequentielle Nephronblockade Urolithiasis durch kalziumhaltige Steine bzw. Hyperkalzurie (Renaler Diabetes insipidus)
- Xipamid Thiaziddiuretikum Arterielle Hypertonie → Gehört zu den Mitteln der 1. Wahl, sowohl in der Mono- als auch Kombinationstherapie Behandlung von chronischen Ödemen Kardial → Chronische Herzinsuffizienz Renal → Nephrotisches Syndrom (Zur Behandlung von Aszites nicht empfohlen) Sequentielle Nephronblockade Urolithiasis durch kalziumhaltige Steine bzw. Hyperkalzurie (Renaler Diabetes insipidus)
- Chlortalidon Thiaziddiuretikum Arterielle Hypertonie → Gehört zu den Mitteln der 1. Wahl, sowohl in der Mono- als auch Kombinationstherapie Behandlung von chronischen Ödemen Kardial → Chronische Herzinsuffizienz Renal → Nephrotisches Syndrom (Zur Behandlung von Aszites nicht empfohlen) Sequentielle Nephronblockade Urolithiasis durch kalziumhaltige Steine bzw. Hyperkalzurie (Renaler Diabetes insipidus)
- Furosemid Schleifendiuretikum -> Lasix Behandlung von Ödemen Kardial → Akute und chronische Herzinsuffizienz, sowohl periphere Ödeme als auch Lungenödeme Renal → Nephrotisches Syndrom Hepatisch → Leberzirrhose Niereninsuffizienz Akut und chronisch → Auch bei deutlich eingeschränkter GFR (<30 ml/min) einsetzbar, im Gegensatz zu Thiaziden Forcierte Diurese Massive Diurese zur renalen Elimination von zu hohen Stoffkonzentrationen bzw. toxischer Substanzen Durchführung: Intravenöse Gabe von großen Flüssigkeitsmengen (6 Liter und mehr) in Kombination mit Schleifendiuretika Indikation: Hyperkalzämische Krise, schwere Hyperkaliämie, Rhabdomyolyse, Intoxikation (z.B. Lithium) Sequentielle Nephronblockade Hintergrund: Bei der Behandlung von Ödemen kann es zur Diuretika-Resistenz kommen Methode: Kombination aus Schleifendiuretikum und Thiazid (dann trotz eingeschränkter GFR wirksam) → starker diuretischer Effekt
- Torasemid Schleifendiuretikum Behandlung von Ödemen Kardial → Akute und chronische Herzinsuffizienz, sowohl periphere Ödeme als auch Lungenödeme Renal → Nephrotisches Syndrom Hepatisch → Leberzirrhose Niereninsuffizienz Akut und chronisch → Auch bei deutlich eingeschränkter GFR (<30 ml/min) einsetzbar, im Gegensatz zu Thiaziden Forcierte Diurese Massive Diurese zur renalen Elimination von zu hohen Stoffkonzentrationen bzw. toxischer Substanzen Durchführung: Intravenöse Gabe von großen Flüssigkeitsmengen (6 Liter und mehr) in Kombination mit Schleifendiuretika Indikation: Hyperkalzämische Krise, schwere Hyperkaliämie, Rhabdomyolyse, Intoxikation (z.B. Lithium) Sequentielle Nephronblockade Hintergrund: Bei der Behandlung von Ödemen kann es zur Diuretika-Resistenz kommen Methode: Kombination aus Schleifendiuretikum und Thiazid (dann trotz eingeschränkter GFR wirksam) → starker diuretischer Effekt
- Spironolacton Kaliumsparendes Diuretikum Mittel der Wahl beim primären und sekundären Hyperaldosteronismus Primärer Hyperaldosteronismus (nur Spironolacton zugelassen) Sekundärer Hyperaldosteronismus Herzinsuffizienz Ab Stadium II indiziert, Verbesserung der Prognose Geringe Dosierung, um Hyperkaliämie zu vermeiden Leberzirrhose mit Aszites bzw. Ödemen (nur Spironolacton zugelassen) Ggf. zur Behandlung einer chronischen Neigung zur Hypokaliämie Wirkung: Hemmung der Expression von Na+-Kanälen im Sammelrohr Nebenwirkungen Hyperkaliämie Nur Spironolacton: Endokrine Nebenwirkungen ♂: Gynäkomastie, Impotenz ♀: Amenorrhoe, Hirsutismus Kontraindikation: Schwere Niereninsuffizienz
- Eplerenon Kaliumsparendes Diuretikum Mittel der Wahl beim primären und sekundären Hyperaldosteronismus Primärer Hyperaldosteronismus (nur Spironolacton zugelassen) Sekundärer Hyperaldosteronismus Herzinsuffizienz Ab Stadium II indiziert, Verbesserung der Prognose Geringe Dosierung, um Hyperkaliämie zu vermeiden Leberzirrhose mit Aszites bzw. Ödemen (nur Spironolacton zugelassen) Ggf. zur Behandlung einer chronischen Neigung zur Hypokaliämie Wirkung: Hemmung der Expression von Na+-Kanälen im Sammelrohr Nebenwirkungen Hyperkaliämie Nur Spironolacton: Endokrine Nebenwirkungen ♂: Gynäkomastie, Impotenz ♀: Amenorrhoe, Hirsutismus Kontraindikation: Schwere Niereninsuffizienz
- Triamteren Kaliumsparendes aldosteronunabhängiges Diuretikum Indikation: Vor allem in Kombination mit Thiaziden zur Behandlung chronischer Ödeme Wirkung: Blockade der Na+-Kanäle in Sammelrohr und distalen Tubuli Nebenwirkung: Hyperkaliämie Kontraindikation: Schwere Niereninsuffizienz
- Amilorid Kaliumsparendes aldosteronunabhängiges Diuretikum Indikation: Vor allem in Kombination mit Thiaziden zur Behandlung chronischer Ödeme Wirkung: Blockade der Na+-Kanäle in Sammelrohr und distalen Tubuli Nebenwirkung: Hyperkaliämie Kontraindikation: Schwere Niereninsuffizienz